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Verstopfung beim Hund - schnelle Hilfe

Hund liegt mit seinem Kopf auf einem Kissen

Dein Hund hat schon länger kein Häufchen mehr gemacht? Dann solltest Du unbedingt ein Auge auf seine Verdauung werfen. Denn eine scheinbar harmlose Verstopfung kann schnell gefährlich werden. Wir sagen Dir, woran Du eine Verstopfung bei Deinem Hund erkennst, was Du dagegen tun kannst, wann Du sofort zum Tierarzt solltest und wie Du Dich vor hohen OP-Kosten schützen kannst!

So bringst Du die Verdauung Deines Hundes auf Trab

Du gehst mit Deinem Hund spazieren - doch trotz aller Versuche Deines Vierbeiners funktioniert das große Geschäft einfach nicht. Ein erstes Anzeichen für eine Verstopfung. In der Regel ist diese harmlos und auf falsches Futter oder auch mangelnde Bewegung zurückzuführen. Dann helfen bereits leichte Maßnahmen, die Verdauung wieder anzuregen:

  1. Trinken:
    Gib Deinem Hund ausreichend Wasser zu trinken. Damit sich der Kot in seinem Darm löst, sollte er feucht sein.
  2. Bewegung:
    Geh eine besonders großzügige Runde oder spiel mit dem Ball. Das gilt natürlich nur, wenn Dein Hund fit genug dafür ist.
  3. Entspannung:
    Setz Deinen Hund nicht unter Stress. Er spürt es, wenn Du beim Gassigang gehetzt bist und schnell wieder nach Hause willst. Beobachte ihn nicht beim Kotversuch und gib Dich ganz entspannt, als hättest Du alle Zeit der Welt. Vielleicht überträgt es sich auf Deinen Hund.

Wichtig: Diese Tipps helfen nur bei einer leichten Verdauungsstörung. Konnte Dein Hund schon länger nicht mehr koten, kann es gefährlich werden und Du solltest unbedingt einen Tierarzt aufsuchen.

Gut vorbeugen: Tipps gegen die Verstopfung beim Hund

Hund beim Spielen mit einem Ball

Hatte Dein Hund bereits öfter mit Verstopfungen zu kämpfen, solltest Du darauf achten, dass sein Kot stets schön geschmeidig bleibt. Keine Sorge, mit diesen kleinen Tricks kannst Du ihn dabei schnell und einfach unterstützen:

  • Gib Deinem Hund nicht zu viele Knochen. Diese können schnell eine Verstopfung auslösen. Fütter Knochen, wenn überhaupt, nur roh. Werden Knochen gekocht oder gebraten, verlieren sie an Feuchtigkeit und werden trockener, härter und schwerer verdaulich.
  • Verzichte weitgehend auf Trockenfutter. Dein Hund benötigt aber aus bestimmten Gründen ein spezielles Trockenfutter? Dann befeuchte es einfach mit ein wenig Wasser.
  • Misch natürliche und für den Hund geeignete Ballaststoffe unters Essen, wie zum Beispiel Weizenkleie und Futterzellulose. Oder kauf direkt ballaststoffreiches Futter für Hunde. Im Tierfachhandel berät man Dich gern.
  • Plan ausreichend Bewegung in den tierischen Alltag Deiner Fellnase ein. Zum Beispiel Hundesport. Aber natürlich nur, wenn sie fit genug ist und es sie nicht stresst.
  • Bahnt sich mal wieder eine Verstopfung an, kannst Du mit einem kleinen Schluck Milch entgegenwirken. Diese wirkt bei Hunden abführend. Nimm daher wirklich nur ein kleines bisschen, beginn zum Beispiel mit einem Schnapsglas voll. Dein Hund soll schließlich keinen Durchfall bekommen!

Aufgepasst: Verstopfung beim Hund ist nicht immer harmlos!

Doch falsches Futter, zu wenig Flüssigkeit und mangelnde Bewegung sind nicht die einzigen Ursachen für Verstopfungen beim Hund. Leider gibt es auch schlimmere Auslöser, die nicht mal eben mit Hausmittelchen behoben werden können.

Dazu zählen:

  • Darmentzündungen,
  • Tumore,
  • feststeckende Knochen- oder Futterreste,
  • Fremdkörper, die den Darm verstopfen, wie zum Beispiel verschluckte Kastanien,
  • eine vergrößerte Prostata, die auf den Darm drückt.

