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Sind Katzen in der Privathaftpflicht versichert?

Das Wichtigste für Sie als Katzenbesitzer zuerst: Ja, Katzen sind in der Privathaftpflicht versichert. Sie brauchen also keine separate Tierhalterhaftpflichtversicherung. Wichtig ist natürlich, dass Sie haftpflichtversichert sind. Stellen Sie sich folgenden Fall vor: Ihr Bekannter hat Ihre Katze auf dem Schoß. Da fährt sie auf einmal die Krallen aus und hinterlässt auf seinem Unterarm tiefe Kratzer, die stark anschwellen. Der Hausarzt stellt eine Infektion fest, die mit Medikamenten behandelt werden muss.

Für Ihren Bekannten hat sich der Fall damit erledigt - kann ja mal passieren. Für seine Krankenkasse aber nicht, denn die meldet sich jetzt bei Ihnen. Jetzt gilt es, Ihre Haftpflichtversicherung zu informieren. Die Krankenkasse fordert von Ihnen die Erstattung der angefallenen Kosten der ärztlichen Versorgung. Schließlich hat das Verhalten Ihrer Katze die ärztliche Versorgung notwendig gemacht.

Hafte ich für Schäden, die meine Katze verursacht?

Ja, Sie sind für die Schäden verantwortlich, die Ihre Katze verursacht. Das schreibt der Gesetzgeber so vor. Für Ihre Katze reicht Ihre Privathaftpflicht völlig aus. Anders als bei Hunden oder Pferden gehen von Katzen weniger Gefahren aus, daher brauchen hier die Halter keine separate Tierhalterhaftpflichtversicherung. Diese Regelungen sind im Bürgerlichen Gesetzbuch festgelegt.

Diese Arten von Schäden durch die Katze sind in der Privathaftpflicht abgesichert:

  • Personenschäden
  • Sachschäden
  • Mietsachschäden
  • Vermögensschäden

Welche Schäden können Katzen verursachen?

Was soll meine Katze schon großartig anrichten? So denken vermutlich viele Katzenbesitzer. Sicher, beim Anblick der kleinen Stubentiger fällt es schwer, direkt das Schlimmste anzunehmen. Eine zerfetzte Rolle Toilettenpapier oder eine zerkratzte Sofalehne sind doch kein Beinbruch.

Problematisch wird es, wenn Ihre Katze Ihnen gegenüber mal so richtig die Krallen ausfährt. Dann kann ein Tatzenhieb sehr schmerzhafte Folgen haben. Und ein Katzenbiss führt unter Umständen sogar zu einer Infektion, die Sie ärztlich versorgen lassen müssen. Dafür zahlt Ihre eigene Privathaftpflichtversicherung nicht. Das sind sogenannte Eigenschäden.

Wenn Ihre Katze hingegen einen Schaden verursacht, bei dem außenstehende Personen betroffen sind, können Sie auf Ihre Haftpflichtversicherung zurückgreifen.

Muss meine Privathaftpflicht für jeden Schaden meiner Katze aufkommen?

Nicht zwingend. Denn das entscheidet die Haftpflichtversicherung für Katzen von Fall zu Fall. Zuerst einmal muss der Geschädigte beweisen, dass Ihre Katze für den Schaden verantwortlich ist. Hat er dazu beigetragen, dass es erst zu einem Schaden kommt, bleibt er in der Regel auf seinen Kosten sitzen. Die beiden folgenden Fälle haben sich real ereignet und zeigen, wie unterschiedlich die Gerichte an solche Fälle herangehen.

Zwei Katzen spielen

Fall 1
Durch eine Katze attackiert

In einer Wohngemeinschaft versuchte eine junge Frau, die Katze ihrer Mitbewohnerin einzufangen, um sie zu baden. Die Katze wehrte sich verständlicherweise gegen das drohende Unheil und biss kräftig zu. Dabei schwoll die Hand der jungen Frau heftig an. Die Folge: Fünf Tage Krankenhausbehandlung wegen einer Infektion.

Fall 2
Eine fremde Katze vertreiben

In einem Hotel ist die Katze eines Gäste-Ehepaares über den Balkon in das Nachbarzimmer eingedrungen. Die Urlauberin dort wollte die Katze einfangen und wieder zurückbringen. Hier zeigte sich die Katze wenig einsichtig und biss der Urlauberin kräftig in den Daumen. Die Folge war eine dauerhafte Funktionseinschränkung des Fingers.

