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Wie geht es eigentlich nach dem Umzug weiter?

Familie zieht in das neue Haus

Endlich, der Umzug ist geschafft. Alle Kartons wurden ins neue Zuhause gebracht. Doch während sich deine fleißigen Helfer bereits ausruhen, geht es für dich noch einmal richtig los. Anmelden, ummelden und all diese organisatorischen Dinge kommen nun auf dich zu. Damit nach dem Umzug nichts in Vergessenheit gerät, haben wir dir jede Menge Tipps zusammengestellt – inklusive einer Checkliste zum Abhaken.

1. Die neue Adresse melden

Mit der neuen Wohnung ist eine neue Adresse verbunden. Dazu musst du zum Einwohnermeldeamt, damit du dort auch entsprechend gemeldet bist und deine Adresse im Personalausweis vermerkt wird. Sofern du das Auto auf einen neuen Zulassungsbezirk ummelden möchtest, steht hier der Weg zum zuständigen Straßenverkehrsamt an. Dazu kommen noch alle Vertragspartner wie Versicherungen, Banken, Abo-Dienste – einfach alle Dienstleister, bei denen du laufende Verträge unterhältst.


Diese Einrichtungen benötigen in jedem Fall deine neue Adresse:

  • Einwohnermeldeamt
  • Dein Arbeitgeber
  • Kindergarten, Schule, Universität & ähnliche Institute
  • Agentur für Arbeit (bei Arbeitslosigkeit)
  • Jobcenter oder Sozialamt (bei Bezug von Sozialleistungen oder Wohngeldzuschüssen)
  • Bafög-Amt
  • Familienkasse (bei Bezug von Kindergeld)
  • Finanzamt
  • Kfz-Zulassungsstelle
  • Krankenkasse (als Mitglied der Gesetzlichen Krankenversicherung)
  • Gebühreneinzugsstelle für TV und Rundfunk
  • Rentenversicherung
  • Steuer- und Stadtkassenamt (wenn du einen oder mehrere Hunde anmelden musst)

Online-Plattformen, auf denen du shoppst, müssen ebenfalls deine neue Adresse bekommen, damit künftig bestellte Sachen auch den Weg zu dir finden. Für den Schriftverkehr empfehlen wir dir parallel einen Nachsendeantrag über die Post. Damit wird deine Post sechs Monate an die neue Adresse geleitet – falls du einen deiner zahlreichen Vertragspartner übersehen haben solltest. Zu guter Letzt kannst du deine Freunde und Verwandten über deine neue Adresse informieren. Aber bitte nicht mit einem Post bei Facebook, sondern am besten einzeln per E-Mail oder WhatsApp.

2. Aufräumen in der alten Wohnung

Mache dir rechtzeitig Gedanken darüber, was du in dein neues Zuhause mitnehmen möchtest und was nicht. So kannst du zum Beispiel Möbel, die du nicht mehr brauchst, je nach Zustand verkaufen oder verschenken. Viele soziale Einrichtungen freuen sich über gespendete Möbel. Für Möbel, die nicht mehr transport- oder ab- und aufbaufähig sind, solltest du rechtzeitig eine Sperrmüllabholung beantragen. Es kann durchaus einige Wochen dauern, bis du einen Termin erhältst.

Auch Matratzen, alte Koffer und andere sperrige Gegenstände kannst du als Sperrmüll abholen lassen. Beachte jedoch: Elektrogeräte, Tapeten- und Teppichreste zählen nicht immer und überall zum Sperrmüll. Dies ist abhängig von der Kommune, von der Größe der Geräte und der Menge an Resten. Erkundige dich am besten beim für dich zuständigen Entsorgungsbetrieb. Sollten deine Elektrogeräte & Co. nicht abgeholt werden, besteht die Möglichkeit, sie selbst beim jeweiligen Entsorgungsbetrieb am Wertstoffhof abzugeben. Unter Umständen musst du dafür bezahlen, wenn Farbreste, Tapeten und Teppiche entsorgt werden sollen. Vermeide, den Müll aus der alten Wohnung direkt an deinem neuen Wohnort in den Müllcontainer zu packen. Das sorgt für Unmut bei den neuen Nachbarn, wenn du dir die Müllcontainer mit ihnen teilst.