Hast Du auch nur ansatzweise den Verdacht, es könnte eine gefährliche Ursache hinter der Verstopfung stecken, sofort ab zum Tierarzt! Dasselbe gilt, wenn die Verstopfung länger als zwei/drei Tage anhält und sich nicht durch kleine Hilfsmittelchen lösen lässt.

Ab zum Tierarzt

Immer daran denken: Bleibt eine Verstopfung bestehen, drohen ernste Gefahren wie zum Beispiel ein Darmverschluss. Auch können Teile des Darms absterben oder der Darm perforiert, so dass der Kot in die Bauchhöhle gelangt. Diese Szenarien sind zwar zum Glück selten, enden aber unter Umständen tödlich!

Du möchtest gerne eine Versicherung abschließen, um für den Notfall gewappnet zu sein? Eine Hunde-OP-Versicherung schützt Dich vor den finanziellen Folgen einer OP. So musst Du Dir im Ernstfall keine Sorgen um die Kosten machen, sondern kannst Dich ganz auf Deinen Hund konzentrieren. Das Beste: Diese Versicherungen gibt es bereits ab 6,12 €/Monat. In unserem Online-Rechner kannst Du die Hunde-OP-Versicherungen der AGILA, Allianz, Balunos, Barmenia, degenia, Gothaer, HanseMerkur, Helvetia, PETPLAN, R+V und Uelzener miteinander vergleichen.

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Kosten einer Hunde-OP bei Darmverschluss

Hat Dein Hund einen Darmverschluss, kommt er um eine OP leider nicht herum. Die Tierarztkosten dafür sind schwer vorauszusagen, da viele Faktoren eine Rolle spielen: Wie weit fortgeschritten ist der Darmverschluss? Muss ein Teil des Darms entfernt werden (Darmresektion)? Reicht eine einmalige OP? Ist es eine Notfall-OP zu Sprechstundenzeiten oder am Wochenende? Hinzu kommen zudem die Kosten für Nachsorge und Medikamente.

Hier einige Kostenbeispiele, die so oder so ähnlich bei einer Darmverschluss-OP beim Hund auftreten können:

BehandlungGOT Nr.1-facher Satz2-facher Satz3-facher Satz4-facher Satz
Allgemeine Untersuchung20 f)13,47 €26,94 €40,41 €53,88 €
Eingehende Anamnese1119,24 €38,48 €57,72 €76,96 €
InjektionsnarkoseZ 4.3 e)19,24 €38,48 €57,72 €76,96 €
DarmresektionV 1.1.5)224,47 €448,94 €673,41 €897,88 €
Wundnaht, einfachH 7 c)12,84 €25,68 €38,52 €51,36 €
Injektionsgabe, subkutan504 aa)5,77 €11,54 €17,31 €23,08 €
Verband anlegen, einfach510 a)5,13 €10,26 €15,39 €20,52 €
Folgeuntersuchung21 f)10,90 €21,80 €32,70 €43,60 €
Verband anlegen, einfach510 a)5,13 €10,26 €15,39 €20,52 €
+ 19 % Mehrwertsteuer 60,08 €120,15 €180,23 €240,30 €
Leistungskosten gesamt376,27 €752,53 €1.128,80 €1.505,06 €

Hinzu kommen noch die Auslagen für Medikamente, Röntgenbilder oder MRT sowie das OP-Material. Handelt es sich um eine OP zu Notdienstzeiten, fällt zudem eine zusätzliche Gebühr in Höhe von 59,50 € (brutto) an. Die OP-Kosten einer Darmresektion wegen Darmverschluss könnten also über 1.500 € betragen.

Woran erkenne ich, dass mein Hund eine Verstopfung hat?

Hund liegt beim Tierarzt auf dem Behandlungstisch

In der Regel verrichtet ein Hund mindestens 1 x pro Tag sein großes Geschäft, manchmal sogar auch 2 x. Daraus lässt sich aber noch keine Häufigkeit für Deinen Hund ableiten. Ist Dein Hund zum Beispiel älter und frisst nur noch wenig, kann es durchaus sein, dass er sein Geschäft nur alle zwei Tage verrichtet. Von einer Verstopfung ist daher die Rede, wenn Dein Hund seltener als gewohnt Kot abgibt. Oder auch wenn er es versucht, aber es kommt einfach nichts - so sehr er den Rücken auch krümmt.

