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Gegen die Einzelhaltung - Warum zwei Katzen besser sind als eine

Zwei Katzen sind besser als eine: das hört man immer wieder, wenn man sich outet eine Katze in Einzelhaltung zu haben. Meistens hat das Gegenüber da recht. Einsamkeit, Unterforderung und depressives Verhalten sind nur die Spitze des Eisbergs, wenn es um die negativen Auswirkungen geht. Katzen lieben Geselligkeit und werden am besten nicht alleine, sondern mindestens zu zweit gehalten. Denn auch bei Katzen gilt: Gemeinsam macht das Katzenleben viel mehr Spaß.

Zwei Katzen halten: Denn allein ist es nur halb so schön

Zwei Katzen

Katzen sind liebevolle und treue Haustiere. Oftmals wird jedoch nur eine Katze angeschafft. Doch: Eine Katze alleine zu halten, hat viele Nachteile – insbesondere für den Schmusetiger. Zwar hängt es grundsätzlich vom Charakter der Mieze ab, ob sie gerne alleine oder im Verbund agiert, aber die meisten Hauskatzen sind aufgeschlossen und keineswegs Einzelgänger. Verabschiedet euch vom Mythos: Einzeljäger gleich Einzelgänger. Katzen bevorzugen zwar die Jagd im Alleingang, jedoch nicht gleichzeitig den Soloauftritt im Alltag. Ihr könnt euch noch so liebevoll um euren Schmusetiger kümmern – ein Ersatz für Artgenossen könnt ihr niemals sein. Es gibt noch mehr gute Gründe dafür, eurer Katze einen Gefährten an die Seite zu setzen.

 

Bei Einzelhaltung macht sich oft Einsamkeit breit

Katzen kommen grundsätzlich alleine gut zurecht. Doch in Einzelhaltung werden sie spätestens dann vereinsamen, wenn ihr für Stunden die Wohnung verlasst und die Samtpfote alleine zurückbleibt und niemanden zum Anschmiegen und gemeinsamen Toben hat. Die Folge: eure Katze langweilt sich und vereinsamt auf Dauer. Und das bleibt nicht ohne Konsequenzen. Wie wir Menschen beginnen einsame Katzen, sich anders zu verhalten – immer zu ihrem und eurem Nachteil.

Pinkeln aus Protest

Katzen neigen zu Protest in Form von wildem Pinkeln, wenn sie einsam und immer auf sich alleine gestellt sind. Sie hinterlassen ihr Geschäft dann allen möglichen Stellen, nur nicht in der Katzentoilette. Mit diesem Verhalten bringt die Katze ihren Unmut und ihre Traurigkeit darüber, einsam zu sein, zum Ausdruck. Gerade deshalb, weil Katzen von Natur aus immer um Reinlichkeit bemüht sind, ist das Protestpinkeln für euch ein eindeutiges Warnzeichen.

Einzelhaltung kann Verhaltensstörungen begünstigen

Katzen zeigen bei Alleinhaltung irgendwann Verhaltensstörungen. Diese können sehr unterschiedlich ausfallen. Manche Miezen neigen zu Aggressivität gegenüber dem Besitzer oder anderen Katzen, denen sie draußen begegnen. Andere Katzen zeigen depressives Verhalten, sind weniger aktiv, interessieren sich nicht mehr für Spiele und liegen unmotiviert herum. Das wiederum kann langfristig eine Gewichtszunahme zur Folge haben. Es gibt auch Katzen, die plötzlich alles zerstören, was ihnen in die Quere kommt. Der Grund: Die Mieze fühlt sich unterfordert und sucht so nach Abwechslung und Ersatzbeschäftigung.

Das Sozialverhalten gegenüber Artgenossen leidet

Katzen, die immer alleine gehalten werden, verlieren den Kontakt zu ihren Artgenossen. Das kann dazu führen, dass sie den Umgang mit anderen Schmusetigern verlernen. Sie kennen ihr Verhalten nicht mehr und können es nicht richtig einordnen. Eine spätere Zusammenführung von zwei Katzen kann sich deshalb zunächst als problematisch erweisen. Manchmal verinnerlichen Katzen das Alleinsein so sehr, dass sie überhaupt nicht mehr mit anderen zusammengebracht werden können.

