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Hitzschlag bei Katzen

Katze liegt in der Sonne

Sommer und Sonne pur – nichts ist besser als der kräftige Sonnenschein, der die Menschen in diesen Wochen viel Zeit draußen verbringen lässt. Sie genießen den Sommer in vollen Zügen. Im Gegensatz zu unseren Haustieren, die bei großer Hitze oftmals still vor sich hin leiden.

Hitzschlag bei Katzen – das ist im Sommer ein großes Risiko und nicht zu unterschätzen. Zuviel Sonne und Hitze können für deine Katze sogar tödlich enden. Woran kannst du einen Hitzschlag bei Katzen erkennen? Was sind die Ursachen für einen Hitzschlag? Unsere Tipps für die Gesundheit deiner Katze.

Was ist ein Hitzschlag?

Durch die Hitze draußen und die direkte Sonneneinstrahlung kommt es zu einer Überwärmung des Körpers der Katze. Katzen können nicht schwitzen, sie habe keine Möglichkeit, ihre Körpertemperatur großflächig über die Haut zu regulieren. Katzen haben zwei Arten von Schweißdrüsen. Die ekkrinen Schweißdrüsen befinden sich an den Pfotenballen, über die die Katze auch Flüssigkeit in Form von Schweiß absondert. Das erkennst du daran, dass die Katze im Sommer vor allem auf Laminat oder Fliesen feuchte Tapser hinterlässt. Die aporkinen Schweißdrüsen hingegen bilden eine Barriere gegen Bakterien, in dem sich der abgesonderte Schweiß mit Talg verbindet. Das führt aber nicht zu einer Wärmeregulierung der Hautoberfläche.

Woran erkennst du einen Hitzschlag bei Katzen?

Der Hitzschlag zeigt keine plötzlichen Symptome. Vielmehr bildet der Hitzschlag die Symptome nach und nach aus. Das gefährliche dabei ist, dass du nicht auf Anhieb erkennst, ob für deine Katze Gefahr besteht. Zu Beginn ist deine Katze erst einmal etwas unruhig. Daraus leiten viele Katzenfreunde noch nicht die drohende Gefahr eines Hitzschlages ab. Im weiteren Verlauf kommt es zu weiteren Ausfallerscheinungen:

  • Deine Katze hechelt und versucht, Wärme aus dem Körper abzuleiten.
  • Sie sucht schattige Plätze auf, um der direkten Sonneneinstrahlug zu entgehen.
  • Nach einer Weile kann es passieren, dass deine Katze träge wird und sich auf den Bauch legt.
  • Deine Katze wirkt apathisch.
  • Atemnot setzt ein, deine Katze hyperventiliert oder erbricht sich.
  • Es kommt zu Schüttelfrost und Krämpfen.
  • Bewusstlosigkeit setzt ein.

Kommt es dabei noch zu einer Lähmung des Atemzentrums, dann besteht Lebensgefahr. Auch die anderen Symptome können bei multiplen Auftreten zum Tod der Katze führen.

Hitzschlag oder Sonnenstich bei Katzen?

Im Sommer kommt es nicht nur zu einem Hitzschlag bei Katzen, sondern auch ein Sonnenstich kann auftreten. Dabei kommt es allerdings seltener zum Sonnenstich als zu einem Hitzschlag. Die Symptome sind recht ähnlich, aber beim Sonnenstich kommt es lediglich zu einer Überhitzung der Kopfpartie und der Gehirnregion. Ursache für einen Sonnenstich ist vor allem die direkte Sonneneinstrahlung auf den Kopf der Katze, während beim Hitzschlag allein die aufgeheizte Umgebungstemperatur ausreichend ist, um die genannten Symptome hervorzurufen. Ein Sonnenstich kann ebenso gefährlich ein.

Können Katzen überhitzen?

Das ist bei starker Wärmeeinwirkung natürlich möglich. Zunächst versuchen Katzen, dem entgegenzuwirken. Dafür putzen sich Katzen sehr regelmäßig. Sie versuchen sich Kühlung zu verschaffen, in dem sie sich einspeicheln. Die Feuchtigkeit auf der Hautoberfläche soll Verdunstungskühle schaffen. Dazu verhalten sich Katzen wärmeregulierend. Sie bewegen sich weniger als sonst und nehmen anderen Körperhaltungen ein. Es kann daher durchaus der Fall sein, dass deine Katze auf dem Rücken liegt und den Bauch in die Luft streckt. Dabei sucht sie vermehrt schattige Plätze auf. Reichen diese Maßnahmen nicht aus, etwa, weil die Umgebungstemperatur dennoch zu hoch ist, kommt es langsam, aber sicher zu einer Überhitzung der Katze und damit zu einem Hitzschlag.

Hitzschlag bei Katzen: Wie leistest du Erste Hilfe?

Zuerst ist es wichtig, dass du die Gesamtumstände richtig einschätzt und anhand der Symptome und der kräftigen Sommertemperaturen einen Zusammenhang erkennst. Die Katzennothilfe hat dazu wichtige Tipps aufgeführt: Schon die ersten Anzeichen wie das Hecheln oder ein taumelnder Gang sollten dich dazu verleiten, Maßnahmen zum Schutz deiner Katze zu ergreifen!

