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Welche Versicherung ist für Sturmschäden zuständig?

Dachschaden nach einem Sturm

Stürme treten immer häufiger auf und nehmen an Intensität zu. Bei den meisten Stürmen kommt es zu Schäden durch herabfallende Ziegel und umherfliegende Gegenstände, die nicht gesichert wurden. Vor allem Sturmschäden an und in Gebäuden sowie an Autos sind keine Seltenheit. Eine der ersten Fragen ist in solchen Fällen: Welche Versicherung übernimmt den Schaden? Denn je nach Schaden und Situation greifen unterschiedliche Versicherungen.

Wir erklären dir anhand von 5 Beispielen, wann welche Versicherung für Sturmschäden aufkommt:

Beispiel 1: Wer zahlt bei Sturmschäden am Haus?

Wird das Dach deines Eigenheims durch einen Sturm abgedeckt oder stürzt ein Baum auf deine Garage, wird das meist richtig teuer. Zum Glück deckt deine Gebäudeversicherung solche Schäden ab. Sie übernimmt die Kosten, die zur Reparatur des Hauses nach einem Sturm notwendig sind. Vorausgesetzt, der Sturm hatte mindestens Windstärke 8. Abgesichert sind neben deinem Eigenheim auch

  • Nebengebäude
  • Carports
  • Garagen
  • Gartenhäuschen

Ebenso sind die Folgenschäden versichert, wenn durch das defekte Dach Regenwasser eindringt und Schäden im Innenbereich des Hauses verursacht. Davon betroffen sein können beispielsweise Böden oder Wände. Möbel oder Teppiche werden hingegen nicht von der Gebäudeversicherung ersetzt. Dafür gibt es schließlich die Hausratversicherung.


Besteht für geöffnete Fenster bei einem Sturm Versicherungsschutz?

Bedenke, dass du deiner Gebäudeversicherung gegenüber bestimmten Sorgfaltspflichten hast. Dazu gehört, dass du das Risiko eines Schadens minimierst. Das bedeutet: Bei Sturm musst du die Fenster geschlossen halten, damit kein Regenwasser ins Haus eindringen kann. Gelangt bei einem Unwetter eine größere Menge Regenwasser beispielsweise über ein geöffnetes Dachfenster ins Haus, kann es sein, dass deine Versicherung den Schaden ablehnt. Für die Feuchtigkeit im Mauerwerk musst du also selbst aufkommen. Ausnahme: Deine Gebäudeversicherung ersetzt auch Schäden, die durch grobe Fahrlässigkeit entstanden sind. Das ist aber längst noch nicht bei jedem Versicherer der Fall.

Beispiel 2: Leistet die Hausratversicherung für Sturmschäden?

Klar, denn durch einen Sturm kann es passieren, dass auch dein Hausrat zu Schaden kommt. Beispielsweise bei zerbrochenen Fenstern oder einem Schaden am Dach. Dann ist der Hausrat der Witterung ausgesetzt und unter Umständen nicht mehr zu gebrauchen. Wenn du eine Hausratversicherung hast, brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Sie ersetzt dir den Schaden an deinem Hausrat, sodass du die beschädigten Gegenstände neu beschaffen kannst.


Sind Terrassenmöbel bei Sturm versichert?

Moderne Hausratversicherungen bieten meist zusätzlichen Schutz. So sind beispielsweise auch Gartenmöbel, die sich auf der Terrasse befinden, gegen Sturmschäden versichert. Das gilt sogar für den Terrassenpavillon, sofern sich dieser unmittelbar am Haus befindet. Ein Trampolin, das auf der Wiese im Garten steht, unterliegt hingegen nicht dem Versicherungsschutz.

Wichtig ist auch, dass du bei einem aufkommenden Sturm alles unternimmst, um das Schadensrisiko so gering wie möglich zu halten. Dazu gehört, dass du bei deinem Terrassenpavillon das Dach abnimmst, um dem Wind keine Angriffsfläche zu bieten.

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Empfehlung: Elementarschäden mit absichern

Bei einem Sturm ist es häufig auch sehr regnerisch. Überflutete Grundstücke und vollgelaufene Keller sind daher keine Seltenheit. Für solche Schäden besteht jedoch weder in der Gebäude- noch in der Hausratversicherung Versicherungsschutz. Denn bei Überschwemmungen handelt es sich nicht um die Folge eines Sturms, sondern um eine Begleiterscheinung. Abgesichert bist du in solchen Fällen nur, wenn du die Elementarversicherung als Zusatzbaustein in deine Gebäude- und Hausratversicherung eingeschlossen hast.