Besser gleich für zwei Katzen entscheiden

Wenn ihr euch eine Katze anschaffen möchtet, entscheidet euch lieber direkt für zwei Katzen. Oder mehr. Ihr tut ihnen einen großen Gefallen, macht sie glücklich und sorgt vor allem für eine artgerechte Haltung. Zudem vermeidet ihr die genannten Folgen, die durch eine Einzelhaltung entstehen. Wählt ihr eure Miezen aus, achtet bitte darauf, dass die Chemie stimmt. Rasse, Alter und Charakterzüge sollten möglichst zueinander passen. Idealerweise stammen die Samtpfoten aus einem Wurf. Dann ist ein harmonisches Miteinander garantiert. Eure Wünsche hinsichtlich Rasse und Optik der Katze solltet ihr zurückstellen. Es geht vielmehr darum, den Katzen gerecht zu werden. Übrigens: Vor allem Kitten sollten niemals alleine gehalten werden. Sie pflegen noch eine enge Bindung zu ihrer Mutter und ihren Geschwistern. Die Einzelhaltung würde für die kleinen Wollknäule eine große Aufregung bedeuten.

Ausnahmen bestätigen die Regel

Natürlich gibt es auch Ausnahmen. Manche Katzen sind echte Einzelgänger und müssen alleine gehalten werden. Den Alleingang sind sie gewohnt und weniger auf das Zusammenleben mit anderen Katzen eingestellt. Sie haben verlernt, sich katzentypisch zu verhalten und zu kommunizieren. Das ist oft dann der Fall, wenn sie über Jahre hinweg alleine gelebt haben.

Kommentare

Am 03.12.2019 schrieb Apel Kirsten

Uns wurde ein 3-Monate altes Geschwisterpärchen verkauft. Nun stellt sich heraus, dass es 2 Kater sind. Mit welchen Problemen muss man rechnen? Kann man 2 Kater dauerhaft zusammen halten oder markieren sie um die Wette?

antworten
Am 28.06.2020 schrieb Birgit

Meine beiden Kater sind kastriert und sogar 10 Jahre auseinander… Es hat nur ein paar Wochen gedauert bis sie sich angefreundet haben. Sie powern sich gerne zusammen aus. Kater haben ein anderes Spielverhalten als Katzen!
Meine Katze ist sowieso eine Diva und froh saß sich die Jungs untereinander beschäftigen.

Am 29.06.2020 schrieb Julia Siegfried

Hallo Kirsten,

danke für deine Nachricht. Schön, dass du trotzdem beide Kater behalten möchtest. Eigentlich sollte auch nichts dagegen sprechen. Da sie aus einem Wurf stammen und zusammen aufgewachsen sind, kennen sie sich gut und sind aneinander gewöhnt. Es wird dir jedoch nichts anderes übrig bleiben, als beide Kater zu kastrieren. Sonst artet das definitiv in Stress aus. Sowohl für die beiden Katerchen, als auch für dich. Denn dann werden sie auf jeden Fall markieren und sich gegenseitig anfeinden. Und eins steht fest: Markieren stinkt gewaltig. Allein ein Tröpfchen Urin auf der Bettwäsche reicht und du musst das ganze Bett beziehen. Undenkbar, wie das mit 2 markierenden Katern wäre. Abgesehen davon, dass sie sich gegenseitig verletzen würden. Mehr Infos zu dem Thema – wie zum Beispiel Ablauf und Kosten – findest du auch in unserem Artikel Katzen kastrieren.

Ich wünsche dir und deinen kleinen Katern alles Gute
Julia vom VS.-vergleichen-und-sparen.de-Team

Am 29.12.2019 schrieb Vanessa Kendziorski

Hallo, wie kann ich meinen Freund davon überzeugen das wir für unsere jinx eine Gefährtin holen? Ich selber merke nähmlich das sie einsam ist aber er möchte zweite, was kann ich tun ? Mir zerreißt es nähmlich immer wieder das Herz sie so zu sehen aber ich möchte sie auch nicht weg geben:(

antworten
Am 30.12.2019 schrieb Julia Siegfried

Hallo Vanessa,

weggeben wäre ja schrecklich! Weißt du denn, warum dein Freund keine zweite Katze möchte? Das Hauptargument sind meist die Kosten. Zwei Katzen sind natürlich teurer als eine, das stimmt. Dafür machen sie jedoch nicht doppelt soviel Arbeit. Im Gegenteil: Für euch kann es sogar wesentlich entspannter werden. Immerhin können die beiden Katzen miteinander spielen, kuscheln und sich Gesellschaft leisten, wenn ihr sie einmal einen Tag alleine lasst. Wichtig ist jedoch, dass die neue Katze zu euer Jinx passt.

Ihr solltet euch noch einmal in Ruhe darüber unterhalten und vielleicht auch einmal zusammen ein Tierheim besuchen. Die Mitarbeiter dort können deinem Freund bestimmt seine offenen Fragen beantworten – und wer weiß, vielleicht gibt es dort ja auch direkt den passenden Partner für deine Katze. Ich drücke die Daumen, dass eure Katze bald nicht mehr allein sein muss – denn du hast Recht. Viele Katzen leiden tatsächlich sehr darunter, wenn sie alleine gehalten werden. Vor allem Wohnungskatzen!

