Benimmregeln für Hund und Halter

Benimmregeln für Hund und Halter? Braucht es die? Und ob es die braucht! Es gibt feste Regeln und stille Übereinkünfte, die das Zusammenleben von Hund und Mensch in einer Gemeinschaft erleichtern. Viele sind logisch nachvollziehbar und die meisten Hundehalter halten sich daran. Trotzdem haben wir sie einmal für dich zusammengestellt, denn man erspart sich und seinem Vierbeiner eine Menge Ärger, wenn man sie beachtet.
Gegenseitige Rücksichtnahme für ein harmonisches Miteinander
Nicht jeder Mensch ist mit Hunden groß geworden oder fühlt sich in ihrer Nähe wohl, das dürfen wir als Hundehalter nicht vergessen. Gerade bei Nicht-Hundehaltern entstehen so schnell Unsicherheiten oder Missverständnisse. Egal, ob es um nicht entfernte Kothaufen geht oder ob jemand Angst vor deinem nicht angeleinten Hund hat: Als Halter bist du für deinen Vierbeiner verantwortlich. Du hast dafür Sorge zu tragen, dass sich weder jemand gestört fühlt noch Angst haben muss.
Benimmregeln für ein besseres Hunde-Mensch-Miteinander
- Doggy-Bag ist Pflicht:
Leider ist es immer noch nicht für alle Hundehalter selbstverständlich, die Hinterlassenschaft des Vierbeiners zu entfernen. Dass das nicht in Ordnung ist, brauchen wir nicht zu erwähnen. Muss trotzdem sein. Und den Beutel dann bitte auch in einem Abfalleimer entsorgen. Wir wissen, dass es Städte gibt, wo es nicht genug Mülleimer gibt. Aber dennoch: Achte darauf, denn niemand tritt gern in ein Häufchen. Und schön sehen die Würste auf dem Gehweg ja auch nicht gerade aus. Wir finden es auch in Ordnung, Halter, die einfach weitergehen wollen, darauf aufmerksam zu machen. Vielen ist es dann so unangenehm, dass sie das Häufchen zähneknirschend doch wegmachen. - Sandkästen sind tabu:
Eigentlich dürfte auch dieser Punkt klar sein. Ist er aber einigen Haltern nicht. Klar stehen Hunde auf Sandkästen. Wenn man sie lässt, würden sie buddeln und graben, was das Zeug hält. Und wenn keiner hinguckt, heben sie schnell das Bein und markieren das Areal damit als ihren privaten Spielplatz. Nur blöd, dass andere Vierbeiner natürlich genauso ihre Marke setzen möchten, sobald einer anfängt. Dass Eltern die kleinen und auch großen Hinterlassenschaften nicht gerade toll finden, dürfte verständlich sein. Also: Halte deinen Vierbeiner fern von Sandkästen! Spielplätze und Liegewiesen im Park eingeschlossen. - Anspringen ist ein No-Go!
Schon klar, dein Vierbeiner ist sehr menschenbezogen und möchte mit seinen Stupsen gegen das Bein und dem Anspringen Freude und Zuneigung ausdrücken. Trotzdem solltest du so ein Verhalten am besten schon von Welpenalter an unterbinden. Zum einen: Schmutzige Pfotenabdrücke auf der Jeans sind nicht jedermanns Sache. Zum anderen: Es gibt Menschen, die Angst vor Hunden haben. Dass diese sich nicht wohlfühlen, wenn sich ein Berner Sennenhund vor ihnen aufbaut und ihnen die Pfoten auf die Schultern legen möchte, egal wie lammfromm er ist, dürfte klar sein. Aber auch ältere Menschen und kleine Kinder können schnell mal von einem übermütigen Fellknäuel umgeworfen werden. - Rücksicht in Restaurant & Café:
Wenn du mit deinem Hund in der Stadt unterwegs bist, im Café sitzt oder andere öffentliche Orte besuchst, achte darauf, dass dein Vierbeiner niemanden belästigt. Das hört sich hart an, gemeint ist aber beispielsweise, dass er niemanden einschränkt, weil er im Restaurant im Weg liegt. Oder den Leuten am Nachbartisch bei jedem Bissen auf die Gabel starrt. Achte also darauf, dass dein Hund andere Gäste weder anbettelt noch anbellt. Dass er nicht vom Tisch gefüttert wird, sollte selbstverständlich sein. Auch sollte er nicht vorbeigehende Passanten mit Dönertasche in der Hand anbetteln. Das wirft kein gutes Licht auf dich! - Ein freundliches „Grüß‘ Gott“:
