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Pferde im Herbst

ein geschecktes Pferd steht auf einer herbstlichen Wiese und Blickt in Richtung der Kamera

Die Tage werden kürzer und kälter, die Weidesaison neigt sich dem Ende zu, das Sommerfell wird gegen einen dickeren Winterpelz eingetauscht: Der Herbst bringt einige Veränderungen für das Pferd mit sich, die vor allem Stoffwechsel, Verdauung und Immunsystem fordern. Wie Du Dein Pferd in dieser Jahreszeit am besten hältst und fütterst, verrät dieser Beitrag.

Gefahr der Hufrehe im Herbst durch steigende Fruktanwerte

Weidegras fängt Sonnenlicht ein. Das Gras wandelt die durch Fotosynthese entstehende Energie in Kohlenhydrate um, wodurch es schneller wächst. Im Herbst kommt es zu einem Wechsel beim Wachstum auf der Weide. Die Sonneneinstrahlung des Tages wird durch die kalten Nächte nicht mehr in Energie, sondern in Fruktan umgewandelt und im Gras gespeichert. Fressen die Pferde das Gras, kann der Darm übersäuern. Dazu kommt, dass die Fruktane vor allem in den Grasstängeln vorhanden sind und Pferde dieses vermehrt aufnehmen, da die Weiden eher kurzgefressen sind. Durch die Darmübersäuerung sterben natürliche Darmbakterien ab. Das wiederum setzt Gifte frei, die eine akute Hufrehe auslösen können.


Welche Auswirkung hat das Wetter auf die Hufrehe?

Das Wetter spielt im Herbst eine wichtige Rolle für die Entwicklung von Fruktan und die Rehegefahr bei Pferden. Auch die Tageszeit hat Einfluss. Vor allem in den Morgenstunden ist die Konzentration von Fruktan im Weidegras sehr hoch. Pferde, die reheanfällig sind, sollten erst am frühen Mittag auf die Weide.

kaltes Wetter und strahlender Sonnenschein:

Icon: kaltes Wetter, strahlender Sonnenschein:

hohe Gefahr einer Hufrehe

kaltes Wetter und Nachtfrost:

Icon: kaltes Wetter, Nachtfrost

Gefahr einer Hufrehe

Bewölkung:

Icon: Bewölkung

geringe Gefahr einer Hufrehe

warmes Wetter, Bewölkung und Regen:

Icon: warmes Wetter und Bewölkung und Regen

kaum Gefahr einer Hufrehe

Was ist beim Weidegang im Herbst für Pferde noch wichtig?

Du solltest Deinem Pferd im Herbst auf der Weide zusätzlich Heu über eine Raufe anbieten. Denn irgendwann ist das Gras auf der Weide ganz kurz geknabbert. So bekommt Dein Pferd nicht genug zu fressen und nimmt hauptsächlich, wie oben beschrieben, die fruktanreichen Stängel zu sich, die das Risiko einer Hufrehe erhöhen können. Außerdem zupft Dein Pferd so das Gras mit der Wurzel heraus. Durch die Sandnarben, die dadurch entstehen, können Pflanzen sprießen, die das eigentlich gewünschte Gras verdrängen. Hierzu gehören zum Beispiel Weißklee und Hahnenfuß. Damit Dein Pferd im nächsten Frühjahr wieder ausreichend frisches Gras genießen kann, solltest Du Dich im Herbst der Weidepflege widmen. Wenn die Pferde auf den Paddock gewechselt sind, kannst Du Äppelhaufen entfernen, damit sich das Gras erholen kann. Achte darauf, dass das Gras im Winter nicht zu hoch wächst. So kommen an das nachwachsende Gras mehr Licht und Luft heran und eine Nachsaat ist nicht notwendig. Es reicht aus, wenn das Gras eine Länge von ungefähr 5 Zentimetern hat. Tipp: Kontrolliere zusätzlich die Weidezäune. Es kann sein, dass die Pferde die Pfähle ein wenig angeknabbert haben und diese nicht mehr ausreichend stabil sind.


Langsame Umstellung der Fütterung

Pferde haben einen sehr sensiblen Magen und wir müssen unsere großen Lieblinge der Jahreszeit angepasst füttern. Bis jetzt stand Dein Pferd auf der Weide und hat dort viel Gras gefressen. Kommt es nun abrupt zur Futterumstellung, kann das beim Pferd gesundheitliche Beschwerden wie eine Kolik zur Folge haben. Grund dafür sind die Darmbakterien, die sich im Laufe der letzten Monate an das frische Gras gewöhnt haben. Diese sind nun nicht in der Lage, das Futter im Stall wie Heu oder Raufutter in der gewohnten Form zu zersetzen. Eine Umstellung solltest Du daher also langsam und Schritt für Schritt durchführen. Mindestens sechs Wochen sind notwendig, bis der Organismus Deines Pferdes sich an die geänderte Fütterung gewöhnt hat.


