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Bienenhotel bauen leicht gemacht

Während Honigbienen in ihrem gut organisierten Stock leben, müssen sich die meisten Wildbienen selbst um ein Zuhause für sich und ihren Nachwuchs kümmern. Was liegt da näher, als es den fleißigen und nützlichen Tierchen ein wenig einfacher zu machen und ihnen ein sicheres und bequemes Bienenhotel anzubieten? Vor allem, wenn das so einfach geht wie mit unserer Anleitung. Ohne Sägen und (fast) ohne Schrauben.


Was brauchst du für dein Bienenhaus?

Bevor du loslegst, solltest du sicherstellen, dass du alle nötigen Materialien beisammen hast. In unserem Beispiel haben wir Folgendes verwendet:

Materialien und Werkzeuge

Materialien für ein Bienenhotel
  • 33 Bastelklötzchen (Länge: 16 cm, Breite: 2,2 cm, Stärke: 0,8 cm)
  • etwa 400 Niströhren aus Pappe (Länge: 15 cm, Durchmesser: 6 bis 8 mm in unserem Beispiel)
  • wasserfesten Holzleim
  • einen Zollstock für die Abmessung (ein Lineal geht natürlich auch)
  • eine robuste Arbeitsunterlage
  • einen Schraubendreher, eine kleine Schraube und einen Aufhänger, um das Hotel an der Wand zu befestigen
  • einen Bleistift (optional)
  • Schutzgitter aus Draht
Icon Glühbirne

Hinweise zum Material:

Theoretisch kannst du statt Pappröhren auch Bambusröhren verwenden. Diese sind sogar robuster und feuchtigkeitsbeständiger, haben aber oft den großen Nachteil, dass sie scharfkantige Ränder haben, an denen sich die Wildbienen ihre Flügel verletzen können. Um das zu verhindern, musst du darauf achten, dass die Kanten möglichst glatt sind, und sie notfalls abschleifen. Aus diesem Grund haben wir uns für die ungefährlichere Papp-Variante entschieden.

Bei den Niströhrchen kannst du grundsätzlich einen Durchmesser von 3 bis 9 mm verwenden. Wildbienen haben sehr unterschiedliche Körpergrößen. Röhrchen mit geringerem Durchmesser sind deshalb auch eher für kleine Arten wie Maskenbienen geeignet, größere werden gern von Mauerbienen und anderen großen Wildbienen genutzt. Es ist deshalb sinnvoll, hier verschiedene Größen zu mischen. Zu klein dürfen die Niströhren aber nicht sein und auch zu große Röhren werden selten akzeptiert.

Schritt 1: Wände und Decke zusammenstellen

Wände und Decke zusammenstellen

Wir beginnen damit, die Bastelklötzchen für die Wände zusammenzustellen. Für das Bienenhotel brauchst du 2 × 6 Balken für die beiden Seitenwände und 3 × 7 Balken für Boden, Decke und Rückwand. Falls dir eine harmonische Optik wichtig ist, achte darauf, dass die Maserungen der Bastelklötzchen gut zusammenpassen.


Schritt 2: Verleimen

Leim auftragen

Als Nächstes musst du die einzelnen Klötzchen miteinander verbinden. Trage dafür den Leim in einer dünnen, durchgängigen Linie auf den Rändern auf und drücke die Klebekanten fest aneinander. Überschüssigen Leim kannst du mit einem feuchten Tuch entfernen (nur mit Wasser und nicht mit Reinigungsmittel, damit keine schädlichen Rückstände bleiben). Wenn du sichergehen willst, dass nichts verrutscht, kannst du an jeder Seite ein Klötzchen als „Ausrichtungshilfe“ anlegen.


Schritt 3: Wände verbinden

Wände verbinden

Wenn alle Holzplatten getrocknet sind, kannst du damit beginnen, sie zu befestigen. Fange mit dem Boden und den Seitenwänden an, die du auf den Boden aufsetzen und festleimen musst (wichtig: nicht neben der Bodenplatte anbringen, sonst passt es am Ende nicht). Schaue dabei, dass die Wände gut abschließen und rechtwinklig angebracht sind.


Schritt 4: Decke und Rückwand befestigen

Decke und Rückwand befestigen

Jetzt kannst du die restlichen Elemente anbringen, um ein richtiges Haus daraus zu machen. Die Rückwand wird dabei einfach an den Kanten angeleimt und dann der Deckel aufgesetzt und angebracht. Die Reihenfolge ist dabei grundsätzlich egal, aber so fällt es einfacher, die Decke auszurichten. Die Rückwand steht dabei etwas über, aber das ist nicht schlimm. Hier bringen wir gleich unsere Aufhängung an.


