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Hausratversicherung: Was bedeutet Unterversicherungsverzicht?

Hund

Unterversicherungsverzicht - ein schweres Wort, aber auch ein wichtiger Bestandteil in der Hausratversicherung. Doch was genau ist ein Unterversicherungsverzicht? Was bedeutet er im Schadenfall? Was sind die Vor- und Nachteile beim Unterversicherungsverzicht? Um Ihnen diese Fragen beantworten zu können, holen wir ein klein wenig aus.

Sind Sie unterversichert?

Der Schutz einer Hausratversicherung steht und fällt mit der richtigen Höhe der Versicherungssumme. Die Summe legt fest, bis zu welchem Höchstbetrag die Versicherung einen Schaden übernimmt. Das Problem: Ist Ihre Einrichtung mehr wert als die gewählte Summe, sind Sie unterversichert. Diese Unterversicherung kommt auch dann zum Tragen, selbst wenn der Schaden die festgelegte Höchstsumme nicht erreicht. Was das bedeutet, erklären wir Ihnen anhand von zwei Beispielen.

Beispiele zur Unterversicherung:

Beispiel 1:
Der tatsächliche Wert Ihres Hausrats: 30.000 €
Die im Vertrag festgelegte Versicherungssumme: 15.000 €
Ein Schaden tritt ein in Höhe von: 10.000 €
Die Versicherung zahlt: 5.000 €

Wie Sie erkennen, deckt sich die Versicherungssumme nicht mit dem Wert Ihres Hausrats. Im Gegenteil: Sie beträgt sogar nur 50 %. Haben Sie jetzt einen Schaden, zahlt die Versicherung nur 50 %, selbst wenn der Schaden die 15.000 € nicht übersteigt. Sie sind also stark unterversichert.

Beispiel 2:
Der Wert Ihres Hausrats: 20.000 €
Die festgelegte Versicherungssumme: 15.000 €
Die Schadenhöhe: 10.000 €
Die Versicherung zahlt: 7.500 €

Hier beträgt die Versicherungssumme 75 % des eigentlichen Wertes Ihres Hausrats. Im Schadenfall bekommen Sie also 75 % ausgezahlt. In diesem Fall sind es 75 % von 10.000 €, also 7.500 €. Die Unterversicherung ist also zum Glück nicht so hoch wie bei Beispiel 1.

Eigenheim

Unterversicherung vermeiden: Welche Versicherungssumme ist sinnvoll?

Doch welche Versicherungssumme ist realistisch? Gar nicht so einfach. Vom Teelöffel bis zur Couch: Im Laufe der Zeit sammeln sich in einem Haushalt unzählige Dinge an - wer weiß da schon auf Anhieb, wie viel diese zusammen genau wert sind? Hier bietet die Hausratversicherung eine einfache Lösung: die Quadratmeter-Formel. Bei dieser wird die Versicherungssumme ganz einfach pauschal nach Quadratmetern berechnet:

Quadratmeter der Wohnfläche x pauschaler Richtwert = Versicherungssumme

Viele Versicherungsgesellschaften nehmen als Richtwert 650 € pro Quadratmeter. Bei einer 100 m² großen Wohnung entspricht das zum Beispiel einer Versicherungssumme von 65.000 €. Bei einer 50 m² großen Wohnung sind es 32.500 €.



Weitere Infos zur Hausratversicherung


Pauschale Berechnung mit Unterversicherungsverzicht

Schließen Sie eine Hausratversicherung ab, haben Sie zwei Möglichkeiten. Entweder Sie wählen die pauschale Berechnung oder Sie entscheiden sich für die Angabe eines individuellen Wertes. Bei der pauschalen Berechnung kommt nun der Unterversicherungsverzicht zum Vorschein.

Die pauschale Berechnung macht es Ihnen einfach, den Wert Ihres Hausrats zu schätzen - und in vielen Fällen werden Sie damit gut fahren. Der Versicherungsgesellschaft liegen immerhin ausreichend Erfahrungswerte vor. Haben Sie also einen durchschnittlich wertvollen Hausrat, ist diese Pauschalberechnung für Sie sinnvoll. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Sie beim Abschluss der Hausratversicherung auf den Punkt Unterversicherungsverzicht achten.

Was genau ist nun der Unterversicherungsverzicht?

Enthält Ihre Hausratversicherung den Verzicht, dann überprüft die Versicherungsgesellschaft nicht, ob die ermittelte Versicherungssumme tatsächlich dem Wert Ihres Hausrats entspricht. Für Sie ist das eine wichtige Sicherheit. Eine Kürzung der Leistungen wegen einer zu niedrig angesetzten Versicherungssumme ist durch den vertraglich verankerten Verzicht ausgeschlossen.