Katze liegt am Tropf
  1. Bring deine Katze zunächst in den Schatten. Sind hier die Temperaturen nicht spürbar niedriger als in der Sonne, dann bring deine Katze in die Wohnung, den Keller oder die Garage – dort, wo es etwas kühler als draußen ist.
  2. Achte darauf, dass eine ausreichende Lüftung des Raumes gegeben ist. Eine gute Luftzirkulation ist wichtig, um die Atmung aufrechtzuerhalten.
  3. Versorg deine Katze zunächst mit etwas Flüssigkeit. Das Wasser darf nicht eiskalt sein, sondern sollte Raumtemperatur haben. Bei kaltem Wasser beginnt der Körper mit der Temperaturregulierung und führt die innere Heizung wieder hoch.
  4. Leg deine Katze mit einem Handtuch oder einer Decke als Unterlage auf dem kühlen Boden ab.
  5. Wickel die Beine deiner Katze mit feuchten Handtüchern ein. Achte darauf, dass die Tücher nicht zu kalt sind.
  6. Leg danach ein feuchtes Handtuch auf den Körper deiner Katze. So kannst du die Körpertemperatur langsam herunterkühlen.

Verwende keinen Gartenschlauch, um deiner Katze in dieser Situation eine kalte Dusche zu verpassen. Die Maßnahme kann komplett ins Gegenteil umschlagen, da der Körper wegen der auftretenden nassen Kälte auch hier wieder die innere Heizung aktiviert und die Körpertemperatur hochfährt.

Maßnahmen zur Abkühlung für die Katze

Hast du die ersten Maßnahmen ergriffen, sorg dafür, dass eine Überhitzung nicht erneut auftreten kann. Leg deine Katze im Schatten auf ein feuchtes, aber nicht zu kaltes Handtuch. Feuchte erneut die Pfoten an und arbeite dich mit den nassen Handtüchern langsam bis zum Körper vor. Ersetz die Tücher nach etwa einer Viertelstunde, da die Tücher die Körperwärme annehmen. Nimm auch in dieser Phase bitte Abstand davon, einfach eine unkontrollierte Menge mit kaltem Wasser über deine Katze zu schütten.

Denk bitte daran, dass ein Hitzschlag ein Notfall ist, der jederzeit eine Verschlimmerung des Gesamtzustandes hervorrufen kann. Deshalb musst du deine Katzen ständig im Blick haben. Überwach dabei vor allem die Vitalfunktionen wie den Herzschlag und die Atmung deiner Katze. Wenn du hier Anzeichen für Unregelmäßigkeiten erkennst, dann musst du sofort zum Tierarzt.

Herzschlag bei Katzen überprüfen

Den Zustand des Kreislaufes und damit der Herztätigkeit kannst du mit Zeigefinger und Mittelfinger an der Innenseite des Oberschenkels prüfen. Der Puls deiner Katze sollte im Bereich von 80 bis 140 Schlägen in der Minute liegen. Damit du für den Notfall gewappnet bist: Probiere regelmäßig, bei deiner Katze im Normalzustand den Puls zu messen. Dann klappt das in einer Stresssituation besser.

Atmung bei der Katze überprüfen

Beobachte, ob sich der Brustkorb deiner Katze hebt oder senkt. Wenn keine Bewegung sichtbar ist, dann leg ihr deine Hand auf den Brustkorb. Du kannst auch deine Hand befeuchten und vor das Maul und die Nase deiner Katze halten. So solltest du Atemzüge spüren können.

Wenn Atmung und/oder Herzschlag ungewöhnlich flach ausfallen, dann liegt ein Notfall vor. Bring deine Katze sofort zum Tierarzt. Wichtig: Hast du eine Katzenkrankenversicherung für deine Katze abgeschlossen, dann setz den Versicherer nach der erfolgten Behandlung davon in Kenntnis, damit zeitnah eine Kostenübernahme deiner Tierarztkosten erfolgen kann.

Hitzschlag bei Katzen vermeiden

Viele Samtpfoten werden als Wohnungskatzen gehalten. Für sie ist es wichtig, dass in der Wohnung die bevorzugten Plätze nicht überhitzt sind durch direkte Sonneneinstrahlung. Dazu sollte die Wohnung regelmäßig gut belüftet werden, aber nicht unter Dauerdurchzug stehen. Das führt eher dazu, dass sich warme Luft in den eigenen vier Wänden ansammelt und damit irgendwann einen Hitzschlag bei Katzen auslöst. Wenn deine Katze eine Box oder einen Karton als Rückzugort auserkoren hat, dann leg ein stark durchfeuchtetes Tuch auf die Box, um ein wenig Verdunstungskühle zu schaffen.

Schaff eine Wasserquelle, die gleichzeitig als Spielplatz dienen kann, wie beispielsweise ein Katzenbrunnen. So hat deine Katze nicht nur die Möglichkeit, ein wenig mit dem Wasser zu spielen und sich abzukühlen. Viele Katzen lassen sich durch einen solchen Brunnen auch animieren, ausreichend zu trinken und damit wichtige Flüssigkeit aufzunehmen. Nebenbei führt die Umwälzung des Wassers dazu, dass es nicht zur Bildung von Keimen kommt – anders als bei einem Wassernapf, in dem das Wasser über Stunden womöglich der Wärme ausgesetzt ist.