Beispiel 3: Dachschaden durch Sturmschaden

Schäden am Dach sind Klassiker, wenn es draußen kräftig stürmt. So manches Haus ist den Naturgewalten nicht gewachsen und es lösen sich Dachziegel, die dann herabfallen oder sogar umhergewirbelt werden. Kommt es so zu einem Schaden an fremdem Eigentum oder es verletzen sich dabei sogar Menschen, so musst du beweisen, dass dein Hausdach in einem einwandfreien Zustand war. Kannst du dies nicht, haftest du für solche Schäden. Eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht ist jetzt Gold wert. Diese kommt für solche Schäden auf - vorausgesetzt die grobe Fahrlässigkeit ist mitversichert. Ansonsten kann es sein, dass du einen Teil der Kosten selbst tragen musst.

War dein Dach jedoch in einem einwandfreien Zustand, haftet je nach Schaden die jeweilige Versicherung des Geschädigten. Wurde durch den Dachziegel beispielsweise ein fremdes Auto beschädigt, muss der Fahrzeugbesitzer seine Kaskoversicherung einschalten. Kam es zu einem Schaden am Nachbarhaus, zahlt dessen Gebäudeversicherung.

VS.-Tipp: Nicht nur als Eigentümer, sondern auch als Mieter haftest du in solchen Fällen. Denke daher immer daran, deine Balkonmöbel, Blumentöpfe, Girlanden und auch Vogelhäuschen vor einem Sturm zu sichern. Sollte trotz Sicherung einmal etwas passieren, springt deine Privathaftpflicht für dich ein.

Beispiel 4: Wer haftet, wenn ungesicherte Gegenstände herumgewirbelt werden?

Es ist nicht abwegig, dass bei einem Sturm Gegenstände aus deinem Garten auf einmal beim Nachbarn in ein Fenster einschlagen. Ob das nun der Sonnenschirm ist, das Kindertrampolin oder eine leere Mülltonne: Bei Sturmwarnung musst du lose Gegenstände so sichern, dass diese nicht weggeweht werden. Sonst stehst du in der Haftung und musst den Schaden beim Nachbarn bezahlen. Auch hier gilt: Ist die grobe Fahrlässigkeit bei deiner Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht mitversichert, kommt diese für den Schaden auf. Ist in einem solchen Fall dein eigenes Haus betroffen, so kommt unter Umständen die Gebäudeversicherung oder die Glasversicherung dafür auf. Das hängt davon ab, wie du dich selbst versichert hast.

Beispiel 5: Kommt die Kfz-Versicherung für Sturmschäden auf?

Wird dein Fahrzeug durch einen Sturm beschädigt, ist das ein Fall für deine Teilkaskoversicherung. Wie die meisten Gebäude- und Hausratversicherungen leistet diese ab Windstärke 8 und höher. Kracht also ein Ast oder Dachziegel während eines Sturms auf dein Auto, bist du gut abgesichert. Hast du eine Vollkaskoversicherung, bist du oft auch bei Stürmen mit geringerer Windstärke auf der sicheren Seite.

So schützt du dich bei Stürmen

Es sind einfache Dinge, die doch manchmal aus dem Blick geraten. Unsere Tipps sind dir also sicherlich nicht unbekannt.

  • Schließe, wenn du das Haus verlässt, immer die Fenster - auch in den oberen Stockwerken. Nicht nur, um das Einbruchsrisiko zu minimieren, sondern im Falle eines Wetterwechsels gewappnet zu sein. Auf Kipp stehende Fenster bieten einem Sturm viel Angriffsfläche und können aus der Verankerung reißen.
  • Sichere deine Gartenmöbel und Mülltonnen oder verstaue diese im Schuppen bzw. in deiner Garage. So können diese bei einem Sturm nicht zu Schaden kommen oder auf das Nachbargrundstück fliegen. Das gilt auch für Kindertrampolins. Diese bieten nämlich besonders viel Angriffsfläche bei einem Sturm und können tatsächlich auch über mehrere Gärten hinweg noch zu einem Schaden führen.
  • Parke dein Auto bei Sturmwarnungen möglichst nicht unter Bäumen, in der Nähe einer Baustelle oder neben baufälligen Häusern.
  • Räume Balkon und Terrasse. Denke auch daran, alle Blumenkästen abzuhängen, die nicht sturmsicher befestigt wurden und deine ausfahrbare Markise einzufahren.
  • Befestige lose Dachziegel und Fassadenteile. Achte auch darauf, dass dein Sichtschutzzaun sicher im Boden verankert ist.

Fazit - diese Versicherungen helfen bei Sturmschäden

Je nachdem, was durch einen Sturm beschädigt wurde, greifen unterschiedliche Versicherungen. Als Hausbesitzer bist du im Fall der Fälle mit einer Gebäudeversicherung, Hausratversicherung sowie einer Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht gut abgesichert. Mieter, die eine Hausratversicherung und Privathaftpflicht abgeschlossen haben, sind bei Sturmschäden ebenfalls gut aufgestellt. Als Autobesitzer benötigst du zusätzlich noch eine Kaskoversicherung.