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Naturnahen Gartenteich anlegen: So schaffst du ein echtes Biotop

Gartenteich

Ein Gartenteich ist eine wahre Zier für jede Grünfläche. Doch leider verschenken konventionelle Gartenteiche viel ökologisches Potenzial oder sind sogar eine Bedrohung für das natürliche Gleichgewicht, etwa durch den Besatz mit exotischen Tier- und Pflanzenarten oder aufgrund des Einsatzes von Chemikalien. Zum Glück geht es aber auch anders. Wir zeigen dir, wie dein Gartenteich ein echtes, lebendiges Biotop und eine sichere Zuflucht für viele Arten werden kann.

Das bringt ein ökologischer Gartenteich der Umwelt

Ein naturnaher Gartenteich hat einige Vorteile, wenn es um den Naturschutz geht. Dazu gehören etwa:

  • besseres Mikroklima:
    erhöhte Luftfeuchtigkeit und Kühlung durch die Verdunstung des Wassers, was gut ist für Menschen, Tiere und Pflanzen.
  • Trittsteinbiotop:
    Vor allem in trockenen Jahren profitieren wandernde Amphibien und Insekten von diesem Lebensraum, wie von einer ökologischen Insel.
  • Regenwasserrückhalt:
    Ein natürlicher Gartenteich und der ihn umgebende Boden funktionieren wie ein Schwamm. Regenwasser versickert oder verdunstet dort, statt in der Kanalisation zu verschwinden. Zudem wird Starkregen abgepuffert.
  • Erhöhung der Artenvielfalt:
    Verschiedene heimische Pflanzen und Tiere können sich hier dauerhaft ansiedeln und finden gute Bedingungen vor.
  • Wasserreservoir:
    Gerade im Sommer finden Vögel, Insekten und Kleintiere hier eine gut zugängliche Tränke.

Wie sieht der ideale Bio-Gartenteich aus?

Bevor du deinen Gartenteich anlegst, solltest du ihn ordentlich planen und dir Gedanken über Standort, Größe und weitere Faktoren machen. Sieh dir hierzu am besten die folgenden Tipps von uns an.


Die richtige Größe

Icon: Lineal

Damit dein Gartenteich auch einen Beitrag zur Umwelt und zum Tierschutz leisten kann, braucht er auch entsprechende Dimensionen. Hast du nicht den ausreichenden Platz, solltest du eher auf den Teich verzichten oder dir einen Miniteich anlegen, wie wir ihn weiter unten beschreiben. Ökologisch sinnvoll ist ein Gartenteich ab einer Mindestgröße von etwa 3 Quadratmetern. Etwa ab 10 bis 15 Quadratmetern ist ein natürliches Gleichgewicht möglich und ab 20 bis 30 Quadratmetern kannst du sogar auf technische Elemente wie Filter und Pumpen verzichten.


Die passende Lage

Icon: Halbschatten

Deinen naturnahen Gartenteich solltest du am besten an einer sonnigen bis halbschattigen Stelle mit circa 4 bis 6 täglichen Sonnenstunden anlegen. Vor der direkten Mittagssonne sollte der Teich allerdings geschützt werden. Zum Beispiel mit einem Sonnensegel oder einem Sonnenschirm. Andernfalls wird das Wasser zu heiß und Algen könnten sich zu stark ausbreiten. Wichtig ist zudem ausreichend Abstand zu Bäumen und Sträuchern. 3 Meter sollten es schon sein, damit die Wurzeln der Bäume beim Bau keinen Schaden nehmen, aber auch weniger Laub in den Teich fällt. Genauso solltest du auch einen Sicherheitsabstand zu Strom-, Gas- und Wasserleitungen haben und deren Verlauf genau kennen.

Wenn möglich, solltest du zudem die am tiefsten gelegene Position in deinem Garten für den Teich auswählen. Dann sammelt sich das Regenwasser schon ganz von selbst dort und du musst weniger graben.


Form und Wassertiefe

Icon: Graph

Auf keinen Fall solltest du deinen Gartenteich einfach kreisrund und wie mit dem Zirkel gezogen aufbauen. Passe ihn besser ans Gelände an. Eine geschwungene Uferlinie mit genügend Platz für Bepflanzung schafft einen viel besseren natürlichen Lebensraum. Bezüglich der Tiefe empfehlen wir 80 bis 100 Zentimeter. So gewährleistest du, dass der Teich im Winter nicht bis zum Boden durchfriert.

