(02041) 77 447 - 44
E-Mail
Hunde-Magazin

Hunde im Winter - fit durch die kalte Jahreszeit mit Hundebekleidung, Pfotenpflege und Co.

Im Winterurlaub mit Hund oder beim Winter in heimeligen Gefilden: Frostige Temperaturen, Schnee und vom Menschen gemachte „Feinde“ wie Streusalz oder Frostschutzmittel können Ihrer Fellnase schwer zu schaffen machen. Wie Sie mit aufmerksamer Pfotenpflege und weiteren Tipps wie Hundebekleidung Ihren Hund fit durch den Winter bekommen, verraten wir Ihnen hier.

Hunde im Winter: Kurz und knapp

  • Genau wie wir Zweibeiner können sich Hunde bei Minustemperaturen erkälten.
  • Bekleidung kann bei älteren oder kleineren Hunden sinnvoll sein.
  • Je nach Hunderasse setzen die Friergefahr und die Erfriergefahr bei unterschiedlichen Temperaturen ein.
  • Streusalz und Splitt können zu Verletzungen an Pfoten führen - die Pfotenpflege ist unverzichtbar.
  • Das „spielerische“ Schneefressen kann zu Magen- und Darmerkrankungen führen.
 

Hunde im Winter:
Eisklumpen zwischen den Pfoten, Schnee fressen, Streusalz … 

Viele Hunde kommen mit dem Winter bestens zurecht und freuen sich jeden Tag aufs Neue auf die schönen Seiten der kalten Jahreszeit: Lange Spaziergänge mit Herumtollen in verschneiten Winterlandschaften und gemütliche Kuschelabende - am besten vor dem Kaminofen.

Doch selbst von Natur aus gut an den Winter angepasste Hunde kämpfen mit Problemen. Neben der Kälte sind es vor allem menschengemachte Hindernisse, die Ihrem treuen Gefährten schon mal die Laune vermiesen können. Die Konsequenz: Ihre Fellnase drückt sich vor dem sonst so freudig erwarteten Spaziergang oder möchte mittendrin auf einmal gar nicht mehr weiter. Doch das muss nicht sein.

Wenn Sie die Gefahren für Ihren Hund im Winter rechtzeitig erkennen, sich mit dem Thema Hundebekleidung befassen und Ihren Kampfschmuser frühzeitig und vorbeugend pflegen, ist das alles kein Problem.

Eiseskälte kann Ihren Hund im Winter zu schaffen machen - eine Erkältung droht 

Ihr Hund klappert mit den Zähnen oder zittert am ganzen Körper? Es muss im Winter gar nicht erst so weit kommen. Denn ob Ihrem Vierbeiner kalt wird, erkennen Sie schon daran, wenn er kuscheliger wird als im Sommer, er seinen Kopf auf Ihren Oberschenkel legt, was er zur warmen Jahreszeit eher nicht tun würde.

Sie sollten schnell genug handeln, denn Hunde können sich genau wie Menschen auch erkälten - und das besonders bei kalt-nassem Wetter. Wenn sie durchnässt auf einem Fleck verharren müssen, steigt die Gefahr für eine Erkältung oder eine Blasenentzündung beim Hund bzw. der Hündin.

Bewegung hilft gegen die Kälte im Winter 

Wenn Hunde in Bewegung bleiben, wärmen sie sich selbst und ihnen wird nicht so schnell kalt. Kurzhaarige oder Hunde ohne Unterwolle sind besonders empfindlich, aber auch ältere Tiere und Welpen können sich nicht schnell genug aufwärmen und Sie sollten den Spaziergang im Winter etwas verkürzen.

Nach dem Spaziergang können Sie Ihren Hund dann gründlich abtrocknen und darauf achten, dass er anschließend nicht auf kalten Böden liegt, vor allem wenn er bereits eine leichte Erkältung hat. Generell bei einer Erkältung gilt: Nicht zu lange warten mit dem Besuch beim Tierarzt. Wenn Sie eine Hundekrankenversicherung für Ihre Fellnase haben, umso besser.

