Selbstbeteiligung bei der Tierversicherung einfach erklärt
Du möchtest das Beste für dein Tier und dazu gehört auch der passende Versicherungsschutz. Bei vielen Tierversicherungen spielt die sogenannte Selbstbeteiligung (SB) eine wichtige Rolle. Doch was bedeutet das eigentlich genau? Warum gibt es eine Selbstbeteiligung, welche Vor- und Nachteile bringt sie mit sich und wie gehen die verschiedenen Versicherer mit diesem Thema um? Auf dieser Seite findest du alle wichtigen Infos, damit du die richtige Entscheidung für dich und dein Tier treffen kannst.
Was ist eine Selbstbeteiligung bei der Tierversicherung?
Die Selbstbeteiligung, oft abgekürzt als SB, ist der Betrag, den du im Schadensfall selbst bezahlst, bevor der Versicherer einspringt. Dies gilt sowohl für die umfassende Tierkrankenversicherung als auch für die reine Tier-OP-Versicherung. Sie ist sozusagen dein „Eigenanteil“ an den Tierarztkosten. Erst wenn dieser Eigenanteil überschritten ist, übernimmt die Versicherung die restlichen Kosten und zwar bis zu den im Tarif vereinbarten Höchstgrenzen.
Es gibt verschiedene Formen der Selbstbeteiligung:
- Fester Betrag:
Du zahlst pro Jahr, pro Schadenfall oder pro Rechnung einen bestimmten Betrag selbst, etwa 150 € oder 250 €. Erst die Kosten, die darüber hinausgehen, werden von der Versicherung übernommen. - Prozentuale Selbstbeteiligung:
Bei dieser Variante zahlst du einen bestimmten Prozentsatz jeder Rechnung selbst, zum Beispiel 10 %, 20 % oder auch mehr. Der Restbetrag wird dann von der Versicherung bezahlt.
Beispiele für die Berechnung der Selbstbeteiligung
Rechnung ist niedriger als die Selbstbeteiligung
Selbstbeteiligung: 150 €
Rechnungsbetrag: 100 €
Du zahlst: 100 €
Versicherung zahlt: 0 €
Rechnung ist höher als die Selbstbeteiligung
Selbstbeteiligung: 150 €
Rechnungsbetrag: 500 €
Du zahlst: 150 €
Versicherung zahlt: 350 €
Prozentuale Selbstbeteiligung
Selbstbeteiligung: 20 %
Rechnungsbetrag: 800 €
Du zahlst: 160 €
Versicherung zahlt: 640 €
Warum gibt es eine Selbstbeteiligung?
Die Selbstbeteiligung ist ein fester Bestandteil vieler Tierversicherungen. Sie sorgt dafür, dass du im Versicherungsfall einen Teil der Kosten selbst übernimmst.
Der Hauptgrund: Durch die Selbstbeteiligung werden die Beiträge für die Versicherung günstiger, weil die Versicherung nicht jede kleine Rechnung übernehmen muss. Außerdem hilft sie dabei, die Verwaltungskosten zu senken und den Versicherungsschutz für alle bezahlbar zu halten.
In den meisten Tarifen kannst du übrigens selbst entscheiden, ob du eine Selbstbeteiligung wünschst oder nicht und so aktiv Einfluss auf die Höhe deines Beitrags nehmen.
Vor- und Nachteile einer Selbstbeteiligung
Die Vorteile
Eine Selbstbeteiligung bei der Tierversicherung bringt sowohl Vorteile als auch Nachteile mit sich. Einer der größten Pluspunkte ist, dass du durch die Wahl einer Selbstbeteiligung meist von deutlich günstigeren Beiträgen profitierst. Das liegt daran, dass die Versicherung nicht jede kleine Rechnung übernehmen muss und so Kosten spart, diesen Vorteil gibt sie in Form niedrigerer Beiträge an dich weiter.
Außerdem musst du bei kleineren Tierarztkosten die Rechnung nicht extra bei der Versicherung einreichen, sondern kannst sie unkompliziert selbst begleichen. Das spart Zeit und reduziert den bürokratischen Aufwand sowohl für dich als auch für die Versicherung.
