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Hufrehe bei Pferden - erkennen, behandeln, vorbeugen

Hebt Ihr Pferd die Hufe immer wieder hoch und runter? Lehnt es sich beim Anheben der Hufe an Sie? Wird es beim Hufschmied und beim Auskratzen der Hufe schnell zickig? Oder sind die Hufe etwas wärmer als normal? Dann sollten Sie unbedingt Ihren Tierarzt kontaktieren. Denn hinter diesen scheinbar harmlosen Symptomen kann die unter Pferdebesitzern gefürchtete Hufrehe stecken. Die schlimmste Erkrankung des Pferdehufs, die für Ihr Pferd sogar lebensgefährlich werden kann. Daher handelt es sich bei der Hufrehe auch immer um einen Notfall!

Doch was genau ist Hufrehe? Welche Symptome gibt es? Muss ein Rehepferd operiert werden? Und zahlt die Pferde-OP-Versicherung die Behandlung? Wir geben Ihnen die Antworten auf diese und viele weitere Fragen.

Was ist Hufrehe?

Bei der Hufrehe handelt es sich um eine extrem schmerzhafte Entzündung der Huflederhaut, durch die es zu Durchblutungsstörungen im Huf kommt (akute Hufrehe). Das wiederum führt zu schweren und teilweise auch irreversiblen Veränderungen im Huf (chronische Hufrehe). Der Hufbeinträger lockert sich, sodass sich das Hufbein senkt, dreht oder in besonders schlimmen Fällen sogar durchbricht.

Für Pferdebesitzer ist die Diagnose Hufrehe daher der blanke Horror. Laut britischen und amerikanischen Studien gilt die Hufrehe nach der Kolik sogar als die zweittödlichste Pferdekrankheit. Leider ist auch hierzulande etwa jedes zehnte Pferd einmal im Jahr von der Krankheit betroffen. Das Tückische: Ein akuter Reheschub kann innerhalb von etwa 24 bis 72 Stunden zur chronischen Hufrehe werden.

Infografik: Hufrehe und Fehlstellungen

Ursachen für Hufrehe bei Pferden sind:

  • Übergewicht
  • falsche Fütterung bzw. zu viel Futter (Getreide, Brot und Obst in großen Mengen)
  • Überlastung der Hufe durch die Arbeit oder Haltung auf hartem Boden
  • Verletzungen, durch die ein Bein nicht mehr belastet wird (Brüche oder Bänderrisse)
  • Erkrankungen wie das Equine Metabolische Syndrom (EMS) oder das Equine Cushing-Syndrom (ECS)
  • Medikamente (vor allem Kortisonpräparate)
  • Vergiftungen
  • Wurmkuren und Impfungen
  • Geburten (wenn kleine Reste der Plazenta in der Gebärmutter bleiben)
  • falscher Beschlag

Laut einer britischen Studie sind übergewichtige Pferde, die sich wenig bewegen und mit Kohlenhydraten (Zucker, Stärke, Fruktan) überhäuft werden, besonders gefährdet. Experten sprechen in diesem Fall von einer Fütterungsrehe.

Doch auch Giftpflanzen, Pestizide, Medikamente, Geburten sowie Erkrankungen wie EMS und das Cushing-Syndrom können einen Reheschub auslösen. Arbeiten Sie mit Ihrem Pferd häufig auf hartem oder unebenem Boden ist ebenfalls Vorsicht geboten, denn dies kann bei Pferden zu einer Überlastungsrehe führen.

Woran erkennen Sie Hufrehe?

Die Anzeichen hängen von der Stärke der Schmerzen ab, die Ihr Pferd empfindet. Doch auch, wenn Ihr Pferd keine oder nur leichte Schmerzen hat, sollten Sie unbedingt Ihren Tierarzt anrufen. Denn aus einer leichten Entzündung der Huflederhaut kann innerhalb weniger Stunden eine chronische Hufrehe entstehen.

