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Knochenbrüche bei Katzen: Ursachen, Behandlung und Kosten

eine rote Katze trägt einen Gipsverband am Hinterbein

Ein Knochenbruch bei deiner Katze passiert schneller, als du denkst. Ein falscher Sprung vom Schrank, ein Sturz aus dem Fenster, ein Unfall beim Freigang oder ein Missgeschick beim wilden Toben mit dem Artgenossen kann genügen. Und dieses Risiko trifft nicht nur Freigänger: Auch reine Wohnungskatzen können sich beim Spielen oder bei einem Sturz etwas brechen. Tritt der Ernstfall ein, kommt es darauf an, dass du die Anzeichen richtig deutest und schnell handelst.

Wie kommt es zu einem Knochenbruch bei Katzen?

Ein Knochenbruch entsteht, wenn ein Knochen stärker belastet wird, als er es aushält. Meist geschieht das durch eine plötzlich heftige Krafteinwirkung. Zu den häufigsten Ursachen von Knochenbrüchen bei Katzen gehören:

  • Stürze aus größerer Höhe, etwa vom Balkon, Fensterbrett oder Kippfenster (mehr dazu, wie du Balkonstürze verhindern kannst: Balkon katzensicher machen
  • Verkehrsunfälle bei Freigängern
  • Kämpfe oder Rangeleien mit anderen Tieren
  • Missgeschicke im Haushalt, zum Beispiel beim Toben oder wenn eine Katze eingeklemmt wird

Am häufigsten betroffen sind die Beine und die Pfoten, aber auch Becken, Wirbelsäule oder Kiefer können brechen.

Diese Anzeichen deuten auf einen Bruch hin

Ein Knochenbruch bleibt zum Glück selten unbemerkt, weil er deiner Katze starke Schmerzen bereitet. Um ihn zu erkennen, solltest du auf die folgenden Anzeichen achtgeben:

  • plötzliches, deutliches Hinken oder komplettes Nicht-Belasten eines Beins
  • Schwellung oder spürbare Wärme an der betroffenen Stelle
  • eine sichtbar ungewöhnliche Haltung des Beins oder der Pfote
  • Schmerzlaute beim Berühren der Stelle
  • Rückzugsverhalten und starke Unruhe

Zeigt deine Katze eines oder mehrere dieser Anzeichen, solltest du keine Zeit verlieren.


Offener oder geschlossener Bruch?

Bei einem geschlossenen Bruch ist die Haut über der Fraktur unverletzt. Äußerlich ist oft nur die Fehlstellung oder Schwellung erkennbar. Ein offener Bruch ist dagegen auf den ersten Blick sichtbar, weil der Knochen die umliegende Haut und das Gewebe mit verletzt hat. Offene Brüche müssen besonders dringend behandelt werden, da hier zusätzlich ein hohes Infektionsrisiko besteht.

Richtig handeln: Erste Hilfe bei einem Knochenbruch

So hilfst du deiner Katze, bis ihr beim Tierarzt seid:

  1. Bewahre Ruhe und vermeide hektische Bewegungen. So überträgt sich deine Anspannung nicht auf deine Katze.
  2. Greife nicht hastig nach dem verletzten Bein, um ihr nicht zusätzliche Schmerzen zuzufügen.
  3. Wickle deine Katze vorsichtig bis zum Hals in eine Decke oder ein Handtuch ein, damit sie sich nicht mehr bewegen und die Verletzung verschlimmern kann.
  4. Blutet eine offene Wunde, kannst du behutsam einen leichten Druckverband anlegen.
  5. Bereite die Transportbox so vor, dass genügend Platz bleibt, um das verletzte Bein zu entlasten, und setze deine Katze erst kurz vor der Fahrt hinein.
  6. Fahre direkt zum Tierarzt oder in eine Tierklinik.

Diagnose und Behandlung beim Tierarzt

Ob es sich tatsächlich um einen Bruch oder nur um eine Verstauchung handelt, lässt sich sicher erst per Röntgenbild feststellen. Je nach Art und Schwere der Fraktur reicht die Behandlung von einer Ruhigstellung mit Verband und Schmerzmitteln bis hin zu einer teuren Operation unter Vollnarkose, bei der die Knochenfragmente wieder in die richtige Position gebracht und mit Platten, Schrauben oder Nägeln stabilisiert werden. In solchen Fällen ist es am besten, mit einer Katzen-OP-Versicherung vorgesorgt zu haben, um die hohen Tierarztkosten nicht allein tragen zu müssen.


Wie lange dauert die Heilung?

Die Heilungsdauer hängt davon ab, wie kompliziert der Bruch ist. Meist zieht sich die Genesung aber über mehrere Wochen hin. Während dieser Zeit braucht deine Katze Ruhe, oft eingeschränkte Bewegung und regelmäßige Kontrolltermine beim Tierarzt, um den Heilungsverlauf zu überprüfen.


Was ein Knochenbruch kosten kann, und wie du vorsorgst

Die Kosten für einen Knochenbruch bei deiner Katze hängen stark davon ab, wie aufwendig die Behandlung ausfällt. Schon eine einfache Ruhigstellung mit Röntgendiagnostik und Nachsorge kostet einiges, bei einer Operation mit Platten oder Nägeln kommen schnell mehrere Hundert Euro dazu. In aufwendigen Fällen kann die Gesamtrechnung sogar deutlich im vierstelligen Bereich landen. Damit du dich im Ernstfall auf die Genesung deiner Katze konzentrieren kannst statt auf die Kosten, empfehlen wir dir den Abschluss einer Katzenkrankenversicherung oder Katzen-OP-Versicherung. Sie übernimmt je nach Tarif Röntgen, Operation, Klinikaufenthalt und Nachsorge.

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