Die besten Katzen für Allergiker

Bist Du auf der Suche nach einer Katze, obwohl Du auf diese allergisch reagierst? Leider gibt es keine Katzenrasse, die allergische Reaktionen hundertprozentig ausschließt. Einige Katzenrassen weisen jedoch ein geringeres Allergiepotenzial auf. Zudem gibt es interessante wissenschaftliche Fortschritte.
Was löst eine Katzenallergie aus?
Im gängigen Sprachgebrauch verwenden die Menschen zumeist den Begriff „Katzenhaarallergie“. Streng genommen ist dieser falsch, denn es sind nicht die Haare, auf die Menschen allergisch reagieren. Es handelt sich um winzig kleine Allergene, die oft an den Haaren haften. Das am häufigsten vertretene Allergen hat den Namen „Fel d 1“. Die Abkürzung steht für „Felis domesticus“, also die Hauskatze.
Die Allergene befinden sich im Speichel sowie in den Talgdrüsen und Hautschuppen, aber auch in der Tränenflüssigkeit und im Urin. Die Allergene sind so leicht, dass sie sogar mit Hausstaub durch die Wohnung transportiert werden können. Vor allem aber werden sie auch über die Haare der Katze verteilt, denn an diesen kleben sie in großer Anzahl fest. Über sie gelangen sie in die komplette Wohnung und auch an Kleidungsstücke, mit denen wir sie beispielsweise ins Auto bringen.
Was geschieht bei einer Katzenhaarallergie?
Wir sind umgeben von unendlich vielen Allergenen. Leider hat in den letzten Jahrzehnten die Häufigkeit allergischer Erkrankungen stark zugenommen. Aktuell ist rund ein Drittel der Bevölkerung in Europa von mindestens einer Allergie betroffen. Nach Pollen und Hausstaubmilben, sind Tiere wie Hunde, Katzen und Pferde der dritthäufigste Auslöser. Es handelt sich hierbei um eine Überreaktion des Immunsystems auf bestimmte Eiweiße wie das Protein „Fel d 1“. Das Immunsystem geht fälschlicherweise davon aus, dass es sich um eine Bedrohung handelt und setzt Entzündungsstoffe frei, wie zum Beispiel Histamin.
Welche Symptome weisen Allergiker mit einer Katzenallergie auf?
Wenn Du auf Katzen allergisch reagierst, tauchen zumeist schon nach wenigen Minuten erste Symptome auf. Es kann sich um ein ganz bestimmtes, aber auch mehrere handeln. Zudem besteht die Möglichkeit, dass die Anzeichen erst etwas zeitversetzt auftreten. Wenn Du also Interesse an einer Katze hast und testen möchtest, ob Du auf sie allergisch reagierst, dann solltest Du einige Zeit in ihrer Gesellschaft verbringen und darauf achten, ob es bei Dir zu folgenden Symptomen kommt:
- tränende Augen
- laufende Nase
- Niesreiz
- Hautausschlag
- Juckreiz
- Atemnot
Welche Katzen sind für Allergiker geeignet?
Vorab die schlechte Nachricht: Es gibt keine Katzenrasse, die sich rein grundsätzlich für jeden Allergiker eignet. Allerdings gibt es ein paar, bei denen die Aussichten auf Erfolg etwas besser sind. Das kann aber von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein. Außerdem sollte einem bewusst sein, dass eine Allergie auf ein Tier einer bestimmten Rasse nicht bedeutet, dass man auf alle anderen auch entsprechend reagiert. Es kann deutliche Unterschiede bezüglich der ausgeschütteten Allergene geben. Statistisch geht zum Beispiel von unkastrierten Katern ein höheres Risiko aus. Es kann sich also lohnen, in einem Wurf von Katzen verschiedene Tiere zu testen.
Folgenden Katzenrassen wird ein geringeres Allergierisiko nachgesagt, auch wenn dies wissenschaftlich nicht immer erwiesen ist:
Rexkatzen
Aufgrund ihres gelockten Haars verhält es sich ähnlich wie bei einem Pudel. Die Tiere verlieren weniger Haare und verteilen somit weniger Allergene.
Burma
Das kurze, dichte Fell haart weniger und die Katzen produzieren weniger Schuppen.
Russisch Blau
Die Rasse produziert vergleichsweise weniger „Fel d1“ und das dichte Fell verteilt weniger Allergene.
Bengal
Die Bengalkatze verliert wenig Fell und Hautschuppen. Zudem besitzt sie teilweise andere Allergene, auf die Allergiker weniger stark reagieren können.
Nacktkatzen
Die Sphynx und die Peterbald besitzen nur einen Flaum und kein Fell. Aufgrund der fehlenden Haare werden weniger Allergene verteilt, aber das bedeutet nicht, dass diese Katzenrassen keine Allergene aufweisen.
Siamkatze
Sie haaren weniger als viele andere Katzenrassen, was ein kleiner Vorteil ist.
Sibirische Katze
Die Rasse produziert im Durchschnitt gesehen weniger „Fel d 1“, weshalb sie zu den allergikerfreundlichen Tieren zählt.
