(02041) 77 447 - 44
E-Mail
Ihr Hunderatgeber

Teil 5/15: Ernährung
Lust auf mehr? Hier geht´s weiter:

Sie befinden sich hier:
  1. Startseite
  2. Hundeversicherung
  3. Hunderatgeber
  4. Ernährung
 

5. Gutes und Giftiges: Die richtige Ernährung

Es gibt viele Fütterungsvarianten. Grundsätzlich gilt: Erst einmal das Futter des Vorbesitzers weiter füttern und dann langsam auf das Futter der eigenen Wahl umstellen. Ein zu abrupter Futterwechsel kann deinem Hund sonst auf den Magen schlagen.

Für welche Fütterungsart du dich auch entscheidest, ob Fertigfutter in Form von Trocken- oder Nassfutter oder ob du deinen Vierbeiner barfen möchtest, die Wahl hängt in vielen Fällen von deinen persönlichen Gewohnheiten ab. Kriterien bei der Entscheidung sind dabei etwa wie viel Zeit du hast, wie du das Futter lagern möchtest und natürlich auch die Kosten. Barfen ist im Vergleich zum Fertigfutter zeitaufwendiger und Nassfutter ist im Gegensatz zu Trockenfutter etwas teurer.

Hund sitzt vor dem gedeckten Tisch

Worauf es bei einem guten Hundefutter ankommt

Ob du dich für Trocken- oder Nassfutter entscheidest, ist deiner oder der Vorliebe deines Hundes geschuldet. Hundebesitzer sollten auf eine ausgewogene und qualitativ gute Zusammensetzung des Hundefutters achten. So ist Fleisch ein wichtiger Lieferant für Proteine und daher in angemessener Menge für den Hund lebensnotwendig. Ist Getreide im Futter vorhanden, sollte klar deklariert sein, um was genau es sich handelt. So reagieren viele Hunde auf Soja allergisch. Obst und Gemüse versorgen deinen Vierbeiner mit wichtigen Vitaminen. Das Futter benötigt auch einen gewissen Anteil an Ölen. Nur so können die Nährstoffe richtig aufgenommen werden.

Die Zusammensetzung des Hundefutters muss auf der Verpackung deklariert werden. Bedenke, dass die Inhaltsstoffe, die in der größten Menge vorhanden sind, an erster Stelle stehen. Das heißt: Bei einem Futter mit einer optimalen Zusammensetzung steht das Fleisch ganz vorne. Es sollte den größten Anteil von mindestens 60 Prozent ausmachen. Und damit ist auch „Fleisch“ gemeint. Tierische Nebenerzeugnisse sind mit Vorsicht zu genießen. Es kann sich dabei nämlich entweder um hochwertige Nebenerzeugnisse wie Innereien oder Knochen, oder um minderwertige Schlachtabfälle wie Klauen, Borsten oder Federn handeln. Achte darauf, dass wenn Nebenerzeugnisse deklariert sind, diese auch genau aufgeschlüsselt sind. Ist das nicht der Fall, handelt es sich meist um qualitativ schlechtes Füllmaterial.

Individueller Energiebedarf des Hundes ist wichtig

Darüber hinaus gibt es weitere Kriterien, die die Entscheidung für ein Hundefutter beeinflussen. So können beispielsweise Unverträglichkeiten oder Übergewicht beim Vierbeiner das Futter beeinflussen. Hierzu befragst du am besten deinen Tierarzt. Ebenso wenn du einen Hundesenioren hast. Dieser braucht ein auf ihn zugeschnittenes Hundefutter: Ältere Hunde haben in der Regel einen geringeren Energiebedarf als junge Hunde - bei gleichem Nährstoffbedarf. Näheres dazu findest du im Kapitel „Wenn der Hund zum Opa wird“.

Was dein Hund nicht fressen darf

Hundefutter

Nicht alles, was für uns Menschen gesund ist, ist auch gut für unseren Hund. Es gibt mehr giftige Lebensmittel für deinen Hund, als du denkst. Hier schnell etwas vom Mittagstisch, da ein Stück Leberwurst. Hierbei muss von Anfang an unterschieden werden zwischen für Vierbeiner tödliche Lebensmittel und denen, die unseren Hunden einfach nicht gut bekommen und beispielsweise schlimme Verdauungsprobleme verursachen können. Um einer Vergiftung deines Hundes durch Lebensmittel vorzubeugen, findest du hier viele giftige Lebensmittel zusammengefasst.

 

Diese Lebensmittel sind Gift für deinen Hund

Die Aufnahme kann bei Hunden zu Erbrechen, Koordinationsstörungen, Atemnot und Koma führen. Der Verlauf der Vergiftung kann im schlimmsten Fall sogar tödlich enden. Eine besondere Gefahr geht von alkoholgefüllten Pralinen aus. Die Kombination aus für Hunde sowieso schon giftiger Schokolade und dem enthaltenen Alkohol ist ein lebensgefährlicher Mix.

Vor allem der Kern enthält Persin, das schädliche Folgen für deinen Hund haben kann. Gefährlich ist der Kern für deinen Hund allemal: So kann er den rutschigen Kern schnell aus Versehen ganz verschlucken - hier drohen Darmverschlüsse und innere Verletzungen. Im Fruchtfleisch der Avocado sind zwar nur geringe Mengen enthalten, doch selbst diese können bei empfindlichen Hundemägen Probleme hervorrufen.