Ich hoffe, ihr findet eine gute Lösung!
Julia vom VS.-vergleichen-und-sparen.de-Team

Am 20.01.2020 schrieb Tati

Guten Abend,
Ich habe einen drei Jahre alten Kater, der sehr sensibel, anhänglich und verschmust ist. Jetzt überlege ich eine zweiten Kater aufzunehmen, von einem Freund, was heißt ich kenne den Kater auch schon gut. Das Problem ist das er seit längerer Zeit dort angefangen hat zu markieren und das ist jetzt so weit das sie ihn hergeben. Da ich zu dem Kater aber auch schon eine gewisse Bindung aufgebaut habe, fällt es mir schwer ihn gehen zu lassen und überlege ihn bei mir aufzunehmen… ich mach mir allerdings große Sorgen das mein Kater nicht mit ihm klar kommt, da sie charakterlich total unterschiedlich sind. Der Kater, der zu uns kommen soll ist total aufgedreht und ärgert gerne alle anderen. Kannst du mir Ratschläge geben ob ich es wirklich versuchen oder lieber lassen soll ?
Liebe Grüße
Tati

antworten
Am 21.01.2020 schrieb Julia Siegfried

Hallo Tati,

die Entscheidung ist tatsächlich nicht einfach. Die Frage ist: Warum markiert der Kater bei deinen Freunden? Aus Protest, weil er selbst einsam ist? Oder weil er nicht kastriert wurde und nun das starke Bedürfnis hat, sein Revier zu kennzeichnen? Und direkt die nächste Frage: Ist dein Kater kastriert? Das spielt eine wesentliche Rolle. Sind die beiden nicht kastriert, artet das Zusammentreffen mit sehr großer Wahrscheinlichkeit in bösen Streitereien aus. Dasselbe gilt, wenn nur einer kastriert ist. Es müssen wirklich beide kastriert sein.

Sind beide Kater kastriert, könntest du es auf einen Versuch ankommen lassen. Gib ihnen jedoch Zeit, sich aneinander zu gewöhnen. Nach einer gewissen Zeit vertragen sich Katzen in der Regel miteinander. Dein jetziger Kater sollte jedoch genug Rückzugsraum haben, damit er von dem Temperament des anderen nicht überrollt wird. Gleichzeitig solltest du dir bewusst sein, dass sich euer Zusammenleben ebenfalls ändern wird. Vertragen sich die beiden gut und er hat einen neuen Spielkameraden und Gefährten, ist er vielleicht bei dir nicht mehr so anhänglich. Auf jeden Fall wird eine neue Dynamik bei euch entstehen – ob positiv oder negativ ist schwer zu sagen. Da kann ich leider auch nur raten. Ausreden möchte ich es dir jedoch nicht, vor allem, wenn du dadurch einen Kater davor bewahren kannst, im Tierheim zu landen.

Lass doch mal von dir hören, wie du dich entschieden hast und wie es ausgegangen ist. Deine persönlichen Erfahrungen können anderen Lesern helfen.
Ich wünsche dir alles Gute!
Julia vom VS.-vergleichen-und-sparen.de-Team

Am 19.02.2020 schrieb Giulia

Hallo!
Ich bin in folgender Situation:
Mein Kater ist 12 Jahre alt und ich habe ihn als kleines Kind bekommen. Meine Mutter hat wenig Ahnung von Katzenhaltung und dachte eine Katze reicht. Jetzt wo ich alt genug bin, habe ich verstanden, dass Katzen einen Artgenossen brauchen.
Mein Kater hat die ersten 2 Jahre lang mit Nachbarskatzen verbracht und einen guten Freund gehabt, dann mussten wir aber in eine neue Wohnung und seitdem kann er nicht mehr raus (Hochhaussiedlung). Sprich, er hat seit 9 Jahren keinen Kontakt mehr zu anderen Katzen gehabt. Mir bricht es das Herz dass wir ihn so lange allein gelassen haben und jetzt würde ich ihm so gerne einen Freund holen. Jedoch weiß ich nicht, ob es dafür schon zu spät ist, da er bereits Verhaltensstörungen zeigt. Er ist sehr liebevoll und sehr verspielt für sein alter und hat einen starken Charakter, jedoch ist er oft aggressiv und pinkelt manchmal aus protest was sicher an langeweile liegt. Man kann ja schlecht „einfach ausprobieren“ ob er sich mit einer anderen Katze verstehen würde, das wäre ja eine Belastung für die Zweitkatze ,also soll ich es einfach lassen und den armen den Rest seines Lebens allein lassen, nur weil ich das Risiko nicht eingehen will? Oder soll ich es wagen und die beiden vorsichtig einander vorstellen…
Liebe Grüße, Giulia.