Hundebekleidung im Winter für kleine, kurzhaarige, alte und kranke Vierbeiner 

Manche Hunde sind wie geschaffen für den Winter, so wie der Berner Sennenhund, der sich auch wegen seinem „Pelz“ im Winter deutlich wohler fühlt als im Sommer. Andere Hunde wiederum sind keine klassischen „Winterhunde“, kommen aber trotzdem mit kalten Temperaturen in Maßen klar.

Wesentliche Faktoren sind das kurze oder wenige Fell (Regel: Langhaar unempfindlicher als Kurzhaar) und die Größe. Da kleine Hunde mit dem Bauch sehr nah am kalten Boden sind, erhöht sich die Gefahr für Erkältungen sowie Blasen- und Nierenentzündungen. Wobei natürlich auch diese Hunde die kalte Jahreszeit genießen können. Mit der richtigen Hundebekleidung ist das kein Problem.

Hundemantel, Pfotenschuhe und Co. - wetterfeste Hundebekleidung hilft

Ihr Hund wird es Ihnen danken, wenn Sie als Herrchen nachhelfen. Hundemäntel sind im Winter ein probates Mittel, genauso wie Hundeschuhe. Je nach Beschaffenheit des Fells genügt auch schon ein leichter Wärmeschutz. Im Winter, wenn es eisig kalt ist, ist Hundebekleidung zumindest nicht nur ein modisches Accessoire. Hundebekleidung ist auch ein gutes Mittel, damit Sie beim Gassi gehen im Winter in der Dunkelheit besser sichtbar sind. Mit reflektierender Kleidung wie Westen oder Halstüchern schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe.

Ab wie viel Grad Celsius frieren Hunde im Winter - ab wann müssen Sie aufpassen? 

Kleine Rassen mit geringem Körpergewicht wie Chihuahuas, Bologneser oder Kaninchendackel fangen bereits ab circa 4 Grad Celsius an zu frieren. Das Gleiche gilt auch für Hunde mit mittlerer Körpergröße (Labrador, Dackel, Beagle und Co.). Während bei den Kleinen aber bereits akute Friergefahr ab -7 Grad Celsius besteht, können die mittelgroßen Hunde es etwas länger aushalten: Ungefähr -13 Grad Celsius beträgt die Grenze hier.

Große Hunde wie Schäferhund, Golden Retriever, Boxer und Dobermann fangen zwar erst bei circa -10 Grad Celsius zu frieren an, dann kann es aber sehr schnell gehen, bis akute Gefahr besteht. Wie auch bei Hunden mittlerer Größe tun Sie Ihrer Fellnase keinen Gefallen, wenn Sie sie bei -13 Grad Celsius ungeschützt dem Winter überlassen.

Streusalz und scharfkantiger Rollsplitt verursachen schmerzhafte Verletzungen 

Zu den menschengemachten Feinden Ihrer Fellnase im Winter gehören Streusalz oder scharfkantiger Rollsplitt, die auf glatten Straßen ausgestreut werden - und leider kleine höchst unangenehme Risse zwischen den Pfoten verursachen können. Von den Rissen ist es nur noch ein schmaler Grat bis zu schmerzhaften Entzündungen der Pfoten.

Sie merken Ihrem Hund an, wenn er Pfotenprobleme hat:

  • Er leckt sich immer wieder die Pfote oder bleibt stehen und möchte partout nicht mehr weiter.
  • Ihr Hund möchte erst gar nicht raus zum Spaziergang, obwohl er sonst ein begeisterter Läufer ist.

Bei schneller Pflege beugen Sie Entzündungen durch Salz oder Sand vor. Kleinere Wunden / Verletzungen können Sie selber behandeln, ansonsten ist der nächste Schritt der Gang zum Tierarzt.

Besonders tückisch: Das Streugut kann sich auch im Schnee verstecken, den Ihr Hund frisst. Der „Gefahrenherd“ Stadt - mit Straßen und viel Verkehr - tut sein Übriges. Denn wer mit seinem Hund im Winter vermehrt auf Feldwegen und Wiesen oder gar im Wald unterwegs ist, reduziert die Gefahr von Verletzungen durch Streusalz und Co. Diese Flächen sind in der Regel bei Weitem nicht so stark gestreut.

