Meine Katze kommt nicht nach Hause

Hilfe, meine Katze ist verschwunden. Ein Szenario, das viele Katzenfreunde schon erlebt haben. In den meisten Fällen kommt die Katze innerhalb kurzer Zeit nach Hause. Was ist aber, wenn die Katze verschwunden bleibt?
Warum laufen Katzen weg? Finden sie von allein nach Hause zurück? Welche Schritte kannst Du jetzt unternehmen? In diesem Artikel beantworten wir diese Fragen und geben Dir hilfreiche Tipps, wie Du Deine entlaufene Katze wiederfinden kannst.
Warum laufen Katzen weg und wie lange bleiben sie fort?
Wie lange deine Katze fernbleibt, hängt vor allem vom Grund ihres Verschwindens ab. Es gibt viele Ursachen, warum Katzen ihr Zuhause verlassen oder länger als üblich wegbleiben. In vielen Fällen kehren sie bereits nach wenigen Stunden zurück, doch verschiedene Faktoren beeinflussen, wie lange sie tatsächlich unterwegs sind::
- Paarungszeit und Hormone:
Ungestörte Kater und Katzen gehen auf Partnersuche. Besonders zur Paarungszeit ist dieser Trieb so stark, dass sie das Hungergefühl ignorieren und oft sogar zwei Wochen abwesend sind. - Jahreszeit und Wetter:
Im warmen Sommer sind Freigängerkatzen besonders aktiv. Der Erkundungsdrang ist bei schönem Wetter deutlich höher, weshalb sie oft erst spät nachts oder nach Tagen heimkehren. Im Winter bleiben sie meist in Hausnähe. - Revierverhalten und Kämpfe:
Je nach Wohnlage haben Katzen unterschiedlich große Gebiete. Bei Revierstreitigkeiten mit anderen Katzen kann es passieren, dass sich deine Katze unterlegen fühlt, verletzt wird und sich erst einmal versteckt, bis sie sich wieder nach Hause zu trauen. - Langeweile und Neugier:
Ist das eigene Zuhause nicht reizvoll genug, suchen Katzen Abwechslung in der Umgebung. Gerade junge Katzen gehen oft auf weite Entdeckungstour und finden manchmal nicht sofort zurück. - Schreckmomente und Orientierung:
Hat die Katze die Orientierung verloren, zum Beispiel nach einem Umzug oder weil sie durch ein lautes Geräusch panisch davongelaufen ist, stehen die Chancen schlecht, dass sie schnell zurückfindet. In solchen Fällen bleibt sie oft dauerhaft verschwunden, wenn nicht aktiv gesucht wird.
Tipp: Falls Deine Katze länger als üblich wegbleibt, lohnt sich eine gezielte Suche in der Nachbarschaft und ein aufmerksam geführtes Tagebuch über ihr übliches Rückkehrverhalten.
Wie groß ist das Gebiet von Katzen?
Das Revier von Katzen ist meist sehr groß. Eine kastrierte Hauskatze hat in der Regel eine Reviergröße von bis zu 2.000 Quadratmetern. Bei unkastrierten Katzen ist es noch umfangreicher. Je nach Umgebung (städtisch oder ländlich) kann das Revier locker bis zu 50.000 Quadratmetern betragen. Das ist ein Radius von etwa 150 Metern. Es mag zwar nicht viel klingen, aber die müssen erst mal durchforstet werden, wenn die Katze verschwunden ist.
Die Natur hat Katzen ein großes Lern- und Erinnerungsvermögen mitgegeben. Sie wissen, wo Straßen sind, wo der Nachbarshund unterwegs ist oder welche Artgenossen sich in ihrem Revier herumtreiben. Dennoch kann es zu Ausnahmesituationen kommen, welche die Rückkehr nach Hause erschweren.
Wie lange kann eine entlaufene Katze überleben?
Wie gut eine verschwundene Katze überlebt, hängt stark von ihren Erfahrungen, dem Umfeld und der Jahreszeit ab. Vor allem ist es für Hauskatzen problematisch, sich außerhalb von Haus oder Wohnung zu orientieren. Selbst wenn Deine Freigängerkatze Dir regelmäßig Mäuse vor die Tür legt, heißt das nicht, dass sie draußen länger überlebensfähig ist. Es gibt viele Risiken, die einer entlaufenen Katze zum Verhängnis werden können.
