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Grillen mit Hund: So bleibt es sicher und relaxt

Hund steht hinter dem befüllten Grill

Es gibt kaum etwas Gemütlicheres als einen entspannten Grillabend mit Freunden in lauschiger Sommeratmosphäre. Und bei Hundebesitzern darf der vierbeinige Freund natürlich auch nicht fehlen. Immerhin kann der kleine Racker dann auch den ein oder anderen Leckerbissen abstauben. Oder ist das vielleicht keine so gute Idee? Wir klären auf, wie du deinen Grillabend hundefreundlich über die Bühne bringst und was für Vierbeiner am Grill unbedenklich, bedenklich oder sogar gefährlich ist.

Vorbereitung ist alles

Als Hundebesitzer gibt es für dich vor einem Grillfest noch mehr zu tun als nur einzukaufen, den Tisch zu decken und den Grill anzuheizen. Vor allem sollte dein Hund vorher noch einen ausgiebigen Spaziergang gemacht haben, damit er sein Geschäft erledigen und sich auspowern kann. Etwas spielen oder toben kann hier auch helfen. Denn ein entspannter und ausgeglichener Hund fühlt sich nicht nur wohler, sondern ist auch für die menschlichen Gäste eine Erleichterung, die sich dann nicht die ganze Zeit mit einer neugierig schnüffelnden Hundenase auseinandersetzen müssen. Hilfreich ist es auch, wenn du deinen Hund bereits vor dem Grillen fütterst.

Das gilt natürlich auch, wenn du woanders eingeladen bist. In diesem Fall solltest du außerdem nicht vergessen, eine vertraute Decke und das Körbchen deines Hundes mitzunehmen. Und am besten auch etwas Spielzeug. Und natürlich sollte immer eine Schüssel mit frischem Wasser für deinen Hund zur Verfügung stehen.

Ist dein Hund nervös und hat zum Beispiel Angst vor Feuer, Rauch oder vielen Leuten, kann es sinnvoll sein, ihm eine Beruhigungsweste anzuziehen.

Darüber hinaus solltest du die Nummer deines Tierarztes parat haben, für den Fall, dass deinem Vierbeiner etwas passiert. Noch besser ist es, wenn du für ihn eine Hundekrankenversicherung abschließt, die die Tierarztkosten für dich übernimmt und deinen Hund auch in Notfällen gut absichert.

Grillen mit Hunden: Verhaltensregeln für Tier und Mensch

Damit die Grillfeier nicht in Stress oder schlimmeres ausartet, sollten sowohl dein Hund als auch du selbst und die anderen Gäste ein paar grundlegenden Regeln beherzigen:

Hund wird beim Grillabend vom Tisch gefüttert
  • Nichts vom Grill geben:
    Es gibt durchaus auch ein paar Nahrungsmittel, die dein Hund mal vom Grill naschen kann (siehe unten). Das sollte dann aber, wortwörtlich, in deiner Hand liegen. Andere Gäste sollten deinen Hund auf keinen Fall füttern. Zu groß ist die Gefahr, dass du den Überblick verlierst und nicht mitbekommst, wenn etwas Ungeeignetes an deinen Hund verfüttert wird. Gerade, wenn Alkohol im Spiel ist, aber auch, wenn du einfach nur von einem interessanten Gespräch abgelenkt bist. Mache deshalb den anderen Gästen direkt klar, dass sie deinem Hund nichts geben soll, egal wie süß er auch betteln sollte.
  • Nahrungsreste direkt entsorgen:
    Nicht nur andere Gäste sind eine potenzielle „Gefahrenquelle“ für deinen Hund. Wenn der Appetit zu groß wird, kann er sich auch mal selbst etwas vom Teller stibitzen, das ihm schadet. Um das zu verhindern, musst du Essensreste und insbesondere Knochen am besten sofort im Müll entsorgen.
  • „Gefahrenstoffe“ wegräumen:
    Grillanzünder und alkoholische Getränke können für Hunde sehr schädlich sein und sollten möglichst unerreichbar für sie sein. Ähnliches gilt für Besteck und auch für Alu- und Plastikverpackungen, von denen die Tiere Teile verschlucken oder sich in manchen Fällen auch daran verletzen könnten. Besser ist es deshalb, auch diese schnell wegzuräumen, wenn sie nicht mehr gebraucht werden.
  • Hund von Grill und Speisen fernhalten:
    Ein Grill duftet natürlich sehr ansprechend für Hunde. Gerade deshalb solltest du gut darauf achtgeben, dass dein Hund ihm nicht zu nahekommt. Im Zweifel leinst du ihn besser an oder sperrst den Grillbereich sicher ab. Immerhin willst du keine gegrillte Hundenase, oder? Genauso solltest du aber darauf achten, dass dein Hund nichts vom Grillgut auf dem Tisch stibitzt.
  • Rückzugsort schaffen:
    Damit dein Hund nicht erst in Versuchung gerät und er sich auch von den anderen Gästen nicht gestört fühlt, kannst du ihm einen ruhigen, schattigen Rückzugsort etwas abseits des Geschehens schaffen. Achte aber darauf, dass er dort auch liegen bleibt und nicht plötzlich doch am Grill auftaucht.

