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Katze frisst nicht - mögliche Ursachen und was Du dagegen tun kannst

Katze sitzt vor dem Futternapf und hat keinen Hunger

Eigentlich hat Deine Miez einen gesunden Appetit und futtert ihr Näpfchen im Nu leer. Doch von einem Tag auf den anderen rührt sie ihr Fressen plötzlich nicht mehr an. Für die Appetitlosigkeit bei Katzen kommen verschiedene Ursachen infrage. Welche das sind und wie Du dafür sorgst, dass es der Samtpfote schnell wieder schmeckt, erfährst Du hier.

8 Ursachen für Appetitlosigkeit bei Katzen

Die Nahrungsverweigerung Deiner Katze kann mehrere Ursachen haben. Welche, haben wir hier zusammengefasst:


Ursache 1: Krankheiten und Würmer

In vielen Fällen ist eine längere Appetitlosigkeit bei Katzen ein Anzeichen einer organischen Ursache. Dazu gehören Entzündungen der Magenschleimhaut, Stoffwechselstörungen, Tumore oder infektiöse Erkrankungen. Klassisch ist hier die Infektionskrankheit FIP Feline Infektiöse Peritonitis bei Katzen, die sich im Frühstadium durch Fieber und eben auch Appetitlosigkeit ankündigt. Ebenfalls möglich ist ein Katzenschnupfen. Eine verschleimte und geschwollene Nase verdirbt ihr dann schlichtweg den Appetit. Häufig treten bei Erkrankungen neben der Appetitlosigkeit auch andere Symptome wie Erbrechen, Durchfall und Apathie auf. Auch ein Parasitenbefall kann dem Stubentiger den Appetit verderben. Hier kommen häufig Anzeichen wie ein aufgeblähter Bauch hinzu. Denk daher an regelmäßige Wurmkuren.

VS.-Tipp: Wenn die Appetitlosigkeit länger als 24 Stunden anhält, zögere nicht und suche einen Tierarzt auf. Mit einer Katzenkrankenversicherung musst Du Dir um die Kosten keine Sorgen machen.


Ursache 2: Maul- und Zahnerkrankungen

Beobachte Deine Katze bei der Nahrungsaufnahme. Zuckt sie dabei zusammen? Fällt ihr das Futter immer wieder aus dem Maul. Oder faucht sie ihren Napf an? Dann leidet Deine Mieze vermutlich unter Zahnschmerzen oder einer Verletzung im Rachenbereich. Das heilt meist nicht von alleine. Zögere einen Tierarztbesuch daher nicht hinaus!

VS.-Info: Viele Miezen leiden mindestens einmal in ihrem Leben unter Zahnproblemen. Umso wichtiger ist es, dass Du gut versichert bist. Denn je nach Behandlung und Stadium der Zahnerkrankung kommen hohe Kosten auf Dich zu. Auf unserer Seite Zahnbehandlung erfährst Du daher, bei welcher Katzenversicherung die Kosten für Zahnbehandlungen mitversichert sind und wo die Leistungsgrenzen liegen.


Ursache 3: Hitze

Wenn die Tage so richtig heiß sind, isst Du vermutlich deutlich weniger. Deine Katze macht das ebenfalls. Der Grund: Sie bewegt sich bei Hitze nicht so viel und hat dadurch einen geringeren Kalorienverbrauch. Beobachte daher mal, ob Deine Katze im Laufe des Tages eher kleine Häppchen vertilgt. Dann liegt es zum Glück nur an der Hitze, dass ihr Appetit nicht so ausgeprägt ist. Wie Du Deiner Miez Abhilfe an heißen Tagen verschaffst, liest Du hier: Tipps gegen Hitze für Katzen


Ursache 4: das Alter

Ist Deine Katze schon älter? Dann kann das der Grund für die Appetitlosigkeit sein. Ältere Katzen sind ruhiger und haben daher einen geringeren Energiebedarf. Zudem funktioniert ihr Stoffwechsel langsamer. Möglicherweise nimmt aber auch nur langsam das Riechvermögen Deines Katzenseniors ab und das Futter wirkt dadurch nicht mehr attraktiv genug.

