Gebt uns nicht ins Tierheim,
wir übertragen kein Corona!

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Hund, Katze und Pferd: Ist das Coronavirus gefährlich für mein Haustier?

rote Katze

Darf ich trotz Corona noch mit meinem Hund kuscheln? Kann ich meine Katze mit dem Virus anstecken? Oder auch: Kann mein Tier mich anstecken? In Zeiten von COVID-19 machen wir uns viele Gedanken - natürlich auch um unsere vierbeinigen Freunde.

Doch uns Tierbesitzer beschäftigt nicht nur die Übertragung vom Menschen aufs Tier und andersherum. Es sind auch die Alltagsdinge, die Fragen aufwerfen: Haben Tierärzte normal geöffnet? Wann öffnen die Hundeschulen wieder? Darf ich zu meinem Pferd in den Stall? Darf ich jetzt wieder Reitstunden nehmen? Die Antworten auf diese und viele weitere Fragen rund um das Thema Corona und Haustier findest Du hier.

Kann mein Hund mich mit Corona anstecken? Können Katzen den Corona-Virus übertragen? Was ist mit Pferden und COVID-19?

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) äußert sich wie folgt:

Icon Anführungszeichen

Nach aktuellem Stand der Wissenschaft kann das Coronavirus nicht von Haustieren auf Menschen oder umgekehrt von Menschen auf Haustieren übertragen werden. […] Für die klassischen Haustiere wie Hund und Katze werden zunächst keine weiteren zwingenden Maßnahmen wie die Absonderung, Trennung oder Quarantäne empfohlen.

Es darf also mit Bedacht weiter gekuschelt werden! Dennoch, so betont das Bundesministerium ebenfalls, gibt es noch keine hundertprozentige Entwarnung. Immerhin fehlen langfristige und tiefergehende Untersuchungen.

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Kann ich mein Haustier mit Corona anstecken?

Dass Menschen ihre Haustiere mit Corona anstecken können, ist sehr unwahrscheinlich. Dennoch lässt sich die Frage nicht mit einem klaren Nein beantworten. Fakt ist, dass in Einzelfällen Viren im Kot von Hunden nachgewiesen werden konnten. Allerdings in sehr geringer Konzentration. Ob die Haustiere daher tatsächlich infiziert waren oder ob die Viren anderweitig in die Proben gelangten, ist ungewiss.

Corona bei Katzen

Vereinzelt tauchen zudem Nachrichten auf, in denen Katzen positiv auf Sars-CoV-2 getestet wurden.

So machte zum Beispiel ein Fall aus Belgien Schlagzeilen, bei dem eine Corona-Patientin ihre Katze angesteckt haben soll. Die Katze zeigte typische Symptome und litt kurzzeitig unter anderem an Durchfall und Atemproblemen. In Stuhlproben konnte COVID-19 bei der Katze nachgewiesen werden.

Auch in den USA wurden im April zwei Hauskatzen positiv auf COVID-19 getestet. Die Symptome bei den beiden Katzen aus New York sind mittlerweile wieder abgeklungen. Doch nicht nur Hauskatzen wurden mit Corona infiziert. In einem Zoo in der Bronx haben sich gleich sieben Löwen und Tiger mit dem neuartigen Virus angesteckt. Es scheint also Tierarten zu geben, die durchaus empfänglich für die Viren sind.

Wichtig: Trotz dieser Einzelfälle halten Forscher des Robert-Koch-Instituts die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung weiterhin für unwahrscheinlich.

Tipp: Solltest du nachweislich an COVID-19 erkrankt sein, geh lieber auf Nummer sicher und halte - wenn möglich - Abstand zu Deinem Tier. Vermeide unnötige Kontakte! Falls diese nicht vermeidbar sind, wasch Dir die Hände, bevor du Dein Tier streichelst.

Meldepflicht für Corona-Infektionen bei Haustieren

Neben Katzen gelten auch Frettchen und Goldhamster als empfänglich für Sars-CoV-2. Um mehr über die Ansteckungswege und Empfänglichkeiten herauszufinden, hat Bundesministerin Julia Klöckner eine Meldepflicht für alle Corona-Infektionen bei Haustieren gefordert. Tierärzte, Ämter und andere Teststellen sind dafür verantwortlich, Fälle zu melden. Die gesammelten Informationen sollen ein weiteres Hilfsmittel im Kampf gegen das Virus darstellen.

Hunde erschnüffeln Corona-Krankheit COVID-19

Dass Hunde wahre Spürnasen sind, das wussten wir schon immer. Ob Drogen, Sprengstoff oder Unterzuckerung bei Diabetes - mit ihrem feinen Geruchssinn erschnüffeln sie einfach alles. Doch klappt das auch bei COVID-19? In vielen Teilen der Welt wurden bereits Versuche durchgeführt. Und tatsächlich: Bei einer Pilotstudie in Finnland stellte sich heraus, dass Hunde am Uringeruch von Menschen feststellen konnten, ob diese mit dem Corona-Virus infiziert sind oder nicht - und ihre Treffsicherheit lag dabei sogar teilweise höher als die klassischer COVID-19 Tests!