- erhöhtes Unfallrisiko durch unbekannten Straßenverkehr
- Verletzungsgefahr durch Hunde, Greifvögel oder Wildtiere wie Füchse
- nächtliche Kälte und widriges Wetter
- mangelnde Nahrung und schwierige Wasserversorgung
- Vergiftungen oder Krankheiten durch das Fressen ungeeigneter Beute oder Abfälle
Diese Risiken können das Überleben einer Katze stark beeinträchtigen. Trotzdem gelingt es in vielen Fällen, dass Katzen oft auch nach Tagen oder Wochen den Weg nach Hause zurückfinden. Wichtig: Warte nicht zu lange mit der Suche und bitte auch Nachbarn um Mithilfe!
Meine Katze ist verschwunden: Suchtipps für vermisste Katzen
Dass die Katze nicht mehr nach Hause kommt, kann den Alltag ganz schön durcheinander wirbeln. Es gibt vom Grundsatz her mehrere Möglichkeiten ihres Fernbleibens: Entweder sie hat auf ihrer Tour Angst bekommen oder wurde verletzt und versteckt sich irgendwo. Die andere Option ist, dass sie in einem Versteck versehentlich eingesperrt wurde und sich nicht mehr befreien kann. Zu guter Letzt besteht noch die Chance, dass Deine Katze einfach alles entdecken will und fortwährend in Bewegung ist.
Die Suche in der nähreren Umgebung
Das Wichtigste ist, einen kühlen Kopf zu bewahren und die Zeit sinnvoll für die Suche zu nutzen. Auch wenn Du Dir Sorgen machst, planvolles Vorgehen erhöht die Chancen, Deine Katze wiederzufinden.
- Suchradius festlegen:
Starte in der Nähe Deines Hauses mit bekannten Verstecken, etwa dichtes Gebüsch, Nachbars Garten, unter parkenden Autos oder in Ecken, in die man leicht schlüpft. - Leckerli-Depots:
Richte an Orten, an denen Du Deine Katze vermutest, kleine Futterstellen ein. Besitzt Du eine Wildkamera, kannst Du herausfinden, ob Deine Katze das Futter annimmt. - Radius erweitern:
Findest Du Deine Katze dort nicht, vergrößere den Suchbereich Schritt für Schritt. - Nachbarn einbeziehen:
Bitte Nachbarn um Erlaubnis, bevor Du deren Grundstück absuchst. Weise sie darauf hin, in ihren Kellern, Garagen oder Schuppen nachzuschauen. Katzen werden dort oft versehentlich eingesperrt. - Ungewöhnliche Verstecke nicht vergessen:
Schau auch in Bäumen nach. Es kommt vor, dass Katzen vor Angst oder anderen Tieren auf einen Baum flüchten und sich dann nicht mehr heruntertrauen.
In der Dunkelheit oder spät abends sind die Bedingungen für die Suche oft besser. Nachts ist es ruhiger, weniger Autos fahren und andere Geräusche nehmen ab. So kann Deine Katze Deine Rufe besser wahrnehmen.
Tipp: Mit einer Taschenlampe lassen sich in der Dunkelheit oft die reflektierenden Augen einer Katze entdecken.
Steckbrief erstellen und die Suche ausweiten
Die Katze wird vermisst und ist trotz umfangreicher Suche nicht auffindbar? Dann hilft es, in Deiner Umgebung Steckbriefe oder Suchplakate aufzuhängen. Diese sollten die folgenden Angaben enthalten:
- Name der Katze
- Datum des Verschwindens
- Fellfarbe
- besondere Kennzeichen
- kurze Angaben zum gewohnten Umfeld
Gib dazu Deine Kontaktdaten an. Bitte auf dem Steckbrief darum, dass jeder in seinem Keller, Schuppen oder Garage nachschauen soll, ob die Katze sich womöglich dort aufhält.
Vorsicht vor Betrügereien!
Leider kommt es immer wieder vor, dass Unbekannte mit dem Leid anderer Profit machen möchten. Leiste niemals Zahlungen an Personen, die Geld für Hinweise zu Deiner Katze verlangen. Seriöse Tierfreunde oder Finder geben Informationen ohne finanzielle Forderungen.
