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Thunfisch für Katzen: Eine Liebesgeschichte oder ungesunder Blödsinn

Katzen würden Thunfisch kaufen. Ja, Katzen lieben Thunfisch. Zumindest alle, die ich kenne, sind regelrecht wild darauf und flippen völlig aus, wenn sie das Öffnen einer Dose hören. Das passiert bei uns etwa einmal im Monat und die vier Rabauken wissen, dass für sie auch immer etwas abfällt. Aber ist Thunfisch überhaupt als Leckerli für Stubentiger geeignet?

Auf was muss man achten, wenn man seiner Mieze Fischkonserven füttert? Nimmt man besser Thunfisch in eigenem Saft, auch „natur“ genannt, oder ist es doch besser in Öl eingelegten Fisch zu wählen? Und wie oft darf ich meinen Katzen Dosenfisch servieren ohne dass es ihnen schadet?

Dürfen Katzen Thunfisch aus der Dose? Wie oft ist es erlaubt?

Thunfisch

Es gibt ja zwei Lager in der Katzencommunity: die Thunfisch-Befürworter und die eisernen Gegner. Unbestreitbar ist Thunfisch mit Quecksilber belastet, was bei übermäßigem Verzehr bei Katzen zu Vergiftungserscheinungen führen kann. Die moralischen Gründe keinen Thunfisch zu füttern, will ich nicht außen vor lassen. Wir alle haben schon einmal das Schlagwort „Überfischung“ gehört.

Weiter sind unserem Konserven-Thunfisch eine ganze Menge Salz und manchmal auch noch Gewürze zugefügt. Da die Nieren einer Katze nicht für salzhaltige Nahrung ausgelegt sind, schadet zu häufige Fütterung. Das beantwortet die Frage nach „wie oft darf ich meiner Katze Thunfisch geben“ noch nicht zu genüge? Naja, wenn ihr euch dafür entscheidet, eurer Mieze ab und an mal einen Happen zu geben, ist das durchaus okay. Mehr als einmal im Monat würde ich meinen Katzen keinen Thunfisch füttern. Einfach aus den genannten Gründen. Und weil Thunfisch das Katzentier regelrecht süchtig machen kann. So dass sie am Ende nur noch das Häppchen aus der Dose wünscht. Und wir alle wissen wie mäkelig unsere Miezen sind. Die nervenaufreibende Umgewöhnung will sich niemand freiwillig antun.

Thunfisch in eigenem Saft, in Öl oder aus dem Tierfachhandel

Ob ihr Thunfisch in Öl oder eigenem Saft verfüttert, wird vielfach im Netz diskutiert. Beide Sorten enthalten zu viel Salz und bei dem in Öl eingelegten wird manchmal erwähnt, dass das Öl vom Katzentierorganismus nicht gut vertragen wird. Ich würde wenn dann den Thunfisch im eigenen Saft, ohne weitere Zusätze, empfehlen. Der Thunfisch aus dem Tierfachhandel ist ebenso kritisch zu sehen. Er soll zwar für Katzen von den Inhaltstoffen her besser verträglich sein, in erster Linie weniger Salz enthalten, der Thunfisch soll aber von schlechterer Qualität sein als der in der Menschenversion. Ob sich da der höhere Preis rechtfertigt, wage ich zu bezweifeln.

Thunfisch kann kranke Katzen zum Fressen animieren

Thunfisch in dem Medikamente für die Katze gemischt werden oder gemixt mit normalem Dosenfutter kann die Katze zum Fressen motivieren. Denn Thunfisch hat einen sehr starken Eigengeruch und ist auf jeden Fall eine Option, wenn nichts anderes mehr hilft, das Katzentier zum Fressen zu bringen.

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Wenn selbst der Thunfisch nicht mehr überzeugen kann, ist es Zeit für den Tierarzt. Mit einer Katzenversicherung seid ihr auf der sicheren Seite.

Frischfisch – eine Alternativen zu Thunfisch aus der Dose

Weitaus gesünder als jede Konserve ist natürlich ungewürzter, roher Fisch. Der Mieze mal vom Markt oder der Fischtheke eine Runde rohes Lachsfilet, Kabeljau oder kleine heimische Süßwasserfische auszugeben, ist eine schöne und weitaus gesündere Abwechslung für eure Katze. Achtet aber darauf, auch alle Gräten zu entfernen. Merke:

  • Gegen eine kleine Portion Thunfisch ohne Öl – maximal einmal im Monat – ist nichts einzuwenden.
  • Den moralischen Aspekt muss jeder mit sich selbst ausmachen.