Bauanleitung: In wenigen Schritten zum naturnahen Gartenteich

Was du vorab klären solltest:

Bevor du den ersten Spatenstich machst, solltest du klären, ob du in deinem Garten überhaupt einen Gartenteich anlegen darfst. Wenn du Mieter bist, musst du dies mit deinem Vermieter klären. Bist du Wohnungseigentümer, solltest du es mit der Hausverwaltung und der Eigentümergemeinschaft abstimmen. Falls das Grundstück komplett dir gehört, musst du vor allem in Erfahrung bringen, ob du eine Baugenehmigung benötigst. Je nach Bundesland ist dies bei einem bestimmten Volumen und einer bestimmten Größe notwendig. Frage hier zum Beispiel beim örtlichen Bauamt nach. Zu guter Letzt solltest du dich mit deinen Nachbarn abstimmen. Immerhin kann es durch einen Gartenteich zu Ruhestörungen wie Froschquaken kommen.

Ist alles geklärt, kannst du loslegen. Am besten im Frühjahr, sobald der Frost verschwunden ist, oder im Frühherbst. Dann ist die Ausgangslage sowohl für die Arbeiten als auch für die Flora und Fauna am besten. Nun aber frisch ans Werk.


Schritt 1: Grube ausheben

Als Erstes solltest du die gewünschte Form deines zukünftigen Gartenteichs mit Sand, Seil, Pfosten oder einem Gartenschlauch abstecken. Dann kannst du zunächst die Grasnarbe von außen nach innen entfernen und dann mit dem eigentlichen Aushub beginnen. Dabei gehst du stufenförmig vor. Die breiteste und flachste Zone ist die sogenannte „Sumpfzone“. Sie umfasst die Breite deines Teiches und sollte bei einem insgesamt einen Meter tiefen Teich maximal 20 Zentimeter tief reichen. Danach folgt die Flachwasserzone bis circa 50 Zentimeter Tiefe und schließlich die Tiefenzone, die bis zur Gesamttiefe von einem Meter reichen kann. Zwischen den Zonen solltest du Stufenwände anlegen. So wird verhindert, dass Material abrutscht. Außerdem finden Steine und notfalls auch deine Füße so besser Halt. Wichtig ist es auch, beim Graben Steine, Wurzeln und spitze Kanten zu entfernen, damit sie später keine Löcher in die Teichfolie bohren können.


Schritt 2: Abdichtung auslegen

Jetzt brauchst du eine Teichfolie, um deinen Teich abzudichten. Immerhin soll das Wasser ja nicht versickern. Aus ökologischen Gründen empfehlen wir, auf PVC-Folie zu verzichten. Diese enthält Weichmacher und schadet so der Umwelt und den Tieren im Teich. Besser ist EPDM-Folie (Kunstkautschuk). Sie kommt ohne Weichmacher aus, ist anschmiegsam und hat eine Haltbarkeit von etwa 50 Jahren. PE-Folie hingegen ist zwar ebenfalls schadstoffarm, aber nicht so elastisch und langlebig und deshalb kaum noch verbreitet. Wenn du die Folie kaufst, lasse sie dir am besten gleich passend zuschneiden. Zusätzlich ist eine Schutzschicht unter der Folie sinnvoll. Hierfür gibt es Folienschutzvlies (am besten mindestens 150 g/m²). Alternativ funktioniert aber auch eine 5 bis 10 Zentimeter dicke Sandschicht. Darüber hinaus kannst du einen engmaschigen Draht unter der Folie auslegen, damit keine Wühlmäuse und Maulwürfe hindurch gelangen. Ist die Materialfrage geklärt, legst du die Folie großzügig über den Aushub, bis über den Teichrand, und befestigst sie mit Steinen. Um sie noch flexibler zu machen und Lufteinschlüsse und Falten zu vermeiden, kannst du sie vorher in der Sonne erwärmen. Übertreibe es aber nicht, denn sonst kann die Folie spröde werden.

Icon Glühbirne

Tipp: Mit Kapillarsperre Versickerung verhindern

Die Folie großzügig auszulegen ist deshalb wichtig, damit du eine sogenannte „Kapillarsperre“ einrichten kannst. Dabei wird die Folie mehrere Zentimeter über der umgebenden Erde stehengelassen. Ohne eine solche Sperre kommt es zu einem Kapillareffekt, durch den Wasser aus dem Teich in die Erde gezogen wird. Dieser Rand verhindert das. Du kannst ihn mit Steinen verdecken, um ihn optisch attraktiver zu machen.