Du solltest aber die Nierenwerte Deiner alten Samtpfote regelmäßig vom Tierarzt prüfen lassen. Ältere Katzen leiden nämlich häufig unter einer chronischen Nierenschwäche. Die Folge: Es sammeln sich zahlreiche Abfallstoffe im Katzenkörper, die die Schleimhäute im Verdauungstrakt reizen. Und das wiederum führt dazu, dass ältere Katzen ihren Appetit verlieren. Mangelnder Appetit kann bei älteren Katzen aber auch ein Anzeichen für eine Leber- oder Herz-Kreislauf-Erkrankung sein. Auch das solltest Du von Deinem Tierarzt prüfen lassen.


Ursache 5: Deine Katze schlägt sich woanders den Bauch voll

Besitzer von Freigängern aufgepasst: Deine Katze frisst sehr wenig, hält aber ihr Gewicht oder nimmt sogar zu? Dann kann es sein, dass sich Dein Liebling auswärts den Bauch vollschlägt. Sprich Deine Nachbarn am besten einmal darauf an.

Übrigens: Auch Wohnungskatzen können heimliche Futterquellen haben. Deine Kinder zum Beispiel. Versorgen diese Deine Mieze regelmäßig mit Leckereien von ihrem Teller, wird das Katzenfutter immer uninteressanter. Noch viel schlimmer jedoch ist: Manche Lebensmittel sind für Katzen giftig. Du solltest daher unbedingt ein Auge darauf haben.


Ursache 6: Vergiftung

Achte bei Appetitverlust Deiner Katze auf Begleiterscheinungen: Apathie, vermehrter Speichelfluss und Erbrechen können auch darauf hindeuten, dass sie Verdorbenes oder sogar Giftiges gefressen hat. Dann solltest Du schnellstmöglich zum Tierarzt. Nicht nur bei Freigängern besteht dieses Risiko. Auch zu Hause lauern Gefahren, etwa Essensreste oder giftige Zimmerpflanzen. Was noch giftig für die Stubentiger ist, erfährst Du hier: Giftig für Katzen


Ursache 7: Angst und Stress

Stress zu Hause, ein neuer Vierbeiner im Haus, Familienzuwachs oder ein Umzug - das sind Dinge, die den Rhythmus Deiner Katze durcheinanderbringen. Sie reagiert darauf möglicherweise mit Futterverweigerung und zeigt Dir die kalte Schulter.

Diese Ursache kannst Du am besten selbst bekämpfen: Nimm Dir daher viel Zeit, um Deinen Schmusetiger wieder richtig auf die Spur zu bringen. Widme ihm mehr Aufmerksamkeit, spiel mit ihm oder präsentiere ihm mal ein paar außergewöhnliche Leckereien.


Ursache 8: Unverträglichkeit und mangelnde Futterqualität

Das Futter selbst kann der Grund sein, warum Deiner Miez der Appetit vergangen ist: Vielleicht hat sie eine plötzliche Unverträglichkeit gegen bestimmte Inhaltsstoffe entwickelt. Hast Du den Verdacht, solltest Du Deinen Vierbeiner vom Tierarzt untersuchen lassen und mit über einen Futterwechsel sprechen.

Vielleicht ist Deine Katze auch ein kleiner Gourmet und das Futter schmeckt ihr nicht. Etwa, weil ihr die ausgewählte Geschmacksrichtung gerade nicht in den Kram passt. Oder weil die Qualität durch falsche Lagerung gemindert ist. Achte daher darauf, Deiner Katze immer frisches, trocken und kühl gelagertes Futter anzubieten. Variiere außerdem die Geschmacksrichtungen der Futtersorte, um Abwechslung auf den Speiseplan zu bringen.

Tschüss, Tierarztkosten!