Tierärzte und Tierheime kontaktieren
Es passiert häufiger, dass Finder Deine Katze zu einem Tierarzt, ins Tierheim oder sogar zur Polizei bzw. Feuerwehr bringen. Erkundige Dich daher regelmäßig bei diesen Stellen, ob eine Katze gefunden und abgegeben wurde. Achtung: Ohne Mikrochip und Registrierung kann Deine Katze Dir dort unter Umständen nicht zugeordnet werden.
Ein Fall für den Tierarzt
Kehrt Deine Katze nach längerer Abwesenheit abgemagert, humpelnd oder mit stumpfem Fell zurück, ist Vorsicht geboten. Auch verklebte Augen oder ein allgemeiner abgeschlagener Eindruck können ein Hinweis auf Verletzungen oder Krankheiten sein. In solchen Momenten gilt: Zögere nicht, sondern kontaktiere sofort einen Tierarzt! Oft schleppen sich Katzen mit letzter Kraft zurück nach Hause. Schnelle, professionelle Hilfe kann in diesen Fällen Leben retten.
Tierarztkosten können, besonders bei Notfällen, Operationen oder langwierigen Behandlungen, rasch eine große finanzielle Belastung werden. Um im Ernstfall keine Kompromisse bei der Behandlung eingehen zu müssen, ist eine Katzenkrankenversicherung ratsam. Solche Versicherungen übernehmen, je nach Tarif, beispielsweise Kosten für:
- Operationen und ambulante Behandlungen
- Vorsorgemaßnahmen wie Impfungen, Zahnbehandlungen und Wurmkuren
- alternative Heilmethoden wie Akupunktur oder Physiotherapie
So sorgst Du dafür, dass Deiner Katze immer die bestmögliche Versorgung offensteht, auch, wenn der Ernstfall eintritt.
Schütze Deine Katze und Dich mit einer Katzenkrankenversicherung
- Selbstbeteiligung: 150 €
- Jahreshöchstentschädigung: unbegrenzt
- Vorsorgemaßnahmen (Impfung, Wurmkur): 150 € - jedes Jahr
- Erstattung nach Gebührenordnung der Tierärzte (GOT): 4-facher Satz
36,74 €
(monatlich)
- Selbstbeteiligung: 10 %
- Jahreshöchstentschädigung: unbegrenzt
- Vorsorgemaßnahmen (Impfung, Wurmkur): 150 € - jedes Jahr - incl. Zahnprophylaxe
- Erstattung nach Gebührenordnung der Tierärzte (GOT): 4-facher Satz
41,36 €
(monatlich)
- Selbstbeteiligung: keine
- Jahreshöchstentschädigung: unbegrenzt
- Vorsorgemaßnahmen (Impfung, Wurmkur): 100 € jährlich u. a. für Impfungen, Wurmkuren, Zahnprophylaxe, Floh- und Zeckenmittel
- Erstattung nach Gebührenordnung der Tierärzte (GOT): 4-facher Satz
45,96 €
(monatlich)
Noch mehr Tarife findest Du in unserem großen Online-Versicherungsvergleich:
Warum sollte ich meine Katze registrieren lassen?
Ein Mikrochip und die Registrierung Deiner Katze sind der beste Schutz, falls sie einmal entlaufen sollte. Mit einem Chip kann jede gefundene Katze eindeutig identifiziert werden, die Rückführung gelingt so viel schneller und einfacher. Lass Deine Katze beim Tierarzt mit einem Mikrochip versehen. Der Arzt nimmt dabei alle relevanten Daten auf und unterstützt Dich auf Wunsch bei der Registrierung in gängigen Haustierdatenbanken wie TASSO oder FINDEX (Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes).
Vorteil: Wird Deine Katze von jemandem gefunden und zum Tierarzt oder ins Tierheim gebracht, kann der Chip direkt ausgelesen und Deine Katze eindeutig Dir zugeordnet werden.
Mehr zum Thema findest Du in unserem Blogbeitrag: Katze chippen.
Wir drücken Dir die Daumen, dass Dein Liebling bald wieder zu Hause ist!