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Wie schlau sind Katzen? Die Intelligenz der Katzen näher betrachtet

Katze spielt mit dem Intelligenzspielzeug

Katzen werden viele Eigenschaften zugeschrieben. Sie gelten als kompliziert, eigenwillig, divenhaft, neugierig oder stur … Wie ist es aber eigentlich um die Intelligenz von Deutschlands beliebtesten Haustieren bestellt? Woran kannst Du erkennen, ob Deine Katze clever ist, und wie kannst Du Ihr Köpfchen trainieren?

Katzen können zählen - zumindest bis vier!

Es gibt erst wenige verlässliche Forschungsergebnisse, aber die Annahme, dass Katzen Mengen erkennen und unterscheiden können, scheint zu stimmen.

Genau genommen können Katzen bis vier zählen. Das hat der Verhaltensbiologe Doktor Immanuel Birmelin vom Deutschen Verein für Verhaltensforschung bei Tieren in einem wissenschaftlichen Experiment nachgewiesen. In dem Versuch war je eine Futterschale mit einem, zwei, drei oder vier Punkten gekennzeichnet. Dazu wurde eine Glocke geläutet. Das Ergebnis: Ertönte die Glocke nur einmal, ging die Katze schnurstracks zu der mit einem Punkt gekennzeichneten Futterschale. Läutete die Glocke zweimal, begab sich die Samtpfote zum mit zwei Punkten versehenen Napf, bei drei Glockenschlägen zu dem mit drei Punkten, und erklang die Glocke viermal, machte sich die Katze zielstrebig auf den Weg zur Futterschale mit vier Punkten.

Ein untrüglicher Beweis dafür, dass Katzen in der Lage sind, unterschiedliche Mengen Tönen zuzuordnen. „Eine kognitive Leistung, die Katzen Hunden voraushaben“, fasst der Verhaltensbiologe das erstaunliche Ergebnis zusammen.

Katzen kennen ihren Namen und können Stimmen unterscheiden

Auch wenn Deine Katze die Bedeutung von Worten sicherlich nicht verstehen kann, kennt sie doch ihren eigenen Namen. Das hat die japanische Psychologin und Katzenexpertin Atsuko Saito mit einer Studie herausgefunden. Sie beobachtete dafür insgesamt 78 Hauskatzen, die in japanischen Katzencafés leben.

Saito und ihr Team konnten mit unterschiedlichen Experimenten belegen, dass Katzen deutlich auf ihren Namen reagierten, zum Beispiel durch Ohr- und Kopfbewegungen oder Schlagen des Schwanzes. Zu den Ergebnissen zählte auch, dass die Katzen nicht nur aufmerksam wurden, wenn ihr Besitzer sie bei ihren Namen riefen, sondern auch bei völlig unbekannten Personen.

Mit einer anderen Studie konnte die japanische Katzenexpertin jedoch auch belegen, dass Samtpfoten die Stimme ihrer wichtigsten Bezugsperson, also Halterin oder Halter, klar von fremden Stimmen unterscheiden können. Als Saito und ihr Team Katzen unterschiedliche Tonaufnahmen vorspielten, reagierten die Samtpfoten am stärksten auf die Stimme „ihres Menschen“.


Katzen haben ein gutes Gedächtnis

Können sich Katzen nicht nur kurz etwas merken, sondern auch noch nach längerer Zeit an Orte, Verstecke und mehr erinnern? Davon ist zumindest der amerikanische Tier-Verhaltensforscher Nicolas Dodman überzeugt.

Er und andere Katzenexperten sind sich sicher, dass Katzen beispielsweise noch Monate nach einem Umzug den Weg zu ihrem alten Zuhause finden. Auch Verstecke, in die entwischte Beutetiere geflüchtet sind, oder verborgene Leckerlis können sich unsere schlauen Stubentiger problemlos für längere Zeit ins Gedächtnis zurückrufen, wie Untersuchungen zeigen.


Katzen sind Meister im Beobachten und Imitieren

Starrt Dich Deine Katze manchmal auch ununterbrochen an? Immer wieder fixieren Katzen uns in bestimmten Situationen mit ihren großen Augen. Minutenlang beobachten sie uns und scheinen unsere Handlungen und Handgriffe regelrecht abzuscannen. Nicht ohne Grund!

Mit ihrem „Checkerblick“ prägen sie sich alles genau ein, um Dinge, die für sie nützlich sein können, später nachzumachen. So gelingt es Katzen zum Beispiel spielend, Türen mit der Pfote aufzuschieben oder auch durch einen beherzten Sprung auf die Klinke zu öffnen - ganz schön clever, oder?! Aber auch ein bisschen riskant. Gerade, wenn bei Aktionen wie dem besagten Türklinkensprung Katzen ihre gute Beobachtungsgabe mit vollem Körpereinsatz umsetzen, geht dabei auch schnell mal etwas schief. Die Katze kann zum Beispiel von der Türklinke abrutschen und sich dann eine schmerzhafte Zerrung oder Prellung zuziehen oder bricht sich im schlimmsten Fall sogar etwas. Damit in solchen Fällen hohe Behandlungskosten in der Tierarztpraxis oder -klinik keine schmerzlichen finanziellen Folgen für Dich haben, sorgst Du am besten mit einer Katzenkrankenversicherung vor. Sie sichert Deinem Stubentiger vielfältige Gesundheitsleistungen zu und übernimmt je nach Tarif manchmal bis zu 100 % der Tierarztrechnung.


