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Hund stubenrein bekommen - so stellst Du es an

Indoor-Klo für Welpen

Einen Welpen stubenrein zu bekommen, ist eine kleine Herausforderung. Aber mit viel Aufmerksamkeit, Geduld, Verständnis und unseren Tipps bekommst Du die Sache in den Griff.

Eines vorweg: Normalerweise macht ein Hund nicht aufs Sofa oder ins Bett. Hunde sind reinliche Wesen und gewillt, ihr eigenes Reich sauber zu halten. Da Dein Welpe aber erst mit circa 14 Wochen anfängt, Blasen- und Darmschließmuskel kontrollieren zu können, wird er sich anfangs häufig erleichtern müssen und wartet damit nicht unbedingt, bis er sich auf einem Stück Rasen befindet.

Am wichtigsten ist es, mit der Grunderziehung Deines Welpen relativ zügig nach seinem Einzug bei Dir zu beginnen. Eine „Schonfrist“ à la „Der Kleine ist doch noch ein Baby“ und für Erziehung sei es noch zu früh, ist überholt und kann nach hinten losgehen. Vor allem, da ein Welpe bis zur 20. Lebenswoche am leichtesten lernt. Unsere Tipps werden Dir helfen, Dein Ziel schneller zu erreichen. Trotzdem solltest Du natürlich Geduld bewahren und Dich nicht entmutigen lassen, wenn es nicht sofort funktioniert. Manche Welpen schaffen es binnen weniger Tage, viele jedoch brauchen auch einige Wochen. Nun aber zu unseren 9 Tipps für stubenreine Welpen.

Welpen stubenrein bekommen: Tipps für eine saubere Wohnung

Die folgenden Ratschläge können Dir dabei helfen, Deinen Hund schneller stubenrein zu bekommen. Dabei gilt: Lasse Dich nicht entmutigen, auch wenn sich der Erfolg noch nicht sofort einstellt.


Lösestelle

Schon am Tag seines Einzugs solltest Du dem Welpen zügig nach seiner Ankunft die Stelle im Garten oder Grünstreifen vor dem Haus zeigen, wo er sich in Zukunft erleichtern soll. Ein bisschen Grün wäre nicht schlecht und ruhig sollte es sein, sodass er nicht zu abgelenkt ist.


Wohnung vorbereiten

Gerade am Anfang der Trainingsphase wirst Du nicht gänzlich verhindern können, dass es zum ein oder anderen Unglück kommt. Deshalb solltest Du teure Teppiche oder andere Textilien und empfindliche Gegenstände, die sich in Bodennähe befinden, lieber in Sicherheit bringen und verstauen, bis Dein Welpe stubenrein geworden ist.


Beobachte Deinen Welpen

Am Anfang mag es Dir wie ein Buch mit sieben Siegeln vorkommen: „Woher zum Teufel soll ich wissen, wann mein Hund muss?“ Doch im Grunde ist es ganz einfach. Da ein Welpe mit seiner winzigen Blase noch gar nicht in der Lage ist, einzuhalten, muss er etwa alle drei Stunden raus. Du solltest also dementsprechend vorsorgen und ihn jedes Mal nach dem Fressen, dem Aufwachen und Spielen direkt rausbringen. Um ihm nicht auf dem Weg ins Freie die Gelegenheit zu geben, unterwegs alles „loszuwerden“, solltest Du ihn nach draußen tragen, bis er selbstständig versucht, an den bestimmten Ort zu gelangen.


Deute die Zeichen

Wenn Du den 3-Stunden-Takt mal versäumt haben solltest, wird Deine Fellnase Dir deutliche Zeichen geben. Durch Unruhe, das Abschnuppern des Bodens und wildes sich im Kreis drehen, wird Dein Welpe Dir mitteilen, dass es genau jetzt höchste Eisenbahn ist, mit ihr auf dem Arm im Schweinsgalopp nach draußen zu jagen.


Loben, als würde es kein Morgen geben

Wenn Dein Welpe sich dann ganz vorbildlich draußen gelöst hat, können das Lob und die Leckerlis gar nicht genug sein, um diese Tat zu würdigen. Wenn er ein paarmal ein freudiges Erlebnis an diesem Ort hatte, wird er schnell sein Geschäft verrichten und auf die Wiederholung der Zeremonie mit dem vielen Loben und gelegentlichen Leckerchen warten.