… kommt immer gut. Wenn du im Wald oder auf einsameren Wegen unterwegs bist, ist es selbstverständlich, dass man entgegenkommende Spaziergänger oder Radfahrer grüßt. Ein Kopfnicken oder ein kurzes „Hallo“ reichen schon, um die Atmosphäre zu entspannen. Wenn Leute deinen Weg kreuzen, solltest du dir also das Grüßen angewöhnen. Zum einen macht es dich und deinen Vierbeiner sympathisch. Zum anderen zeigt es, dass „Hundefreunde“ auch „Menschenfreunde“ sind. So werden Vorurteile abgebaut. - Halte mit deinem Hund gesunden Abstand zu Joggern und Radfahrern:
Es gibt einige Jogger und Radfahrer, die schlechte Erfahrungen mit Hunden gemacht haben. Da ist es kein Wunder, dass sie sich jedes Mal verkrampfen, wenn ihnen ein Vierbeiner entgegenkommt. Ein Teufelskreis: aus Unwohlsein bewegen sie sich unnatürlich, was wiederum unsere Vierbeiner erst recht auf sie aufmerksam macht. Aber schon das neugierige Sich-Nähern, versetzt manch einen Jogger schon in Angst und Schrecken. Sei also rücksichtsvoll und geh mit deinem Hund auf Abstand. Wenn du einen Jogger oder Radfahrer auf dich zukommen siehst, ruft deinen Hund zurück und lass ihn Sitz machen. Nimm ihn gegebenenfalls an die Leine, bis das interessante Objekt an Euch vorbei ist. - Nimm Rücksicht auf ängstliche Menschen:
Man muss nicht unbedingt schlechte Erfahrungen gemacht haben, um Respekt oder gar Angst vor Hunden zu haben. Gerade besonders große, schwere Vierbeiner sind vielen Menschen nicht geheuer. Auch schwarze Hunde werden im Alltag häufig besonders argwöhnisch beäugt. Das berichten uns auch immer wieder Halter dunkler Vierbeiner. Wenn du jemandem schon von weitem ansiehst, dass er auf Abstand geht und sich sichtlich unwohl fühlt, sogar stehen bleibt, bleib auch stehen oder wechsel die Straßenseite. - Fremde Hunde werden nicht einfach ungefragt angefasst:
Auch wenn er noch so goldig aussieht, du kennst das fremde Tier nicht. Nur weil es deinen Hund nicht stört, von Unbekannten angefasst zu werden, muss das nicht bei allen Vierbeinern so sein. Also frage immer erst den dazugehörigen Menschen um Erlaubnis, bevor du los knuddelst. Wenn du Kinder hast, solltest du ihnen das von klein auf beibringen. - Halte dich an die Leinenpflicht:
Wenn du dich in einem Gebiet mit Anleinpflicht bewegst, solltest du dich auch an sie halten. Diese hat meist einen guten Grund, etwa in öffentlichen Verkehrsmitteln, in der Stadt oder im Wald, wo Wildtiere geschützt werden müssen. Wenn du unsicher bist, ob man den Vierbeiner jetzt angeleint halten muss oder ihn frei laufen lassen darf, lass ihn im Zweifelsfall lieber an der Leine. - Falls doch was passiert: Vorsorgen mit Hundehaftpflicht!
Selbst als verantwortungsvoller Hundehalter, der alle diese Grundsätze gewissenhaft beachtet, kannst du manchmal nicht verhindern, dass dein Hund Unsinn anstellt oder einfach durch sein plötzliches Auftauchen oder falsch verstandene Körpersprache einem Menschen Angst einjagt. Führt das dann zu einer Verletzung oder gar zu einem Verkehrsunfall, musst du das aus eigener Tasche zahlen. Und je nachdem wie schwerwiegend die Folgen sind, kann das ziemlich wehtun. Wenn du so ein Horrorszenario vermeiden willst, brauchst du eine Hundehaftpflicht. Sie tritt im Ernstfall für dich ein und übernimmt die Kosten. Unsere Tierversicherungsexperten haben die besten Tarife für dich verglichen und können dir die folgenden Versicherungen empfehlen.
- Personen-/Sachschäden: 60 Mio. €
- Selbstbeteiligung: keine
- Führen ohne Leine: mitversichert
- Hüten durch dritte Personen (nicht gewerbsmäßig): mitversichert
36,89 €
(jährlich)
- Personen-/Sachschäden: 50 Mio. €
- Selbstbeteiligung: keine
- Führen ohne Leine: mitversichert
- Hüten durch dritte Personen (nicht gewerbsmäßig): mitversichert
34,33 €
(jährlich)
- Personen-/Sachschäden: 50 Mio. €
- Selbstbeteiligung: keine
- Führen ohne Leine: mitversichert
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Rücksichtnahme und Verantwortungsbewusstsein im Alltag machen den Unterschied für ein entspanntes Miteinander von Hund und Mensch. So sorgst du dafür, dass sich alle wohlfühlen. Und je mehr Hundehalter das genauso sehen, desto eher begegnen uns auch Nicht-Hundehalter mit Offenheit und Toleranz statt mit Vorbehalten. So bleibt der Alltag mit Hund für alle angenehm ganz ohne neue Verbote und Einschränkungen.