Schritt 5: Aufhängung anschrauben

Aufhängung anschrauben

Nimm jetzt das Lineal und messe am oberen Ende der Rückwand die Mitte ab. Mache dann eine kleine „Vorbohrung“ mit der Schraube oder einen kleinen Punkt mit einem Bleistift auf der passenden Höhe, um den Anhänger festmachen zu können, ohne dass er schräg ist oder übersteht. Dann befestige den Anhänger an diesem Punkt.


Schritt 6: Niströhrchen einfüllen

Niströhrchen einfüllen

Jetzt sind wir schon fast fertig. Alles, was noch fehlt, ist die Einrichtung, also die Niströhren für die Wildbienen. Diese musst du einfach nur im Haus aufstapeln oder vorsichtig hineinschütten. Gib aber acht darauf, dass die Röhren nicht zerknicken oder sich querstellen. Falls das Haus nicht ganz mit Röhrchen gefüllt ist, ist das nicht tragisch, aber natürlich halten sie besser, wenn sie keinen Platz zum Verrutschen haben. Herzlichen Glückwunsch: Dein Bienendomizil ist nun bezugsfertig!


Schritt 7: Schutzgitter anbringen

Um deinen summenden Gästen maximale Sicherheit zu bieten, solltest du ein Drahtgitter vor deinem Haus anbringen. So haben es Vögel noch schwerer, an die kleinen Bienen zu gelangen. Achte jedoch darauf, dass die Maschen des Gitters nicht zu eng sind, damit die Bienen noch hindurchpassen. Weiterhin sollte das Drahtgitter genügend Abstand zu den Niströhrchen haben. Ideal sind 3 Zentimeter. Dafür kannst du das Gitter auch biegen oder die Röhrchen mit einer Schere (bei Pappe) beziehungsweise einer Säge (bei Bambus) kürzen. Bei Bambusröhrchen musst du sie nach dem Kürzen aber sorgfältig abschleifen.

Der passende Standort

Als Standort für dein fertiges Bienenhotel solltest du unbedingt einen sonnigen, warmen und regengeschützten Platz aussuchen. Das Häuschen darf nämlich auf keinen Fall zu nass werden, damit es nicht zu Schimmelbildung kommt. Auch windgeschützt sollte das Bienenhotel sein, damit es bei höherer Windstärke nicht mitsamt den Bienen runterfällt. Achte zudem darauf, dass du eine Stelle aussuchst, in deren Nähe sich auch genügend nahrhafte Pflanzen befinden. Hast du einmal einen Standort für dein Wildbienenhotel ausgewählt, solltest du es bis zum nächsten Winter nicht mehr versetzen, um die Wildbienen nicht zu verwirren.


Kann ich auch Bienenhotels aus dem Handel nehmen?

Ein Bienenhotel zu bauen, ist einfach. Falls du dir den Aufbau aber sparen willst, kannst du theoretisch zu Modellen aus dem Handel greifen. Allerdings musst du hier vorsichtig sein. Viele Bienenhotels, die du fertig kaufen kannst, sind kaum oder gar nicht für die Insekten geeignet. Teilweise sind die Röhrchen zu eng und oft sind sie sehr scharfkantig und damit zu gefährlich oder nicht nutzbar für die Tiere. Lass dich also unbedingt von einem Verkäufer dazu beraten, welches Bienenhotel du bedenkenlos verwenden kannst, oder gib dem Selbstbau doch eine Chance: Das ist wirklich gar nicht so kompliziert, versprochen!


Hat dich die Bastellust gepackt?

Wenn du jetzt so richtig im Bastelfieber bist und Lust darauf hast, noch mehr Wildtieren etwas Gutes zu tun, haben wir einen Vorschlag für dich: Wie wäre es zum Beispiel mit einem Igelhotel für unsere stacheligen Freunde? Auch hier haben wir den Aufbau ganz einfach und intuitiv für dich dargestellt:

unser selbst gebautes Igelhaus
 

Igelhotel bauen: Schritt für Schritt

Mit einem Igelhotel haben die süßen Tiere eine wetterfeste Unterkunft für ihre Winterruhe und sind zugleich bestens vor Fressfeinden geschützt. Wir zeigen dir, wie du dein Igelhaus ganz schnell und einfach aufbauen kannst.

Anleitung Igelhotel