Anfangsstadium (Akute Hufrehe)

In dieser Phase sind die Anzeichen meist nur schwer zu erkennen. Das Pferd belastet die Hufe beispielsweise abwechselnd, indem es die Hufe hoch und runter hebt. Die Hufe lässt es sich nur widerwillig auskratzen. Vor allem auf hartem Boden und in engen Wendungen lahmt das Pferd im Schritt und Trab. Möglicherweise spüren Sie oberhalb des Hufgelenks eine pochende Pulsation. Häufig fühlen sich die Hufe auch etwas wärmer an. Und beim Abtasten mit der Hufzange zeigt das Pferd eventuell, dass es Schmerzen hat.

Übergangsstadium

Nach etwa 24 bis 72 Stunden sind die Anzeichen dann meist schon deutlich besser zu erkennen. Sind die Vorderhufe betroffen, streckt das Pferd diese weit nach vorne, damit sich das Gewicht auf die Hinterbeine verlagert (Rehehaltung). Die Pulsation und auch die erhöhte Temperatur der Hufe sind nun deutlich fühlbar. Bei der Hufzangenprobe hat das Pferd meist eindeutig Schmerzen. Häufig möchte sich das Pferd auch gar nicht mehr bewegen und lahmt auf hartem Boden stark.

Chronische Hufrehe

Sind die Veränderungen im Huf auf den Röntgenbildern zu sehen oder lahmt das Pferd länger als 48 Stunden, sprechen Experten von einer chronischen Hufrehe. Diese Phase kann einige Wochen oder aber auch ein Leben lang andauern. Die typische Rehehaltung ist jetzt deutlich erkennbar. Manche Pferde haben sogar so starke Schmerzen, dass sie meist liegen und die Beine immer wieder anwinkeln und strecken. In besonders schlimmen Fällen bricht die Sohle durch. Kurz zuvor fühlen sich die Hufe meist kalt an. Manchmal löst sich sogar der komplette Huf (Ausschuhen).

Die Symptome im Überblick:

  • Ihr Pferd be- und entlastet die Beine abwechselnd.
  • Es lahmt im Schritt und Trab leicht.
  • Die Hufe sind wärmer als üblich.
  • Es reagiert auf das Abtasten mit der Hufzange.
  • Ihr Pferd streckt die Vorderbeine aus.
  • An der Zehenarterie ist der Puls deutlich zu spüren.
  • Ihr Pferd liegt vermehrt. Dabei streckt es die Beine und winkelt sie dann wieder an.

Wichtig: Ziehen Sie auf jeden Fall den Tierarzt hinzu! Denn die Hufrehe kann sich schnell verschlimmern und sogar tödlich enden. Je früher Sie handeln, umso besser sind die Chancen, dass Sie eine chronische Hufrehe noch abwenden können.

VS.-Tipp: Die Therapie von Rehepferden ist meist sehr langwierig. Je nach Stadium und Verlauf der Krankheit werden verschiedene Ansätze miteinander kombiniert. Die Behandlung ist daher häufig sehr kostspielig. Vor den Kosten der chirurgischen Maßnahmen können Sie sich mit einer Pferde-OP-Versicherung schützen. Bei uns finden Sie alle Tarife der Pferde-OP-Versicherung, die es momentan auf dem deutschen Markt gibt.

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Rehepferdbesitzer berichten von ihren Erfahrungen

Svenja R. aus M. erzählt: „Meine Milly hat in den letzten Jahren - trotz normaler Fütterung - immer mehr zugenommen. Als sie plötzlich etwas klamm ging, habe ich sofort reagiert und den Tierarzt gerufen. Die Diagnose lautete dann tatsächlich Hufrehe in den Vorderbeinen. Stark gesenkt hatten sich die Hufbeine jedoch zum Glück noch nicht. Milly hat dann einen Spezialbeschlag und Entzündungshemmer bekommen. Etwa zwei Monate musste sie auf Sand in ihrer Box stehen. Danach durfte ich sie wieder 30 bis 40 Minuten am Tag führen. Harte Böden waren und sind auch jetzt noch tabu. Mittlerweile darf sie aber wieder auf die Weide - allerdings nur mit Fressbremse. Und beim Anweiden bin ich auch sehr vorsichtig. Einen erneuten Reheschub möchte ich nämlich unbedingt verhindern. Denn ich weiß, wie viel Glück Milly und ich hatten. Hätte ich nicht so schnell reagiert, wäre es vermutlich ganz anders ausgegangen. Zumindest war es bei dem Pferd einer Freundin so. Da ist es zu einem Sohlendurchbruch gekommen und am Ende musste das Pferd eingeschläfert werden.“

