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Totenfürsorge und Bestattungspflicht

Totenfürsorge und Bestattungspflicht werden in ihrer Bedeutung oft verwechselt. Wir möchten im Folgenden die beiden Begriffe etwas genauer beleuchten und Ihnen näher bringen. In Deutschland ist der Ablauf nach dem Tod eines Menschen gesetzlich genau geregelt, was sowohl das Finanzielle als auch Durchführung der Bestattung betrifft.

Bitte beachten Sie, dass wir keine Rechtsberatung anbieten und hier lediglich die Begrifflichkeiten klären. Ziehen Sie daher bitte im Zweifelsfall immer einen Fachanwalt zu Rate!

Bestattungspflicht - was ist das?

Verstirbt ein Mensch in Deutschland, werden ganz bestimmte Pflichten für Hinterbliebene geltend gemacht. Dazu gehört die Bestattungspflicht. Sie sieht vor, dass die verstorbene Person ordnungsgemäß und nach geltenden Rechtsbestimmungen des jeweiligen Bundeslandes bestattet wird.

Infografik Verwandtschaftsgrade

Die Bestattungspflicht obliegt immer den Angehörigen des Verstorbenen bis maximal zum dritten Verwandtschaftsgrad. Wer dazu gehört, sehen Sie in der Grafik:

Die Folge der Bestattungspflicht sieht in den meisten Bundesländern wie folgt aus:

  • Ehepartner
  • Eingetragener Lebenspartner
  • (Volljährige) Kinder
  • Eltern
  • Weitere Verwandte bis 3. Grad

Das betrifft zudem auch die Finanzierung der Bestattung, welche sich an der Erbfolge orientiert.

Hat die verstorbene Person keine Verwandten in den angegebenen Graden oder sind diese finanziell nicht in der Lage, die Bestattung zu bezahlen, wird sie von den Behörden übernommen.

Hierfür gibt es jedoch Lösungen in Form der Totenfürsorgeberechtigung und der Sterbegeldversicherung - eine der am häufigsten gewählten Versicherungen zur Absicherung der Bestattungskosten.

Totenfürsorgerecht

Mit dem so genannten Totenfürsorgerecht kann festgelegt werden, wer über die Bestattungsart und den Bestattungsort eines Verstorbenen bestimmt. Wenn nicht anders in schriftlicher Form festgehalten, sind nach den Regelungen der Bestattungspflicht immer die nächsten Verwandten dafür zuständig.

Es besteht jedoch die Möglichkeit, im Rahmen der eigenen Bestattungsvorsorge eine bestimmte Person für die Totenfürsorge festzulegen. Diese Person muss nicht zwangsläufig ein Verwandter sein.

So kann zum Beispiel ein guter Freund mit dem Totenfürsorgerecht im Vorfeld bedacht werden. Dies muss aber schriftlich in einer separaten und unwiderruflich erteilten Vorsorgeerklärung festgehalten werden, zudem unterschrieben und mit dem Hinweis „Über den Tod hinaus“ versehen. Die Klausel „unwiderruflich“ ist deswegen wichtig, weil Erben eine reguläre Vorsorgevollmacht widerrufen können.

Der Totenfürsorgeberechtigte kümmert sich dann entsprechend um die Bestattung, zunächst auch finanziell. Die Kosten für die Bestattung kann er sich aber von den eigentlich in der Bestattungspflicht stehenden Verwandten zurückerstatten lassen. Doch gibt es hier zwei Aspekte, die beachtet werden müssen:

  • Sind die nächsten Verwandten der verstorbenen Person zahlungsunfähig (z. B. wegen Insolvenz oder Sozialleistungen), bleibt der ernannte Totenfürsorgeberechtigte auf den Kosten sitzen.
  • Der Totenfürsorgeberechtigte muss eine Bestattung im finanziell gewünschten Rahmen des Verstorbenen organisieren. Alle Kosten, die zusätzlich entstehen (z. B. durch eine unverhältnismäßig teure Bestattung entgegen der Wünsche des Verstorbenen), müssen die Angehörigen nicht begleichen.

Genau hier kommt die Sterbegeldversicherung ins Spiel. Sie sorgt dafür, dass Beerdigungskosten immer passend abgedeckt sind und im Ernstfall der finanzielle Schutz bestens gewährleistet ist.