 

Beide Fälle wurden vor Gericht verhandelt. Im ersten Fall lehnte das Gericht die Schadensersatzforderung ab. Die Haftpflicht des Katzenhalters musste nicht zahlen. „Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um“, so die Argumentation der Richter. Es sollte eigentlich logisch sein, fremde Katzen nicht einfach hochzuheben.

Im zweiten Fall musste die Privathaftpflicht der Katzenbesitzer der verletzten Urlauberin ein Schmerzensgeld in fünfstelliger Höhe auszahlen. Denn es entspricht einem natürlichen Verhalten, eine eingedrungene Katze aus den eigenen vier Wänden wieder zu verbannen.

Die beiden Beispiele zeigen: Eine Haftpflichtversicherung für Katzen ist unverzichtbar. Schließlich übernimmt die Privathaftpflicht alle Kosten für berechtigte Schadensersatzforderungen - und wehrt unberechtigte Ansprüche vor Gericht ab.

Der Geschädigte ist in der Beweispflicht

Nicht selten kommt es vor, dass ein aufgeregter Nachbar sich über Ihre Katze beschwert, weil sie angeblich die Motorhaube seines Autos zerkratzt hat. Hier sollten Sie erst einmal Ruhe bewahren. Ihre Privathaftpflicht kümmert sich um den vermeintlichen Schaden Ihrer Katze. Sie prüft, ob die Forderung überhaupt berechtigt ist.

Jetzt ist der Geschädigte in der Pflicht: Er muss beweisen, dass Ihre Katze die Kratzer verursacht hat. Das dürfte allerdings kaum möglich sein. Die Haftpflichtversicherung für Ihre Katze wehrt den Schadenersatzanspruch also ab. Sie können für Ihre Katze nicht mehr haftbar gemacht werden.

Katze auf der Fensterbank

Katzen in der Mietwohnung - was kann da schon passieren?

Die kleinen Stubentiger haben es mitunter faustdick hinter den Ohren. Mit einer zerfledderten Gardine müssen Sie klarkommen. Nicht aber Ihr Vermieter, wenn es um eine angeknabberte Fensterdichtung oder womöglich eingesickerten Urin im Teppich geht. Schließlich gehören ihm ja die Fenster und er hat den Teppich in der Wohnung verlegen lassen. Dann hat er Ihnen gegenüber einen Schadensersatzanspruch.
Umso wichtiger ist es, dass Sie den Zusatzbaustein Mietsachschäden mit versichert haben.

 

Doch Achtung: Sie können Schäden, die Ihre Katze verursacht hat, nicht „sammeln“ und dann Ihrer Haftpflichtversicherung einreichen. Einen Schaden, und wenn es nur ein zerkratzter Türrahmen ist, müssen Sie sofort Ihrer Privathaftpflicht melden. Gerade bei Mietsachschäden neigen viele Mieter dazu, Schäden erst beim Auszug zu melden. In solchen Fällen zahlt die Haftpflicht für die Schäden durch Ihre Katzen nichts.

Mehr als drei Katzen in der Wohnung? Dann bleibt die Privathaftpflicht außen vor

Katzenhalter werden es nicht gerne hören, aber bei einer größeren Zahl von Katzen leistet die Privathaftpflicht nicht für Mietsachschäden. Das ist bereits der Fall, wenn in einer Mietwohnung mehr als drei Katzen wohnen. In vielen Gerichtsverfahren betrachten Richter das als eine übermäßige Beanspruchung der Mietwohnung.

Ein richtungsweisendes Urteil hat dazu das Oberlandesgericht Hamm im Jahr 2014 gesprochen. In dem Rechtsstreit klagte eine Katzenhalterin gegen ihre Privathaftpflicht. Die vier Katzen hatten in der Mietwohnung erhebliche Spuren hinterlassen - vom zerkratzten Parkett bis hin zu Schäden durch Katzenurin. Damit blieb die Katzenhalterin auf rund 17.000 Euro Renovierungskosten sitzen. Die Begründung der Richter: Durch diese Anzahl von Katzen ist eine übermäßige Beanspruchung der Mietwohnung gegeben. Das schließt dann eine Schadensersatzleistung aus der Privathaftpflicht aus.

Tipp Weitere Informationen zur Katzenversicherung

Sie finden weitere, interessante Informationen rund um die Katzenersicherung:

 

Privathaftpflicht für die Katze

Selbst wenn Sie keine neue Privathaftpflicht für Ihre Katze abschließen müssen: Ist Ihr eigener Versicherungsschutz noch auf dem neuesten Stand? Sind Mietsachschäden vielleicht noch gar nicht abgesichert oder zahlen Sie zu viel Beitrag? Dann lohnt sich in jedem Fall ein Vergleich der Privathaftpflicht.

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