Das Pony von Laura B. aus R. ist ebenfalls an Hufrehe erkrankt: „Mein 12 jähriges Shetty konnte urplötzlich vorne links nicht mehr auftreten. Ihr Huf war auch sehr heiß. Die Schmerzen konnte ich ihr richtig ansehen, was mich fast zerstört hat. Ich bin daher direkt mit ihr in die Tierklinik. Als ich dann die Röntgenbilder sah, wäre ich fast umgekippt. Beide Vorderhufe waren total entzündet. In Absprache mit der Tierärztin entschied ich mich für eine Hufwandresektion. Beide Hufe wurden nach der OP eingegipst. Die erste Zeit hat sie täglich Entzündungshemmer bekommen und ein durchblutungsförderndes Mittel. Trotz der Gipse lief sie relativ gut. Was mir Hoffnung machte. Ein halbes Jahr nach der Resektion wurden ihr die Gipse dann endgültig abgenommen. Beide Hufe sind gut nachgewachsen und haben nun sogar eine schönere Form. Aspirin bekommt sie weiterhin sowie rehegeeignetes Mineralfutter. Gras darf sie nur unter Aufsicht fressen. Das löst bei ihr nämlich die Reheschübe aus. Letzten Monat hatte sie deshalb auch einen leichten Schub, nachdem sie nachts aus ihrer Box ausgebüxt ist und sich beinahe 2 Stunden den Bauch mit Gras vollgeschlagen hat.“

Tipps: So helfen Sie Ihrem Pferd bei Hufrehe

Nachdem Sie den Tierarzt informiert haben, sollten Sie die Zeit, bis er bei Ihnen ist, richtig nutzen. Mit diesen Tipps helfen Sie Ihrem Pferd:

  • Bewahren Sie Ruhe. Sind Sie gestresst, ist es auch Ihr Pferd, und das ist es durch die Schmerzen schon genug.
  • Bringen Sie Ihren großen Freund in den Stall. Dort stellen Sie ihn am besten auf einen möglichst weichen Untergrund.
  • Geben Sie Ihrem Pferd kein Futter.
  • Kühlen Sie die Hufe. Das lindert die Schmerzen und verzögert das Fortschreiten der Entzündung.

Was macht der Tierarzt?

Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der Hufrehe und der Ursache. Bei der Untersuchung geht der Tierarzt daher meist wie folgt vor:

  • Er führt eine Lahmheitsuntersuchung und Hufzangenprobe durch.
  • Er röntgt die betroffenen Hufe. Nur so kann er feststellen, wie weit die Hufrehe bereits fortgeschritten ist.
  • Er fragt Sie nach der Vorgeschichte Ihres Pferdes.
    • Hat es Vorerkrankungen?
    • Wann wurde es zuletzt entwurmt?
    • Was und wie viel hat es gefressen?

So wird Hufrehe beim Pferd behandelt

Je früher die Krankheit diagnostiziert wird, desto besser ist sie behandelbar. Bei der Therapie werden meist verschiedene Ansätze miteinander kombiniert. Folgende Maßnahmen können beispielsweise helfen:

