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Katzenkrankheiten


KatzenkrankheitenSie lieben Ihre Katze! Aber was ist, wenn sie sich plötzlich anders verhält? Die Ursachen können vielfältig sein. Oft steckt nur ein harmloser Infekt dahinter. Jedoch können auch schwerwiegende Erkrankungen der Grund sein. Damit Sie bei einigen Katzenkrankheiten die Symptome erkennen und richtig handeln können, haben wir Ihnen hier die wichtigsten Krankheitsbilder bei Katzen aufgeführt. Selbst einfache Erkrankungen wie eine Erkältung können wie bei uns Menschen zu ernsthaften Problemen führen.

Bitte beachten Sie, dass dies nur ein Ratgeber und eine Hilfestellung sein kann. Ein Gang zum Tierarzt bei Anzeichen einer Krankheit Ihrer Katze ist immer ratsam.
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A

Alopezie (Haarausfall)

Beschreibung
Zunächst ist ein Haarausfall ein völlig normaler Vorgang bei einer Katze. Im Frühjahr wird oft Fell abgestoßen, um den Wärmehaushalt der Katze zu regulieren. Auch durch das Lecken des Fells werden abgestorbene und ältere Haare aufgenommen.

Erst wenn die Katze die ausfallenden Haare nicht mehr durch nachwachsende Haare ersetzen kann, wird von Alopezie oder Haarausfall gesprochen. Es kann sogar zu völlig kahlen Stellen am Körper kommen.

Ursachen von Alopezie
Ein Haarausfall bzw. Haarwechsel im Frühjahr oder Herbst ist bei Katzen völlig normal. Doch kommen auch krankhafte Ursachen von Haarausfall bei der Katze vor:
• Befall mit Hautparasiten, z.B. Flöhe, Milben
• Pilzerkrankungen der Haut und andere Infektionen
• Übermäßiges Lecken aus Nervosität, Stress, Frustration oder Langeweile (Psychogene Leck-Alopezie)
• Allergien der Katze
• Allgemeiner Stress bei der Katze
• Fieber, Infektionen, Mangelerkrankungen
• Hormon- und Stoffwechselstörungen (z.B. Schilddrüsen-Überfunktion)
• Nebenwirkung von Medikamenten
• Autoimmunerkrankungen der Katze

Symptome
Bei einer Alopezie verlieren Katzen übermäßig viele Haare und bekommen teilweise große kahle Stellen am Körper. Viele Katzen nehmen die verlorenen Haare durch das Felllecken auf und würgen diese dann wieder als große Haarballen aus. An den kahlen Stellen können sich durch häufiges Lecken schnell Entzündungen und Wucherungen bilden.

C

Chronische Niereninsuffizienz der Katze

Beschreibung
Die chronische Niereninsuffizienz der Katze beschreibt eine Erkrankung der Nieren oder ein chronisches Nierenversagen.

Ursachen und Symptome
Die Ursachen der Niereninsuffizienz sind vielfältig und müssen von Fall zu Fall neu untersucht werden. Generell jedoch kann aber gesagt werden, dass besonders ältere Hauskatzen betroffen sind. Kranke Tiere haben oft Fressunlust, vermehrtem Durst und Urinabsatz, Apathie, Erbrechen und Gewichtsverlust. Die fortgeschrittene Vergiftung des Körpers durch den Harn (Urämie) kann dazu führen, dass sich Geschwüre bilden. Auch die Maulschleimhaut entzündet sich (Stomatitis), Mundgeruch und starker Speichelfluss (Hypersalivation) treten auf, erhöhter Blutdruck ist feststellbar, Augenschädigungen werden erkennbar, Blutarmut, Juckreiz, Weichteilverkalkungen, Austrocknung Blutungen und Wasseransammlungen im Geweben treten auf. Bei hochgradigem Krankheitsbild kommen neurologische Störungen dazu wie Krampfanfälle, Teilnahmslosigkeit, Delirium, Koma und Muskelerkrankungen. Diese Symptome lassen sich schwer erkennen, da sie über einen längeren Zeitraum (einige Wochen bis Jahre) nach und nach auftreten.

F

Feline Hyperthyreose

Beschreibung
Die Feline Hyperthyreose bezeichnet eine Störung des hormonellen Systems einer Katze. Oft leiden Tiere, die älter als zehn Jahre sind, unter dieser Erkrankung.

