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EIN WELPE KOMMT INS HAUS
5. Monat: Wiederkehrende Rituale

Los gehts

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Mittlerweile hat sich Dein kleiner Mitbewohner in seinem Zuhause eingewöhnt.

Er hat sich gut in seine neue Familie integriert und ist auf dem besten Weg, ein fester Teil des Teams zu werden. Nun ist es wichtig Rituale zu schaffen, ob bei der Körperpflege oder in Erziehungsfragen.

Zähneputzen nicht vergessen

Wiederkehrende Rituale sind das A und O bei der Körperpflege. Zähneputzen beim Hund ist Pflicht, um den Zahnbelag zu entfernen und Zahnstein, Karies und Parodontose vorzubeugen. Um die Zahnpflege bei Deinem Hund richtig durchführen zu können, ist ein ausgiebiges Training in den ersten Wochen unerlässlich. Beginne damit, Deinem Welpen spielerisch immer wieder das Maul zu öffnen und dabei seinen Kopf ruhig zu halten. Lobe ihn jedes Mal dabei. Tut er dies bereitwillig, gehst Du einen Schritt weiter. Beginne zunächst nur mit dem Finger, ohne Bürste, das Zahnfleisch zu massieren. Sobald Deine Fellnase die Massage akzeptiert, nimmst Du das nächste Mal eine spezielle Hundezahnbürste und Hundezahnpasta, - gibt es im Tierfachhandel oder beim Tierarzt - und streichst damit leicht über die Zähne. Wenn Du das regelmäßig übst, kannst Du später jegliche Art der Zahnpflege bei Deinem Hund durchführen. Wichtig ist, dass die Gewöhnung sanft und mit viel Lob abläuft. Bist Du hektisch oder gestresst, kann es sonst sein, dass Dein Hund Angst vor der Zahnpflege bekommt.

Zusätzlich empfiehlt sich einmal die Woche ein Knochen zum Abnagen. Das pflegt das Hundezahnfleisch, reinigt das Gebiss und ganz nebenbei wird Deine Fellnase beschäftigt.

Der Zahnwechsel beim Welpen beginnt zwischen dem 3. und 6. Monat. Dein kleiner Racker wird in dieser Zeit manchmal ganz schön Druck verspüren: die neuen drücken auf die alten Zähne. Mit dem geeigneten Spielzeug oder Kauartikeln kannst Du Deinen Hund etwas unterstützen, denn ihr Gebrauch nimmt ein wenig den Druck. Da die Fellnase in dieser Zeit auf allem herum kaut, was ihr in die Pfoten kommt, solltest Du Deine Lieblingsstücke vor ihr in Sicherheit bringen. Sonst entdeckt Dein Welpe gerade jetzt, wie schmackhaft Deine edlen Lederschuhe sind.

Neben der Zahnkontrolle ist eine regelmäßige Überprüfung der Augen, Ohren, Krallen, Pfoten und Genitalien unerlässlich. Gewöhne die Fellnase frühzeitig ans Anfassen am ganzen Körper, sowohl von Dir als auch vom Tierarzt. Bürste sie regelmäßig, um Veränderungen der Haut sowie Zecken und anderes Ungeziefer frühzeitig zu erkennen. Außerdem sieht Dein Liebling dann gepflegter und gesünder aus. Nach einiger Zeit wird er die Pflichtübung als Streicheleinheit genießen. Für weitere Informationen zur Parasitenprophylaxe blättere bitte weiter zum 12. Monat.

„Rudelordnungsphase“

Um den 5. und 6. Monat herum befindet sich Dein Hund in der Übergangsphase zwischen Welpe und Jugendlichem. In erster Linie geht es jetzt darum, dass er seinen Platz im Rudel festigt. Vorausgesetzt er hat verstanden, dass seine Position die unterste in der Familie ist, wird er sich insbesondere demjenigen anschließen, der für ihn den Rudelführer symbolisiert. Wenn sein Leitbild, also Du, Dich als nicht würdig erweist, wird er sehr wahrscheinlich versuchen, die eigene Ranghöhe zu verbessern. Denn für den Hund ist klar, wenn der Mensch als Rudelführer versagt, wird eben er selbst der Chef.

