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Hunde-Magazin

Hunde am Arbeitsplatz - Der gesunde Muntermacher

Viele Studien belegen, dass Haustiere am Arbeitsplatz eine beruhigende und entspannende Wirkung haben. Der BVBH (Bundesverband Bürohunde) hat dazu festgestellt, dass Hunde dafür am besten geeignet sind. Sie legen sich im Büro hin und freuen sich darüber, in der Nähe ihres Herrchens oder Frauchens zu sein.

Auch schwören viele Arbeitskollegen darauf, dass allein schon die Anwesenheit eines Hundes dazu führt, dass der Stresslevel auf der Arbeit sinkt. Es gibt jedoch klare Regeln, die das Miteinander von Hund und Kollegen untermauern sollten.

Hunde am Arbeitsplatz - Kurz und knapp

  • Im Vorfeld mit dem Chef und den Kollegen abklären, ob Ängste oder Allergien gegen Hunde bestehen. Das Stichwort lautet hier: Gegenseitige Rücksichtnahme.
  • Ganz wichtig: die richtige Versicherung für den Bürohund in Form der Hundehaftpflicht. Auch dem Hund kann, wie bei uns Menschen, mal ein Missgeschick passieren, für das Sie aber dem Gesetz nach haften.
  • Hunde sorgen auf der Arbeit für mehr Gesundheit. Weniger Gefahr für Burnout und Fehltage, dazu Senkung des Schlaganfall- und Herzinfarktrisikos.
  • Gut für den Hund: Ein ordentlicher Rückzugsort und die Versorgung mit Wasser und Futter müssen immer gewährleistet werden, damit auch der Vierbeiner Freude im Büro empfindet. Streicheleinheiten dürfen natürlich auch nicht fehlen.
 

Sprechen Sie mit allen Beteiligten wegen des Bürohundes 

In jeder Firma ist natürlich immer der Chef der erste Mann. Klar, er ist für das Wohl der Mitarbeiter verantwortlich. Grundsätzlich muss er als Erster die Erlaubnis zum Haustier auf der Arbeit erteilen. Allerdings muss der Chef die Bedürfnisse der anderen Mitarbeiter mit in die Waagschale werfen.

Bei Allergikern oder Kollegen, die vor Hunden Angst haben, muss der Arbeitgeber der Anwesenheit des Hundes eine Absage erteilen. Am besten, Sie klären mit allen Beteiligten im Vorfeld ab, ob ein Vierbeiner auf der Arbeit auch bei jedem gut ankommt. Wenn der Chef die Mitnahme des Hundes in das Büro übrigens seit Jahren duldet, kann daraus durchaus ein Rechtsanspruch für Sie entstehen.

Nicht ohne Hundehaftpflicht zur Arbeit mit dem Hund 

Hund im Büro

Ohne Hundehaftpflicht geht es nicht. Der Chef sollte sich unbedingt überzeugen, dass diese auch bei Ihnen vorhanden ist. Knabbert Ihr Hund zum Beispiel aus Neugier ein Kabel an und der Bürocomputer versagt seinen Dienst oder ein wichtiges Dokument wurde vom Schreibtisch gemopst und zerfetzt, haften Sie für den Schaden.

Noch wesentlich gravierender ist jedoch folgendes: Kommt es doch einmal auf der Arbeit zu einem Unfall mit Ihrem Hund, wird mit Sicherheit der jeweilige Träger der Gesetzlichen Unfallversicherung darauf aufmerksam. Wenn jemand im Büro von Ihrem Hund gebissen wird oder über ihn stolpert und sich verletzt, so ist das als Arbeitsunfall zu betrachten.

In einem solchen Fall übernimmt zunächst die Gesetzliche Unfallversicherung die Folgekosten der Behandlung. Es ist dann aber nur noch eine Frage der Zeit, bis die Unfallkasse Sie als Hundehalter in Regress nimmt. Also, wenn schon mit Hund ins Büro, dann nur mit der Hundehaftpflicht. So ist finanzielle Sicherheit garantiert.

Der Hund möchte auch versorgt sein 

Spezielle Vorschriften für die Hundehaltung im Büro gibt es nicht. Natürlich wissen Sie selber, dass Sie Ihren Vierbeiner nicht während des ganzen Tages in der Putzkammer abstellen können oder dürfen. Ihr Hund braucht ebenso wie alle anderen seinen festen Platz, von dem aus er Sie erreichen kann.

