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Teil 14/15: Silvesterstress
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14. Jahreswechsel: Silvesterstress ade

Ängstlicher Hund versteckt sich

Wenn das Jahresende näher rückt, werden viele Hundebesitzer zunehmend nervöser. Der Grund: Silvesterknallerei ist für viele Vierbeiner sehr verstörend. Leider beschränkt sich diese laute Zeit nicht auf den Silvesterabend allein. Sobald es Feuerwerk zu kaufen gibt, beginnt auch überall die Knallerei. Dass manch ein Hund unheimlich unter dem alljährlichen Lärm zu leiden hat, kann mit gezieltem Anti-Angst-Geräusche-Training vermieden werden.

Neben diversen Verhaltenstipps gelten auch Bachblüten als effektive Helfer im Kampf gegen die aufkommende Hundepanik. Damit du deinen Hund und auch dich vor Nervenzusammenbrüchen durch Silvesterlärm bewahren kannst, geben wir dir ein paar nützliche Tipps an die Hand.

Vor Silvester - Vorbeugen ist wichtig

Schon an den Tagen vor Silvester (und dementsprechend auch danach) wird oft die eine oder andere Rakete gezündet. Wenn du merkst, dass die gelegentliche Knallerei deinen Hund ängstigt, musst du als sein Rudelführer Stärke zeigen und ihm ein Vorbild sein. Natürlich darfst du ihn trösten und dich um ihn kümmern, wenn er Angst hat und sich an dich wendet.

Sei dabei aber besonders entspannt und gelassen, sodass du seine Angst nicht verstärkst. So merkt der Vierbeiner, dass die Situation gar nicht so bedrohlich ist, wie er sie gerade empfindet. Sollte sich dein Hund dennoch zurückziehen wollen, biete ihm Möglichkeiten dazu: unter der Couch, im Keller, unter einer Decke oder was er sonst nutzen möchte.

Beim täglichen Gassigang solltest du folgende Punkte beachten:

  • Besonders in den Tagen rund um den Jahreswechsel solltest du deinen Vierbeiner sicherheitshalber an der Leine halten und ihn besonders gut sichern.
  • Wähle Spaziergehzeiten und -orte, die weitgehend knallfrei sind. Parkanlagen, Wald oder Feld zum Beispiel eignen sich oft ganz gut, aber das ist auch immer von deiner Wohnlage abhängig.
  • Vorsicht auch mit offenen Haustüren oder Gartentoren: Auch ein bislang furchtloser Hund könnte sich plötzlich erschrecken und in Panik fliehen, wenn direkt in seiner Nähe ein Knaller losgeht.

In der Silvesternacht

Eins vorweg: In der Silvesternacht, wenn der Lärm so richtig losgeht, darf dein Hund auf keinen Fall alleine zuhause bleiben! Wenn möglich, solltest du die Rollläden herunterlassen, um Außenreize wie Geräusche oder Lichtblitze durch Knaller zu mindern. Schalte dazu Radio oder Fernseher ein, um Ablenkung zu schaffen.

Lenke deine Fellnase mit ihrem Lieblingsspiel ab. Wenn du dabei demonstrativ bester Stimmung bist und dazu noch äußerst spendabel mit gutem Futter, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass dein Hund die Zeit des Feuerwerks gut übersteht und keine Ängste entwickelt.

Auch wenn es deinem Hund nichts auszumachen scheint, lass ihn während der Knallerei nicht auf die Straße. Dort könnte er von einem Querschläger getroffen werden oder spielerisch nach Knallern schnappen!

Bachblüten und Co.

Bachblüten

Wenn dein Hund besonders ängstlich auf die Knallerei reagiert und sämtliche Spiele, Leckerlis und Rückzugsmöglichkeiten keine Wirkung zeigen, gibt es noch sanft wirkende, natürliche Beruhigungsmittel. Bachblüten können eine wirkungsvolle Möglichkeit sein. Ideal wäre es, deinem Hund schon 2-3 Wochen vor Silvester eine gut abgestimmte Mischung zu verabreichen. Besonders gut bei Angstzuständen eignen sich diese drei Bachblüten:

  • Mimulus (Gefleckte Gauklerblume): Für Hunde, die in bestimmten Situationen oder bei konkreten Gegenständen Angstzustände bekommen.
  • Aspe (Zitterpapel): Hilft Vierbeinern, die eine vage Angst empfinden, meist ohne einen echten Grund.
  • Rock Rose (Gemeines Sonnenröschen): Eignet sich besonders gut für Hunde, die extreme Ängste in konkreten Situationen haben.

Optimal wird die Zusammenstellung der Mischung, wenn diese durch einen Tierheilpraktiker erfolgt, der deinen Hund gut kennt.

Sollte dein Hund nicht auf diese natürlichen Mittel reagieren, bleibt als Alternative noch die Verabreichung von Medikamenten. Halte dafür unbedingt Rücksprache mit deinem Tierarzt. Er kann abwägen, ob und welche Medikamente sinnvoll bzw. notwendig sind.

Geräuschtraining beginnt im Welpenalter

Am besten solltest du schon im Welpenalter mit einem Geräuschtraining anfangen. Ein Fehler, den viele Welpenbesitzer machen, ist nämlich, dass sie die kleine Fellnase trösten, wenn sie sich erschreckt, anstatt sie zu ignorieren. Richtig wäre es hier, dem Vierbeiner nicht weiter Beachtung zu schenken, damit er lernt, dass nichts Schlimmes geschieht, wenn die Müllabfuhr lautstark die Tonnen leert oder dem Nachbarn im Treppenhaus laut polternd ein Karton herunterfällt. Mit der Zeit wird der Hund diese Geräusche als alltäglich ansehen und ganz gelassen bleiben.

Geräusche als Schlüssel

Wenn es um den besonderen Radau an Silvester geht, gilt es, härtere Geschütze aufzufahren. Schon in den Wochen vor Silvester solltest du damit beginnen, deinen Hund auf die Knallerei vorzubereiten. Google einfach mal, es gibt online viele Geräuschquellen, um deinen Hund langsam an unangenehme Laute zu gewöhnen - z. B. als MP3-Download oder YouTube-Videos.. Du solltest aber frühzeitig damit anfangen - in Bezug auf Silvester ein paar Wochen vorher.

So gehst du vor

Du spielst deinem Vierbeiner die Geräusche am Anfang ganz leise vor und steigerst dann nach und nach die Lautstärke. So gewöhnt sich dein Hund neben den Silvesterknallgeräuschen auch an einen Schnellzug, ein Flugzeug, einen Laubbläser oder an Babygeschrei. Während des Abspielens gehst du ganz normal deiner Tätigkeit nach, tust also, als ob nichts wäre. So merkt deine Fellnase, dass von diesen Geräuschen keinerlei Gefahr ausgeht.

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