Hier helfen wir Ihnen weiter!
(02041) 77 447 – 44

EIN WELPE KOMMT INS HAUS
8. Monat: Mit Hund auf Tour

Los gehts

vergleichen-und-sparen.de informiert

Autofahren mit Hund

Im Idealfall hat Dein Vierbeiner das Autofahren schon beim Züchter gemeinsam mit seiner Mutter und den Geschwistern kennengelernt. Wenn dem nicht so ist und die Fahrt mit Dir in sein neues Zuhause sein erstes Erlebnis auf vier Rädern war, dann kann es sein, dass er daran nicht unbedingt die besten Erinnerungen hat. Daher ist es enorm wichtig, dass Dein Welpe sich in Zukunft beim Autofahren wohlfühlt und lernt, positive Erfahrungen mit der Fahrt zu verbinden. Im Folgenden geben wir Dir ein paar Tipps, sodass das Autofahren für Euch beide nicht zum Stress wird und Dein Hund und Du immer wohlbehalten ans Ziel kommen.

So gewöhnst Du Deinen Vierbeiner ans Autofahren

Beginne damit, dass Du den Kleinen in den Wagen setzt (!). Achte darauf, ihn nicht hineinspringen zu lassen. Dafür sind seine Knochen und Gelenke noch nicht genug ausgereift. Auch beim Aussteigen solltest Du ihm von Anfang an beibringen, dass er nicht sofort aus dem Auto hüpfen darf, schon zu seiner eigenen Sicherheit. Wenn er dann größer ist, ist es sinnvoll ihm beizubringen, nur auf Signal ins Auto zu springen und entsprechend auch nur auf Kommando herauszuspringen.

Gib ihm nun im offenen Gepäckraum sitzend ein paar Leckerchen, um ihm sein mobiles Zuhause schmackhaft zu machen. Lass Deinen Hund dann einfach nur das Innere des Wagens beschnuppern. Auf keinen Fall solltest Du ihn zwingen, darin sitzen zu bleiben, wenn er das nicht will. Er braucht vielleicht seine Zeit, um zu merken, dass ihm dort nichts passiert. Ein guter Trick ist es, dem Hund eine vertraute Umgebung „vorzutäuschen“: Wenn er beispielsweise in seiner Kuscheldecke sitzen darf, während Du fährst, fühlt er sich sicherer.

Wenn Dein Vierbeiner begriffen hat, dass Dein Auto ein Ort ist, an dem er sich wohl und geborgen fühlt, kannst Du das erste Mal den Motor starten, damit er sich an das Geräusch gewöhnt.

Am Anfang nur kurze Strecken

Wenn Deine Fellnase sich im Wageninneren wohlfühlt, sollte es nicht direkt auf „große Fahrt“ gehen. Für den Anfang reicht es erst einmal nur ein paar Meter um die Ecke zu fahren, lass den Kleinen aus dem Auto und belohne ihn mit Leckerli, einem Spiel oder einem schönen Spaziergang. Das wiederholst Du nun ein paar Mal über einen gewissen Zeitraum hinweg. Steigere die Fahrtlänge erst nach und nach. So wird Dein Vierbeiner nach einigen Malen die Verbindung „Autofahren = Spaß“ in seinem Kopf gespeichert haben. Das ist auch der Grund, weshalb Du nicht direkt die erste Autofahrt nutzen solltest, um zum Tierarzt zu fahren. Falls durch eine eventuell schmerzhafte Erfahrung Stress entsteht, könnte das zur Folge haben, dass Deine Fellnase das Autofahren mit dem Tierarztbesuch in Verbindung setzt.

Der kostenlose Welpenratgeber

Viele weitere Informationen zu den Lebensmonaten 1 bis 12 von Hundewelpen findest Du in unserer Welpenfibel. Sie umfasst mehr als 30 unterschiedliche Themen auf über 40 Seiten. Die Fibel ist kostenlos - schau doch mal rein!

Anschnallen nicht vergessen - Gurt, Box, Gitter & Co.

Zur Sicherheit Deines Hundes und auch Deiner eigenen, sollte der Vierbeiner sich nicht im ganzen Auto frei bewegen können. Es gibt in Deutschland zwar keine Anschnallpflicht für Hunde, allerdings gilt ein Vierbeiner als Ladung und diese muss laut Straßenverkehrsordnung ausreichend gesichert sein. Solltest Du kontrolliert werden und Deine Fellnase liegt ungeschützt im Fußraum, droht Dir ein Bußgeld und gegebenenfalls Punkte in Flensburg.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, seinen Hund sicher im Auto zu transportieren. Entweder das Hundegitter, was den Vierbeiner von Dir abtrennt, oder eine festsitzende Hundetransportbox, in der er sicher verstaut mitfahren kann. Auch ein gut sitzender Hundegurt, der das Tier auf dem Rücksitz anschnallt, ist eine Option. Am besten Du probierst einfach aus, was für Dich und Deinen Vierbeiner am angenehmsten ist. Am sichersten reisen Hunde in einer Transportbox. Je nach Größe wird sie im Fußbereich hinter dem Vordersitz, auf dem Rücksitz oder im Kofferraum fixiert. Wenn Du zusätzlich ein Trenngitter installierst, erhöhst Du die Sicherheit.