Suchen Sie in Absprache mit den Kollegen also eine geeignete Stelle für Hundekörbchen / Schlafplatz sowie Wassernapf und Spielzeug aus. So können Sie sichergehen, dass der Hund seine benötigte Ruhe bekommen kann und niemand ihn stört oder umgekehrt.

Was den Napf für das Hundefutter betrifft, scheiden sich die Geister. Hundefutter kann für den einen oder anderen durchaus eine Geruchsbelästigung darstellen. Es gibt auch relativ geruchsneutrales Futter, was aber nicht alle Hunde mögen. Klären Sie auch hier vorher unbedingt die Regeln mit allen Personen ab.

Eine Extrawurst gibt es für Herrchen oder Frauchen nicht. In der Mittagspause Gassi gehen reicht oft nicht aus. Meldet der Hund seine tierischen Bedürfnisse zwischendurch an, müssen Sie die Zeit selbstverständlich nacharbeiten.

Gut für die Gesundheit aller Beteiligten - Der Bürohund 

Hundehalter wussten es schon immer: Ein Hund hält fit und gesund. Laut einer Studie des BVBH sorgt auch der Bürohund für zahlreiche Verbesserung des eigenen Befindens.

Durch die tierische Abwechslung im Büro verringert sich laut der Studie deutlich das Risiko, einen Burnout zu erleiden. Auch damit einhergehende psychische Erkrankungen werden eingedämmt. Das wiederum mindert auch die Gefahr, einen Herz- oder Schlaganfall zu bekommen. So etwas freut natürlich auch den Arbeitgeber, denn die Senkung der Krankheitskosten für die Arbeitnehmer erspart ihm sehr viel Geld.

Sind Chef oder Kollegen noch skeptisch? So überzeugen Sie alle 

Stellen Sie bitte niemals den Chef oder Mitarbeiter vor vollendete Tatsachen, indem Sie urplötzlich mit Ihrem Hund auf der Arbeit auftauchen. Klären Sie alles im Vorfeld ab - mit guten Argumenten - falls noch Skepsis bestehen sollte.

Sprechen Sie vorher mit den Kollegen, die sich mit Ihnen einen Flur oder ein Büro teilen. Fragen Sie Ihren Arbeitgeber, ob Ihr Hund nicht mal testweise mitkommen darf, berichten Sie ihm von den Studien. Vielleicht erkennt ja auch der Chef den Mehrwert des Hundes in der Firma.

Unser Tipp: Haben Sie in der Testzeit Ihren Hund aber immer im Auge, damit dem Vierbeiner nicht doch einmal in der ungewohnten Umgebung ein Missgeschick unterläuft. Das könnte für Ihre Pläne zu einem großen Hindernis werden.

Überzeugen Sie vor allem die Skeptiker unter den Kollegen. Wer keinen Hund hat, der mag ihn auch nicht unbedingt am Arbeitsplatz. Diese Sichtweise müssen Sie auch verstehen. Probieren Sie doch einfach mal aus, diese Mitarbeiter an Ihren Liebling zu gewöhnen, in dem diese dem Hund ein paar Leckerchen geben. Er wird den Kollegen im wahrsten Sinne des Wortes aus der Hand fressen. Haben Sie die Skeptiker erst einmal überzeugt, sind diese vermutlich die ersten, die in der Schublade ein Extra-Leckerli für Ihren Vierbeiner parat haben.

Viele Mitarbeiter würden für ihren Hund die Firma wechseln 

Es gibt zahlreiche Umfragen rund um das Thema Hundehaltung. Da viele Hundefreunde beruflich stark eingespannt sind, bleibt weniger Zeit für den vierbeinigen Liebling. Umso weniger ist es verwunderlich, wenn jeder zweite Hundehalter sogar auf eine Gehaltserhöhung verzichten würde, wenn er den Hund mit ins Büro nehmen dürfte. Jeder dritte Mitarbeiter spielt sogar mit dem Gedanken, die Firma zu wechseln, wenn woanders der Hund am Arbeitsplatz willkommen ist. Ebenso denken Hundefreunde eher über einen Verzicht von Firmenwagen, Firmenhandy oder Altersvorsorge nach, als auf ihren Liebling an ihrer Seite zu verzichten.

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