Ursachen und Symptome
Gutartige Tumore sind in der Regel die Ursache für die Feline Hyperthyreose. Ein Symptom ist hier zudem eine Schilddrüsenüberfunktion. Der Auslöser für die Tumore an sich konnte bisher nicht geklärt werden. Es hat sich aber herausgestellt, dass Katzen, die häufig mit Dosenfutter gefüttert wurden, ein wesentlich höheres Erkrankungsrisiko aufwiesen. Auch scheinen manche Katzenstreusorten die Krankheit auszulösen.

Je nach Ausmaß der Erkrankung unterscheiden sich die Symptome. Ein Gewichtsverlust wird am häufigsten beobachtet, dazu kann eine vergrößerte Schilddrüse, Herzrasen und sogar Fresssucht kommen. Wesentlich seltener kommt es zu Erbrechen, starkem Durst, vermehrtem Urinieren, großem Stuhlvolumen, Verhaltensänderungen (Aggressivität / Ängstlichkeit), Atemnot, Hautveränderungen, Haarausfall, struppigem Fell, starkem Krallenwachstum und verringerter Futteraufnahme


Feline Infektiöse Peritonitis – FIP/Bauchfellentzündung

Beschreibung
Als „Feline Infektiöse Peritonitis“ wird eine durch einen Virus ausgelöste Infektionskrankheit bei Katzen bezeichnet. Auslöser dieser Erkrankung ist der so genannte „Feline Coronavirus“. Hierbei ist in der Regel das Bauchfell (Peritonitis) entzündet, es kann aber auch das Brustfell betreffen. Die Krankheit kann aber auch auftreten ohne bestimmte Körperhöhlen zu treffen.

Ursachen und Symptome
Ein stark ansteckender Coronavirus ist für die Feline Infektiöse Peritonitis verantwortlich. Die Ansteckung erfolgt in der Regel durch Kontakt mit infizierten Gegenständen und infiziertem Kot. Menschen können das Virus jedoch auch auf die Katze übertragen. Ist eine Katzenmutter trächtig und mit dem Virus infiziert, überträgt sie den Virus auf ihre Föten. Besondere Anfälligkeit gilt für Katzen im Alter von 6 Monaten bis 5 Jahren, es kann aber auch alte Tiere über 14 Jahre treffen.

Es gibt zwei Formen der „Felinen Infektiösen Peritonitis“:
- Die „Trockene Form“: Hier entstehen Knoten innerhalb der Organe und auf der Haut. Diese werden bedingt durch verschmolzene Entzündungsherde. Es kann zu Augenerkrankungen, Blutarmut, neurologischen Erscheinungen oder gelblichen Schleimhäuten kommen.
- „Feuchte Form“: Durch weiße Blutkörperchen (Lymphozyten) und Plasmazellen wird die Erkrankung in der Region der Blutgefäße sichtbar, es kann auch zu Gewebsabsterben kommen. Oft treten bei dieser Form Gewebeflüssigkeiten in Körperhöhlen. Diese Flüssigkeiten führen in der Brusthöhle zu schwerer Atemnot.

H

Haarausfall (Alopezie)

Siehe auch Alopezie.

K

Katzenschnupfen

Beschreibung
Die als Katzenschnupfen bezeichnete Krankheit bezeichnet eine Vielzahl ansteckender Erkrankungen der Schleimhäute und Atemwege einer Katze. Hier vereinen sich viele Erreger und rufen vielfältige Symptome hervor.

Ursachen und Symptome
Katzenschnupfen wird normalerweise durch Herpesviren ausgelöst. Selten sind Calciviren verantwortlich. In der Regel werden die Viren durch den Kontakt mit einem kranken Tier übertragen. Dennoch ist bekannt, dass auch das Futter, Reinigungsgeräte wie Staubsauger o.Ä. und sogar der Mensch als Krankheitsüberträger dienen können. Da das Virus ist an der Luft aber einen Tag überleben kann, ist der Einsatz von Desinfektionsmittel sehr effektiv.

Zu Symptomen kommt es nach ungefähr 2 bis 3 Tage nach der Infektion. Starker Ausfluss aus Augen und Nase ist dann sichtbar, oft werden zudem Bindehautentzündungen festgestellt. Im Mundraum sowie Zunge können sich Geschwüre bilden, bei den Nasenmuscheln kann Gewebszerfall auftreten. Zusätzlich können Fieber, Niesen und Appetitlosigkeit auftreten. Ist eine Katze trächtig, kann in der sechsten Schwangerschaftswoche eine Fehlgeburt erfolgen. Infizierte Welpen können starke Lungenentzündungen bekommen, nicht selten sind diese tödlich. Besonders Jungtiere infizieren sich mit dieser Krankheit, ist eine Infektion jedoch überstanden scheiden rund 80% der Tiere trotzdem noch dauerhaft Viren aus.