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Tipps: So kannst Du den Appetit Deiner Katze anregen

  • Serviere ihr Thunfisch. Schließlich ist Thunfisch für Katzen unwiderstehlich. Außerdem riecht er sehr stark. Ist das Riechvermögen Deiner Samtpfote beeinträchtigt, kannst Du sie so vielleicht zum Fressen animieren. Dafür musst Du nicht den kompletten Thunfisch verwenden. Möglicherweise reicht es auch, wenn Du etwas davon unter ihr normales Katzenfutter mischst.
  • Probiere es mit Cat Liquid-Snacks. Gib diese einfach als eine Art Soße über das Katzenfutter. Oder lass es Deine Katze so aus einer kleinen Schüssel schlecken. Manchmal hilft es auch, wenn Du zunächst etwas davon auf Deinen Finger tröpfelst und es Deiner Mieze direkt unter die Nase hältst.
  • Erwärm das Nassfutter kurz in der Mikrowelle. Danach - Du ahnst es sicherlich schon - riecht es deutlich stärker und regt so möglicherweise den Appetit Deiner Katze an.
  • Streu etwas Trockenfutter oder ein paar Knuspertaschen über das Nassfutter.
  • Feuchte das Trockenfutter etwas an oder lass es im Wasser quellen.
  • Biete Deiner Katze mehrmals täglich kleine Portionen an.
  • Gib nicht direkt auf. Trag Deiner Katze den Napf hinterher. Manchmal hilft ein kleiner Ortswechsel. Abends kann es sogar helfen, wenn Du das Licht ausschaltest. Sobald sie dann frisst, bleibst Du am besten still daneben stehen. Ansonsten lenkst Du Deine Katze möglicherweise ab und es geht wieder von vorne los.
  • Serviere das Futter nicht im Napf, sondern auf einem flachen Teller. Viele Katzen empfinden es als unangenehm, mit den sensiblen Schnurrhaaren an den Rand zu stoßen.
  • Stelle den Napf ein wenig erhöht hin. Für viele Tiere ist das angenehmer, da weniger Magensäure in die Speiseröhre fließen kann.
  • Katzen sind äußert reinliche Tiere. Sorge stets für einen sauberen Napf, der nicht unmittelbar neben dem Katzenklo steht.
  • Achte auf einen ungestörten Platz zum Fressen.
  • Ermögliche Deiner Miez ein artgerechtes, stressfreies Leben mit Rückzugsmöglichkeiten und Streicheleinheiten.

Fazit: Appetitlosigkeit bei Katzen

Leidet Deine Katze unter Appetitlosigkeit, solltest Du das nicht auf die leichte Schulter nehmen. Besonders dann nicht, wenn sie bereits länger nicht richtig frisst. Denn dadurch kommt es zur Schädigung von Leber, Nieren und Muskeln. Vor allem für ältere Katzen wird es dann lebensgefährlich. Ein weiterer Grund: Appetitlosigkeit ist bei Katzen meist die Begleiterscheinung einer Erkrankung. Also geh besser mit ihr zum Tierarzt - sicher ist sicher!

Hinweis: Mit unserem Beitrag möchten wir allgemeine Informationen und erste Hinweise zur Appetitlosigkeit bei Katzen liefern. Er soll nicht der eigenmächtigen Diagnose, Behandlung und Medikation Deines Tieres dienen und keinesfalls einen Besuch beim Tierarzt ersetzen.

Häufige Fragen

Wie lange ist es ungefährlich, wenn eine Katze nicht frisst?

Wenn Deine Katze länger als 24 Stunden nichts gefressen hat, solltest Du mit ihr zum Tierarzt. Ansonsten drohen Organschäden. Das Hungergefühl lässt zudem bei der Katze nach, wenn sie über einen längeren Zeitraum nichts frisst.

Gibt es Globuli, die den Appetit der Katze anregen?

Es gibt pflanzliche und homöopathische Mittel, die dem Appetit Deiner Katze auf die Sprünge helfen können. Frage hier am besten Deinen Tierarzt um Rat.

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