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Privathaftpflicht bei Demenz

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Das Thema Demenz und Privathaftpflicht betrifft in Deutschland bereits mehr als 1,5 Millionen erkrankte Menschen und deren Angehörige (Quelle: Bundesministerium für Gesundheit).

Das Risiko, dieser heimtückischen Krankheit anheim zu fallen, steigt nicht zuletzt wegen der fortschreitenden Lebenserwartung. Sie betrifft nicht nur Senioren, auch junge Menschen können an Demenz erkranken. Das Bundesministerium für Gesundheit schätzt, dass die Zahl der Erkrankten im kommenden Jahrzehnt auf über 2 Millionen ansteigen wird.

Hier stellt sich die Frage: Was ist, wenn eine an Demenz erkrankte Person einen Schaden verursacht? Wer kommt dann dafür auf? Leistet die private Haftpflicht bei Demenz Schadenersatz?

Wir haben das Thema für Sie einmal näher beleuchtet.

Deliktunfähigkeit bei Demenz

Eine private Haftpflicht kommt finanziell für Schäden auf, die jemand einem Dritten versehentlich zufügt. Hier leisten die Versicherer aufgrund der Annahme, dass der Schadenverursacher zum Schadenzeitpunkt im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte war.

Im Falle einer Demenzerkrankung ist diese Voraussetzung aber oft nicht erfüllt. Vom Gesetz her gilt hier die so genannte „Schuldunfähigkeit“, ähnlich wie bei Kindern unter 7 Jahren. Demenzkranke vergessen Dinge und Handlungen des alltäglichen Lebens, wie beispielsweise das angeschaltete Bügeleisen oder den kürzlich aufgedrehten Wasserhahn der Badewanne.

Auch ist oft Orientierungslosigkeit ein Symptom der Krankheit. So laufen Erkrankte manchmal ohne Ziel außerhalb der eigenen vier Wände herum oder erkennen die eigene Wohnung nicht mehr wieder. Dass hier natürlich ein hohes Risiko für Unfälle und andere Schäden besteht, ist verständlich.

Kann nachgewiesen werden, dass eine an Demenz erkrankte Person einen Schaden in einem „lichten Moment“ - also bei vorübergehender geistiger Klarheit - unabsichtlich verursacht hat, so leistet die private Haftpflicht natürlich für den Schaden. Hier greift der Grundsatz der Verschuldenshaftung:

Der Geschädigte muss nachweisen, dass der Schädiger tatsächlich schuldhaft gehandelt hat.

Entstand der Schaden jedoch während die erkrankte Person offensichtlich nicht im Vollbesitz ihrer Geisteskraft war, geht der Geschädigte leer aus.

Genau hier bieten einige Privathaftpflichtversicherer die Lösung in Form der so genannten „Demenzklausel“ an.

Oma und Frau auf Bank

Privathaftpflichtvertrag unbedingt auf Demenzklausel überprüfen!

Grundsätzlich ist es keine Pflicht, der Versicherung eine Demenzerkrankung mitzuteilen. Schauen Sie bei Bekanntwerden der Krankheit aber unbedingt in den Privathaftpflichtvertrag der erkrankten Person, inwiefern für diese Situation Versicherungsschutz besteht.

Die so genannte „Demenzklausel“ bietet, ähnlich wie bei Kindern unter 7 Jahren, den Schutz bei Deliktunfähigkeit. Die Höhe der versicherten Summe im Schadenfall wird von den Versicherern jedoch unterschiedlich festgelegt. In unserem Vergleichsrechner können Sie sich dies anzeigen lassen.

Ist die Klausel jedoch nicht vorhanden, ist es notwendig, diese in den bestehenden Vertrag nachträglich zu integrieren. Falls das aber bei der aktuellen Versicherung nicht möglich ist, sollten Sie einen neuen Vertrag zur Privathaftpflicht mit dem entsprechenden Schutz abschließen.

Grundsätzlich beinhaltet der Versicherungsschutz auch im Falle einer Demenzerkrankung den passiven Rechtsschutz. So werden Schadensansprüche Dritter, sofern der Schädiger nicht haftbar gemacht werden kann, notfalls vor Gericht abgewehrt.

Tipp Hinweis

Wenn Sie sich unsicher über den aktuellen Privathaftpflichtschutz bei Demenz sind, fragen Sie unbedingt bei Ihrer Versicherungsgesellschaft nach!

 

Angehörige und die Aufsichtspflicht bei Demenzerkrankung

Viele Menschen, die an Demenz erkranken, leben mit ihrem Partner oder der Familie unter einem Dach. Hier ergibt sich dann oft die Frage nach der Haftung im Schadenfall in Verbindung mit der Aufsichtspflicht.

Ehepartner oder Angehörige haften nicht grundsätzlich für Schäden, die der demenzkranke Partner/Angehörige verursacht.

Zunächst muss die Aufsichtspflicht von den Angehörigen beantragt werden. Das kann entweder in Form eines rechtlichen Betreuers oder eines „Haushaltsvorstands“ sein.

Erst dann ist die Aufsichtspflicht offiziell und rechtlich verbindlich auf die entsprechenden Personen übergegangen. Aber auch hier haften die Aufsichtspersonen nicht automatisch für alle Schäden durch den Demenzkranken. Nur, wenn die Aufsichtspflicht verletzt wurde, geht eine Haftung auf diese Personen über.

Genauer gesagt bedeutet dies:

Erkennt die Aufsichtsperson, dass der Demenzkranke kurz davor steht, einen Schaden zu verursachen, so muss diese die Gefahrenquelle entfernen oder entschärfen. Sie müssen zum Beispiel freundlich aber bestimmt das Bügeleisen wegstellen, den Wasserhahn der Badewanne wieder abstellen oder zumindest im Auge behalten.

Aufsichtspflicht durch Heimpersonal bei Demenz

Autounfall

Bei einer Unterbringung demenzkranker Personen in einer Pflegeeinrichtung verlagert sich die Aufsichtspflicht von den Angehörigen auf das Pflegepersonal der entsprechenden Einrichtung. Schließlich können Sie ab dem Zeitpunkt der Unterbringung die Aufsicht nicht mehr gewährleisten.

Eine Haftung Ihrerseits entfällt somit im Schadenfall.

Beispiel:

Die demente Patientin zieht sich nach dem Mittagessen nicht auf ihr Zimmer zurück, sondern verlässt das Heim unbemerkt vom Pflegepersonal. Sie irrt ziellos über eine rote Ampel und verursacht einen Auffahrunfall. In diesem Fall liegt eine Aufsichtspflichtverletzung seitens des Heimes vor. Hier muss sogar die Haftpflichtversicherung des Heimträgers leisten.

Privathaftpflicht bei Demenz im Pflegeheim

Immer mehr Pflegeheime nehmen Patienten nur noch mit einer entsprechenden Privathaftpflichtversicherung auf. In der Regel werden Aufnahmeverträge in Verbindung mit einem passenden Versicherungsvertrag abgeschlossen. Hier ist der Einschluss der Demenzklausel dann sicher. Dennoch ist nicht gesagt, dass die angebotene Privathaftpflicht durch den jeweiligen Heimträger auch im Preis-/Leistungsverhältnis ideal ist.

Ein Abschluss über unser Portal ist daher ratsam, damit Sie sich nicht mit unangenehmen Überraschungen konfrontiert sehen. Gerne beraten wir Sie zu Fragen auch zur Privathaftpflicht Senioren telefonisch oder per E-Mail. Versicherungsexperten mit langjähriger Berufserfahrung helfen Ihnen bei uns persönlich weiter.

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