Die Wohnung besenrein übergeben

Sofern es sich um eine Mietwohnung handelte, musst du diese dem Vermieter in der Regel besenrein übergeben. Besenrein bedeutet, dass du die Löcher von Nägeln und Dübeln zuspachtelst, die Wohnung reinigst und alle Schlüssel zurückgibst. Hast du neue Fußböden oder andere größere Veränderungen an der Wohnung vorgenommen, halte rechtzeitig Rücksprache mit dem Vermieter, ob diese Maßnahmen wieder rückgängig gemacht werden müssen. Je nach den Bedingungen im Mietvertrag musst du zudem Schönheitsreparaturen durchführen (Wände, Decken etc. streichen). Nicht immer sind solche Vorgaben jedoch bindend. Hast du die Wände jedoch in extremen Farben gestrichen, musst du diese wahrscheinlich zumindest weiß streichen. Sprich dich mit deinem Vermieter ab und wende dich bei Unsicherheit an einen Rechtsanwalt.

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Unser Tipp:

Halte beim Auszug alle Zählerstände fest, damit du nicht noch weiter mit Kosten für Strom, Gas oder Wasser belastet wirst. Ziehst du in eine Mietwohnung oder ein Mietshaus? Dann solltest du auch beim Einzug die Zählerstände notieren und ins Übergabeprotokoll aufnehmen. So beugst du späteren Unstimmigkeiten bei der Jahresabrechnung vor.

Deine To-do-Liste im Überblick:

  • Sperrmüll beantragen
  • Kaputte Elektrogeräte, Tapeten- und Teppichreste zum Wertstoffhof bringen
  • Mietobjekt reinigen (wenn vorhanden auch Kellerräume, Garagen o. Ä.).
  • Löcher in Wänden und Decken zuspachteln
  • Große Änderungen am Mietobjekt rückgängig machen (bei Bedarf)
  • Wände weiß streichen (je nach Absprache)
  • Schlüssel zurückgeben
  • Zählerstände festhalten (Strom, Gas, Wasser)

3. Sind alle Finanzen geregelt und Versicherungen informiert?

War die vorherige Wohnung eine Mietwohnung, kannst du bei Wohnungsübergabe die Kaution zurückfordern. Leider vergehen hier einige Monate, bis diese auf deinem Konto eingeht. Setze dir dafür eine Erinnerung in den Kalender. Wenn für die neue Wohnung eine Kaution erforderlich ist, so leistest du diese nun an den Vermieter. Nicht, dass das Mietverhältnis schon mit Spannungen durch finanzielle Aspekte beginnt.


Hausratversicherung und Gebäudeversicherung

Vergesse nicht, deine Hausratversicherung über deinen Umzug zu informieren. Dabei solltest du ihr nicht nur die neue Adresse mitteilen, sondern auch die Art des Objektes und den Wert des Hausrates. Da das Thema wichtig ist, haben wir dir dazu eine eigene Seite mit Informationen und Tipps zusammengestellt: Hausratversicherung & Umzug.

Für ein gekauftes Haus gilt: Übernehme zuerst die Gebäudeversicherung des vorherigen Eigentümers. Schaue dir die Gebäudeversicherung an, ob alle wichtigen Punkte wie Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm, Hagel und Elementargefahren versichert sind. Falls du eine eigene Gebäudeversicherung neu abschließen möchtest, kannst du die bestehende innerhalb von vier Wochen nach Eigentumsumschreibung im Grundbuch kündigen und neu abschließen. Dazu solltest du dir ebenfalls Erinnerungen setzen. Daneben benötigen natürlich deine Hausbank und alle Versicherungen deine neue Adresse.


Steuern: von Hund bis Umzugsunternehmen

Hast du beim Umzug sogar ein Umzugsunternehmen beauftragt? Dann kannst du diese Aufwendungen in deiner Steuererklärung als außergewöhnliche Belastungen geltend machen. Falls du einen Hund oder sogar mehrere besitzt, musst du diese bei der Kommune anmelden. Hier kann es passieren, dass die Steuersätze höher liegen als an deinem vorherigen Wohnort. Ärgern hilft da nicht: Die Hundesteuer ist eine kommunale Steuer und wird von jeder Stadt und Gemeinde individuell festgelegt.