Ein weiterer Vorteil: In den meisten Tarifen hast du die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, ob und in welcher Höhe du eine Selbstbeteiligung möchtest. So kannst du deinen Beitrag flexibel an deine persönliche Situation anpassen, je nachdem, wie viel Risiko du selbst tragen möchtest.
Die Nachteile
Natürlich gibt es auch Nachteile, die du kennen solltest. Im Schadenfall musst du immer den vereinbarten Anteil oder Betrag selbst zahlen. Das kann gerade bei mehreren kleinen Rechnungen im Jahr dazu führen, dass du vieles aus eigener Tasche zahlst und die Versicherung kaum oder gar nicht in Anspruch nimmst.
Das macht es manchmal schwer, die tatsächlichen Kosten im Voraus zu planen. Zudem übernimmt die Versicherung erst dann die Kosten, wenn sie über deiner gewählten Selbstbeteiligung liegen. Kleinere Rechnungen bleiben also komplett bei dir.
Unser Tipp:
Letztlich ist die Entscheidung für oder gegen eine Selbstbeteiligung bei deiner Tierversicherung eine Frage deiner persönlichen Risikobereitschaft und deines Budgets. Überlege dir gut, wie viel Eigenanteil du im Ernstfall tragen möchtest und wie wichtig dir ein niedriger Beitrag ist. So findest du die richtige Lösung für dich und dein Tier.
So unterscheiden sich die Selbstbeteiligungen bei den Versicherern
Jeder Versicherer geht beim Thema Selbstbeteiligung etwas anders vor. Es gibt Unterschiede bei der Höhe, der Art (zum Beispiel fester Betrag oder Prozentsatz) und auch bei der Abrechnung. Mal wird die Selbstbeteiligung pro Rechnung, mal nur einmal pro Jahr berechnet. Hier findest du die wichtigsten Varianten und Abrechnungsmodelle im Überblick.
Diese Selbstbeteiligungs-Modelle gibt es bei Tierversicherungen
- Prozentuale SB:
Du zahlst einen festen Prozentsatz jeder Rechnung selbst, zum Beispiel 20 %. - Absolute SB:
Du zahlst einen festen Betrag, zum Beispiel 150 € pro Jahr oder pro Schadenfall. - Jahres-SB:
Die SB gilt für das ganze Versicherungsjahr, mehrere Rechnungen werden zusammengerechnet. - Keine SB:
Die Versicherung übernimmt die Kosten ab dem ersten Euro (bis zur Tarifgrenze).
Die meisten Versicherer bieten dir verschiedene Modelle der Selbstbeteiligung an. So kannst du selbst entscheiden, wie viel Eigenanteil du im Ernstfall übernehmen möchtest und wie hoch dein Beitrag ausfällt.
So rechnen die Gesellschaften die Selbstbeteiligung ab
Je nach Anbieter kann die Selbstbeteiligung unterschiedlich oft und auf verschiedene Weise berechnet werden. Manche Versicherungen ziehen sie bei jeder Rechnung oder jedem Schadenfall ab, andere nur einmal pro Jahr, auch wenn du mehrere Rechnungen einreichst. Die folgende Übersicht zeigt dir, wie die wichtigsten Gesellschaften bei der Abrechnung der Selbstbeteiligung vorgehen:
| Gesellschaft | Hund/Katze | Abrechnung | Hinweise/Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| 20 % oder keine SB, Agila 24 immer 20 % SB | pro Rechnung/Schadenfall | Hund: ab 5 Jahren immer 20 % SB | |
| 150 €, 250 € oder keine SB | pro Schadenfall | keine Kumulierung möglich | |
| 20 % (max. 250 €) oder keine SB | einmal pro Jahr (bei Kumulierung) | Rechnungen können gesammelt werden | |
| 20 % (mind. 150 €) oder keine SB | pro Rechnung/Schadenfall | keine Kumulierung möglich | |
| 150 € oder keine SB | Rechnungen müssen am selben Kalendertag eingereicht werden | keine Kumulierung möglich | |
| 10 bis 50 % und/oder 100 bis 500 € pro Jahr | pro Rechnung (prozentual) oder einmal pro Jahr (Jahres-SB) | Prozentuale oder Jahres-SB, Kombi möglich | |