Nachteile der Box: In kleinen Fahrzeugen kann sie erheblich die Sicht beeinflussen, außerdem bleibt wenig Platz für Gepäck oder größere Einkäufe. Wenn Du Dich für eine Box entscheidest, ist es wichtig, den Vierbeiner frühzeitig, am besten schon außerhalb des Autos, an sein mobiles Heim zu gewöhnen. Zwei Fliegen mit einer Klappe schlägst Du, wenn Du die Box zu Hause zum festen Schlaf- oder Ruheplatz des Hundes machst.

Gemütlich mit Decken und Spielzeug eingerichtet, avanciert die Transportbox schnell zum Lieblingsschlafplatz. So hat die Fellnase, egal wo sie sich befindet, unterwegs oder im Hotel, immer ihr mobiles Zuhause dabei. Lieblingsschlafplatz.Anschnallgurte für Hunde gibt es in verschiedenen Größen. Wichtig hierbei ist es, den Hundegurt perfekt an die Größe Deiner Fellnase anzupassen, sodass im Falle eines Aufpralls nichts verrutscht und sie ausreichend gehalten wird. Breite Gurte und Metallverschlüsse sollten das Tier rechts und links am Körper auf dem Sitz fixieren und möglichst knapp gehalten werden. Achte darauf, den Gurt am Brustgeschirr zu befestigten, keinesfalls am Halsband.

Anschnallgurte sind nur bedingt empfehlenswert, da es große Qualitätsunterschiede gibt. Viele Haltegeschirre sind nicht stabil genug, sodass die Rückhaltefunktion bei einem starken Aufprall nicht ausreicht. Dummy-Tests zeigen, dass im Falle eines Aufpralls zwar die Fahrzeuginsassen vor „fliegenden Hunden“ geschützt werden, das Tier selbst aber gegen Verletzungen bei einem möglichen Aufschlag auf die Sitzlehne nicht immer gesichert ist. In Kombination mit einem Gurt ist eine Schondecke, die zwischen den Kopfstützen von Vorder- und Rücksitzen angebracht wird, eine weitere Möglichkeit des „Hundetransports“. In der so entstandenen Mulde kann Dein Hund bequem liegen. Außerdem sorgt eine Schondecke für Sauberkeit auf der Rückbank. Beim Kauf solltest Du auf eine DIN-Prüfung-Zertifizierung achten oder ob das Sicherungssystem in Crashtests untersucht wurde.

Hitzetod - Die große Gefahr

Man könnte sagen, ob und wie lange Du Deinen Vierbeiner allein im Auto lassen kannst, ist bei uns in Westeuropa abhängig von den Jahreszeiten. In den „kälteren“ Monaten ist es durchaus in Ordnung den Hund kurz, maximal eine Stunde, im Auto zu lassen, wenn Du mal eben im Supermarkt eine Besorgung machst. Achte jedoch darauf, dass das Fenster immer einen Spalt geöffnet ist und ausreichend Wasser zur Verfügung steht.

In den wärmeren Monaten sieht die Situation jedoch anders aus. Jedes Jahr aufs Neue liest man Schreckensnachrichten wie „Hund erlag Hitzetod“. Dafür muss es draußen nicht einmal Hochsommer mit 30 Grad sein, selbst wenn es nur 20 Grad Außentemperatur hat, kann sich die Luft im Auto schnell bis auf 50 Grad aufheizen.

Das Fenster einen Spalt auf zu machen, reicht dann nicht aus! Beachte auch, dass die Sonne wandert: Ein Auto, das Du im Schatten abgestellt hast, steht vielleicht 10 Minuten später in der prallen Sonne. So hohe Temperaturen würden auch einem Menschen zu schaffen machen und uns ist es möglich zu schwitzen. Schweißdrüsen haben Hunde nur an den Pfoten, alles andere müssen sie durch Hecheln ausgleichen. Tu Dir selbst und Deiner Fellnase einen Gefallen und lasse sie in den warmen Monaten niemals allein im Auto.