Schritt 3: Substrat ausbringen

Nun muss das Substrat ausgebracht werden. Optimal ist hierfür nährstoffarmes Material wie lehmiger Sand oder der Aushub der untersten Bodenschicht. Ungeeignet ist hingegen humusreiche Gartenerde. Sie fördert nämlich das Algenwachstum im Teich. Auch auf Kalksteine solltest du besser verzichten. Sie führen ebenfalls zu verstärktem Algenwachstum und erhöhen den pH-Wert des Wassers. Bringe das Substrat nun in einer Dicke von 10 bis 20 Zentimetern in den Teich ein. Als finale, oberste Schicht ist eine Abdeckung mit gewaschenem Kies zu empfehlen. Sie unterbindet das Auswaschen des Bodengrundes und die Verschlammung des Teiches.


Schritt 4: Bepflanzung des Gartenteichs

Ein vernünftiger biologischer Gartenteich benötigt natürlich auch eine entsprechende Bepflanzung. Dabei solltest du ohne Ausnahme auf einheimische Wildpflanzen zurückgreifen, die du zum Beispiel in spezialisierten Wildstaudengärtnereien bekommst. Sie sind nicht nur tierfreundlicher, sondern auch gut an das hiesige Klima angepasst und entsprechend robust und frostfest. Besonders hilfreich sind Pflanzen, die viel Sauerstoff produzieren, wie Tausendblatt, Hornblatt oder Krebsschere. Sie reduzieren das Algenwachstum und halten das Wasser klar, vor allem, wenn du sie frühzeitig einsetzt (idealerweise im Frühsommer).

Nicht verwenden solltest du stark wuchernde Pflanzen wie Schilf oder Rohrkolben, vor allem in kleinen Teichen. Willst du sie dennoch einsetzen, pflanze sie besser in Pflanzkörben, damit sie sich nicht ausbreiten können. Auch Seerosen sind nicht so ideal, da sie sich schnell ausbreiten, den ganzen Teich abdecken und Sauerstoffmangel auslösen können.

Bei der Bepflanzung solltest du dich an den verschiedenen Zonen orientieren, die wir vorher angelegt hatten. In unserer Grafik kannst du in einem interaktiven Zonenplan direkt sehen, was du in welchem Bereich pflanzen solltest. Klicke dazu einfach auf die "Plus-Zeichen".

Querschnitt eines Gartenteichs
Umgebung des Teichs
  • Wasserdost
  • Mädesüß
  • Gilbweiderich
  • Sumpf-Kratzdistel
Sumpfzone
(0–20 cm)
  • Sumpfdotterblume
  • Wasserminze
  • Bachbunge
  • Wasser-Schachtelhalm
Flachwasserzone
(20–50 cm)
  • Brunnenkresse
  • Schwanenblume
  • Sumpfsimse
  • Pfeilkraut
Tiefwasserzone
(50–120 cm)
  • Froschbiss
  • Krebsschere
  • Hornblatt
  • Kammlaichkraut

Dies sind nur einige Beispiele. Für weitere Pflanzen kannst du dich auch im Fachhandel beraten lassen. Wichtig: Wenn du alle Pflanzen eingepflanzt hast, solltest du noch nicht direkt das Wasser einfüllen. Eine natürliche Besiedlung benötigt Zeit. Auch, damit sich die Pflanzen weiterverbreiten können. Generell solltest du den Teich nicht zu dicht bepflanzen. Etwa ein Drittel der Teichfläche sollte pflanzenfrei bleiben. Das gilt besonders für den Uferbereich.

Wo wir gerade beim Thema Bepflanzung sind: Die perfekte Ergänzung für einen Gartenteich ist eine blumenreiche Wildwiese, in der sich Insekten und Kleintiere ebenfalls sehr wohl fühlen können. Wie du eine solche Wiese pflanzt, zeigen wir dir in dieser Anleitung:
Wildblumenwiese.


Schritt 5: Befüllen

Wenn die Pflanzen sich etwas eingelebt haben, kommt der große Moment, denn wir füllen das Wasser in den Teich. Verwende hierfür Leitungswasser mit einer Wasserhärte von weniger als 10 Grad deutscher Härte (dH). Über die Wasserhärte kannst du dich bei deinem örtlichen Wasserversorger informieren oder besser noch einen Teststreifen aus dem Handel verwenden. Diesen bekommst du beispielsweise im Baumarkt. Fülle nun das Leitungswasser mit einem Gartenschlauch ein. Gehe dabei behutsam und ohne zu viel Wasserdruck vor. Andernfalls kann der Bodengrund zu sehr aufgewühlt werden. Um dem entgegenzuwirken, kannst du den Gartenschlauch auch auf einem Brett festbinden, sodass das Wasser nicht als konzentrierter Strahl in den Teich fließt.

Welchen Tierbesatz benötige ich?