Vorsicht vor Frostschutzmittel - pures Gift für Hunde 

Äußerst gefährlich, gar lebensbedrohlich für Ihren Hund ist Frostschutzmittel, das meistens für die Scheibenwaschanlage verwendet wird. Das darin enthaltene Ethylenglykol ist pures Gift für den Hund. Achten Sie darauf, dass nichts daneben geht, wenn Sie Frostschutzmittel bei Ihrem Auto nachfüllen. Auch aus einem defekten Kühler kann das für Ihren Vierbeiner giftige Mittel austreten.

Das große Problem dabei: Es ist im Schnee fast nicht sichtbar - mit ein Grund, warum Hunde keinen Schnee fressen sollten. Auch weil es süßlich ist, wird Ihre Fellnase das Frostschutzmittel gerne aufnehmen wollen. Halten Sie also hier die Augen besonders offen, wo Gefahren lauern könnten. Bei einer Vergiftung müssen Sie sofort zum Tierarzt.

Eisklumpen zwischen den Pfoten 

Äußerst unangenehm für Hunde im Winter sind Verklumpungen an den Pfotenballen. Besonders häufig bei langhaarigen Hunden bilden sich Eisklumpen zwischen den Zehen, wenn Eiskristalle gefrieren und sich beim Herumtollen im Schnee festsetzen. Die empfindliche Zehenzwischenhaut sollten Sie deshalb im Winter aufmerksam pflegen, zum Beispiel mit speziellem Pfotenbalsam oder auch Melkfett.

Gerade bei längeren Aufenthalten im verschneiten Umfeld können Sie vor dem Spaziergang die Pfoten vorbeugend eincremen und dann hin und wieder untersuchen. Wichtig ist es, Anzeichen von Schnee- und Eisklumpen zeitnah zu entfernen. Nach dem Spaziergang untersuchen und reinigen Sie die Pfoten am besten mit Wasser und etwas Seife.

Mit aufmerksamer Pfotenpflege im Winter vorbeugen

Ein vorbeugendes Mittel wäre die zu langen Haare zwischen den Zehen zu stutzen. Das sollten Sie am besten nicht selber machen, sondern Ihr Tierarzt. Damit es zu den Verklumpungen gar nicht erst kommt, können Sie Ihrem Hund auch Spezialschuhe anziehen, vorausgesetzt, er lässt das zu. Generell gilt: Nur mit den richtigen Tipps zur Pfotenpflege im Winter kann das Tier auch wieder Spaß haben.

Schnee fressen: Magen- und Darmprobleme, Vergiftungen und weitere Gefahren 

Viele Hunde schlecken gerne am Schnee und viele fressen ihn auch - leider! Besonders junge Hunde können dem Schnee häufig nicht widerstehen, bis sie einmal die eine schlechte Erfahrung gemacht haben, dass er ihnen nicht gut bekommt. Auch wenn Ihr Hund sich nicht davon abbringen lässt, lassen Sie nicht gewähren. Die Gefahren reichen von Magen- und Darmbeschwerden bis zu lebensbedrohlichen Vergiftungen, u. a. durch das im Schnee nicht sichtbare hochgiftige Frostschutzmittel.

Die typischen Beschwerden, wenn Ihr Hund Schnee gefressen hat:

  • Durchfall und Erbrechen
  • Magenkrämpfe
  • Würgen
  • Magenschleimhautentzündung
  • Fieber
  • Auskühlung des Körpers

Fazit:

Der Hundekörper ist von Natur aus bereits sehr gut an die kalte Jahreszeit angepasst, aber äußere Einflüsse, die die Natur nun mal nicht vorgesehen hat, sorgen für Ärger. Wenn Sie aber im Winter besonders auf Ihren Gefährten Acht geben und die Pflege zur kalten Jahreszeit etwas intensiver ausfällt, steht einer schönen Zeit nichts im Weg.

Sie befinden sich hier:
  1. Startseite
  2. Magazin
  3. Hund
  4. Hunde im Winter