Auf Kommando

Gewöhne Dir direkt an, ein Lösungswort zu sagen, wenn Dein Hund sich erleichtert. Die meisten Welpen haben nach einiger Zeit verstanden, was das Kommando bedeutet. Das kann echt praktisch sein, wenn Du mal auf Reisen bist und den Kleinen so ganz ohne Wiese oder Baum davon überzeugen musst, sich zu lösen.


Strafen zerstören die Bindung

Passiert doch mal ein Malheur in der Wohnung, darfst Du den Welpen auf keinen Fall bestrafen. Wenn Du ihn dabei auf frischer Tat ertappst, empfehlen wir Dir, mit einem kurzen „Pfui“ oder „Nein“ Deinen Unmut über seine Handlung auszudrücken und ihn dann auf dem schnellsten Weg nach draußen zu bringen. Wenn er sich dann erneut löst, bitte das Loben nicht vergessen. Wie Du unter keinen Umständen reagieren solltest:

  • Laut schimpfend zu ihm rennen, sodass er sich erschreckt. Das schlimmste Resultat könnte nun sein, dass er sich in Zukunft vor Dir versteckt, wenn er muss, und sein Geschäft heimlich hinter dem Sofa erledigt.
  • Auf keinen Fall darfst Du den Kleinen in seine eigene Hinterlassenschaft drücken. Er versteht nicht, was Du von ihm willst. Diese „alten Methoden“ sind nicht (!) empfehlenswert, im Grunde Tierquälerei und verunsichern Deinen Welpen nur. Es ist an Dir, Deine Augen und Ohren zu schulen, um zu erkennen, wann er muss. Alles andere wird die Bindung zwischen Dir und Deinem Tier zerstören.

Gesicherter Schlafplatz

Hunde sind von Natur aus sehr reinlich und werden es tunlichst vermeiden, ihren Schlafplatz zu verunreinigen. Deshalb bietet es sich an, das Hundekörbchen während der Nacht in einen Karton mit hohen Seitenwänden zu stellen, sodass das Hundejunge nicht selbstständig hinausklettern kann (eine Transportbox erfüllt diesen Zweck auch): Die Fellnase wird sich durch Winseln bemerkbar machen, wenn sie sich erleichtern muss, denn ihr Lager will sie nicht verschmutzen. Sobald dies geschieht, Jogginghose an und ab nach draußen mit Euch!


Provisorisches Indoor-Klo

Wer in einem Haus mit nahegelegenem Grünstreifen wohnt oder gar einen eigenen Garten besitz, ist klar im Vorteil. Zumindest jemandem gegenüber, der in einem Mietshaus in der 6. Etage wohnt. Da schaffst Du es eventuell nicht so schnell nach unten, wenn Dein Welpe sich lösen möchte. Oder Deine Fellnase hat auf dem langen Weg durch das Treppenhaus nach unten ganz vergessen, dass sie ein dringendes Bedürfnis hat. In solchen Fällen hat sich vor allem in den ersten Tagen ein speziell für den Welpen eingerichtetes Hundeklo, bestehend aus Welpenpads, die Du in einer ruhigen Ecke auslegst, bewährt. Sobald Du merkst, dass Dein Hund sich lösen muss, setzt Du ihn hier drauf. Natürlich ist es wichtig, trotzdem regelmäßig mit Deinem Welpen nach draußen zu gehen, um ihm eine Routine beizubringen. Und ihn selbstverständlich ausgiebig zu loben, wenn er draußen dann mal zufällig macht. Das Indoor-Klo sollte in unseren Augen wirklich nur eine Notlösung sein.

Wenn Du all diese Tipps beachtest, wird das „Sauber werden“ Deines Vierbeiners nicht in Stress ausarten. In unserem Hunderatgeber findest Du weitere Erziehungstipps, um die nächste Herausforderung mit Deinem Hund zu meistern. Falls Dein Welpe auch nach langer Zeit nicht stubenrein wird, können auch psychologische oder physische Probleme dahinterstecken. In diesem Fall solltest Du einen Tierarzt aufsuchen und am besten eine Hundekrankenversicherung abgeschlossen haben, damit diese die Kosten für Dich trägt.

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