Ein Heim für Igel: So baust Du im Handumdrehen ein Igelhotel
Das brauchst Du für Dein Igelhotel
Die Bauteile und Werkzeuge, die Du für ein Igelhotel brauchst, findest Du ganz einfach in jedem Baumarkt. Vielleicht hast Du das eine oder andere bereits im Haushalt. Genauer gesagt benötigst Du die folgenden Komponenten:
Materialien

- eine geräumige Holzkiste (das Herzstück des Igelhauses, nach ihrer Größe richtet sich auch die Größe der anderen Materialien)
- ein kleines Brett oder mehrere Bretter für die Trennwand
- für das Dach: ein großes, quadratisches Brett (größer als die Holzkiste), idealerweise eine Siebdruckplatte
- ein kleines Kantholz als Dachstütze (in der Breite der Holzkiste)
Werkzeuge
- einen Bohrschrauber
- alternativ: einen Bohrer und einen Akkuschrauber/Schraubenzieher
- eine Stichsäge
- versenkbare Holzschrauben
- Schleifpapier
- einen Zollstock
- einen Bleistift (zum Markieren)
Igelhaus-Bauanleitung: Schritt für Schritt
Schritt 1: Trennwand vorbereiten

Als Erstes bereiten wir die Trennwand für das Igelhotel vor. Sie soll den Igel zum Beispiel vor dem Zugriff von Katzen schützen, die sonst einfach mit dem Kopf oder den Pfoten hineinlangen könnten. In unserem Beispiel haben wir zwei Bretter verwendet, weil wir diese übrig hatten. Noch einfacher geht es aber mit einem einzelnen, großen Brett.
Wichtig ist, dass die Abtrennung insgesamt so hoch ist wie Deine Holzkiste und so breit wie die schmale Seite der Kiste. Passen die Maße nicht, musst Du die Bretter entsprechend zuschneiden.
Schritt 2: Ausschnitt für die Abtrennung

Hast Du ein Brett mit den richtigen Maßen, kannst Du jetzt einen Durchgang hineinschneiden, durch den später Dein Igel passt. Zeichne dabei ein Quadrat von 10 x 10 cm ein. Lege dann das Brett auf eine feste Unterlage, stabilisiere es und schneide mit der Stichsäge an Deiner Vorzeichnung entlang.
Schritt 3: Eingang ausschneiden

Jetzt brauchen wir einen hübschen Eingang für das Igelhaus, der ebenfalls 10 x 10 cm groß sein muss. Auch hier solltest Du wieder eine Vorzeichnung anfertigen. Danach kannst Du den Eingang mit der Stichsäge entlang der Vorzeichnung aus der Holzkiste ausschneiden. Achte wieder darauf, sie gut zu stabilisieren.
Schritt 4: Trennwand einsetzen

Als Nächstes wird die vorbereitete Trennwand in die Kiste eingesetzt. Wichtig ist, dass der Durchgang in der Abtrennung hinten ist, also möglichst weit vom Eingang des Igelhotels entfernt.
Schritt 5: Abtrennung befestigen

Nun kannst Du die Abtrennung beidseitig mit der Holzkiste verschrauben. Vier Schrauben pro Seite sollten genügen. Wenn Du es noch stabiler haben willst, kannst Du aber auch an jeder Seite weitere Schrauben befestigen. Wir haben versenkbare Holzschrauben benutzt, um die Verletzungsgefahr weiter zu reduzieren.
Schritt 6: Sägekanten glätten

Damit sich kein Igel an Deinem Haus verletzt, solltest Du jetzt alle Sägekanten, sowohl am Eingang als auch am Durchgang in der Trennwand, mit einem Schleifpapier abschleifen, bis es keine rauen Kanten, Grate oder Splitter mehr gibt.
Schritt 7: Dachunterlage vorbereiten

Im nächsten Schritt kümmern wir uns ums Dach Deines Igelhotels. Da wir ein Schrägdach haben wollen, von dem Regenwasser abfließen kann, müssen wir das Dach auf einer Leiste, am besten in Form eines Kantholzes, „aufbocken“. Diese Leiste muss genauso breit sein wie die Holzkiste. Ist sie länger, markiere die passende Länge wieder mit einem Bleistift und schneide das Holzstück mit der Stichsäge zurecht.
Schritt 8: Dachunterlage befestigen

Jetzt wird die Dachleiste auf der Kiste von der Innenseite aus mit 3 oder 4 Schrauben befestigt. Es empfiehlt sich hier, die Löcher in der Kiste vorzubohren, damit sich die Leiste leichter verschrauben lässt.
Schritt 9: Dach aufsetzen

