Achtung Botulismus – Gefahrenquelle Pfütze!

Botulismus droht: Hund trinkt Wasser aus der Pfütze

Botulismus – die tödliche Gefahr für den Hund. Besonders in den heißen Sommermonaten lauern die Bakterien in Pfützen und Gewässern und können für euren Hund bedrohlich werden. Denn bei Wärme finden sie ideale Bedingungen vor, um sich auszubreiten.


Trinkt euer Hund aus einer verunreinigten Pfütze, einem Teich oder Tümpel, kann er an dem Gift sogar sterben. Wir informieren euch über die Gefahr und wie ihr sie vermeidet.

Botulinum – Gift für euren Hund

Botulismus ist eine Vergiftung mit einem Nervengift, das vom Bakterium Clostridium botulinum gebildet wird. Das weltweit vorkommende Gift kann nicht nur für Pferde, Rinder, Wasservögel und Menschen gefährlich sein, sondern auch für den Vierbeiner. Es verursacht eine Lähmung der Muskulatur und kann tödlich enden. Die Hauptinfektionsquelle für euren Hund sind verunreinigte Gewässer, mit denen er in Kontakt kommt oder sogar aus ihnen trinkt. Durch Tierkadaver – beispielsweise von Vögeln – gelangt das Bakterium in seichte Gewässer wie Teiche, Tümpel und Pfützen. Hier findet es ideale Bedingungen – Wärme und eine sauerstoffarme Umgebung – vor, um sich zu vermehren. Die Cloristidien breiten sich aus und es bildet sich das giftige Botulinmtoxin.

Symptome einer Vergiftung

Hat euer Vierbeiner sich vergiftet, zeigen sich unterschiedliche Symptome – meist aber erst einige Stunden später. Typisch sind auftretende Lähmungserscheinungen. Meist beginnend an der hinteren Körperhälfte und bis vorne wandernd. Zudem kann es sein, dass euer Hund sich unkoordiniert bewegt, viel Speichel abgibt, sehr flach atmet und schlecht Nahrung aufnimmt. Alle diese Symptome weisen darauf hin, dass euer Hund zu viel Botulinumtoxin aufgenommen hat. Die Menge bestimmt die Schwere des Krankheitsverlaufes und die Prognose. Hier findet ihr viele weitere Infos zu Hundevergiftungen.

Diagnose und Therapie bei Botulismus

Die Diagnose von Botulismus wird über die genannten Symptome gestellt. Möglich ist aber auch ein Toxinnachweis. Hierzu werden Körperflüssigkeiten und Organe untersucht. Über diese diagnostische Möglichkeit verfügen jedoch nicht alle Tierärzte. Eine spezielle Therapie bei Botulismus gibt es nicht. Idealerweise erfolgt noch vor Auftreten von Symptomen eine Magen- und Darmentleerung. Bereits beim ersten Verdacht, dass euer Vierbeiner kontaminiertes Wasser zu sich genommen haben könnte, solltet ihr schnell handeln. Sind diese Symptome bereits sichtbar, gibt es leider keine Hilfe mehr für den Hund. Im Vordergrund steht dann lediglich eine Aufrechterhaltung lebenswichtiger Körperfunktionen. Schlussendlich verendet der Hund aufgrund einer Lähmung der Atemmuskulatur, die ihm die Luft raubt.

Vorsichtig sein und Gewässer im Hochsommer meiden

Es kann also fatal sein, wenn euer Hund verunreinigtes Wasser trinkt. Meidet deshalb bitte im Hochsommer stehende Gewässer. Sie sind ideale Quellen für Bakterien und können euren Hund das Leben kosten. Auch wenn die Infektion selten vorkommt, solltet ihr achtsam sein. Denn die Gefahr besteht immer und dann ist jede Hilfe für euren Vierbeiner zu spät.

2 Kommentar(e) zu “Achtung Botulismus – Gefahrenquelle Pfütze!

  1. hallo..nun bin ich schon sehr besorgt…unsere hündin trinkt am liebsten das wasser was wir auf dem balkon stehn haben in der gießkanne für die blumenkästen..könnte sie sich dann dort auch diese krankheit holen..bitte um nachricht..möchte sie nicht daran verlieren..lg

    1. Hallo Herr Dieckmann,

      danke für Ihren Kommentar. Natürlich verstehe ich Ihre Besorgnis. Da wir zwar sorgfältig recherchieren und in ratgebender Funktion tätig sind, aber keinesfalls einen
      Tierarzt oder seine Einschätzung ersetzen können, bitte ich Sie diese Frage genau an diesen zu stellen. Mit Bezug auf den Artikel verweise ich darauf, dass es sich
      um stehende Gewässer handelt, die durch Tierkadaver mit Bakterien infiziert werden. Deswegen sehe ich hier keine Gefahr bezüglich des Wassers in einer Gießkanne.
      Kontaktieren Sie jedoch für genaue Aussagen bitte Ihren Tierarzt.

      Grüße vom Team deinhund.de

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