Eine Ansteckung mit den Calciviren erfolgt in der Regel durch direkten Kontakt mit einem erkrankten Tier, dessen Kot oder anderen Sekreten. In zwei Phasen wird zunächst das Virus in den Mandeln, den Bindehäuten, der Maulschleimhaut und nach rund einer Woche mittels des Blutkreislaufs im gesamten Körper verbreitet. Besonders Zunge und Lunge sind dann befallen. Die Symptome sind dann auch hier Fieber, Ausfluss, Schnupfen und eine Bindehautentzündung.
Bei Befall der Lunge lösen Bakterien manchmal eine Lungenentzündung aus. Bei trächtigen Katzen sind Fehlgeburten nicht selten die Folge.


Katzenleukämie

Beschreibung
Katzenleukämie wird durch die Ansteckung mit einem bestimmten Virus ausgelöst. In der Regel verläuft die Krankheit tödlich. Da das Virus weltweit verbreitet ist, kann es überall zur Ansteckung kommen. Es wird über Schleimhäute oder Wunden aufgenommen (Blut, Speichel). Direktes Belecken ist dabei der häufigste Übertragungsweg.

Ursachen und Symptome
Katzenleukämie zeigt viele verschiedene Symptome. In der Medizin unterscheidet man jedoch zwischen zwei Hauptformen.
- Die neoplastische Form kennzeichnet sich durch Bildung von unterschiedlichen Tumoren oder Bluterkrankungen (Leukämie).
- Die nicht-neoplastische Form kennzeichnet sich durch Veränderungen des Blutes oder des Immunsystems. Letzteres wird geschwächt und daher anfällig für Infektionen. Hinzu können Störungen der Fortpflanzung sowie Entzündungen der Nieren auftreten.


Katzenpocken

Beschreibung
Katzenpocken lösen geschwürige Pusteln aus, auch der Mensch kann sich damit infizieren.

Ursachen und Symptome
Wie man heute weiß, lösen Kuhpocken-Viren diese Erkrankung aus. Überträger sind hier fast immer Nagetiere wie Ratten oder Mäuse. Knoten in der Haut, speziell im Kopfbereich, sind die Symptome. Diese sind zudem oft eitrig. Auch wird oft eine Veränderung des Hautbilds sichtbar sowie Entzündungen der Zunge, Maulschleimhaut und Lunge. Katzen, die bereits unter Katzenleukämie oder Katzenaids leiden sind für die Katzenpocken sehr anfällig.


Katzenstaupe (Panleukopenie)

Beschreibung
Katzenstaupe, auch Katzenpest genannt, ist eine in der Regel tödlich verlaufende Krankheit. Ein Virus löst die Erkrankung aus. Dieses an der Luft sehr resistente Virus ist bei Raumtemperatur mehr als ein Jahr lang aktiv, normale Desinfektionsmittel können es kaum beseitigen. Die bisher wirksamsten Mittel gegen den Erreger sind Haushaltsreiniger mit bleichender und desinfizierender Wirkung sowie Schimmelentferner und Rohrreiniger, Aktivchlor (Natriumhypochlorit) muss enthalten sein.

Ursachen und Symptome
Die Katzenstaupe kommt ausschließlich bei Katzen vor. Speziell junge Katzen sind für diese Erkrankung anfällig. Grund hierfür ist ihr noch nicht voll funktionsfähiges Immunsystem. Der Erreger wird in der Regel über Urin, Sekrete oder Kot mit der Nasen- oder Maulschleimhaut aufgenommen. Die Inkubationszeit liegt bei rund 2 bis 10 Tagen. Föten können sich im Mutterleib ebenfalls damit anstecken.

Das Krankheitsbild ist sehr vielfältig, tatsächlich kann ein infiziertes Tier sogar ohne erkennbare Symptome an der Erkrankung sterben. Das Virus befällt bevorzugt das Verdauungs- und Immunsystem. Starker und blutiger Durchfall sowie der starke Anstieg der weißen Blutkörperchen sind Anzeichen für die Krankheit. Weiter sind
- Fieber
- Fressunlust
- Wassermangel
- Erbrechen
- Nasenausfluss
- Bindehautentzündung
- Mattheit.
eine Krankheitserscheinung. Das Ausscheiden von Kot setzt zusätzlich große Mengen aktiver Erreger frei.