Katzen sind feinfühlig und empathisch

Manche Katzenhalterinnen oder -halter sprechen von ihrer „Seelenkatze“. Sie sind überzeugt, dass ihre Samtpfote sie genau versteht und ihre unterschiedlichen Gefühlslagen - egal ob Glück, Wut oder Trauer - erkennen und mitempfinden kann.

Tatsächlich scheinen Katzen zu spüren, wenn es ihren Menschen nicht gut geht. Oft versuchen sie, auf ihre Art Trost zu spenden - zum Beispiel, indem sie sich an die Person schmiegen und beruhigend schnurren oder versuchen, durch eine direkte Aufforderung zum Spielen für Aufheiterung zu sorgen.

Ihre Feinfühligkeit bringen Katzen zudem nicht nur durch ihre oft verwöhnt erscheinende, „mäkelige“ Futterauswahl zum Ausdruck. Auch, was die Akzeptanz eines Menschen betrifft, zeigen sich die sensiblen Samtpfoten als sehr wählerisch. Merken sie, dass ihr eine Person nicht guttut oder sie gar bedroht, machen sie fortan einen weiten Bogen um sie und meiden den Kontakt. Tatsächlich verfügen viele Katzen über ein hohes Maß an sozialer Intelligenz.

Ob soziale Fähigkeiten in Form von Empathie, kognitive Intelligenz bei der erfolgreichen Verknüpfung von Zahlen mit Tönen oder der Lerninfekt aufgrund genauer Beobachtung: Unsere fünf Fakten zeigen eindeutig, dass Katzenköpfe - zu Unrecht - oft unterschätzt werden.

Auch wenn die Katzenforschung im Vergleich zu der von Hunden und anderen Tieren noch in den Kinderschuhen steckt - die bisherigen Ergebnisse lassen auf jeden Fall ein hohes geistiges Potenzial von Katzen erkennen. Wie Du den Grips Deines tapsigen Tigers selbst fördern kannst? Ein paar Ideen hätten wir da für Dich …

Intelligenz der Katze fördern - Tipps und Tricks

Katze spielt mit dem Intelligenzspielzeug

Anders als Hunde, die Frauchen oder Herrchen gern gefallen möchten und deshalb eine große Lernmotivation zeigen, bestimmen Katzen gern selbst, wann sie ihr Köpfchen trainieren möchten. Das Gehirnjogging mit Stubentigern gestaltet sich für Halterinnen und Halter deshalb von vornherein ein wenig komplizierter, auch deshalb, weil Katzen in der Regel schnell gelangweilt sind und als nicht sehr ausdauernde Schülerinnen und Schüler gelten. Achte beim Katzentraining am besten auf

  • das richtige Timing und kurze Übungseinheiten: Dein Liebling sollte unbedingt entspannt und neugierig sein - die Katze zu etwas zu zwingen, kann nur nach hinten losgehen! Beschränke das Training daher auf wenige Minuten und wiederhole die Einheiten besser täglich oder jeden zweiten Tag
  • Anzeichen, dass Deine Katze das Interesse verliert: dreht sie den Kopf von Dir weg oder springt gar davon, brich das Training an dieser Stelle am besten ab und setze einfach am folgenden Tag wieder neu damit an
  • positive Verstärkung: belohne Deine Katze bei jedem Lernerfolg mit einer begeisterten Reaktion - zum Beispiel mit einem Jubeln von Dir und einem kulinarischen Verwöhnerlebnis in Form eines begehrten Leckerlis
  • Intelligenzspielzeug für Katzen, mit dem Du es ruhig mal probieren kannst: Im (Tier)Fachhandel gibt es eine Fülle spezieller Spielzeuge, bei denen Geschicklichkeit und Köpfchen von Katzen gefragt sind – Spaß und gesunde Aktivität inklusive
  • einen Schritt nach dem anderen: übe immer nur eine Aufgabe, um Deine Katze nicht zu verwirren oder zu überfordern
  • häufigere Belohnungen zu Beginn und bei Fortschritten seltener: bitte niemals zu große Mengen Leckerlis als Belohnung füttern, damit kein dickes Bäuchlein bei Deinem Liebling und daraus resultierende gesundheitliche Risiken drohen
  • Geduld und Konsequenz: auch wenn der erwünschte Lerneffekt mal etwas auf sich warten lassen sollte, verliere bitte nicht die Hoffnung und vor allen Dingen nicht die Nerven - mit Ruhe, Gelassenheit und immer gleichen Handlungsmustern kommt Deine Katze früher oder später garantiert ans Ziel

Mehr zum Thema Erziehung und Training von Katzen, zum Beispiel über die Möglichkeiten des Einsatzes von Clicker und Co., kannst Du im Beitrag Katze erziehen erfahren.

Wichtig für jedes erfolgreiche Training ist zudem eine gute mentale und körperliche Fitness Deiner Katze. Mit einer Katzenkrankenversicherung sorgst Du für eine wichtige Gesundheitsbasis des Stubentigers, denn sie sichert Euch bei Bedarf jederzeit wichtige Vorsorge- und Behandlungsmaßnahmen zu, ohne dabei Deinen Geldbeutel zu strapazieren.

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