  • Der Tierarzt erteilt dem Pferd Boxenruhe auf weichem Untergrund.
  • Die Hufe des Pferdes werden bei einem akuten Reheschub einige Tage gekühlt.
  • Das Pferd bekommt Medikamente wie Aspirin oder Heparin, um die Durchblutung anzukurbeln.
  • Der Arzt verabreicht dem Pferd schmerzlindernde Mittel und Entzündungshemmer.
  • Hat sich das Pferd überfressen, wird der Magen mit einer Nasenschlundsonde geleert. Anschließend erhält es einige Tage lang Öl. Auf diese Weise wird der Darm durchgespült.
  • Sind die Hufe stark entzündet, wird häufig ein Teil der Zehenwand entfernt. Dadurch kann das Entzündungssekret ablaufen. Zudem werden Hufwand und Hufbein so parallel gehalten. Das Horn kann dann von oben gerade nachwachsen.
  • Dem Pferd wird ein Hufreheverband angelegt. Dieser schützt den betroffenen Huf vor Infektionen.
  • Die Ernährung des Pferdes wird umgestellt. Wichtig ist, dass es weniger Zucker, Stärke und Fruktan zu sich nimmt.
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VS. Info

Fragen rund um den orthopädischen Hufbeschlag, Hufkorrekturen und therapeutische Hufschuhe klärt der Tierarzt direkt mit dem Hufschmied. Am besten ist es daher, wenn Sie einen reheerfahrenen Arzt und Schmied an Ihrer Seite haben.

Chirurgische Maßnahmen: ja oder nein?

Eingriffe wie die Hufwandresektion, Tenotomie (Durchtrennung einer Sehne) und Desmotomie (Durchtrennung eines Bandes) werden eher selten durchgeführt. Der Grund: Die Erfolgsaussichten sind fraglich. Operiert werden Rehepferde daher meist auch nur, wenn sie auf keine andere Behandlungsform ansprechen und unter einer chronischen Hufrehe leiden.

Im Fall der Fälle: der OP-Kostenschutz für Ihr Pferd

Der Verlauf einer Hufrehe ist bei jedem Pferd anders. In manchen Fällen reichen eine medikamentöse Behandlung und spezieller Beschlag aus. In anderen Fällen hat sich eine hohle Wand gebildet und es muss ein Stück des Hufs operativ entfernt werden. Eine Rehefuß-Operation kann je Huf über 750 € kosten. Hinzu kommen dann noch die Beiträge für die Unterbringung des Pferdes in der Tierklinik sowie die Kosten für Medikamente, Verbrauchsmaterialien und Nachuntersuchungen. Haben Sie eine Pferde-OP-Versicherung abgeschlossen, müssen Sie sich darum jedoch keine Gedanken machen. In unserem Online-Vergleichsrechner finden Sie alle Pferde-OP-Tarife.

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Das können Sie als Pferdebesitzer tun

Neben dem Tierarzt und Hufschmied können auch Sie einiges tun, um Ihrem Rehepferd zu helfen. Allerdings sollten Sie alle Maßnahmen zuvor mit dem Veterinär besprechen.

  • Legen Sie steinfreien Sand oder Sägespäne in der Box aus.
  • Bewegung fördert die Durchblutung. Allerdings sollten Sie Ihr Pferd nicht zwingen.
  • Während der akuten Phase sollten Sie Ihrem Pferd kein Kraftfutter geben. Am besten füttern Sie es nur mit Heu und Stroh.
  • Mit Hilfe von Kräutern können Sie die Durchblutung und den Stoffwechsel Ihres Pferdes positiv beeinflussen sowie Schmerzen lindern. Bewährt haben sich beispielsweise:
    • Tee aus Brennnessel, Weidenröschen und Ingwer
    • Hagebuttentee
    • Spitzwegerich (frisch)
    • Birkenblätter (frisch oder getrocknet)
    • Rosmarin (frisch oder getrocknet)
    • Schwarznesselöl

Hat Ihr Pferd den Reheschub überstanden, sollten Sie einen erneuten Schub unbedingt verhindern. Beachten Sie daher Folgendes:

  • Begrenzen Sie den Zugang zum Gras oder verhindern Sie ihn sogar komplett.
  • Stellen Sie Ihr Pferd, falls nötig, auf einen Sandauslauf.
  • Meiden Sie gefrorene Weiden.
  • Reiten Sie mit Ihrem Pferd nach Möglichkeit nicht oder zumindest nicht zu lange auf hartem Boden.
  • Bewegen Sie Ihr Pferd täglich, überlasten Sie es jedoch nicht.
  • Geben Sie Ihrem Pferd nicht zu viel Kraftfutter.
  • Achten Sie auf eine gute Hufpflege und korrekten Beschlag.
  • Setzen Sie Ihr Pferd langsam auf Diät, wenn es zu viel auf den Rippen hat.

Heilungschancen

Ob die oben genannten Maßnahmen helfen, hängt von Ihrem Pferd und dem Stadium der Krankheit ab. Dauerhaften Erfolg hat die Behandlung grundsätzlich jedoch nur, wenn

  • die Ursache beseitigt wird,
  • die Hufe engmaschig kontrolliert werden und
  • den Schäden am Huf so direkt entgegengewirkt wird.

Wie können Sie Hufrehe vorbeugen?

Der Hufrehe können Sie nur vorbeugen, wenn Sie die Auslöser der Krankheit kennen und vermeiden. Da vor allem die Ernährung, die Hufpflege und die Belastung des Pferdes eine große Rolle spielen, können Sie mit einigen Vorsorgemaßnahmen das Hufreherisiko deutlich verringern.

Ernährungstipps, damit eine Fütterungsrehe gar nicht erst auftritt:

  • Vermeiden Sie, dass Ihr Pferd zu viel Fruktan aufnimmt. Weiden Sie es im Frühjahr nur langsam an. Am besten erst zur Gräserblüte.
  • Begrenzen Sie den Weidegang zeitlich.
  • Stellen Sie Ihr Pferd nach kalten Nächten nicht direkt am Morgen auf die Weide.
  • Verringern Sie, falls nötig, mit einer Fressbremse die Grasaufnahme Ihres Pferdes.
  • Füttern Sie Ihr Pferd nicht mit Mais oder Getreide.
  • Vermeiden Sie Futtermittel mit einem hohen Zuckergehalt.
  • Achten Sie darauf, dass sich keine Giftpflanzen auf der Weide befinden.
  • Füttern Sie Ihr Pferd mit hochwertigem Heu, das wenig Stärke und Zucker enthält.
  • Geben Sie Ihrem großen Freund nicht zu viel Kraftfutter.

Weitere Tipps zur Vorbeugung:

  • Wählen Sie passende Hufbeschläge, die eine Fehlbelastung verhindern.
  • Lassen Sie Erkrankungen wie EMS und ECS rechtzeitig behandeln.
  • Kontrollieren Sie das Gewicht Ihres Pferdes regelmäßig.
  • Arbeiten Sie täglich mit Ihrem Pferd, aber überlasten Sie es nicht.

Fazit zur Hufrehe

Hufrehe ist eine äußerst schmerzhafte Erkrankung. Ausgelöst wird sie häufig durch falsche Fütterung, Bewegungsmangel und Übergewicht. Die Behandlung ist meist sehr langwierig. Wird die Krankheit frühzeitig erkannt, sind die Erfolgschancen jedoch relativ hoch. Allerdings sind die Symptome im Anfangsstadium noch sehr undeutlich. Weshalb die Hufrehe häufig nicht gleich erkannt wird. Das wiederum hat oft fatale Folgen, denn aus einem akuten Reheschub kann sich innerhalb von etwa 72 Stunden eine chronische Hufrehe entwickeln. Das Hufbein hat sich dann meist irreversibel verändert, was bei einigen Pferden ein Leben lang zu Problemen führt. Hat ein Pferd einmal Hufrehe gehabt, neigt es verstärkt zu weiteren Reheschüben. Daher sollten Pferdebesitzer unbedingt alles vermeiden, was einen erneuten Ausbruch der Krankheit auslösen könnte.

Ist Hufrehe heilbar?

