eKomi-Siegel
4.8 / 5

Sie befinden sich hier:
  1. Startseite
  2. Blog
  3. Der Schlaf der Katze
 

Der Schlaf der Katzen

Katze schläft

Katzen schlafen nicht, sie ruhen. So jedenfalls die gängige Botschaft vieler Katzenfreunde. Der Schlaf der Katzen ist ein kleines Mysterium. Immerhin besteht der Tag der Katze zwischen 12 und 16 Stunden nur aus Schlafen. Oder Ausruhen, wie die Katzenfreunde behaupten.

Katzen haben eine perfekte Schlafkultur. Wahrscheinlich wundern Sie sich nicht selten, dass Ihre Katze an den unmöglichsten Stellen schläft, die entweder total hart sind oder wo Ihre Katze kurz vor dem Sturz in die Tiefe steht. Der Schlaf der Katzen ist heilig. Deshalb ist es wichtig zu verstehen, warum Sie Ihre Katze dabei nicht stören oder wecken sollen.

Der Schlaf der Katzen – von Geburt an müde?

Wenn Sie eine kleine Katze bei sich aufgenommen haben, stellen Sie relativ schnell fest, dass diese sich außer mit Fressen oder ein bisschen Spielen mehr mit dem Schlafen beschäftigt. Vor allem neugeborene oder junge Katzen benötigen mehr Schlaf als erwachsene Katzen. Sie schlafen etwa 20 Stunden am Tag. Dabei können Sie leichte Zuckungen bei den Gesichtsmuskeln erkennen. Die Ohren flattern manchmal und Ihre Samtpfote lässt leise Geräusche ab. Dabei handelt es sich um die REM-Phase (Rapid-Eye-Movement, auf Deutsch: schnelle Augenbewegung). Der Schlaf ist also von Unruhe geprägt, wahrscheinlich wird im Traum gerade ein Mäuschen gejagt und so kommt es zu diesen Zuckungen und Bewegungen. Ist Ihre Katze etwas älter, also schon ein paar Monate alt, dann entwickelt sich der Schlaf anders. Die Entspannungsphasen werden länger und sie liegt entweder auf dem Bauch oder der Seite.

Schlafen Katzen den ganzen Tag?

Katze schläft

Das mag auf Sie vermutlich so wirken. Wie lange schlafen Katzen denn wirklich? Es gibt zahlreiche wache Phasen, die beim Prozess des Älterwerdens immer häufiger auftreten. Im Wachstum erkundet Ihre Katze immer mehr ihre Umgebung. Sie klettert, hüpft, springt und rennt, dabei verbraucht sie jede Menge Energie, die sie mit dem Schlaf wieder auftanken kann. Dabei werden Sie feststellen, dass Ihre Katze ihren Schlaf bei Dämmerung oder im Morgengrauen unterbricht, um ihren Lieblingsaktivitäten nachzugehen. Die Katze ist darauf programmiert, zu diesen Zeiten zu jagen. Das führt wahrscheinlich bei Ihnen zu Chaos, wenn Sie zu diesen Zeiten – vor allem morgens – lieber noch Ihre Ruhe haben möchten. Seien Sie nachsichtig mit Ihrer Katze: Sie weiß es halt nicht anders.

Warum schlafen Katzen so viel?

Das liegt einfach in der Entwicklungsgeschichte der Katze. Ihre Vorfahren waren Raubtiere. Diese waren anatomisch und psychologisch für die Jagd ausgestattet. Auch wenn nur eine Fliege vor Ihrer Katze hin und her fliegt, wird ihr Jagdinstinkt sofort geweckt und es gibt kein Halten mehr. Dabei jagen sie anders als beispielsweise Hunde: Wahrend die andere Gattung der Vierbeiner nur auf ebener Fläche jagt und dabei häufig durch den Rückruf von Herrchen oder Frauchen abbrechen muss, lässt die Katze nicht locker. Hindernisse werden überwunden, Bäume oder Mauern stellen kein Hindernis dar, selbst in der Wohnung springt sie auf Möbel, um ihrer Beute nachzustellen. Damit verbraucht sie extrem viel Energie. Sie brauchen sich also keine Sorgen zu machen, wenn Ihre Katze andauernd schläft. Im Gegenteil, Sorgen machen müssen Sie sich dann, wenn Ihre Katze den ganzen Tag mehr oder weniger wach ist.

Es gibt verschiedene Faktoren, die den Schlafbedarf Ihrer Katze beeinflussen:

  • Schlechtes Wetter wie Regen führt dazu, dass Ihre Katze sich lieber drinnen aufhält, weniger jagt und stattdessen mehr faulenzt oder schläft.
  • Der Winter führt dazu, dass die Dunkelheit nur wenig einladend für die Jagd ist. Also macht die Katze das, was auch wir gerne machen: Sie schläft aus.
  • Im Krankheitsfall braucht der Körper viel Ruhe. Das ist ebenfalls ein Grund dafür, dass Katzen länger schlafen.
  • Das Alter fordert ebenfalls seinen Tribut. Wenn die Knochen langsam müde werden, entwickelt Ihre Katze ein anderes Schlafbedürfnis. Sie braucht mehr Ruhe, um sich von einer Jagd zu erholen.
Icon Glühbirne

VS. Tipp:

Vor allem im Krankheitsfall und im Alter werden die Tierarztbesuche häufiger. Das führt regelmäßig zu ungeplanten Tierarztrechnungen. Finanziell können Sie sich dagegen mit der Katzenkrankenversicherung absichern.