N

Nierenschwäche (Niereninsuffizienz)

Beschreibung
Die Nierenschwäche ist eine schwerwiegende Erkrankung. Es gibt die akute und chronische Niereninsuffizienz. Diese Erkrankung ist deshalb so dramatisch, weil die Niere für die Katze – wie bei uns Menschen – das Blut filtert und von Schadstoffen befreit. Außerdem reguliert sie den Blutdruck und kontrolliert den Stoffwechsel. Häufig tritt eine Nierenschwäche bei älteren Katzen auf.

Ursachen und Symptome
Die Symptome treten teilweise erst mit fortschreitender Erkrankung und dann schleichend auf. Die Katze trinkt deutlich mehr und verweigert öfters das Futter. Durch das häufige Trinken uriniert die Katze auch deutlich häufiger und stärker. Viele Katzen zeigen auch eine deutliche Gewichtsabnahme.

Die Ursachen einer Nierenerkrankung können sein:
- Infektion
- Stark eiweißreiche Kost und deutliche Überernährung
- Verminderte Durchblutung
- Alter – die Nierenfunktion lässt im Alter häufig nach

Sollte die Nierenschwäche frühzeitig erkannt werden, ist eine Behandlung in vielen Fällen möglich. Jedoch wird einmal geschädigtes Gewebe nicht mehr regeneriert. Eine entsprechend angepasste Ernährung der Katze ist dann ein Grundstein für ein fast sorgenfreies Katzenleben.

T

Tollwut

Beschreibung
Bereits seit der Antike und früher weiß der Mensch um die Tollwut. Ein Virus löst diese Infektionskrankheit aus, das Hauptsymptom ist eine Entzündung des Gehirns. Neben den meisten warmblütigen Säugern können sogar Menschen an dieser Krankheit erkranken. Tatsächlich sterben jährlich weltweit knapp 55.000 Menschen an der Tollwut. Besonders in Indien ist das der Fall, hier trifft es in der Regel Kinder unter 15 Jahren.

Ursachen und Symptome
Für die Übertragung der Tollwut sind überwiegend fleischfressende Tiere (Katzen, Hunde, Füchse, Fledermäuse usw.) verantwortlich. Pflanzenfresser (Kaninchen, Eichhörnchen oder andere Nagetiere) hingegen fallen der Tollwut seltener zum Opfer. Die Ansteckung mit dem Virus auf den Menschen erfolgt meistens über einen Biss und den damit eindringenden Speichel. Die Inkubationsphase schwankt hier normalerweise zwischen ein und drei Monaten.

Zwei bis acht Wochen sind in der Regel die Inkubationszeit bei Tieren. Bei Ausbruch der Krankheit bleiben dem erkrankten Tier häufig nur ein bis sieben Tage bis zum Tod. Oft sind Wesensveränderungen das Erkennungsmerkmal der beginnenden Erkrankung. Katzen beispielsweise ziehen sich häufig zurück, geben ständig Laute von sich und sind sehr aggressiv. Oft sind Störungen beim Schlucken der Fall mit gleichzeitigem Auftreten von Schaum am Maul. Im Endstadium kommen Lähmungen des gesamten Körpers dazu, der Tod ist danach unausweichlich


Toxoplasmose

Beschreibung
Eine häufige Katzenkrankheit ist die Toxoplasmose. Nur über Zwischenwirte wie kleine Säugetiere, aber auch dem Menschen überträgt sich der Parasit. Beim Menschen können sich auch Symptome bei Befall zeigen.

Ursachen und Symptome
Zwischenwirte nehmen den Parasiten oft durch Kontakt mit dem Erdreich (Arbeit im Garten usw.) oder über rohes Fleisch (Schwein, Schaf usw.) auf. Infektionen sind jedoch meist ohne klinische Erscheinungen. Toxoplasmose erfolgt in der Regel nur einmal im Leben einer Katze, ist die Krankheit überstanden, entwickelt das Tier eine Immunität.

Die erste Infektion verläuft zunächst mit leichtem Durchfall, kurzem Fieber und Lymphknotenschwellung. Dies geschieht während der „Darmphase“ des Parasiten. Während der Parasitenentwicklung werden, je nach betroffenem Organ, Atembeschwerden, Husten, Durchfall, Gelbsucht und Entzündungen der Augenhaut, Herzmuskulatur, Skelettmuskulatur oder des Gehirns als Symptome sichtbar. Bei Katzenwelpen kann plötzlicher Tod eintreten. Ist das Immunsystem einer Katze bereits gestört, kann die Toxoplasmose chronisch werden. Symptome wie Schüttelkrämpfe, Gangstörungen, Erbrechen, Durchfall, Abmagerung und Entzündung der Augenhaut treten dann auf.