Das Gute: Um den tierischen Besatz eines biologischen Gartenteichs brauchst du dich nicht zu kümmern. Der kommt nämlich ganz von selbst zu dir. Allerdings kannst du natürlich ein wenig nachhelfen. Zum Beispiel mit einem Eimer Wasser aus einem bestehenden Gewässer, der bereits eine Art „Starterkit“ aus Kleintieren und Schnecken mitbringt und so die Besiedlung befeuert. Auch Teichmuscheln (etwa aus dem Angelbedarfshandel) können manchmal als Filtrierer nützlich sein. Es ist jedoch verboten, Amphibien wie Frösche, Kröten und Molche sowie deren Nachwuchs aus öffentlichen Teichen zu entnehmen. Diese Tiere stehen unter Naturschutz.

Fische solltest du besser nicht in deinem Teich wohnen lassen. Denn sie fressen gerne den Laich von Amphibien, aber auch Libellenlarven und Kleintiere. Außerdem führt ihr Kot schnell zu sehr starker Wasserbelastung. Falls dein Teich groß ist (mindestens 20 bis 40 Quadratmeter) und du unbedingt Fische möchtest, beschränke dich auf kleine heimische Fische wie Stichlinge oder Bitterlinge und vermeide gründelnde Arten. Heimische Fische finden manchmal auch von selbst den Weg in große Teiche. Zum Beispiel durch Wasservögel, die ihre Eier einschleppen.

Exotische Fische, aber auch nicht-heimische Frösche oder Schildkröten sind als Bewohner nicht empfehlenswert. Sie haben keine natürlichen Feinde in Deutschland und stören so schnell das ökologische Gleichgewicht.


Welche Tiere zieht ein natürlicher Gartenteich an?

Zu den ersten Tieren, die sich in einem naturnahen Gartenteich einfinden, gehören Insekten wie Libellen, Wasserkäfer, Rückenschwimmer, Köcherfliegen und Eintagsfliegen. Danach folgen dann verschiedene Amphibien wie Kröten, Frösche und Molche.

Wer zieht wann in dein Biotop ein?

ZeitraumDas TierWarum es nützlich ist
Nach wenigen TagenWasserläuferSie sind die „Teich-Polizei“ und halten die Wasseroberfläche sauber, indem sie hineingefallene Insekten fressen.
Nach wenigen TagenLibellenAls faszinierende Flugkünstler jagen sie Mücken und Bremsen. Ihre Larven fressen zudem Mückenlarven unter Wasser.
Nach einigen WochenPosthornschneckenSie sind die „Müllabfuhr“ des Teiches. Sie fressen Algenbeläge und abgestorbene Pflanzenteile vom Boden ab.
Nach einigen WochenRückenschwimmerDiese kleinen Jäger halten das biologische Gleichgewicht aufrecht und verhindern eine Überpopulation von Insektenlarven.
Das erste FrühjahrErdkrötenSie kehren jedes Jahr zum Laichen zurück. Im restlichen Garten sind sie wertvolle Helfer, da sie viele Nacktschnecken fressen.
Das erste FrühjahrGrasfröscheIhr Quaken ist Musik im Naturgarten. Auch sie vertilgen eine große Menge an Schädlingen in deinen Beeten.
Das erste FrühjahrTeichmolcheMolche sind ein Zeichen für hervorragende Wasserqualität. Sie fressen Insektenlarven und kleine Krebstierchen.

Neben den genannten Tierarten ist ein naturfreundlicher Gartenteich aber auch eine Attraktion für andere Tierarten, die ihn gerne einmal besuchen. Das gilt zum Beispiel für Wildbienen, die mit dem Wasser und dem feuchten Moos vom Ufer ihren Stock kühlen können. Aber auch Igel trinken dort gerne und Vögel wie Meisen oder Amseln nutzen den Teich nicht nur als Tränke, sondern auch als erfrischendes "Wellness-Bad".

Sicherheit im Gartenteich

Damit dein Gartenteich keine rechtlichen Probleme für dich verursacht und er für Mensch und Tier sicher ist, solltest du ein paar Sicherheitsvorkehrungen beachten. Zum einen betrifft das die Verkehrssicherungspflicht. Als Teicheigentümer haftest du nämlich, wenn jemand in deinen Teich fällt und sich dort verletzt oder sonst etwas darin passiert. Deshalb solltest du darauf achten, dass er für Passanten nicht einfach zugänglich ist, und dein Grundstück entsprechend sichern. Außerdem sollte dein Teich über eine Versicherung abgesichert sein. Etwa über deine Privathaftpflicht oder über eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht. Zum anderen brauchst du eine ordentliche Kindersicherung, die Tiere zwar durchlässt, aber Kinder fernhält. Das geht etwa mit einem grobmaschigen Zaun. Dieser sollte aber unten an einigen Stellen offenbleiben, damit Igel noch hindurchkommen können. Wenn dir der Zaun nicht gefällt, kannst du ihn auch mit Pflanzen oder Trockenmauern kaschieren.