| nur Katze: 10 % oder 20 % | pro Rechnung/Schadenfall | nur Katzenversicherung | |
| 250 € oder keine SB | pro Leistungsfall (OP), einmal pro Jahr (Heilbehandlung) | bei OP je Leistungsfall, Heilbehandlung: Sammeln im Versicherungsjahr möglich | |
| 20 % oder keine SB | pro Rechnung/Schadenfall | Ab 4 Jahren (Hund/Katze) in allen Tarifen 20 % SB | |
| 10 bis 50 % (mind. 250 €) oder keine SB | pro Rechnung/Schadenfall (meist) | je nach Tarif | |
| 20 % (max. 250 €) oder keine SB | einmal pro Jahr (bei Kumulierung) | Rechnungen können gesammelt werden | |
| Hund: 150 € oder keine SB Katze: 250 €, 500 € oder keine SB | einmal pro Jahr (Jahres-SB) | Hund: ab 6 Jahre immer 150 € SB |
Achte bei der Wahl deines Tarifs darauf, wie oft die Selbstbeteiligung tatsächlich anfällt. Gerade, wenn du häufiger kleinere Rechnungen hast, kann es einen großen Unterschied machen, ob die SB pro Rechnung oder nur einmal im Jahr berechnet wird.
Was passt zu wem?
Ob eine Selbstbeteiligung für dich sinnvoll ist, hängt vor allem davon ab, wie oft du mit deinem Tier zum Tierarzt gehst und wie viel Eigenanteil du im Ernstfall tragen möchtest. Hier ein paar Tipps zur Orientierung:
Für Tierhalter, die selten zum Tierarzt müssen:
Wenn du davon ausgehst, dass dein Tier nur selten behandelt werden muss, kann ein Tarif mit Selbstbeteiligung für dich sinnvoll sein. Du profitierst von günstigeren Beiträgen und zahlst nur im Ernstfall einen Anteil selbst.
Für alle, die möglichst keine Eigenkosten möchten:
Legst du Wert darauf, im Schadenfall möglichst wenig oder gar nichts aus eigener Tasche zu zahlen, ist ein Tarif ohne Selbstbeteiligung die bessere Wahl. Hier übernimmt die Versicherung ab dem ersten Euro, dafür ist der monatliche Beitrag meist etwas höher.
Überlege dir also, wie wichtig dir ein niedriger Beitrag ist und wie viel Risiko du selbst tragen möchtest. So findest du die Variante, die am besten zu dir und deinem Tier passt.
FAQs
Kann ich die Höhe der Selbstbeteiligung nachträglich ändern?
In manchen Fällen ist es möglich, die Selbstbeteiligung auch während der Laufzeit deines Vertrags anzupassen. Ob und wie das genau geht, hängt vom jeweiligen Versicherer und Tarif ab. Wir klären das gerne individuell für dich. Sprich uns einfach an, wenn du eine Änderung deiner Selbstbeteiligung wünschst!
Was passiert, wenn meine Tierarztrechnung niedriger ist als die Selbstbeteiligung?
Liegt der Rechnungsbetrag unter deiner Selbstbeteiligung, musst du die Kosten komplett selbst tragen. Die Versicherung leistet erst, wenn die Rechnung die Höhe der Selbstbeteiligung übersteigt.
Gibt es bei OP- und Krankenversicherung Unterschiede bei der Selbstbeteiligung?
Ja, das kann je nach Versicherer unterschiedlich geregelt sein. Manche Gesellschaften bieten für OP-Versicherungen andere oder gar keine Selbstbeteiligung an, während bei Krankenversicherungen oft verschiedene Modelle zur Auswahl stehen. Es lohnt sich, die Bedingungen für beide Versicherungsarten genau zu vergleichen.
Wir beraten dich gerne persönlich
Du siehst, die richtige Wahl der Selbstbeteiligung hängt ganz von deinen Bedürfnissen und deiner Risikobereitschaft ab. Wenn du unsicher bist oder noch Fragen hast, melde dich einfach bei uns, wir helfen dir gerne weiter und finden gemeinsam die optimale Lösung für dich und dein Tier.
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