antworten
Am 20.02.2020 schrieb Kim Gerdesmeier

Guten Morgen Giulia,

wenn du wirklich das Gefühl hast, dass dein Kater einsam ist, dann würde ich es wagen. Allerdings kannst du ihm natürlich nicht einfach einen Artgenossen vor die Nase setzen. Du solltest schon darauf achten, dass die neue Katze vom Wesen und Alter her zu deinem Kater passt. Lass dich dazu am besten im Tierheim beraten. Da dein Kater bereits 12 Jahre alt ist, wäre eine Jungkatze als Gefährte vermutlich eher ungeeignet für ihn. Auch, wenn dein Kater noch sehr verspielt ist. Wenn du dann eine passende Katze gefunden hast, solltest du sie langsam aneinander gewöhnen. Bring deinem Kater am besten bereits vor dem Einzug der neuen Katze etwas mit, das nach ihr riecht. So kann sich dein Kater bereits an den Geruch der neuen Katze gewöhnen. Außerdem empfehlen viele Experten die Katzen anfangs räumlich zu trennen. Ob das wirklich nötig ist, wird sich zeigen. Bei meinen Katzen war die räumliche Trennung beispielsweise nicht nötig. Sie sind sich von selbst aus dem Weg gegangen. Das hängt dann also von den beiden Samtpfoten ab.

Ich wünsche dir und deinem Kater alles Gute! Solltest du dich für eine Zweitkatze entscheiden, drücke ich dir ganz fest die Daumen, dass es klappt.
Viele Grüße
Kim vom VS.-vergleichen-und-sparen.de-Team

Am 19.04.2020 schrieb Nina

Hallo, wir hatten schon Mal einen Kater alleine. Er war Freigänger und ständig unterwegs, obwohl er kastriert war. Er ist immer weiter weg. Bis er doch Mal der Hauptstrasse zum Opfer fiel.
Nun würde ich gerne zwei Katzendamen zu uns holen. Mein Mann meint aber: nur eine.
Kann ich damit argumentieren, dass sie zu zweit vielleicht nicht so weit weg gehen?
Und auch zutrauliche sein könnten?
Grüße
Nina

antworten
Am 20.04.2020 schrieb Kim Gerdesmeier

Hallo Nina,

der Verlust deines Katers tut mir sehr leid. Toll, dass du jetzt zwei weiteren Katzen ein Zuhause geben möchtest. Dass dein Mann nur eine möchte ist natürlich schade. Handelt es sich bei den beiden Katzendamen um junge Katzen? Dann sollten sie auch auf jeden Fall zu zweit bei euch einziehen. Ob sie dann zutraulicher sind, hängt allerdings von dem Charakter der Katzen ab. Das Revier von Katzen ist generell kleiner als das von Katern. Trotzdem besteht natürlich die Gefahr, dass sie auch mal etwas weiter weggehen. Ist die Hauptstraße denn in der Nähe? Dann würde ich an deiner Stelle über einen gesicherten Freigang nachdenken.
Möchte dein Mann weiterhin nur eine Katze adoptieren, solltet ihr einen Kompromiss finden. Im Tierheim gibt es häufig auch Katzen, die aus den verschiedensten Gründen lieber allein gehalten werden möchten. Vielleicht erkundigt ihr euch also einfach in den Tierheimen in eurer Nähe.

Ich hoffe sehr, dass ihr euch einigt.

Liebe Grüße

Kim vom VS.-vergleichen-und-sparen.de-Team

Am 22.04.2020 schrieb Kerstin

Hallo ich habe kürzlich einen 6 Jahre alten Kater aufgenommen. Er hat vorher mit einem Hund und einer weiteren Katze zusammengewohnt. Die Vorbesitzerin meinte, er sei sehr eifersüchtig auf die anderen gewesen und hat Protest Pipi gemacht, daher soll er in Einzelhaltung. Ein paar Tage später schickt sie mir aber Bilder, wie die beiden Katzen nebeneinander liegen und sich scheinbar verstanden haben. Bei mir läuft er recht viel durch die Wohnung, der sicher Balkon interessiert ihn nicht wirklich und er ist super anhänglich, was immer stärker wird. Aufs Klo geht er vorbildlich, kein Protest Pipi zu erkennen. Zur Zeit bin ich noch im Homeoffice aber ich muss dann, sobald es geht, auch wieder arbeiten gehen. Jetzt habe ich fürchterliche Angst, dass er vereinsamt. Eine zweite Katze kommt leider bei mir nicht in Frage. Sollte ich einfach abwarten, wie er sich einlebt oder lieber ein neues Zuhause für ihn suchen, mit einem Katzenkumpel und Leuten mit mehr Zeit?
Vielen Dank für den Rat.

antworten
Am 22.04.2020 schrieb Julia Siegfried

Hallo Kerstin,

danke für deine Nachricht. Gar nicht so leicht, dir einen Tipp zu geben. Denn für sein Verhalten können viele Ursachen in Frage kommen. Hier ein paar Gedanken, die dir vielleicht weiterhelfen können.