Was darf der Hund vom Grill?

Grundsätzlich ist der Grill für Menschen gedacht, nicht für Hunde. Immerhin haben die ja ihr eigenes Futter. Aber trotzdem gibt es auf einem Grilltisch Dinge, die für Hunde ungesund oder absolut gefährlich sind, und andere, bei denen man als Halter auch mal gefahrlos ein Auge zudrücken kann. Im Folgenden geben wir dir einen kleinen Überblick.


Dieses Grillgut ist tabu für Hunde

Die hier genannten Lebensmittel sollten besser nicht in die Nähe eines Hundemauls gelangen:

  • Gewürztes/mariniertes Fleisch:
    Gerade scharf gewürztes und stark gesalzenes Fleisch reizt den Magen und den Darm deines Hundes. Im schlimmsten Fall sind Bluthochdruck oder Nierenschäden möglich.
  • Rohes/halbgares (Wild-)Schweinefleisch:
    Rohes Schweinefleisch kann unter anderem Aujeszky-Viren enthalten, die Pseudotollwut auslösen können. Zudem sind auch andere bakterielle Belastungen möglich. Bei Hunden mit schwachem Immunsystem oder Welpen kann auch rohes Hühnerfleisch gefährlich sein.
  • Knochen:
    Erhitzte Knochen sind besonders porös und splittern schnell. Wenn ein Hund sie verschluckt, kann das zu schweren Verletzungen im Maul, der Speiseröhre und dem Magen-Darm-Trakt führen.
  • Maiskolben:
    Während die einzelnen Maiskörner unbedenklich sind, kann ein ganzer Kolben verschluckt werden und einen Darmverschluss verursachen.
  • Zwiebeln, Knoblauch und Co.:
    Zwiebeln, Knoblauch, aber auch Lauch und Bärlauch enthalten Stoffe, die die roten Blutkörperchen im Hundekörper zerstören können. Bei größeren Mengen kann das sogar tödlich sein. Deshalb sind Zwiebelgewächse und alle Speisen, in denen sie verarbeitet sind, absolut kein Hundefutter.
  • Fettige Speisen:
    In kleinen Dosen sicher kein Weltuntergang, können fettiges Fleisch, Grillwürste oder Kartoffelsalat mit Mayonnaise in größeren Mengen zur echten Belastung für Hunde werden. Denkbare Folgen sind Erbrechen oder auch Krankheiten wie Gastritis und Bauchspeicheldrüsenentzündung.
  • Bestimmte Obst- und Gemüsesorten:
    Vor allem Weintrauben, aber auch Avocados, Auberginen und unreife Tomaten sind giftig für Hunde.
  • Süßspeisen:
    Allen voran ist hier Schokolade zu nennen, die durch das Theobromin für Hunde schwer gesundheitsschädlich oder sogar tödlich sein kann. Aber auch andere Süßigkeiten sollte dein Hund nicht bekommen. Denn der Zucker ist Gift für seine Zähne.

Dies sind nur einige Beispiele. Weitere Informationen zu Lebensmitteln, die Hunde nicht vertragen, bekommst du hier: Vergiftung beim Hund.


Das darf dein Hund (in Maßen) genießen

Wenn du deinen Hund unbedingt ein bisschen in deinen Gaumenschmaus einbeziehen willst, kannst du bei den folgenden Nahrungsmitteln eine Ausnahme machen. Vergiss aber nicht: Bevor du deinem Hund etwas gibst, sollte es gut abgekühlt sein. Besser ist es außerdem, wenn er es gleich auf einem eigenen kleinen Teller oder im eigenen Napf und nicht direkt vom Tisch bekommt.

  • Ungewürztes, unmariniertes Fleisch:
    Gegen ein Stückchen ungewürztes Huhn, Rind oder Truthahn ist nichts einzuwenden. Umso weniger, wenn es gut durchgegart und fettarm ist und keine Knochen enthält.
  • Ungewürzten, grätenlosen Fisch:
    Auch Fisch können Hunde in der Regel ohne Bedenken genießen. Achte aber auch hier darauf, dass er nicht zu fettig ist, und gib ihm auf keinen Fall zu viel.
  • Möhren:
    Für Hunde ein vollkommen harmloser Snack, egal ob gegrillt oder roh. Vorausgesetzt die Karotten sind gut abgekühlt und haben nicht in Marinade gelegen.
  • Kartoffeln:
    Auch ein ungewürztes Kartoffelscheibchen kannst du deinem Hund servieren. Es muss aber vorher gut durchgegart werden, damit das enthaltene, giftige Solanin zerstört wird. Auch darf die Kartoffel nicht grün sein und keine Keime haben.
  • Zucchini und Paprika:
    Ungewürzt und abgekühlt kann auch dieses beliebte Grillgemüse verfüttert werden.
  • Champignons:
    Hier können wir nur eine bedingte Empfehlung geben. Für gesunde Hunde sind kleine Mengen gegarter und ungewürzter Champignons aus dem Supermarkt kein Problem. Hat dein Hund aber Magen-Darm-Beschwerden, solltest du sie auf keinen Fall verfüttern. Rohe oder selbstgesammelte Champignons (Gefahr von Verwechslung mit Giftpilzen) solltest du ihm unter keinen Umständen geben.