In einem letzten Schritt können wir jetzt das Dach auf das Igelhaus setzen. Wichtig ist, dass es an allen Seiten fünf bis zehn Zentimeter übersteht. Ist die Siebdruckplatte für das Dach richtig platziert, kann sie mit der Holzleiste verschraubt werden. Voilà, Dein Igelhotel ist fertig!
Was ist die richtige Füllung für ein Igelhotel?
Nachdem jetzt praktisch der Rohbau des Igelhauses vollendet ist, muss es noch „möbliert“, also mit einem weichen und bequemen Untergrund ausgestattet werden. Am besten ist hierfür trockenes Laub geeignet. Reisig, Heu oder Stroh können aber andernfalls auch gute Alternativen sein.
Außerdem kannst Du kleine Laub- oder Reisighaufen rund um das Hotel platzieren, damit der Igel sich sein Haus selbst „einrichten“ kann. Auch das Dach Deines Igelhauses kannst Du mit Laub bedecken, um es für Igel noch natürlicher und wohnlicher zu machen und es zugleich besser zu isolieren.
Wo ist der beste Platz für Dein Igelhaus?
Jetzt, wo Dein Igelhaus bezugsfertig ist, brauchst Du nur noch einen guten Ort, um es aufzustellen. Besonders gut ist dafür eine Stelle geeignet, an der es schattig, ruhig, wettergeschützt und möglichst trocken ist. Idealerweise stellst Du es deshalb unter einer Hecke oder einem Gebüsch auf.
Wichtig ist, dass der Boden des Hotels nicht zu feucht ist. Am besten, Du trägst die Erdschicht, auf der Dein Igelhotel stehen soll, so gut wie möglich ab und streust dort stattdessen ein Gemisch aus Sand und Kies aus. Stattdessen kannst Du auch Zeitungspapier oder Pappe als Bodenauskleidung verwenden.
Darauf können dann noch Bretter oder flache Steine ohne spitze Kanten gelegt werden. Das ist gut für die Luftzirkulation und lässt das Haus schneller trocknen. Der Eingang sollte sich zudem an der wetterabgewandten Seite befinden, damit es für die Tiere einladender ist.
Möchtest Du wissen, ob ein Igel in Dein Haus eingezogen ist, gibt es noch einen ganz einfachen Trick: Du kannst direkt vor dem Eingang des Hotels ein wenig Sand ausstreuen. So siehst Du auf einen Blick, ob dort kleine Fußspuren ihre Abdrücke hinterlassen haben.
Wann solltest Du das Igelhotel aufstellen?
Wenn Du vor allem ein Igelheim für den Winterschlaf anbieten willst, solltest Du Dein Igelhotel am besten schon im September, allerspätestens aber Anfang November platziert haben. Doch auch im späten Frühling bis Sommer, etwa zwischen Ende Mai und Ende August, kann das Igelhaus sehr nützlich sein.
Dann nämlich können die Igel es nutzen, um darin ihren Nachwuchs großzuziehen, oder es auch generell als ruhigen Schlafplatz verwenden. Theoretisch kannst Du das Haus, abgesehen von der Reinigung, also praktisch das ganze Jahr draußen stehen lassen.
Reinigung des Igelhotels
Nach dem Winter, wenn der putzige Bewohner den Winterschlaf abgeschüttelt hat und wieder ausgezogen ist, ist es an der Zeit, das Igelhotel zu reinigen. Mache das unbedingt ohne aggressive Reinigungsmittel.
Besser verwendest Du einfach nur Wasser und eine Wurzelbürste. Trage beim Saubermachen aber Handschuhe, um Dich selbst vor Parasiten und Keimen zu schützen. Ist alles sauber, muss die Behausung nur noch gut durchtrocknen.
Jetzt kann Dein Igelhaus wieder hergerichtet werden und einem weiteren, oder auch demselben Igel, einen sicheren, schönen Unterschlupf bieten. Deine Mühen haben sich also gelohnt. Wichtig ist jedoch, dass das Haus danach wieder an derselben Stelle steht. Die Tiere sind nämlich standorttreu.
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Gerade im Herbst und Winter brauchen Igel dringend einen Unterschlupf, der sie vor Kälte, Nässe und Fressfeinden schützt. Und hier kommst Du ins Spiel. Denn mit unserer anschaulichen Bauanleitung wirst Du ruckzuck zum Bauherren eines komfortablen und kuscheligen Igelhotels, in dem sich die kleinen Stachelfreunde richtig wohlfühlen.