- War das wirklich Protestpipi wegen der zweiten Katze? Oder ist der Kater unkastriert und hat „nur“ sein Revier markiert? Immerhin scheint er ja kein grundsätzliches Problem mit der anderen Katze gehabt zu haben. Vielleicht hätte eine Kastration das Problem bereits beheben können.
- Wenn er kastriert ist, war der Protest dann wirklich gegen die zweite Katze oder vielleicht auch gegen den Hund?
- Wie lange hat der Kater mit der anderen Katze zusammengelebt? Seine gesamten 6 Lebensjahre oder erst seit Kurzem?

Wie du den Kater beschreibst, scheint er sehr zutraulich und anhänglich zu sein. Das ist häufig ein Zeichen dafür, dass Katzen einsam sind. Wahrscheinlich vermisst er seine Artgenossin. Schade, dass du keine zweite Katze zu dir nehmen kannst. Denn abgeben wäre auch eine traurige Lösung. Dann würde er schon in sein drittes Zuhause ziehen müssen. Das würde ihn definitiv verwirren. Doch auch wenn dieser Schritt eine kleine Katastrophe für ihn wäre, wäre es besser, als den Kater vereinsamen zu lassen – so schwer es dir auch fällt. Vielleicht besteht ja doch noch die Möglichkeit eine zweite Katze aufzunehmen?

Viele Grüße aus Bottrop
Julia vom VS.-vergleichen-und-sparen.de-Team

Am 22.04.2020 schrieb Kerstin

Hallo Julia,
danke für deine schnelle Rückmeldung. Der Kater ist bereits kastriert und ist wohl mit einem halben Jahr der Vorbesitzerin zugelaufen. Das heißt, er kannte die anderen Tiere schon länger.
Vielleicht wurde er wirklich etwas wegen der anderen Tiere vernachlässigt und hat deshalb Protest Pipi gemacht oder ihm war langweilig.
Ja es wäre wirklich traurig ihn wieder abgeben zu müssen, aber es soll ihm ja langfristig gut gehen. Ich werde nochmal weiter überlegen, was ich tue.
Viele Grüße
Kerstin

Am 22.04.2020 schrieb Julia Siegfried

Hallo Kerstin,

das ist leider wirklich keine einfache Situation, bei der es nur Schwarz und Weiß gibt. Schade! Aber ich merke, dass dir der Kater wirklich am Herzen liegt. Daher bin ich mir sicher, du wirst die richtige Entscheidung treffen – auch wenn es keine einfache ist. Ich wünsche dir und dem Katerchen alles Gute!

Viele Grüße aus Bottrop
Julia

Am 09.05.2020 schrieb Emili

Hallo, meine Familie möchte sich auch ein Kätzchen zulegen. Jedoch ist jetzt das Problem, dass unsere Mutter nur eine Katze möchte, da sie der Meinung ist, dass das viel zu viel Arbeit wäre und am Ende „alles an ihr hängenbleibt“. Mir liegt das Tierwohl sehr am Herzen und ich möchte unbedingt, dass wir 2 Kätzchen zu uns holen. Gäbe es vielleicht gute Argumente für die Überzeugung? Und wieviel Arbeit ist es tatsächlich mit 2 Katzen? Ist der Unterschied großzu nur einer Katze? Wir hatten noch nie Katzen, deswegen ist unsere Mutter sehr skeptisch und lässt sich schwer überzeugen…leider.
Viele Grüße,
Emili

antworten
Am 11.05.2020 schrieb Kim Gerdesmeier

Hallo Emil,

wirklich toll, dass dir das Tierwohl so am Herzen liegt und du deshalb gerne zwei Kätzchen adoptieren möchtest. Einige Argumente, die für zwei Kätzchen sprechen, findest du ja bereits in unserem Artikel. Vielleicht überzeugen deine Mutter ja folgende Dinge:

1. Kätzchen werden selten alleine vermittelt, sondern häufig mit einem Geschwisterchen oder einem Artgenossen in ihrem Alter. Der Grund: Sie haben dann einen Spielkameraden. Sind nicht so einsam und stellen weniger Unfug an.
2. Haltet ihr nur ein Kätzchen besteht die Gefahr, dass es vor Langeweile und aus Protest in die Wohnung pinkelt, an euren Möbeln kratzt oder andere Dinge anstellt. Der Spieltrieb von Kätzchen ist nämlich sehr groß.
3. Entscheidet ihr euch nur für ein Kätzchen, müsst ihr es ordentlich auspowern und mehrmals täglich mit dem Kätzchen spielen. Bei zwei Katzen müsst ihr das zwar auch, aber zwischendurch haben sie ja auch noch sich als Spielkameraden.