Covid-19

Coronavirus, COVID-19 und SARS-CoV-2 - wo ist der Unterschied?
Corona - unter diesem Namen ist der Virus, der momentan in Umlauf ist, überall bekannt. Die Bezeichnung ist jedoch nicht sehr präzise. Immerhin gibt es viele Arten von Coronaviren, und das bereits seit vielen Jahren. Die exakte Benennung für den aktuell grassierenden Virus ist SARS-CoV-2. Und die Krankheit, die dieser Virus auslöst, die heißt COVID-19. Doch egal, welche Bezeichnung Du bevorzugst: Heutzutage weiß jeder, was Du meinst.

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VS.-Tipp:

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Was kann ich tun, um mich und mein Tier vor Corona zu schützen?

Grafik: Hände richtig desinfizierenGrafik: Hände richtig desinfizieren

Um Dein Tier und Dich selbst vor einer Ansteckung zu schützen, gelten die allgemeinhin bekannten Tipps - vor allem jedoch regelmäßiges Händewaschen. Gerade, wenn Du Deinem Tier eine ausgiebige Streicheleinheit gegönnt hast, solltest Du danach Deine Hände gründlich waschen. Und auch wenn es von Deinem Hund oder Deiner Katze nur lieb gemeint ist: Versuch Deine Vierbeiner davon abzuhalten, Dir durchs Gesicht oder über die Hände zu lecken.

Corona - Bundesnotbremse für Tierbesitzer

Darf ich mit meinem Hund noch Gassigehen?

Spaziergang mit dem Hund

Gassigehen ist natürlich erlaubt. Sogar während der Lockdowns war es nie verboten, denn Dein Hund braucht selbstverständlich seine Bewegung. Allerdings solltest Du beliebte Hundewiesen und den Kontakt zu anderen Hundebesitzern bei hohen Inzidenzwerten meiden - auch um Deiner selbst willen.

Ich stehe unter Quarantäne - darf ich trotzdem mit dem Hund spazieren gehen?

Das hängt davon ab, wo Du wohnst - und ob Du tatsächlich erkrankt bist oder Dich „nur“ vorsorglich in Quarantäne befindest! Wenn Du an Corona erkrankt bist, darfst Du das Haus nicht verlassen - auch nicht zum Spazierengehen mit Deinem Hund. So kannst Du mit der Situation umgehen:

  • Bitte Freunde, Familie oder Bekannte mit Deinem Hund Gassi zu gehen.
    Wichtig: Um sich vor einer Übertragung vor Corona zu schützen, sollten diese sich unbedingt nach Berühren des Hundes bzw. der Leine oder des Halsbandes die Hände gründlich waschen. Im Bestfall bringen sie eine eigene Leine mit, die sie dem Hund umlegen. Halte bei Überreichen des Hundes den Abstand von 2 Metern ein.
  • Gib bei Corona den Hund an Freunde oder Verwandte ab.
    Bist Du erkrankt, solltest Du Deinen Hund vorübergehend in liebevolle und bekannte Hände abgeben - natürlich nur für die Zeit der Quarantäne. Dies ist kein Muss, erleichtert aber die Situation mit dem Gassigehen. Und Du kannst Dich voll und ganz auf Deine Genesung konzentrieren.
  • Wende Dich zur Not an die sozialen Medien oder Dein Tierheim.
    Hast Du wirklich niemanden, der für Dich mit Deinem Hund spazieren gehen kann, versuch es zunächst über die sozialen Medien. Mittlerweile gibt es bei Facebook und Co. viele Gruppen, die ihre Hilfe anbieten. In letzter Not kannst Du bei einem Tierheim in Deiner Nähe anrufen. Vielleicht kann man Dir dort einen Kontakt vermitteln oder Dein Tier vorübergehend für die Zeit der Quarantäne aufnehmen. Dies sollte jedoch wirklich die allerletzte Maßnahme sein.

    Bist Du vorsorglich in Quarantäne, aber nicht erkrankt, darfst Du eventuell Deinen Hund Gassi führen, wenn dies niemand sonst für Dich erledigen kann. Dies ist aber davon abhängig, in welcher Region Du lebst. Nimm deshalb vorher auf jeden Fall mit dem für Dich zuständigen Gesundheitsamt Kontakt auf und besprich die Situation!

Darf mein Hund in die Hundeschule?