W

Wurminfektionen der Katze

Beschreibung
Weltweit werden Katzen sehr oft von Würmern vieler Art befallen. Betroffen sind alle Katzen, ob draußen oder im Haus. Die meisten Würmer nutzen Katzen als letzten Wirt, sie sind grundsätzlich im Körperinneren vorhanden. Manche Würmer können auch auf den Menschen übergehen.

Ursachen und Symptome
Mindestens drei Wurmarten befallen Katzen, hier die wichtigsten:

Saugwürmer:

Der Leberegel
Frisst eine Katze mit dem Wurm belasteten Fisch, kommt es zu einem Befall. Eher selten kommen Durchfall, Darmentzündungen, Leber- und Bauchspeicheldrüsenveränderungen oder schlechtes Allgemeinbefinden als Symptome vor.

Der Darmegel
Reptilien, Amphibien, Kaulquappen, Vögeln oder Nagern übertragen diesen Parasiten. Durchfallerscheinungen sind hier seltene Symptome.

Der Lungenegel
Der Lungenegel kommt nur in Amerika und Asien vor. Wenn eine Katze rohe Schalentiere frisst, kann eine Ansteckung stattfinden. Ist der Befall stark, kann Atemnot entstehen.

Fadenwürmer:

Der Spulwurm
Ihn findet man bei Katzen am häufigsten. Dieser Wurm wird bis zu 10 cm lang und lebt im Dünndarm. Dort legt er seine Eier ab, die Katze scheidet diese mit dem Kot aus. So gelangen sie in die Umwelt. Eine Ansteckung mit dem Spulwurm erfolgt über direkten Kontakt mit infizierten Katzen. Katzenmütter geben ihn über die Muttermilch und durch Schmutzinfektionen weiter. Normalerweise ist der Befall mit Spulwürmern bei Katzen ohne Symptome. Ein starker Befall kann aber bei jungen Tieren Wachstumsstörungen, Haarausfall, Abmagerung usw. auslösen.

Der Hakenwurm
Ein zirka 1,5 cm langer Dünndarmparasit löst Symptome wie Abmagerung, Blutarmut oder Durchfall (bei starkem Wurmbefall) aus. Eine Ansteckung erfolgt in der Regel über das Fressen von Wirtstieren (Nagetiere), auch durch die Haut kann eine Ansteckung vorkommen.

Der Magenwurm
Der Magenwurm ist rund 1 cm lang und siedelt in der Magenschleimhaut. Bei Erbrechen scheidet die Katze ihn aus, andere Katzen fressen dies und stecken sich wiederrum damit an. Ist der Befall stark, kommt es zu Fressunlust, Austrocknung und Abmagerung.

Der Lungenwurm
Wie der Name es schon sagt, findet sich dieser Parasit, der bis zu einem Zentimeter lang werden kann, in der Lunge des Opfers. Eine Ansteckung findet immer über einen Wirt (Reptilien, Amphibien, Vögel oder Nagetiere) statt. Nachdem die Katze einen dieser Wirte gefressen hat, bohrt sich die Larve des Wurms, einmal im Magen der Katze angelangt, durch die Magenwand. So gelangt sie in den Blutkreislauf und erreicht irgendwann die Lunge. Im Schnitt dauert dies 6 Wochen. Ist der Befall stark, kommt es zu Husten, schwerer Atmung und Ausfluss aus Nase, Augen und Mund. Die Folgen sind Abmagerung, Fressunlust und Antriebslosigkeit. Ganz selten kann der Tod eintreten. Ein leichter Befall heilt in der Regel recht schnell aus.

Der Haarwurm
Der Parasit ist sehr dünn und wird bis zu 8 cm lang. Der Magen-Darm Trakt einer Katze ist sein bevorzugter Lebensraum. Normalerweise ist er sehr gering krankheitsauslösend, es können aber in Einzelfällen Erbrechen, Durchfall und Magengeschwüre vorkommen.

Der Lungenhaarwurm
Bei Katzen ist er sehr selten, in der Regel kommt er bei Füchsen oder Igeln vor. Normalerweise ist ein Befall ohne Belang, bei starkem Befall jedoch kommt es zu Bronchitis mit starkem Husten, bakterielle Infektionen treten hier dann zusätzlich auf und lösen die Symptome aus.