Möchte deine Mutter auch weiterhin nur eine Katze, solltet ihr vielleicht besser kein Kätzchen adoptieren. Es gibt auch viele etwas ältere Katzen, die gerne ein Zuhause nur für sich hätten. Die Tierheime in eurer Nähe helfen euch sicherlich dabei die geeignete „Anfängerkatze“ zu finden.

Ich hoffe, dass du schon bald ein oder zwei Katzen bei dir begrüßen darfst.

Liebe Grüße aus Bottrop
Kim vom VS.-vergleichen-und-sparen.de-Team

Am 16.05.2020 schrieb Sandra Engel

Hallo,

Wir haben einen 5 jährige Hündin und wollen heute Abend einen kleinen Kater zu uns holen.
Nun wurden wir gefragt, ob wir seinen Bruder nicht auch haben möchten.
Wir haben jedoch bedenken, dass sie unsere Hündin
Auf der Nase herumtanzen.
Und ein Kater, könnte sich vielleicht besser mit unserer Hündin anfreunden.

Wir sind etwas ratlos..

Gruß Sandra

antworten
Am 18.05.2020 schrieb Kim Gerdesmeier

Hallo Sandra,

toll, dass ihr einen kleinen Kater adoptiert. Besser wären aber tatsächlich zwei. Denn dann können sie miteinander spielen und tanzen deiner Hündin nicht auf der Nase herum. Ist der kleine Kater alleine, hat er ja quasi nur deine Hündin als Spielkameradin, wenn ihr nicht da seid. Verbrüdern werden sie sich gegen deine Hündin nicht. Und da sie noch so klein sind, kann ihnen deine Hündin jetzt auch direkt zeigen, was sie mag und was die beiden besser lassen sollten. Ich wünsche euch alles Gute – wie auch immer ihr euch entscheidet bzw. entschieden habt.

Liebe Grüße aus Bottrop
Kim vom VS.-vergleichen-und-sparen.de-Team

Am 28.05.2020 schrieb Gehse, Michaela

Hallo, wir haben vor 5 Jahren eine schon ältere Katze , die wegen einer Scheidung von den Vorbesitzern total vernachlässigt wurde , bei uns aufgenommen. So haben wir sie vor dem Tierheim bewahrt. Wie sich bald herausstellte, war die Katze sehr krank. Das heißt, sie hatte im hinteren körperbereich überhaupt keine Haare mehr. Als sie bei uns einzog, war sie sofort neugierig und kam auch gleich zum kuscheln. Wenn wir sie aber streicheln wollten wurde sie ne richtige Zicke. Sie hat versucht zu beißen und hat um sich gehauen. Wir hatten sogar teilweise richtig Angst vor ihr. Irgendwann haben wir uns gesagt, dass sie mal zum Tierarzt muss. Das war auch eine Herausforderung. Erst beim 2. Versuch klappte es. Naja eigentlich doch nicht, denn sie war auch in der Praxis sehr aggressiv. Es ist bis heute nur eine Untersuchung mit Narkose möglich. Dieses geschah dann auch und wie sich herausstellte waren ihre Zähne total entzündet und einige Wurzeln lagen blank im Mund. Also wurden alle, bis auf die kleinen Zähne, gezogen. Sie war danach plötzlich eine ganz andere Katze. Sie hatte ja keine Schmerzen mehr. Ab und zu haut sie nochmal um sich ,wenn man ihre Signale nicht beachtet. Sie ist eine richtige Katze geworden, mit Personal. Sie kommt auch zum kuscheln. Sie ist Freigängerin, ihr alter wissen wir nicht, wir gehen davon aus, dass sie schon über 13 Jahre alt ist. Sie hat zwar Kontakt zu den Nachbarkatzen ,die auch mal durch die Katzenklappe zu uns reinkommen und futtern, aber sie dann aggressiv auf die reagiert wenn sie sie drinnen bei uns erwischt. Draußen beäugen sie sich . Trotzdem habe ich das Gefühl , dass sie einsam ist. Sie ist zwar den ganzen Tag draußen und liegt auf den Stühlen im Eingangsbereich und kommt zum Essen rein und manchmal kuscheln, aber ich denke vielleicht vermisst sie einen Freund . Sie ist mit einem Kater und einem Hund aufgewachsen… können wir ihr jetzt noch eine andere Katze vorsetzen die ähnlich alt ist oder würde sie das nicht verstehen?