Stärkung des Immunsystems durch die richtige Fütterung im Herbst

Pferde sind von ihrem Ursprung her Steppen- und Herdentiere. Sie haben in dieser Zeit einen eigenen Schutz gegen mögliche Infektionsrisiken aufgebaut. Mittlerweile leben die meisten Pferde auf der Weide. Das bedeutet, dass sie mit anderen Artgenossen im Gegensatz zum Leben in der Steppe dicht gedrängt zusammenstehen. Darüber hinaus befinden sie sich Jahr für Jahr auf derselben Weide, wo sich im Laufe der Zeit naturgemäß höhere Infektionsrisiken durch Parasiten oder Viren entwickeln.

Im Herbst fallen viele Veränderungen bei der Unterbringung und der Fütterung an. Er geht wieder häufiger in den Stall oder auf kleinere Paddocks. Dort führt die Rangordnung bei Pferden dazu, dass sich so mancher Vierbeiner über Stunden nicht unterstellen kann. Wind, Regen und Temperaturschwankungen bringen den Kreislauf so richtig durcheinander. All das erhöht den Stress- und Cortisolspiegel beim Pferd. Dadurch kommt es zur Schwächung des Immunsystems. Im Verdauungstrakt der Pferde befinden sich allerdings die meisten Immunzellen. Daher musst Du im Herbst bei der Fütterung Deines Pferdes auf eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen, Vitalstoffen, Spurenelementen und Proteinen achten. Vor allem ältere und kranke Pferde brauchen viel mineralreiches Futter, um ihr Immunsystem zu stärken und Energie für die kalte Jahreszeit aufzuwenden.

Zugaben zum Herbstfutter

Leinöl

Leinöl wirkt sich dank der Omega-3-Fettsäuren positiv auf das Immunsystem des Pferdes aus und ist entzündungshemmend in Bezug auf Atemwege, Gelenkstoffwechsel und Haut. Öl ist allerdings kein natürliches Futter. Du darfst es nur in klein dosierten Mengen hinzufügen.

Kräuter

Kräuter waren früher ein natürlicher Bestandteil jeder Weide. Brennnessel, Löwenzahn, Anis, Bärlauch, Fenchel, Hagebutte: Diese Heilkräuter haben eine positive Wirkung auf den Organismus. Kräutermischungen sind im Fachhandel erhältlich, diese kannst Du sorgsam unter das Hauptfutter mischen.

Saftfutter

Saftfutter bezeichnet Nahrungselemente, die viel Flüssigkeit enthalten. Dazu gehören vor allem Äpfel, Karotten, Zuckerrüben, Rote Beete und Bananen. Ein Festschmaus für Dein Pferd. Bestandteil sind vor allem Spurenelemente wie Zink, Eisen und Phosphor. Eine gute Ergänzung zum Hauptfutter.


Welche Folgen hat eine falsche Fütterung im Herbst?

Dass uns im Herbst die Kälte in die Glieder zieht, kennen wir. Das ist bei Pferden genau das gleiche Problem. Im Herbst und Winter befinden sie sich häufiger im Stall und haben dadurch weniger Bewegung. Ausritte kommen auch nicht so häufig vor wie im Sommer oder Frühjahr, da wir uns bei diesem Wetter auch nur ungerne nach draußen begeben. Vor allem Pferde, die bereits von einer Arthrose oder Gelenkerkrankungen betroffen sind, benötigen eine spezielle Bewegungstherapie, die den vorhandenen Krankheitsbildern angepasst ist. Daneben gilt es, die Fütterung so anzupassen, dass Du damit den Gelenkstoffwechsel Deines Pferdes unterstützen kannst. Sprich dazu auf alle Fälle Deinen Tierarzt an, er gibt Dir hilfreiche Fütterungstipps. Wichtig ist dabei, dass Du für Deinen großen Liebling eine Pferdekrankenversicherung einrichtest. So bist Du gegen hohe Tierarztkosten abgesichert. Unser Tipp: Nutze jeden Moment aus, in dem die Herbstsonne uns noch ein bisschen verwöhnt und wir mit unserem Pferd im Herbst durch die bunten Wälder streifen können. Das sorgt für Abwechslung und beugt dem Herbstblues bei Zwei- und Vierbeinern vor. Bei schlechtem Wetter müssen wir dafür sorgen, dass unser Pferd zumindest in der Halle genug Auslauf und Bewegung bekommt.

Tschüss, Tierarztkosten!

Pferdekrankenversicherungen im Vergleich.

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Junge Frau streichelt ihr Pferd

Wie unterstützt Du den Fellwechsel des Pferdes durch die richtige Fütterung?

Du kannst den Fellwechsel im Herbst durch eine gezielte Fütterung unterstützen. Das Fell muss widerstandsfähiges Deckhaar und Unterwolle entwickeln. Dafür greift der Organismus des Pferdes auf alle Reserven zu, die greifbar sind. Durch die Umstellung des Futters passiert es häufig, dass Grundelemente wie Zink, Schwefel, Eisen, Kupfer oder auch Jod nicht mehr im benötigten Umfang im Futter enthalten sind. Daher ist es durchaus sinnvoll, wenn Du beim Fellwechsel diese notwendigen Elemente durch gezielte Zugabe von Mineralfutter dem Pferd mitgibst. Mehr Infos dazu findest Du auf dieser Seite: Pferd beim Fellwechsel unterstützen.

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