Hieran solltest du also denken:

  • Kaution an neuen Vermieter überweisen
  • Versicherungen informieren und gegebenenfalls anpassen (z. B. deine Hausratversicherung, Gebäudeversicherung, Kfz-Versicherung, Privathaftpflicht, Rechtsschutzversicherung, Hunde- oder Pferdehaftpflicht etc.)
  • Geld- und Kreditkarteninstitute (Girokonto, Sparbücher, Depots, Kreditkarten) in Kenntnis setzen
  • Rechnungen für Umzugsunternehmen, Handwerker & Co. Aufbewahren für deine Steuererklärung
  • Tasso (falls du dort dein/e Haustier/e registriert hast)

4. Stromanbieter und Wasserwerk informieren

Strom, Wasser, Internet, TV oder Telefon: Alles war wie selbstverständlich da, muss aber bei einem Umzug neu sortiert werden. Und zwar am besten schon kurz vor dem Umzug. Ansonsten sitzt du in deinen neuen vier Wänden ohne Strom und Wasser auf dem Trockenen. Nutze die Gelegenheit, um deine Verträge neu zu ordnen und unter Umständen bessere Konditionen zu verhandeln.


Dazu gehören die folgenden Versorger und Unternehmen:

  • Stromanbieter
  • Gasanbieter oder Heizöllieferant (je nach Wärmeversorgung)
  • Wasserversorger
  • Müllabfuhr
  • Festnetzanbieter
  • Mobilfunkanbieter
  • Internetdienstleister
  • Presseverlage (Tageszeitungen, Wochenzeitungen, Magazine)

Stichwort Müllabfuhr: Als Mieter musst du dich keine Gedanken um die Müllabfuhr machen, das erledigt der Vermieter. Als frischgebackener Hauseigentümer musst du dich nun selbst darum kümmern. Wende dich dazu an deinen neuen ortsansässigen Entsorgungsbetrieb.


Sonstiges

Die wichtigsten Dinge sind nun erledigt. Nun kommen jedoch noch viele kleine, persönliche Adressänderungen auf dich zu. Hast du zum Beispiel bisher den öffentlichen Nahverkehr genutzt? Dann denke daran, dein Dauerticket anzupassen. Bist du in eine andere Stadt gezogen, musst du dein Abo meist sogar kündigen und ein neues abschließen. Vorteil bei einem Umzug in eine andere Stadt: Vereinsmitgliedschaften, Fitnessstudio oder Theaterabonnements lassen sich sofort kündigen. Das spart natürlich auch noch Geld.

Denke bei der Kündigung/Adressänderung auch an:

  • Monatsfahrkarten (o. Ä.) für den ÖPNV
  • Vereinsmitgliedschaften
  • Fitnessstudio
  • Theaterabos
  • Kirche
  • Versandhandel und ähnliche Onlinehändler
  • einen Nachsendeantrag
  • Zu guter Letzt: Freunde und Familie nicht vergessen

5. Mache deine neue Wohnung zum Zuhause

Sobald du die ersten 4 Punkte abgehakt hast, kannst du in Ruhe dein neues Heim einrichten. Jetzt beginnt die Zeit, wo du zuhause ankommst und dich fallen lassen kannst. Dazu kommen in vielen Fällen neue Möbel, neue Deko oder auch ein neu gestalteter Garten. Der Wohlfühlfaktor steht dabei an erster Stelle. Abgesehen davon muss das Provisorium mit noch verpackten Möbeln oder den letzten, nicht ausgepackten Kartons mal ein Ende finden.

Nichts dauert nämlich länger als ein Provisorium. Das vermeidest du nur, wenn auch das letzte Bild seinen Platz gefunden hat, das letzte ausgediente Teil auf dem Sperrmüll liegt und Garten, die Terrasse oder der Keller auf Vordermann gebracht sind.

Sofern du in eine neue Stadt gezogen bist, mache abends mal ein paar Spaziergänge durch die neue Umgebung und lerne dein Umfeld kennen. Manchmal ist es auch hilfreich, bei den Nachbarn anzuklingeln und dich vorzustellen. Das schafft eine solide Vertrauensbasis untereinander und nimmt im Vorfeld das Risiko ein wenig raus, dass du womöglich mit neuen Nachbarn direkt Streit wegen einer Nichtigkeit vom Zaume brichst.

Deine Checkliste zum Download

Anmelden, abmelden, ummelden: Hast du an alles gedacht? Im Umzugsstress gerät leider schnell einmal etwas in Vergessenheit. Damit du leichter den Überblick behältst, haben wir dir eine Liste mit Ämtern, Banken und Co. erstellt, die deine neue Adresse benötigen können. Einfach ausdrucken und Erledigtes abhaken.
Checkliste: Daran musst du nach dem Umzug denken