Maßnahmen solltest Du zudem ergreifen, wenn er länger als üblich für sein großes Geschäft braucht und der Kot sehr hart ist. Beobachte Deinen Hund einfach. Vertrau auf Dein Gefühl als Hundebesitzer. Du kennst Deinen Vierbeiner am besten und wirst merken, wenn etwas nicht normal läuft.

Weitere Symptome bei Verstopfung können sein:

  • Schleim und/oder Blut im Stuhl.
  • Bauchschmerzen. Dein Hund ist berührungsempfindlich.
  • Unruhe. Er kann sich kaum entspannen und steht immer wieder auf.
  • Lethargie. Oder das Gegenteil von Unruhe: Dein Hund liegt teilnahmslos herum.
  • Appetitlosigkeit. Das Fressen bleibt unbeachtet.
  • Erbrechen. Dein Hund würgt und erbricht sich.

Zeigt Dein Hund eines dieser Symptome, solltest Du lieber zum Tierarzt. Denn es kann nicht nur schnell gefährlich werden, sondern Dein Hund leidet zudem schon sehr darunter. Außerdem solltest Du abklären lassen, dass es sich nicht um eine Magendrehung beim Hund handelt - den Alptraum eines jeden Hundebesitzers.

Häufige Fragen und Antworten

Wie funktioniert eigentlich die Verdauung beim Hund?

Wenn alles in Ordnung ist, verläuft die Verdauung bei Deinem Hund so (grob dargestellt):

  • Dein Hund frisst. Kauen ist dabei Nebensache, meist schlingt er das Essen direkt hinunter.
  • Unterstützt von der Zunge gelangt die vom Speichel angefeuchtete Nahrung über die Speiseröhre in den Magen.
  • Im Magen wird die Nahrung bereits zu Teilen zersetzt. Ein weicher Nahrungsbrei entsteht. Dieser gelangt nach und nach in den Dünndarm.
  • Im Dünndarm geht’s nun richtig los mit der Verdauung. Gallensäfte sowie Enzyme aus der Bauchspeicheldrüse und der Leber tun ihr Übriges.
  • Alles, was nicht aufgespalten und verwertet werden konnte, bewegt sich mithilfe von Kontraktionen des gesamten Darms weiter Richtung Dickdarm. Dort passiert nun nicht mehr besonders viel.
  • Der unverdauliche Rest des Nahrungsbreis geht schlussendlich in den After über und wird ausgeschieden.

Warum ist ein gesunder Darm so wichtig?

Ein gesunder Darm für einen glücklichen Hund: Wie bei uns Menschen ist eine funktionierende Verdauung das A & O für das Wohlbefinden Deines Hundes. Denn egal, wo auf der Reise der Nahrung durch Magen und Darm nun etwas schiefläuft - es hat große Auswirkungen auf den Rest. Magenschmerzen, Blähungen, Durchfall, Verstopfung, um nur einige Risiken zu nennen. Nur wenn alle Stationen zusammenspielen, herrscht Frieden im Darm. Und wie heißt es doch: Liebe geht durch den Magen. Fangen wir also mit einer guten und ausgewogenen Ernährung für unsere Vierbeiner an.

Wenn Verstopfung zum Ernstfall führt: die Hunde-OP-Versicherung

Vom Darmverschluss bis zur Perforation - Verstopfung kann lebensbedrohliche Konsequenzen haben. Dann kommt es auf jede Minute an. Damit Du Dich nicht um die finanziellen Folgen der Operation bei Deinem Hund sorgen musst, gibt es die Hunde-OP-Versicherung. In unserem Onlinevergleich findest Du mit Sicherheit den passenden Tarif.

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Versicherungsexperte Ralf Becker

Ralf Becker – Autor bei vergleichen-und-sparen.de

Ralf Becker, ausgebildeter Versicherungskaufmann, ist seit über 25 Jahren leidenschaftlicher Hundebesitzer und führt Hundegruppen in seiner Heimatstadt Düsseldorf. Als freier Versicherungsmakler und Experte zur Hundeversicherung kennt er den Versicherungsmarkt genau und zeigt Dir für Deinen Hund die beste Absicherung auf.
Ralf Becker