Der Harnblasenwurm
Dieser Parasit besiedelt die Harnblase des Wirtes. Es kommt durch ihn zu Blasenentzündung, Harnabsatzstörungen oder gar Blutarmut.

Der Leberhaarwurm
Der Leberhaarwurm verursacht Erbrechen, Gelbsucht, Abgeschlagenheit, starken Durst und Harnabsatz.

Der Trichinen
Der Parasit wird durch die Aufnahme von Fleisch mit Wurmbefall übertragen. Normalerweise ist ein Befall belanglos, starker Befall jedoch kann Erbrechen, blutigen Durchfall, Allgemeinstörungen, Muskelschwäche, Atemprobleme, Fieber oder Gangstörungen auslösen. In Mitteleuropa kommen Trichinen aber nur selten vor.

Der Herzwurm
Dieser bis zu 30 cm lange Parasit kommt bei Katzen recht selten vor. Stechinsekten übertragen ihn, vor allem in den US-amerikanischen Südstaaten oder Südeuropa. Die Wurmlarve gelangt über den Einstich in die Blutgefäße des Wirtes und wandert in die Herzvorhöfe, wo er zum ausgewachsenen Herzwurm heranwächst. Ein Befall mit diesem Wurm löst stark krankmachende Auswirkungen auf Katzen aus, sie leiden dann unter Durchfall, Husten und schlechtem Allgemeinbefinden.

Der Nierenwurm
Nur in Südeuropa, Nordamerika und Asien ist dieser Parasit zu finden. In unseren Breiten gibt es ihn sehr selten bei Katzen. Bis zu einem Meter wird der Parasit lang, Stechinsekten übertragen ihn. Einmal im Körper angekommen, lässt er sich im Nierenbecken nieder. Ein Krankheitsbild wird erst dann sichtbar, wenn der Befall beide Nieren betrifft. Hier kommt es dann zu Funktionsstörungen der Nieren.

Bandwürmer:

Der Dickhalsige Bandwurm
Dieser Wurm wird bis zu 60 cm lang und befällt den Dünndarm der Katze. Seine Verbreitung ist recht hoch, durch das Ausscheiden von Kot, in dem sich Wurmglieder befinden oder aktives Wandern aus dem Anus des befallenen Tieres verbreitet er sich. Bei starkem Befall kommt es zu Abmagerung, Appetitlosigkeit und struppigem Fell. Die wandernden Wurmglieder lösen meist einen Juckreiz am Anus der Katze aus. Diese rutscht dann auf dem Hinterteil hin und her, was auch „Schlittenfahren“ genannt wird.

Der Gurkenkernbandwurm
Der bis zu 80 cm lange Wurm nistet sich im vorderen Dünndarm ein. Die Wurmlarven werden durch Flöhe oder den Katzenhaarling übertragen. Frisst eine Katze Läuse oder Flöhe infiziert sie sich mit dem Bandwurm. Der Fuchsbandwurm
Ein sehr seltener Parasit bei Katzen ist der Fuchsbandwurm. Für den Menschen ist der Wurm lebensgefährlich ist. Der Bandwurm siedelt im Dünndarm, aufgenommen durch die Katze wird er, indem das Tier Zwischenwirte (Nager) frisst. Symptome gibt es bei einer Katze in der Regel nicht.


Z

Zahnfleischentzündung

Beschreibung
Bei einer Entzündung des Zahnfleisches der Katze, ist das Zahnfleisch oft gerötet und blutet. Gerade beim Fressen von hartem Trockenfutter kann es auch zu starken Schmerzen kommen.

Ursachen und Symptome
Die Ursachen können vielfältig sein und auch auf andere schwerwiegende Krankheiten hindeuten
- Infektion durch Viren oder Bakterien
- Nierenversagen
- Zahnerkrankungen mit Zahnstein, Zahnwurzelerkrankungen
- Tumore

Die Symptome sind recht schnell zu erkennen: Das Zahnfleisch ist stark gerötet und blutet häufig gerade beim Fressen. Bei einem weiteren Krankheitsverlauf, liegen die Zahnhälse teilweise frei und die Zähne fallen ganz aus.
Durch die Schmerzen beim Fressen, verhält sich die Katze beim Fressen anders. Sie frisst nur sehr zögerlich und kaut kaum noch. Sind die Schmerzen zu stark, wird oft das Trockenfutter ganz verschmäht.
Bei einer bakteriellen Infektion kommt es auch häufig zu sehr starkem Maulgeruch.

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