Radfahren mit Hund

In der wärmeren Jahreshälfte sieht man wieder viele Radfahrer mit Hund durch die Straßen fahren. Ist ja auch praktisch, mal eben kurz zum Einkaufen und nebenbei den Vierbeiner und sich selbst fit zu halten. Oder mit ihm eine schöne Radtour am Wochenende zu unternehmen.

Du willst das auch? Kein Problem, es bedarf jedoch einiger Vorbereitungen und wiederholten Trainings über einen längeren Zeitraum hinweg, bis ihr zusammen losradeln könnt. Denn: Mensch und Tier dürfen den Verkehr und vor allem auch sich selbst nicht gefährden. Wenn das Zusammenspiel zwischen Euch beiden stimmt, steht dem Spaß einer gemeinsamen Radtour nichts im Wege.

Mit dem konkreten Rad-Training solltest Du allerdings erst beginnen, wenn Dein Vierbeiner ausgewachsen ist. Hierfür wartest Du am besten bis er die 15 Monate überschritten hat und sein Knochengerüst ausgebildet und gehärtet ist. Nutze die Zeit vorher am besten, um ihm alle „am Boden“ relevanten Kommandos beizubringen. Er darf den Verkehr nicht gefährden und Du musst in der Lage sein, die volle Kontrolle über Dein Tier zu haben. Ein plötzliches Stehenbleiben oder gar Ausbrechen des Hundes können fatale Folgen für Mensch und Tier haben.

Die Entdeckung der Langsamkeit

Als Erstes muss sich Deine Fellnase mit dem Fahrrad und seinen Geräuschen vertraut machen. Beginne also damit, das Rad beim Gassigehen neben Dir herzuschieben. Nach einiger Zeit kannst Du Dich draufsetzen und Dich etwas rollen lassen. So gewöhnt sich Dein Hund nicht nur nach und nach an den Drahtesel und das koordinierte Mittraben, sondern lernt auch den Straßenverkehr mit all seinem Lärm und Gewusel kennen. Ist Dir einmal eine Situation zu unübersichtlich, steige ab und geh zu Fuß weiter.

Am sichersten läuft Dein Hund rechts neben dem Rad, wo er durch Dich abgeschirmt wird. Bevorzuge Umgehungsstraßen, viel befahrene Straßen sind weder vom Stressfaktor noch von der Abgaskonzentration eine angenehme Option. Ein schöner Wald- oder Feldweg ist nicht nur stressfreier, sondern auch für die Hundepfoten angenehmer als harter Asphalt. Beginne mit kurzen Wegen. Genau wie wir Menschen braucht ein Hund Übung, um bei längeren Touren mitzuhalten. Ein leichter Trab ist die ideale Gangart.

Hundegeschirr & Co.

Ein gut sitzendes Hundegeschirr ist beim Radfahren einem Halsband vorzuziehen. Wenn es einmal zu einem starken Ruck kommt, fokussiert sich dieser nicht nur auf den Hals und damit auf die Luftröhre, sondern verteilt sich gleichmäßig auf den gesamten Oberkörper Deines Hundes. Empfehlenswert ist eine flexible Fahrradleine, die ein abruptes Ziehen des Vierbeiners dämpft. Es gibt auch Modelle, die einen Klettverschluss haben und sich bei zu starker Belastung lösen. Als sehr praktisch hat sich der sogenannte „Springer“ erwiesen, der rechts am Hinterrad befestigt wird.

Mit Hilfe dieses Gestänges bleibt der Hund, wo er bleiben soll und Du hast beide Hände frei zum Lenken. So gehst Du der Gefahr aus dem Weg, bei einem unvorhergesehenen Ausbrechen des Tieres vom Rad gerissen zu werden. Gerade in der dunklen Jahreszeit ist es wichtig, dass nicht nur Du und Dein Rad erkennbar seid, auch Dein Vierbeiner sollte mit ausreichend Reflektoren ausgestattet sein.

Die Kleinen ins Körbchen, die Großen in den Hänger

Ein Fahrradkorb ist eine schöne Lösung, wenn Deine Fellnase zu klein ist, um beim Fahrradtempo mithalten zu können. Achte aber auf das Gewicht Deines Hundes. Maximal fünf Kilo sind die Faustregel für den Transport in einem Fahrradkorb. Für schwere, alte oder körperlich beeinträchtigte Hunde, gibt es Fahrradanhänger. Auch für längere Touren, wenn der Hund vom Nebenherlaufen müde ist, ist ein Anhänger praktisch. Vergiss nicht: Das Radfahren verlangt Deinem Liebling Höchstleistung ab. Nimm Rücksicht und hab immer ein Auge auf sein Wohlergehen.

nach oben