Darüber hinaus ist es wichtig, auch für die Sicherheit der Tiere zu sorgen. Das wichtigste Element hierfür ist ein ordentlicher Ausstieg, damit kein Tier im See ertrinkt. Einerseits helfen hier flache Uferzonen, andererseits kannst du raue Bretter oder Amphibienleitern als Ausstiegshilfe einbauen. Zu guter Letzt solltest du eine Teichbeleuchtung vermeiden. Diese mutiert schnell zur Todesfalle für Insekten.

Bepflanzter Miniteich in einer Zinkwanne auf der Terrasse

Miniteich: Alternative zum klassischen Gartenteich

Falls du in deinem Garten keinen Platz für einen großen Gartenteich hast oder nur eine Terrasse oder einen Balkon besitzt, gibt es zum Glück auch platzsparende Alternativen. Dafür kannst du eine Zinkwanne oder einen Maurerbottich verwenden. Ein halbiertes Holzfass oder ein Tonkübel gehen auch, diese müssen jedoch auf jeden Fall mit Folie verkleidet werden. Auch für einen solchen Miniteich darfst du aber trotz der geringeren Größe die verschiedenen Tiefenstufen für die Pflanzen nicht vergessen. Zudem benötigst du auch eine Pumpe. Im Idealfall eine solarbetriebene.

Gartenteich pflegen: Das solltest du beachten

Ist dein naturnaher Gartenteich fertig, ist die Arbeit noch nicht getan. Ein solcher Teich bedarf nämlich ständiger Pflege, auch wenn der Aufwand bei großen, selbstregulierenden Teichen deutlich geringer ist. Folgende Pflegemaßnahmen solltest du regelmäßig durchführen:

  • Algen und abgestorbene Pflanzen entfernen:
    Haben sich zu viele Algen gebildet, solltest du diese mit einem Kescher abfischen. Im Herbst ist es wichtig, Laub aus dem Teich zu entfernen (ein Laubnetz kann hier Arbeit sparen), und auch abgestorbene Pflanzen und Pflanzenteile sollten herausgenommen werden.
  • Pflanzenwachstum kontrollieren:
    Nicht nur wild wuchernde Algen können zum Problem werden. Auch erwünschte Pflanzen können sich manchmal zu sehr vermehren. Hier kannst du vorbeugen, indem du den Bewuchs regelmäßig lichtest.
  • Schlamm entfernen:
    Zwischen September und November ist es Zeit, den Teich zu entschlammen. Gehe dabei aber nicht zu radikal vor, da der Schlamm auch Lebensraum ist. Zudem solltest du den entfernten Schlamm kurz neben dem See liegen lassen. Dann können die darin lebenden Tiere in den Teich zurückkehren.
  • Wasserstand und Wasserqualität prüfen:
    Gerade im Sommer besteht die Gefahr, dass der Wasserstand fällt. Achte darauf, dass das Niveau ungefähr gleichbleibt. Am besten füllst du Defizite mit Regenwasser aus der Regentonne auf. Auch die Wasserqualität musst du im Auge behalten. Besorge dir hierfür Teststreifen für den pH-Wert, Nitrit und Sauerstoff.
  • Alterung und Sanierung:
    Ein Teich ist nicht für die Ewigkeit geschaffen. Alle paar Jahre musst du ihn gründlich sanieren, um eine „Verlandung“ zu vermeiden. Außerdem kommt irgendwann der Punkt, wo du dich verabschieden musst. Die Lebenserwartung eines Naturteichs liegt je nach Größe und Pflege zwischen 3 und 40 Jahren.
  • Teich überwintern:
    Wenn möglich, solltest du im Winter nicht winterharte Pflanzen in dein Haus holen, um sie vor Frost zu schützen. Hältst du Fische in deinem Teich, musst du verhindern, dass sie ersticken, falls der Teich zufriert. Dafür gibt es sogenannte „Eisfreihalter“ im Handel. Das sind schwimmende Objekte, meist aus Styropor, die ein Schließen der Eisfläche verhindern.

In unserem Ratgeber findest du noch weitere Tipps für einen umwelt- und tierfreundlichen Garten. Schau dich einfach mal um:
Ratgeber