antworten
Am 28.05.2020 schrieb Kim Gerdesmeier

Hallo Michaela,

vielen Dank für deinen Kommentar. Ich finde es wirklich super, dass ihr eine Katze vor dem Tierheim bewahrt habt, obwohl sie anfangs etwas kratzbürstig war.
Nun zu deiner Frage: Wenn ihr das Gefühl habt, dass sie einsam ist, dann könnt ihr es ruhig versuchen. Wie du schon schreibst, sollte es eine Katze in ihrem Alter sein. Vom Wesen her sollte sie eurer Katze ebenfalls sehr ähnlich sein. Die Tierheime in deiner Nähe können dir da sicherlich weiterhelfen. Schildere ihnen einfach deine Überlegungen und wie deine Mieze so ist.
Dass sie auf die Nachbarskatzen aggressiv reagiert, ist übrigens normal. Die dringen ja immerhin einfach so in ihr Revier ein und klauen ihr Futter. Das solltet ihr daher unterbinden, wenn ihr eine zweite Katze zu euch holt. Deine Mieze soll ihren neuen Mitbewohner ja nicht mit den Nachbarskatzen in Verbindung setzen. Da deine Katze bereits einige Jahre allein bei euch lebt, solltet ihr die Vergesellschaftung generell sehr langsam angehen. Habt ihr euch für eine Katze entschieden, könnt ihr ja zunächst etwas mitbringen, dass nach der neuen Katze riecht. Außerdem kann es helfen die beiden zunächst zu trennen und durch die geschlossene Tür zu füttern. Sie sehen sich zwar nicht, aber sie merken durchaus, dass auf der anderen Seite ebenfalls jemand sitzt. Beobachtet die beiden dabei. Reagieren sie relativ entspannt, könnt ihr die Tür öffnen und schauen, wie sie reagieren, wenn sie sich sehen. Weitere Tipps zu dem Thema findest du übrigens auch in unserem Blogartikel Katzen aneinander gewöhnen: So klappt es mit der zweiten Katze. Und das Tierheim hilft dir sicherlich ebenfalls bei der Vergesellschaftung. Gerne kannst du dich auch erneut melden, wenn ihr euch für eine Zweitkatze entschieden habt.

Alles Gute
Kim vom VS.-vergleichen-und-sparen.de-Team

Am 10.06.2020 schrieb Marc

Hallo,
wir haben eine Katze die jetzt 9 Monate alt ist und so langsam ins Alter kommt, wo sie Kitten bekommen könnte. Wir haben uns anfangs für eine einzelne Katze entschieden, da wir ohnehin genug Zeit haben um uns um sie zu kümmern. Nur spielen wir jetzt mit dem Gedanken, dass unsere Katze Kitten bekommen könnte und eins dann bei uns als Spielgefährte für unsere Katze bleiben könnte. Andere Familienmitglieder die schon sehnsüchtig drauf warten unsere restlichen Kitten aufzunehmen wären auch schon bereit.
Klappt es gut wenn Mutter und ein Kitten ihr Katzenleben zusammen verbringen oder gibt es etwas, das zu Problemen führen könnte?

liebe Grüße
Marc

antworten
Am 10.06.2020 schrieb Kim Gerdesmeier

Hallo Marc,

grundsätzlich spricht nichts dagegen. Manchmal kann es allerdings schon sein, dass Katzen ihre Jungen lieber aus dem Haus haben möchten. Vielleicht hat deine Mieze aber auch einen klaren Favoriten. Das wird sich dann zeigen. Solltest du eines der Kitten behalten, wäre allerdings eine Kastration ratsam. Vor allem, wenn du dich für einen Kater als Spielgefährten entscheidest.

Liebe Grüße aus Bottrop
Kim vom VS.-vergleichen-und-sparen.de-Team

Am 15.06.2020 schrieb Holger

Hallo,
wir haben seit ca 6 Monaten eine Katze, welche wir aus dem Tierheim haben. Das Alter wird auf ca 3 Jahre geschätzt.
Meine Frau und ich glauben jetzt, dass es der Katze „langweilig“ ist, obwohl wir uns mit ihr beschäftigen. Ich habe entsprechende Verhaltensänderungen festgestellt . Wir beide arbeiten im Schichtdienst, so dass unsere Katze schon mal 8h alleine ist.
Mein Sohn lebt im selben Haus und hat auch eine Katze. Leider vertragen die beiden sich nicht. Auch nach 6 Monaten gehen diese sich aus dem Weg oder fauchen sich mächtig an.
Jetzt möchte meine Frau eine weitere, jüngere Katze, als Spielgefährten aufnehmen. Dieses Tier stammt von jemandem der zugelaufene Katzen aufnimt etc. Wir haben wohl die Möglichkeit, sofern diese sich nicht verstehen, zurückzugeben aber leider fehlt uns die Erfahrung damit.
Ein Tipp wäre hilfreich.
Danke und Gruß Holger

