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Sterbegeldversicherung:
Sinnvolle Versicherungssummen und Beiträge wählen

Die Sterbegeldversicherung verfolgt einen sinnvollen Zweck: Die versicherte Person hat zu Lebzeiten einen Vertrag abgeschlossen mit dem Ziel, damit die Kosten für eine Bestattung und die Folgekosten wie dauerhafte Grabpflege abzudecken. Was ist aber, wenn diese Deckung sich im Nachhinein nicht als ausreichend herausgestellt hat? Hier gibt es einen gravierenden Punkt, den die Versicherungsnehmer im Auge behalten sollten und der darüber entscheidet, ob die gewählte Sterbegeldversicherung sinnvoll ist.

Grundsätzlich entscheidet der Kunde selber, wie hoch die Versicherungssumme (auch Deckungssumme genannt) sein soll. Und hier kommt bei einer Sterbegeldversicherung das Kriterium, das bei allen Lebensversicherungen ausschlaggebend ist: Die Höhe der Versicherungssumme und der Gesamtsumme, die im Versicherungsfall fällig werden.

Bestattungsvorsorge richtig planen

Wenn man einen Vergleich zieht, kostet eine Sterbegeldversicherung mit 5.000 Euro Deckungssumme für einen 58-jährigen Mann zwischen 20 und 30 Euro pro Monat. Die Beitragszahlung läuft bis zum 85. Lebensjahr, danach ist die Versicherung beitragsfrei. Einige wenige Gesellschaften schaffen es, diesen Beitrag deutlich zu unterbieten. Das liegt dann aber daran, dass die Versicherungssumme bewusst niedriger angesetzt wird (z. B. 3.500 Euro) und die mögliche Gesamtverzinsung hinzugezogen wird, um die Summe vermeintlich auf 5.000 Euro zu bekommen.

Nach Ablauf der Wartezeit steht dann nicht die vermeintliche Deckungssumme als Bestattungsvorsorge zur Verfügung, sondern die tatsächlich beantragte Summe. Die Gesamtverzinsung kann sich in wenigen Jahren nicht derartig entwickeln, dass damit die eigentlich gewünschte als sinnvoll betrachtete Summe erreicht wird. Weiterhin sind die zu erwartenden Überschüsse nicht garantiert. Sollte die Verzinsung ausbleiben bzw. nicht den erhofften Ertrag erwirtschaften, fehlt den Hinterbliebenen das sicher geglaubte Geld für die Bestattung, die je nach Bestattungsart durchschnittlich mit circa 6.000 Euro veranschlagt werden kann.

Deshalb sollte jeder Interessent, der eine Sterbegeldversicherung sinnvoll abschließen möchte, unbedingt darauf achten, dass es sich bei der gewünschten Summe für den Todesfall nicht um eine Gesamtsumme (bestehend aus Deckungssumme zuzüglich Gewinnanteile), sondern nur um eine garantierte Deckungssumme handelt. Die garantierte Versicherungssumme von 5.000 Euro – wie im Beispiel – wird fällig zuzüglich der Überschussbeteiligung (der Rendite der Versicherungsgesellschaft, die an den Versicherungsnehmer ausgeschüttet wird). So können eventuell anfallende Kosten abgedeckt werden, die im Vorfeld ggf. auch nicht mit einkalkuliert wurden.

Sterbegeldversicherung sinnvoll? Ein Vergleich lohnt sich

Fazit: Es lohnt sich immer ein Vergleich der Versicherungsgesellschaften, um die für den persönlichen Bedarf sinnvolle Sterbegeldversicherung zu finden. Denn wenn die Versicherungssumme niedriger gewählt wird, um mit dem Beitrag zu trumpfen, kann die Versicherungsleistung deutlich niedriger ausfallen als geplant.

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