Die Schlafposition der Katze

Für einen gesunden Schlaf ist es wichtig, dass Ihre Katze dabei ungestört ist. Sie muss ihren Akku aufladen und das geht nun mal nicht, wenn der Schlaf durch Unruhe von außen geprägt ist. Daher sind viele Dinge wichtig, damit der Schlaf der Katzen völlig entspannt ist:

  • Ein ruhiges Plätzchen, wo nicht alle paar Minuten jemand vorbeiläuft, ist unverzichtbar.
  • Zugluft kann krankmachen, stellen Sie daher das Katzenbett an einer geschützten Stelle auf.
  • Guter Schlaf ist nur bei Ruhe möglich. Versuchen Sie daher, plötzliche und laute Geräusche zu vermeiden.
  • Polstern Sie die Heizung ein wenig ab. Damit schaffen Sie einen weichen Untergrund und vermeiden, dass Ihre Katze sich an den heißen Rippen weh tut.
  • Ist Ihre Katze ein Freigänger? Dann schaffen Sie ihr draußen auf dem Balkon oder der Terrasse ebenfalls einen Schlafplatz. So muss sie nicht andauernd zum Schlafen in die Wohnung.
  • Nicht schimpfen, wenn sie das Katzenbett verschmäht. Katzen suchen sich ihren Schlafplatz sehr willkürlich aus.

Schlafen Katzen mit offenen Augen?

Die Katze hat sich irgendwo zum Schlafen niedergelegt und die Augen sind noch einen kleinen Spalt geöffnet. So wie bei uns Menschen, wenn wir eine Ruheposition einnehmen und uns kurze Zeit später die Augen zufallen. Bei den Katzen ist es nicht anders. Die erste halbe Stunde sind die Katzen noch mit dem Einschlafen beschäftigt und versuchen, ihre Umgebung dabei noch im Auge zu behalten. Da könnte sich ja noch irgendetwas Spannendes ereignen. Auf kurz oder lang fallen der Katze dann aber die Augen zu. Dennoch, in dieser Einschlafphase sind Katzen so angespannt, dass der kleinste Reiz ausreicht, ihre volle Aufmerksamkeit wieder herzustellen – auch wenn sie dabei scheinbar völlig entspannt döst. Es kann sein, dass Ihre Katze schläft und dabei mit einer Pfote ein Auge bedeckt. Das ist der sogenannte Hemisphärenschlaf. Bei Ihrer Katze ist nur eine Gehirnhälfte im Schlafmodus, während die andere Hälfte noch wach ist. Deshalb bleibt ein Auge offen, aber mit der Pfote bedeckt.

Träumen Katzen beim Schlafen?

Schon in den 1960er Jahren haben Forscher das Schlafverhalten von Katzen beobachtet. Interessant dabei war vor allem das Verhalten der Katze während der REM-Phase. Trotz vermeintlichen Tiefschlafes begannen die Katzen heftig zu zucken, zu fauchen oder sich anderweitig zu bewegen – alles Dinge, die auf das Jagdverhalten hindeuten. Die Forscher schlossen daraus, dass die Katze im Schlaf tatsächlich Erlebtes verarbeitet, da sie die gleichen Bewegungen vollführten wie bei der Mäusejagd. Die heftigen Bewegungen lassen Katzenfreunde irrtümlich darauf schließen, dass die Samtpfote gerade einen Alptraum durchmacht. Dem ist aber nicht so, sie jagt irgendeinem Mäuschen hinterher. Lassen Sie Ihren Stubentiger in einer solchen Situation bitte weiterschlafen. Wenn Sie sie wecken, kann Ihre Katze darauf aggressiv reagieren. Gönnen Sie daher Ihrer Katze ihre Träume – egal, was sie gerade jagt.

Wo schlafen Katzen am liebsten?

Katze schläft auf der Heizung

Katzen wählen ihren Ruheplatz gerne selber aus. Dabei ist das Katzenbett nicht unbedingt der Favorit Ihrer Katze. Womöglich denken Sie, dass das Katzenbett urgemütlich und kuschelig ist und Ihre Katze sich darin so richtig entspannen kann. Da haben Katzen teilweise andere Vorstellungen. Sie wählen manchmal ihren Schlafplatz so, dass sie von dort einen guten Überblick haben. Hoch im Kurs steht vor allem die Heizung, da sie kuschelig warm ist. Im Winter kann es auch mal das Fensterbrett sein, dass durch die darunter liegende Heizung erwärmt wird. Im Sommer hingegen wählt Ihre Katze gerne auch mal kühle Plätze aus – Hauptsache, sie ist dort ungestört. Seien Sie Ihrer Katze also nicht böse, wenn sie das teure Katzenbett verschmäht und sich häufiger mal andere Plätze aussucht. Überlegen Sie stattdessen, wo Sie für Ihre Katze einen erhöhten Ort finden, der zugfrei ist und gleichzeitig nicht in Durchgangsbereichen liegt. Da wird sich Ihre Katze eher mit anfreunden, als wenn Sie ein Katzenbett auf dem Boden drapieren.

Schreiben Sie einen Kommentar

Kommentar:
Name:
E-Mail-Adresse: