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Gelenkspülung: alles über den operativen Eingriff bei Pferden

Gelenk des Pferdes wird vor der Gelenkspülung untersucht

Viele Pferde leiden an Entzündungen und Verletzungen der Gelenke. Arthrose, Knochenabsplitterungen, Chips und anderen Beschwerden verursachen Schmerzen am Bewegungsapparat und schränken diesen ein. Eine bewährte Behandlungsmethode in diesen und anderen Krankheitsfällen ist die Gelenkspülung. Wir erläutern, worum genau es sich bei diesem Eingriff handelt, wie er abläuft, wie teuer er ist und was alles damit behandelt werden kann.

Was ist eine Gelenkspülung bei Pferden?

Die Gelenkspülung, medizinisch arthroskopische Gelenkspülung, gehört zu den am häufigsten angewendeten Operationstechniken bei Pferden. Beim aus dem Griechischen stammenden Begriff „Arthroskopie“ steht „Arthros“ für Gelenk und „skopie“ für Betrachten. Es handelt sich dabei um einen minimal-invasiven Eingriff, der mit einem vergleichsweise geringen Risiko einhergeht. Die Operationswunde ist nicht sehr tief und das behandelte Pferd kann sich schnell wieder von dem Eingriff erholen.

Bei welchen Erkrankungen ist eine Gelenkspülung bei Pferden sinnvoll?

Das Einsatzgebiet einer Gelenkspülung bei Pferden ist vielfältig. Neben Gelenkerkrankungen wie Arthrose oder Arthritis, etwa an Huf und Fessel, dem Sprung-, Ellbogen-, Knie- oder Karpalgelenk, können damit auch andere körperliche Beschwerden therapiert werden. Dazu gehören zum Beispiel die Entfernung kleiner abgesplitterter Knochenteile, sogenannte Chips, Knochenzysten, Meniskusabrisse am Knie oder auch Schleimbeutelentzündungen. Auch zur Behandlung von Lahmheiten bei Fohlen und ausgewachsenen Pferden kann die Gelenkspülung zum Einsatz kommen.

Insbesondere bei Sportpferden, die oft hohen körperlichen Belastungen und einem stärkeren Verletzungsrisiko ausgesetzt sind, stellt die Gelenkspülung vielfach eine wirksame und sehr effektive Therapie dar. Sie kann zudem bei Problemen wie Fehlstellungen, fehlerhaftem Beschlag oder Infektionen helfen. Im Idealfall trägt die Gelenkspülung dazu bei, einen gesunden Bewegungsapparat des Pferds zu erhalten und auftretenden Beschwerden frühzeitig entgegenzuwirken.

Wie teuer ist die Gelenkspülung bei Pferden?

Die Kosten für eine Gelenkspülung variieren von Fall zu Fall. Sie beginnen ab ca. 1.000 €, können jedoch auch schnell mehrere Tausend Euro betragen, wenn der Behandlungsaufwand groß ist und der Tierarzt nach einem höheren Satz der Gebührenordnung für Tierätzte (GOT) abrechnet.

Mit einer Pferde-OP-Versicherung können Pferdehalter die finanzielle Belastung jedoch geringhalten. Schon für einen kleinen Beitrag sichert der OP-Schutz dem Pferd wichtige Eingriffe zu. Je nach Tarif sind damit vielfältige Leistungen abgedeckt, die nicht nur die Operation selbst, sondern auch vieles mehr umfassen, beispielsweise die Unterbringung in der Tierklinik oder auch die Nachbehandlung.

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Wie läuft die Gelenkspülung genau ab?

Der Eingriff erfolgt unter Vollnarkose in der Tierklinik. Je nach Art der Erkrankung und Behandlungsaufwand dauert die Operation ca. 2 Stunden. Der Tierarzt macht zunächst beim Pferd einen kleinen Schnitt. Über diesen führt er eine schmale Spezialkamera, ein Arthroskop, in das betroffene, zuvor mit Kochsalzlösung oder einem Gas gefüllte Gelenk ein. Über die Spezialkamera kann der Tierarzt das Gelenk im Detail untersuchen und Ursache sowie Ausmaß der Schädigungen feststellen. Gleichzeitig kann er überprüfen, ob z. B. Knochensplitter oder Ablagerungen am Gelenk vorhanden sind.

Nach der Untersuchung führt der Tierarzt über einen zusätzlichen Zugang Instrumente in das Gelenk ein, mit denen er die notwendige Operation durchführt. Er kann zum Beispiel poröse Knorpel glätten oder Knochensplitter entfernen.

Danach erfolgt eine sorgfältige Spülung des Gelenks, bei der Eiter sowie alle anderen Entzündungszellen und Eiweiße entfernt werden.

Abschließend vernäht der Tierarzt die kleinen Schnitte, legt einen sterilen Verband an und beendet die Narkose. Nach 2 bis 3 Tagen kann das Pferd in der Regel die Tierklinik wieder verlassen.

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Junge Frau mit ihrem Pferd auf der Weide

Was ist nach der Gelenkspülung zu beachten?

Um Komplikationen zu vermeiden und für eine optimale Heilung zu sorgen, ist eine gute, gewissenhafte Nachsorge wichtig.

Dazu zählen:

  • regelmäßige Verbandswechsel
  • termingerechtes Ziehen der OP-Nähte
  • regelmäßig Fiebermessen beim Pferd (normal liegt die Körpertemperatur eines Pferds zwischen 37 und 39 °C)
  • Schonung des Gelenks durch vorübergehende Boxenruhe
  • genaues Beobachten des Pferds - wie ist der Allgemeinzustand, wie sieht das Gelenk aus, gibt es Schwellungen oder Blutungen, lahmt das Pferd eventuell?

Stellst Du Auffälligkeiten am Gelenk Deines Pferds fest oder wirkt es in Deinen Augen insgesamt nicht fit, zögere bitte nicht, den Tierarzt dazu zu befragen.

Verläuft die Heilung gut, kannst Du meist schon einige Tage nach dem Eingriff damit beginnen, Dein Pferd wieder langsam zu bewegen. Beschränke Dich zunächst allein auf das Führen im Schritt, später kannst Du es auch wieder satteln und im Schritt reiten. Gehe aber nie eigenmächtig vor, sondern besprich mit dem Tierarzt, wie das individuelle Bewegungsprogramm Deines Pferds aussehen soll. Schließlich soll es langfristig schmerzfrei bleiben und Freude an der Bewegung haben.

Hinweis: Mit unserem Beitrag möchten wir allgemeine Informationen und erste Hinweise zur Genlenkspülung bei Pferden liefern. Er soll nicht der eigenmächtigen Diagnose, Behandlung und Medikation Deines Pferdes dienen und keinesfalls die fachkundige Untersuchung und Therapie durch Deinen Tierarzt ersetzen.

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