Die Heilungschancen hängen davon ab, wie weit fortgeschritten die Krankheit bereits ist. Eine akute Hufrehe heilt häufig nach einigen Wochen aus. Bei einer chronischen Hufrehe dauert die Behandlung meist mehrere Monate oder sogar über ein Jahr. Viele Rehepferde haben ein Leben lang mit der Erkrankung zu kämpfen und leiden mindestens einmal im Jahr unter einem akuten Reheschub.

Was ist Ausschuhen beim Pferd?

Löst sich der Huf komplett ab, wird das als Ausschuhen bezeichnet. Das ist für ein Pferd extrem schmerzhaft. Das Ausschuhen ist eine Reaktion auf die Hufrehe, kommt allerdings eher sehr selten vor. In der Regel wird die Krankheit vorher gestoppt. Wie? Das erfahren Sie hier: So wird Hufrehe beim Pferd behandelt

Was hilft bei Hufrehe?

Weiches Einstreu, Spezialbeschlag und Entzündungshemmer helfen meist bei Hufrehe. Bei einer chronischen Hufrehe sind in manchen Fällen auch chirurgische Eingriffe hilfreich. Wie Sie Ihrem Pferd darüber hinaus selbst helfen können, erfahren Sie hier: Das können Sie als Pferdebesitzer tun

Mein Pferd hat Hufrehe, darf es auf die Weide?

Rehepferde sind auf dem Paddock tatsächlich besser aufgehoben. Zu viel Gras kann nämlich einen erneuten akuten Reheschub auslösen. Trotz dieses Risikos möchten viele Ihre Pferde nicht komplett vom Weidegang ausschließen. Häufig stellen sie ihre Rehepferde nur stundenweise oder mit einem Maulkorb auf die Weide. Wie Sie sich auch entscheiden, wichtig ist, dass Sie den Weidegang zuvor mit dem behandelnden Tierarzt absprechen. Wie Sie das Hufreherisiko für Ihr Pferd zudem verringern, verraten wir Ihnen hier: Hufrehe vorbeugen

Was ist Fruktan und wieso ist es gefährlich für mein Pferd?

Fruktan ist ein polymeres Kohlenhydrat, das bestimmten Gräsern als Energiespeicher dient. Deutsches Weidelgras, Welsches Weidelgras und Hybrid-Weidelgras sind besonders fruktanreich. Nimmt ein Pferd zu viel Fruktan auf, verändert sich dessen Darmflora. Dadurch entstehen Gase und Toxine. Gelangen die Toxine in die Huflederhaut, kann dadurch die schmerzhafte Hufrehe entstehen. Daher ist es sehr wichtig, dass Sie Ihr Pferd richtig anweiden. Mehr über dieses Thema erfahren Sie hier: Hufrehe vorbeugen

Welche Pferde leiden besonders häufig unter Hufrehe?

Grundsätzlich kommt Hufrehe bei allen Pferderassen vor. Allerding erkranken Pferde mit Übergewicht, die unter dem Equinen Metabolischen Syndrom (EMS) oder dem Equinen Cushing Syndrom (ECS) leiden, häufig an Hufrehe. Daneben gibt es jedoch noch viele weitere Auslöser für die Erkrankung. Wir verraten Ihnen alles über die Ursachen für Hufrehe bei Pferden.

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Eine Rehefuß-OP oder Hufwandresektion ist selten und meist der letzte Versuch, um Ihr Pferd zu retten. Trotzdem sollten Sie sich vor den enormen Kosten eines solchen Eingriffs schützen. Denn dann können Sie sich im Ernstfall ganz auf die Genesung Ihres Pferdes konzentrieren. Absichern können Sie sich gegen OP-Kosten bereits ab 6,78 €/mtl. Vergleichen Sie hier alle Tarife der Pferde-OP-Versicherung.

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Wer schreibt hier?

Mit seiner Erfahrung aus 27 Jahren als freier Versicherungsmakler, hilft Ralf Becker Kunden bei der Suche nach einer passenden Versicherung. Als Experte für Pferdeversicherung ist der passionierter Reiter ganz nah am Thema.
Ralf Becker

 

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