Hund springt über Hinderniss

Das Training ist derzeit wieder erlaubt. Unter Umständen jedoch unter bestimmten Auflagen, wie zum Beispiel einer begrenzten Personenanzahl. Wende Dich am besten an Deine Hundeschule und erkundige Dich dort nach möglichen Kursen. Im Zweifelsfall erteilt Dir auch das jeweils zuständige Ordnungsamt Auskunft.

Darf meine Freigängerkatze raus?

Katze sitzt auf dem Zaun

Freigängerkatzen von heute auf morgen im Haus einzusperren, wäre für viele der freiheitsliebenden Tiere eine Qual. Da - Stand heute - eine Ansteckung von der Katze auf den Menschen sehr, sehr unwahrscheinlich ist, spricht nichts dagegen, Deine Katze hinauszulassen. Denk trotzdem immer wieder daran: Regelmäßig Hände waschen.

Darf ich zu meinem Pferd in den Stall?

Junge Frau besucht ihr Pferd im Stall

Dank niedriger Inzidenzzahlen sind die Auflagen für Stallbesuche nahezu ganz aufgehoben worden. Ein Stallbesuch war selbst bei hohen Inzidenzen nie ganz verboten. Es gab nur strengere Regeln. Doch selbst dann musste Dein Pferd gefüttert, gepflegt und bewegt werden. Die FN hatte daher gemeinsam mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft dafür gesorgt, dass die Pflege, Bewegung und Gesundheit Deines Pferdes jederzeit gewährleistet werden konnte.

Corona - Regeln für den Pferdestall

Die Regeln für Pferdeställe können - je nach Situation in den einzelnen Landkreisen - weiterhin variieren. Viele Stallbetreiber und Stallbesitzer hängen die Regeln am Stall aus. Halte Dich bitte daran. Wende Dich bei Unklarheiten an das jeweilige Ordnungsamt.

Darf ich zum Reitunterricht?

Reitunterricht

Ob und in welchem Rahmen Reitunterricht stattfinden darf, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zum Beispiel von Deinem Landkreis oder Bundesland, vor allem aber vom Inzidenzwert. Aufgrund der derzeit niedrigen Inzidenzwerte ist Reitunterricht nahezu überall wieder möglich. Erkundige Dich bei Deinem Reitlehrer, bei Deinem Reitverein oder im Zweifelsfall beim zuständigen Ordnungsamt - sie werden Dir Auskunft geben können.

Wo bekomme ich Tierfutter?

Welpen fressen

Mach Dir keine Sorgen um die Versorgung Deines Tieres. Die Geschäfte für den Tierbedarf sind geöffnet. Es kann jedoch sein, dass die Öffnungszeiten aufgrund der momentanen Lage von den gewohnten Zeiten abweichen. Sollte dies der Fall sein, findest Du die geänderten Geschäftszeiten in der Regel im Internet sowie an den Filialeingängen. Hunde-, Katzen- und Kleintierfutter gehören häufig zum Standardsortiment großer Supermärkte. Dort erhältst Du meist auch Katzenstreu, Einstreu für Hamstergehege, Hundeleinen etc.

Haben Tierärzte normal geöffnet?

Der Hund beim Tierarzt

Viele Tierärzte hatten auch während eines Lockdowns wie gewohnt geöffnet, es galten und gelten unter Umständen jedoch noch einige Sicherheitsmaßnahmen.

Steht ein Tierarztbesuch an, empfiehlt sich weiterhin folgendes Vorgehen:

  • Vereinbare - außer in Notfällen - einen Termin. So kann die Praxis das Patientenaufkommen besser verteilen.
  • Geh weiterhin nur alleine zum Tierarzt. So gerne auch sonst Deine Kinder oder Dein Partner mitkommen, je weniger Menschen derzeit unterwegs sind, umso besser - das gilt auch in Tierarztpraxen.
  • Halte einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu den Tierarzthelfern, den Tierärzten und anderen Patienten ein. Das gilt auch für den Anmeldebereich.
  • Kannst Du den Mindestabstand nicht gewährleisten, da im Anmeldebereich oder im Wartezimmer nicht mehr genug Platz ist, warte bitte draußen. Informier die Tierarztpraxis telefonisch darüber, dass Du vor Ort bist.
  • Zahle, wenn möglich, mit Karte. Auch wenn Bargeld bislang nicht in Verdacht steht, Coronaviren zu verbreiten, minimierst Du so das Risiko zusätzlich.

Was wäre, wenn wieder eine Ausgangssperre verhangen wird?

Grafik: Infektionspotenzial und SozialkontakteGrafik: Infektionspotenzial und Sozialkontakte

Selbst dann darfst Du noch mit Deinem Tier an die frische Luft - allerdings sind Beschränkungen möglich. Zum Beispiel könnte es sein, dass Du dann nur noch in Deinem Wohnviertel Gassigehen darfst oder dass Du nur noch alleine ohne Deinen Partner/Deine Partnerin hinausgehen darfst.