Vorher testet er jedoch, wie weit er gehen kann, indem er beispielsweise Kommandos überhört, auf die er am Tag vorher noch reagiert hat. Er wird Dich herausfordern, vielleicht sogar aufsässig und stur sein. Wenn sich in dieser Phase gewisse Unarten und Ungehorsam einschleichen, wird es schwer, Deinem Hund dies wieder abzugewöhnen. Das Einhalten von Verboten und die Ausführung von Befehlen ist jetzt ein Muss. Liebevolle, aber konsequente Ansagen sollten jetzt die Eckpfeiler Deiner Hundeerziehung sein. Jetzt ist auch der Zeitpunkt, wo Dein Welpe lernt, dass es auch andere tonangebende Menschen außer seinem Herrchen bzw. Frauchen gibt. So muss er zum Beispiel verstehen, dass er die Dominanz des Tierarztes akzeptieren muss.

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Welpe allein zu Haus‘

Früher oder später kommt der Zeitpunkt, wo Du Deinen Hund einmal nicht mitnehmen kannst, ob es ein Arztbesuch oder die Arbeitsstätte ist. So ist es unerlässlich, ihn von klein auf, nach und nach, an das Alleinsein heranzuführen.

Der ideale Zeitpunkt, um Deine Fellnase das erste Mal allein zu lassen, ist nach einer ausgiebigen Spielphase, wenn sie sowieso müde und erschöpft ist. Zur Beschäftigung kannst Du ihr ein Spielzeug oder einen Kauknochen zustecken. Verlasse unauffällig, ohne ein Wort das Zimmer. Nach ein paar Minuten kommst Du wieder und gibst Deinem Hund ein Leckerli. Mit etwas Glück wird er gar nicht bemerkt haben, dass Du weg warst. Verlängere die Zeitspanne Deiner Abwesenheit jedes Mal ein wenig, vergiss dabei nie die Belohnung.

Nach einiger Zeit wird er mit Deinem Weggehen gute Erwartungen verknüpfen. Natürlich kann es auch vorkommen, dass Dein kleiner Vierbeiner das Alleinsein gar nicht angenehm findet. Aber sollte er anfangs herzzerreißend jaulen, versuche stark zu bleiben! Lass ihn jammern, auch wenn es Dir Deine ganze Selbstbeherrschung abverlangt. Wenn Du weich wirst und sofort angelaufen kommst, bringt er Deine Rückkehr in Zusammenhang mit seinem Gejammer und wird immer lauter und länger weinen. Warte also, bis er zur Ruhe kommt und kehre dann mit einer Leckerei zurück.

Tierkennzeichnung - Der Mikrochip-Transponder

Unter „Chippen“ versteht man das Einpflanzen eines reiskorngroßen Mikrochips auf der linken Halsseite des Hundes. Dieser Chip hat eine einzigartige 12-stellige Nummer gespeichert, die Du als Hundehalter in einer Datenbank z.B. von Tasso e.V. registrieren lassen musst. Falls Dein Hund einmal entwischt oder gar gestohlen wird, kann er Dir nach dem Auffinden mithilfe der Nummer zugeordnet werden. Der Chip hält ein ganzes Hundeleben, ist aber nicht aktiviert, was bedeutet, dass er erst Daten sendet, wenn ein Lesegerät eingesetzt wird.

Die Meinungen gehen auseinander, wann der richtige Zeitpunkt zum Chippen ist. Da die Prozedur aber weitestgehend schmerzlos vonstattengeht, vergleichbar mit einer Impfung, macht es durchaus Sinn, den Hund im Zuge der ersten Impfungen gleich mit Chippen zu lassen.

Die Chippflicht ist in Deutschland nicht einheitlich geregelt. Während es in Nordrhein-Westfalen Pflicht ist, seinen Vierbeiner zu Chippen, wenn er laut Landeshundegesetz als gefährlich gilt, müssen in Brandenburg neben Hunden, die als gefährlich gelten, auch diejenigen gechippt werden, die eine Widerristhöhe von mindestens 40 Zentimetern oder ein Gewicht von mehr als 20 Kilogramm aufweisen. Informiere Dich am besten bei Deiner Stadt, welche Bestimmungen bei Dir vor Ort gelten.

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