 

Info:

Wenn nicht anders schriftlich geregelt, müssen die nächsten Familienangehörigen der verstorbenen Person gemäß der Bestattungspflicht auch für die Bestattung sorgen, wenn sie das Erbe entweder ausgeschlagen haben oder nicht berufen wurden.

Totenfürsorgerecht

Beispiele für die Totenfürsorge und Bestattungspflicht

Um zu verdeutlichen, was die Bestattungspflicht als auch die Totenfürsorge bewirken, haben wir ein paar Beispiele für Sie aufgelistet.

Verheiratetes, aber getrennt lebendes Ehepaar mit Kindern

Nach dem Tod der Frau gehen gemäß der gesetzlichen Regelung sowohl Bestattungspflicht als auch die Totenfürsorge auf den noch lebenden Ehemann über. Zu Lebzeiten hat die Frau in keiner Form schriftlich einen Totenfürsorgeberechtigten ernannt. Trotz des Lebensumstandes (getrennt lebend) muss der Mann für die Bestattung und deren Kosten aufkommen.

Die Witwe und ihre Töchter

Eine Mutter und Witwe hinterlässt nach ihrem Tod 2 Töchter. Zu einer Tochter hat sie jedoch willentlich seit Jahren keinen Kontakt mehr. Entsprechend hat sie schriftlich die andere Tochter als Totenfürsorgeberechtigte festgelegt. Zudem hat sie im Vorfeld eine Sterbegeldversicherung abgeschlossen und die totenfürsorgeberechtigte Tochter als Begünstigte ausgesprochen, so dass diese sich ohne finanzielle Eigenleistung um die Bestattung kümmern kann.

Kinderloses Paar

Bei einem kinderlosen Paar verstirbt ganz plötzlich der Ehemann. Die Eltern des Verstorbenen verlangen nun eine Bestattung in der Geburtsstadt des Mannes, in München. Da das Paar jedoch bereits seit 25 Jahren in Hamburg wohnt, möchte die Frau ihren Mann dort beisetzen. Hier wird nun, weil nichts schriftlich im Vorfeld festgehalten wurde, dem Wunsch der Ehefrau folgend bestattet, denn die Eltern des Verstorbenen liegen in der Rangfolge der Bestattungspflicht hinter der Gattin.

Freund als Totenfürsorgeberechtigter

Zu Lebzeiten hat der Ehemann einen guten Freund schriftlich als Totenfürsorgeberechtigten bestimmt. Nach seinem Tod möchte er auf See bestattet werden. Diesen Wunsch kann und möchte die Ehefrau aus persönlichen und finanziellen Gründen nicht erfüllen.

Nach dem Ableben des Ehemannes wird dieser, wie gewünscht, auf See bestattet. Der Totenfürsorgeberechtigte in Form des Freundes muss die Bestattung zunächst finanziell ausrichten. Laut der Bestattungspflicht kann sich der Totenfürsorgeberechtigte nun die Bestattungskosten von der Witwe erstatten lassen. Da die Witwe jedoch die Bestattung nicht finanzieren kann, bleibt der Freund nun auf den Bestattungskosten sitzen.

Das verlobte Paar

Bei einem verlobten Paar stirbt unerwartet die Frau. Im Vorfeld hat sich das Paar mündlich darauf geeinigt, dass die Totenfürsorge jeweils vom anderen übernommen wird. Der Wunsch der Frau war es, bei einer Seebestattung in der Nordsee beigesetzt zu werden.

Ihre Eltern jedoch - wohnhaft bei München - möchten ihre Tochter nahe ihrer einstigen Heimatstadt beisetzen. Da hier aber der Verlobte in der Rangfolge der Bestattungspflicht vor den Eltern der Verstorbenen steht, kann er, ganz dem Wunsch seiner Verlobten folgend, eine Seebestattung in Auftrag geben.

Wie die oben genannten Beispiele zeigen, ist der Abschluss einer Sterbegeldversicherung immer sinnvoll. Egal, wie Ihre Bestattungswünsche ausfallen - mit der passenden Versicherung brauchen sich weder Sie noch ihre Hinterbliebenen vor den Kosten einer Bestattung fürchten.

Sterbegeldversicherung - ob bei Totenfürsorge oder Bestattungspflicht - immer sinnvoll

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