Aber Achtung: Die Bezeichnung Unterversicherungsverzicht ist ein wenig irreführend. Denn natürlich können Sie dennoch unterversichert sein. Die Gesellschaft prüft es nur nicht. Sagen wir, Sie besitzen eine 100 Quadratmeter große Wohnung und wählen die pauschale Berechnung mit 650 € pro Quadratmeter. Dann sind Sie bis zu 65.000 € versichert. Sie besitzen jedoch überdurchschnittlich teures Inventar im Wert von 100.000 €. Wegen des Unterversicherungsverzichts prüft die Gesellschaft nicht, ob Sie unterversichert sind. Haben Sie zum Beispiel einen Schaden von 20.000 €, bekommen Sie die komplette Summe ausgezahlt. Ist der Schaden jedoch größer und Sie verlieren - zum Beispiel durch einen Brand - Ihr gesamtes Hab und Gut, bekommen Sie nur den Schaden bis zur Höchstsumme ersetzt: sprich 65.000 € statt 100.000 €.

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VS.-Tipp:

Haben Sie eine Hausratversicherung abgeschlossen, müssen Sie bei einem Umzug unbedingt Ihre Versicherung informieren. Diese benötigt unverzüglich Ihre neue Adresse sowie die Wohngröße Ihres neuen Zuhauses. Hat sich die Quadratmeterzahl vergrößert, muss dementsprechend die Versicherungssumme angepasst werden. Weitere Infos zu dem Thema erhalten Sie hier:

Hausratversicherung bei Umzug

Individuelle Berechnung ohne Unterversicherungsverzicht

In bestimmten Fällen kann eine individuelle Berechnung sinnvoll sein. Hier einmal zwei Beispiele, die dies verdeutlichen.

Beispiel für eine zu hohe, pauschale Versicherungssumme: Sie besitzen ein großes Haus, das jedoch verhältnismäßig leer steht, da Sie es minimalistisch mögen. Hier sollten Sie den Wert selbst errechnen, da Sie andernfalls unnötig hohe Versicherungsbeiträge für eine enorme Versicherungssumme zahlen, die Sie niemals benötigen werden.

Beispiel für eine zu niedrige, pauschale Versicherungssumme: Sie wohnen in einer kleinen Wohnung, die dafür aber voller hochwertiger Designermöbel steht. Auch hier sollten Sie die Versicherungssumme selbst festlegen. Mit der pauschalen Berechnung wären Sie eventuell nicht ausreichend versichert. Denn die Hausratversicherung zahlt immer nur bis zur festgelegten Versicherungssumme, aber niemals darüber hinaus. Sie würden also auf einem Teil Ihrer Kosten sitzenbleiben.

Entgegen wirken können Sie einer Unterversicherung, indem Sie einen Tarif mit einer pauschal höheren Deckungssumme wählen. Gehen Sie am besten so vor: Multiplizieren Sie die Wohnfläche mit 650 € und addieren Sie Ihre Wertsachen hinzu.

Summenermittlungsbogen zur individuellen Berechnung nutzen

Erstellen Sie für die individuelle Berechnung am besten eine Liste Ihrer Gegenstände. Diese können Sie der Versicherung vorlegen. Bedenken Sie: Kaufen Sie sich nach dem Vertragsabschluss einen immens teuren Gegenstand, sollten Sie dies der Versicherung mitteilen, um den Wert anzupassen.

Um den Wert des Hausrates realistisch einzuschätzen, hilft Ihnen unser Wertermittlungsbogen. Einfach die entsprechenden Werte eintragen und schon wird die individuelle Gesamtsumme Ihres Hausrates automatisch berechnet: Summenermittlungsbogen.

Fazit: Wie wichtig ist der Unterversicherungsverzicht?

Für die meisten Haushalte ist die pauschale Berechnung der einfachere und auch bessere Weg. Haben Sie also einen Haushalt mit ganz „normalem“ Inventar, empfehlen wir Ihnen ebenfalls diesen Weg. Schließen Sie den Unterversicherungsverzicht mit ein, sind Sie auf der sicheren Seite und erhalten auch bei kleineren Schäden die Schadenssumme ohne Abzüge ersetzt.

Hier noch einmal die Vor- und Nachteile des Unterversicherungsverzichts im Überblick:

Vorteile pauschale Berechnung mit Unterversicherungsverzicht

  • Danke der Pauschale müssen Sie nicht mühselig selbst berechnen, wie viel Ihr Hausrat wert ist.
  • Die Versicherung prüft im Schadenfall nicht, ob Sie eventuell unterversichert sind.
  • Schäden werden im Rahmen der Versicherungssumme ohne Kürzungen aufgrund von Unterversicherung übernommen.
  • Da keine Prüfung erfolgt, erhalten Sie den Schaden in der Regel schneller ersetzt.

Nachteile pauschale Berechnung mit Unterversicherungsverzicht:

  • Liegt bei einer pauschalen Berechnung die Versicherungssumme deutlich über dem tatsächlichen Wert Ihres Hausrats, zahlen Sie eventuell unnötig hohe Versicherungsprämien.
  • Liegt bei einer pauschalen Berechnung die Versicherungssumme deutlich unter dem tatsächlichen Wert Ihres Hausrats, bekommen Sie bei einem Totalverlust des Hausrats nur die pauschal festgelegte Versicherungssumme ausgezahlt. Auf dem Rest der Kosten bleiben Sie sitzen.

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