Besser als Grillgut: Snacks und Beschäftigung

Hund gefüttert mit einem Hundeeis

Gesünder, als ihn vom Grill zu füttern, ist es ohnehin, wenn du deinem Hund eigene Leckereien auftischst. Gut geeignet sind hier gelegentliche Leckerlis als Belohnung, zum Beispiel bei einem erfolgreichen Rückruf vom Grill oder dem Teller deines Tischnachbarn, aber auch Kauartikel wie Kaustangen, Kaninchenohren, Ochsenziemer oder dergleichen. Du kannst ihm aber auch sein Abendessen in Form von Trocken- oder Nassfutter hinstellen, falls du es ihm nicht schon vor Beginn des Grillabends gegeben hast. Auch ein eigenes Stück ungewürztes Fleisch, vielleicht schon vorgebraten in einer Pfanne, ist eine gute Option.

Bei heißem Wetter kannst du ihm auch ein Hundeeis anbieten. Übertreibe es hier aber nicht, da zu viele kalte Speisen bei Hunden eine Gastritis verursachen können.

Eine weitere Möglichkeit zur Beschäftigung sind Intelligenzspielzeuge und andere Hundespielzeuge. Damit diese auch so richtig Spaß machen, solltest du sie ihm nicht einfach nur zur Selbstbeschäftigung überlassen, sondern auch immer mal wieder ein paar Minuten mit deinem Hund interagieren. Das verhindert Langeweile und stärkt nebenbei noch eure Bindung.

Grillen mit Hund: weitere Gefahren

Nicht nur die Nahrungsmittel auf dem Grill können für Hunde bedenklich sein. Auch der Grill selbst birgt eine Menge Risiken für die Tiere. Das beginnt beim heißen Grillrost, den glühenden Kohlen oder heißen Aluschalen, die zur besonderen Bedrohung werden, wenn der Grill umkippt. Aber auch Rauchschwaden können schädlich sein für Hundelungen und Hundenasen. Ein weiterer Grund, warum dein Hund sich nicht zu nah am Grill aufhalten sollte.

Sonstige Gefahren umfassen Glasscherben von zerbrochenen Flaschen oder Gläsern, fallengelassene Essensreste, Verpackungen, nicht gesicherte Mülleimer sowie Holz- und Metallspieße. Von all diesen Dingen solltest du deinen Hund ebenfalls möglichst fernhalten oder sie entsprechend absichern.

Zu schlechter Letzt besteht gerade tagsüber und im Sommer die Gefahr eines Hitzschlags für deinen Hund. Sieh also zu, dass er im Schatten und gegebenenfalls auf einer Kühlmatte liegt oder gehe mit ihm nach drinnen, damit er nicht dauerhaft der Mittagssonne ausgesetzt ist. Noch mehr Tipps bekommst du hier: Hitzschlag beim Hund.


Was tun, wenn etwas schiefgeht?

Hast du den Verdacht, dass dein Hund etwas Falsches gegessen oder etwas nicht Essbares verschluckt hat, achte auf Symptome wie Erbrechen, Durchfall, starkes Hecheln, Atemnot, Krämpfe oder Verstopfung. Sollte sich etwas davon zeigen, fahre sofort zum Tierarzt oder zur Tierklinik. Damit das auch möglich ist, solltest du entweder nüchtern bleiben oder zumindest einen Freund oder Bekannten an der Hand haben, der nüchtern ist und dich fahren kann. Führe auf keinen Fall selbst Erbrechen bei deinem Hund herbei. Das kann die Situation verschlimmern.

Ähnliches gilt, wenn dein Hund sich verbrannt hat. Kühle dann die Stelle mit kühlem, aber nicht kaltem Wasser, aber verzichte auf jede weitere Form der Selbstbehandlung. Bei sehr leichten Verbrennungen mit schwach geröteter Haut und ohne offene Wunden oder Blasenbildung kann es vielleicht genügen, den Hund zu beruhigen und zu beobachten. In jedem anderen Fall und auch, wenn du dir nicht sicher bist, solltest du schnellstmöglich einen Tierarzt aufsuchen.

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