Da gekochte Hülsenfrüchte nicht von jedem Hundemagen gut vertragen werden, streich sie vom Speiseplan deines Vierbeiners. In roher Form sollten Bohnen, Linsen und Co. erst recht tabu sein, denn sie enthalten das für Hunde giftige Phasin.

Der Stoffwechsel deines Hundes ist nicht darauf ausgelegt, Koffein zu verarbeiten. Neben Durchfall und Erbrechen kann eine Koffeinvergiftung unter anderem zu Krampfanfällen bis hin zu lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen führen.

Kakao und somit auch Schokolade enthalten das für Hunde giftige Theobromin. Der Hundeorganismus kann diesen Stoff nicht abbauen. Seine Aufnahme führt zu Erbrechen, starkem Durchfall und Muskelzittern. Je dunkler die Schokolade, desto mehr Kakaoanteil hat sie und umso gefährlicher ist sie für deinen Hund.

Grundsätzlich sind sie nicht giftig für Hunde, können aber dennoch erhebliche Gesundheitsschäden bei deinem Vierbeiner anrichten. Vor allem Hühnerkochen splittern leicht und führen dann schlimmstenfalls zu Verletzungen in Maul, Speiseröhre und dem ganzen Verdauungstrakt deines Hundes.

Der Milchzucker (Laktose) wird von Hunden meist nicht gut vertragen. Schwere Durchfälle können die Folge sein.

Gekochte Kartoffeln werden gern dem Futter beigemischt - gerade bei Hunden, die gegen viele andere Lebensmittel allergisch sind. Das kannst du auch bedenkenlos tun, achte nur darauf, grüne Stellen großzügig herauszuschneiden. Diese beinhalten Solanin, das für Mensch und Hund giftig ist. Im Gegensatz zu gekochten sind rohe Kartoffeln nur schwer verdaulich. Tomaten solltest du deinem Hund nur in kleinen Mengen füttern und auch nur, wenn sie überreif sind. Nur dann enthalten sie kein giftiges Solanin mehr.

Macadamia-Nüsse sind hochgiftig für Hunde. Walnüsse ebenso. Bei unreifen Walnüssen kann sich unter der Schale ein Schimmelpilz bilden, der beim Hund schwere Anfälle mit Krämpfen und Erbrechen auslösen und bis zum Tod führen kann. Gib deinem Hund daher - wenn überhaupt - nur geschälte, reife Walnüsse zu essen. Auch bei der Fütterung von anderen Nüssen solltest du vorsichtig sein. Gerade bei Welpen kann ihr Verzehr zu einem Darmverschluss führen. Außerdem enthalten Nüsse viel Phosphor, so dass Blasensteine oder ein gestörter Knochenstoffwechsel bei regelmäßigem Verzehr beobachtet wurden.

Rohes Schweinefleisch kann das Aujetzky-Virus enthalten, das für Menschen harmlos, für Hunde aber in der Regel tödlich ist. Bei einer Temperatur von mehr als 60° C wird das Virus abgetötet, daher solltest du Fleisch und Fisch nie roh an deinen Hund verfüttern. Die Krankheit - die Aujetzkysche Krankheit - verläuft ähnlich wie die Tollwut und führt zu einer Gehirn- und Rückenmarksentzündung, die tödlich endet.

Salz kann zu einer erhöhten Flüssigkeitsansammlung im Körper deines Hundes führen. Achte daher darauf, seine Speisen nicht zu stark zu würzen.

Speck ist fettig, salzig und oft auch stark gewürzt. Generell solltest du deinem Hund Lebensmittel mit diesen Eigenschaften nicht füttern. Sie können Stoffwechselerkrankungen verursachen und u.a. die Nieren deines Hundes schädigen.

Die Kerne von Steinobst enthalten verschiedene für Hunde giftige Inhaltstoffe wie Blausäure. Zudem kann das Verschlucken ganzer Kerne zu einem lebensgefährlichen Darmverschluss führen.

Der Wirkstoff Xylitol kann beim Hund die Leber schädigen und zu Unterzuckerung führen. Xylit ist zum Beispiel in einigen zuckerfreien Süßigkeiten wie Bonbons und Kaugummis enthalten.

Weintrauben und Rosinen können bei übermäßigem Verzehr zu Durchfall und Erbrechen führen. In einer sehr hohen Dosierung können sie tödlich für deinen Hund sein. Zwar reagieren nicht alle Hunde körperlich negativ auf Weintrauben, trotzdem solltest du lieber kein Risiko eingehen.

Zwiebeln und Knoblauch sind für unsere treuen Vierbeiner in bestimmten Mengen giftig. Vor allem bei kleinen Hunden kann es zum Beispiel schon nach dem Verzehr einer Zwiebel zu Vergiftungserscheinungen kommen. Denke daran, wenn du deinem Hund zum Beispiel Reste des Mittagsessens gibst.


Merke:

  • Zuhause lauern viele Gefahren. Es ist nicht nur wichtig, deinen Hund zu erziehen, dass er nichts vom Tisch darf. Auch deine Mitbewohner und Mitmenschen müssen sich daran halten, deinem Hund nicht einfach etwas zu geben.
  • Meist entscheidet die Menge darüber, ob ein Lebensmittel deinem Hund schadet. Außerdem spielen Größe und Gewicht des Hundes mit eine Rolle. Dennoch solltest du besser ganz darauf verzichten, deinen Hund mit den genannten Lebensmitteln zu füttern. Warum ein Risiko eingehen, wenn es so viele andere Lebensmittel gibt, die dein Hund gut verträgt?