Orientalisch Kurzhaar
Ähnlich wie die Siam verliert sie weniger Haare. Zudem soll auch sie weniger „Fel d 1“ produzieren.
Balinese
Neben der Sibirischen Katze entwickelt auch diese Langhaarkatze weniger Allergene und bietet somit eine etwas bessere Chance, auf sie nicht allergisch zu reagieren.
Was kann ich tun, um allergische Reaktionen zu minimieren?
Manche Menschen kommen nur bei Besuchen in einem Katzenhaushalt mit den Tieren in Kontakt. Das lässt sich in schwerwiegenden Fällen vermeiden beziehungsweise einigermaßen überstehen. Leider kommt es immer wieder vor, dass Katzenhalter im Laufe ihres Lebens plötzlich mit einer Allergie konfrontiert werden. In diesem Fall können folgende Möglichkeiten helfen, Allergieschübe in Grenzen zu halten:
- lüfte täglich die Wohnung
- glatte Böden lassen sich besser reinigen als Teppiche
- schaffe komplett katzenfreie Räume, vor allem das Schlafzimmer
- reduziere Streicheleinheiten und wasche dir danach gründlich die Hände
- putze und sauge regelmäßig die Wohnung
- überlasse die Fellpflege möglichst anderen Familienmitgliedern
- benutze einen Staubsauger für Allergiker
- verwende einen Luftreiniger mit HEPA-Filter
Woher weiß ich sicher, ob ich eine Katzenallergie habe?
Wenn Du Dir nicht sicher bist, ob Du an einer Katzenhaarallergie leidest, kannst Du zur Überprüfung zu einem Allergologen oder Hautarzt gehen. Dort kann mithilfe eines „Pricktests“ festgestellt werden, ob eine entsprechende Allergie vorliegt. Hierzu werden auf dem Arm verschiedene Lösungen aufgeträufelt und mit einer Klinge die Haut leicht eingeritzt. Nach etwa 15 Minuten zeigt sich, ob es an der einen oder anderen Stelle zu einer Reaktion in Form von Rötungen oder Schwellungen kommt.
Gibt es einen Impfstoff gegen Katzenallergie?
Einen Impfstoff für Menschen gibt es nicht. Neben einer medikamentösen Behandlung der Symptome besteht jedoch die Möglichkeit einer Desensibilisierung. Hierbei wird über einen Zeitraum von mehreren Monaten die Dosis des auslösenden Allergens erhöht, um den Körper schrittweise daran zu gewöhnen. Ist die Therapie erfolgreich, verringern sich die Symptome deutlich.
Interessant sind zwei neue Möglichkeiten:
- Antiallergenes Futter
Futtermittelhersteller arbeiten daran, antiallergenes Katzenfutter herzustellen. Mithilfe bestimmter Zutaten soll das Allergen „Fel d1“ im Körper der Katze reduziert werden. Erste Studien zeigen, dass dies durchaus erfolgversprechend sein kann. Eine Hürde könnte jedoch sein, dass die oft mäkeligen Katzen keine Lust auf ein neues Futter haben oder dieses nicht gut vertragen. Bei Interesse solltest Du erst einmal das Gespräch mit Deinem Tierarzt suchen. - Katze impfen
Ebenfalls neu ist der Forschungsansatz, Katzen zu impfen, damit sie weniger Allergene produzieren. Klinische Testphasen sollen sehr vielversprechend sein, aber noch steht ein zugelassener Impfstoff aus. Frage am besten auch in diesem Fall Deinen Tierarzt nach dem neuesten Stand. Einen hundertprozentigen Schutz dürfte es in beiden Fällen nicht geben, aber für Menschen mit Katzenallergie ergeben sich hierdurch neue Chancen.
Zudem solltest Du Deine Katze vorsorglich mit einer Katzenkrankenversicherung absichern. Diese zahlt nicht nur für wichtige Impfungen, sondern auch bei Krankheiten und notwendigen Operationen.
- Selbstbeteiligung: 150 €
- Jahreshöchstentschädigung: unbegrenzt
- Vorsorgemaßnahmen (Impfung, Wurmkur): 150 € - jedes Jahr
- Erstattung nach Gebührenordnung der Tierärzte (GOT): 4-facher Satz
36,74 €
(monatlich)
- Selbstbeteiligung: 10 %
- Jahreshöchstentschädigung: unbegrenzt
- Vorsorgemaßnahmen (Impfung, Wurmkur): 150 € - jedes Jahr - incl. Zahnprophylaxe
- Erstattung nach Gebührenordnung der Tierärzte (GOT): 4-facher Satz
41,36 €
(monatlich)
- Selbstbeteiligung: keine
- Jahreshöchstentschädigung: unbegrenzt
- Vorsorgemaßnahmen (Impfung, Wurmkur): 100 € jährlich u. a. für Impfungen, Wurmkuren, Zahnprophylaxe, Floh- und Zeckenmittel
- Erstattung nach Gebührenordnung der Tierärzte (GOT): 4-facher Satz
55,13 €
(monatlich)