antworten
Am 16.06.2020 schrieb Kim Gerdesmeier

Hallo Holger,

hat sie sich im Tierheim denn mit anderen Katzen verstanden? Falls ja, könnt ihr natürlich eine Vergesellschaftung mit einer weiteren Katze versuchen. Allerdings sollte die Katze nicht zu jung sein und vom Wesen her zu eurer Katze passen. Anfangs kann es helfen die beiden zunächst zu trennen und durch die geschlossene Tür zu füttern. Beobachtet die beiden dabei. Sobald sie relativ entspannt reagieren, könnt ihr die Tür öffnen und schauen, wie sie reagieren, wenn sie sich sehen.
Übrigens: Das könnte auch mit der Katze eures Sohnes klappen. Vielleicht gewöhnen sich die beiden dann ja doch noch etwas mehr aneinander. Laufen die Katzen alle bei euch im Haus frei herum, solltet ihr die Katze eures Sohnes auf jeden Fall in die Vergesellschaftung miteinbeziehen. Ansonsten fühlt sie sich möglicherweise bedroht und es kommt zu weiteren Streitereien – vor allem, wenn sie das Revier zuvor längere Zeit für sich hatte.

Liebe Grüße aus Bottrop
Kim vom VS.-vergleichen-und-sparen.de-Team

Am 27.06.2020 schrieb Sabrina Becker

Hallo wir haben unsere Lilly mit 8 Wochen bekommen,jetzt ist sie fast 11 Monate alt ,sie ist es von Anfang an gewohnt das sie hier alleine lebt ,nun kommt aber die Überlegung ihr doch einen kleinen Kumpel zu holen ginge das wohl noch ,oder lieber alleine .Also uns schein sie glücklich und ausgeglichen

antworten
Am 29.06.2020 schrieb Kim Gerdesmeier

Hallo Sabrina,

eure Lilly ist ja noch ziemlich jung. Ein Kumpel ist daher eigentlich eine tolle Idee. Damit die Vergesellschaftung klappt, solltet ihr allerdings einiges beachten. Am besten wählt ihr einen Kumpel, der in etwa dasselbe Alter wie sie hat und ihr auch vom Charakter relativ ähnlich ist. Die ersten Tage solltet ihr die beiden evtl. auch räumlich getrennt halten. Viele weitere Tipps zu dem Thema findet ihr auch in unserem Blogartikel Katzen aneinander gewöhnen: So klappt es mit der zweiten Katze.

Liebe Grüße aus Bottrop
Kim vom VS.-vergleichen-und-sparen.de-Team

Am 30.06.2020 schrieb Paul

Hallo,

eine Frage: Macht es sinn unserer Katze einen Spielgefährten zu besorgen? Wir kriegen nämlich ein Kind und unsere Katze hätte 3 Monate zeit sich an die katze zu gewöhnen und danach an das Kind.

antworten
Am 30.06.2020 schrieb Kim Gerdesmeier

Hallo Paul,

puh eine knifflige Frage. Wie alt ist eure Katze denn? Und noch viel wichtiger: Wie lange ist sie bereits alleine? Kennt sie Artgenossen überhaupt? Wenn sie bereits mehrere Jahre alleine bei euch lebt und nur wenig bis gar keinen Kontakt mit Artgenossen hatte, würde ich von einem Spielgefährten momentan eher abraten. Immerhin mögen Katzen Veränderungen in ihrem Revier nicht so gerne und ein Baby ist schon eine ziemlich große Veränderung. Ihr solltet daher besser daran arbeiten, dass eure Katze das Baby gut annimmt. Dazu gehört beispielsweise auch, dass sie sich bereits einige Monate vor der Geburt an die neue Einrichtung – also das Kinderzimmer – gewöhnt. Und auch an neue Regeln wie ein Schlafzimmerverbot solltet ihr sie bereits vorher gewöhnen. Dann kann sie diese Veränderungen gar nicht erst mit dem Baby in Verbindung bringen und aus Eifersucht protestieren. Nach der Geburt solltet ihr eurer Katze dann schon einmal etwas aus dem Krankenhaus mitbringen, das nach dem Baby riecht und eurer Katze das Baby vorsichtig vorstellen. Wichtig ist auch, dass ihr eure Katze nicht vernachlässigt. Dann sollte eigentlich alles glattgehen.
Natürlich kennt ihr eure Katze am besten. Habt ihr den Eindruck, dass ihr ein Spielgefährt helfen würde, mit der Situation besser klarzukommen, dann könnt ihr es versuchen. Bedenkt jedoch, dass ihr in diesem Fall zwei Katzen an das Baby gewöhnen müsst.

Ich wünsche dir und deiner kleinen Familie alles Gute.
Freundliche Grüße aus Bottrop
Kim vom VS.-vergleichen-und-sparen.de-Team

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