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Mein Hund starrt mich an - warum macht er das?

Der Hund liegt auf dem Kissen und starrt

Es kann schon beunruhigend sein. Während Du entspannt auf der Couch oder am Frühstückstisch sitzt, ruhen die Blicke Deines Vierbeiners hartnäckig auf Dir und Du wird das Gefühl nicht los, dass er Dir etwas zu sagen hat. Und Dein Gefühl täuscht Dich nicht. Denn wenn Hunde Dich, andere Menschen oder auch andere Hunde ansehen, wollen sie vor allem eins: kommunizieren. Was genau Hundeblicke ausdrücken können und wie Du das aufmerksame Starren Deines Hundes richtig interpretierst, zeigen wir Dir in unserem Hunderatgeber.

Starrt oder Fixiert mein Hund?

Während das Anstarren Deines Hundes etwas völlig Normales, Harmloses und manchmal sogar Schönes ist, ist nicht jeder Blick eines Hundes freundlich oder auffordernd gemeint. In einigen Fällen ist das Starren auch ein Ausdruck von Bedrohung und Dominanz, mit der ein potenzieller Kontrahent gewarnt und ein Blickduell begonnen wird. Man spricht dann von Fixieren. Bei Deinem eigenen Hund sollte das Dir gegenüber so gut wie nie vorkommen, aber vor allem bei fremden Hunden ist es wichtig zu erkennen, wenn sie fixieren und auch wenn Dein Hund einen anderen Vierbeiner fixiert, sollte Dir das nicht entgehen. Oft folgt diesem Starren ein „Ausbruch“, der sich in verbaler, aber in manchen Fällen auch in handfester Aggression äußern kann. Für solche Situationen ist es besser, mit einer Hundehaftpflicht vorzusorgen. Dann musst Du zumindest keinen Schadensersatz zahlen, falls Dein Hund in einer Auseinandersetzung etwas beschädigt oder jemanden verletzt.

Gründe dafür, dass Dein Hund Dich anstarrt

Du kennst sicher das Sprichwort „Ein Blick sagt mehr als tausend Worte“? Nun, für Hunde trifft das umso mehr zu. Zwar steht ihnen über ihre komplexe Körpersprache und diverse Lautäußerungen eine breite Palette an Kommunikationsmöglichkeiten zur Verfügung, aber mit Blicken lassen sich Bedürfnisse und Erwartungen oft noch viel besser übermitteln - zumindest, wenn das Gegenüber diese Sprache einordnen kann. Zu den häufigsten Bedeutungen des hündischen Anstarrens gehören etwa:


Hunger

Nein, keine Angst, Dich will Dein Hund garantiert nicht fressen, wenn er Dich mit großen, hungrigen Augen ansieht. Aber er hat inzwischen gelernt, dass Du es bist, der die Futter-Ressourcen in ominösen Plastiktüten zur Haustür reinträgt und für ihre Verteilung zuständig ist. Da sich Dein Hund in der Wohnung sein Essen nicht selbst erjagen kann und er dank seiner guten Erziehung weiß, dass er sich nicht einfach Dinge vom Tisch stibitzen sollte, bittet er Dich mit seinem Blick seinen Napf zu füllen, die Hundekeksdose zu plündern oder etwas von den leckeren Sachen auf Deinem Teller rüberwachsen zu lassen.

Oft - wenn auch nicht immer - beobachtet er dabei nicht nur Dich, sondern auch die Quelle seiner Begierde. Inwiefern Du diesem diskreten „Betteln“ nachgibst, liegt natürlich ganz bei Dir. Immerhin bist Du kein zweibeiniger Futterautomat und wenn der Vierbeiner eigentlich gerade erst ausgiebig gefressen hat, wäre es wohl besser, bei diesen herzerweichenden Blicken hart zu bleiben.


Durst

Gerade nach dem Toben oder einer Schale Trockenfutter kann sich die Hundekehle schon mal ziemlich ausgetrocknet anfühlen. Da ein durstiger Hund weder ein glücklicher noch ein gesunder Hund ist, solltest Du immer darauf achten, dass die Trinkschüssel Deines Lieblings mit frischem Wasser gefüllt und gut erreichbar ist. Falls Dein Hund Dich auffordernd ansieht, solltest Du also sicherheitshalber kontrollieren, ob die Wasserschüssel vielleicht nur noch eine mit Futterstückchen verunreinigte Pfütze enthält oder sogar ganz leer ist und das schleunigst ändern.


Spiel

Beugt sich Dein Vierbeiner mit den Vorderpfoten und dem Kopf nach unten und sieht Dich freudig und schwanzwedelnd an, kannst Du Dir relativ sicher sein, dass er spielen möchte. Auch, wenn er dabei seinen Ball oder einen anderen Gegenstand mit der Pfote antippt oder ins Maul nimmt, ist das ein untrügliches Zeichen, dass Dein Hund Lust auf eine Runde Spaß hat.


Erwartung

Wenn Dein Hund Dich anstarrt, solltest Du Dich fragen, ob Du gerade etwas tust, was Dein Hund mit etwas Schönem oder auch Unangenehmen verbindet. Läufst Du etwa gerade an der Kiste mit seinen Spielzeugen oder am Kühlschrank vorbei? Näherst Du Dich diesem verdächtigen, lauten Staubsauger oder der Haustür und dem Regal mit den Leinen? Dann hast Du wahrscheinlich des Rätsels Lösung für das Anstarren.


Bitte um Aufmerksamkeit

Wir alle wollen von Zeit zu Zeit im Mittelpunkt stehen. Dein Hund ist da nicht anders und bis zu einem gewissen Grad ist das vollkommen nachvollziehbar. So schön es manchmal ist, den halben Tag zu verschlafen, so schön ist es auch, wenn sich Frauchen oder Herrchen mit einem beschäftigt. Falls Dein Hund Dich zum Beispiel immer wieder ansieht, während Du Dich mit Deinem Laptop, dem Handy, dem Fernseher oder mit irgendeinem Hobby beschäftigst, fühlt er sich vielleicht einfach nur vernachlässigt und will etwas Zuwendung.

Natürlich heißt das nicht zwingend, dass Du dann gleich alles stehen und liegen lassen musst – immerhin hast Du auch als Hundebesitzer ein Recht auf Dein Privatleben. Aber vielleicht hat Deine Fellnase ja mit ihrer „Forderung“ auch einen Punkt und Du solltest Dir etwas mehr Zeit für ein paar Streicheleinheiten nehmen.


Zeit fürs Gassi gehen

Gelegentlich sucht sich selbst das köstlichste Leckerli seinen Weg nach draußen und auch das fröhlich geschlabberte Wasser will den Körper wieder verlassen. Neben entsprechenden Lauten und aufgeregtem Schwanzwedeln kann auch das Anstarren ein Mittel sein, Dich dazu bewegen, Dir eine Leine zu schnappen und endlich wieder gemeinsam hinaus in die große weite Welt zu gehen. Neben dem reinen Kot- oder Harndrang kann dabei auch Langeweile eine Rolle spielen. Immerhin weiß Dein Hund, dass draußen eine Menge spannende Ereignisse und Gerüche auf ihn warten und Bewegung ist ja auch nie verkehrt, oder?


Neugier

Nicht immer, wenn Dein Hund Dich oder etwas anderes in Deiner Wohnung anstarrt, ist damit auch eine konkrete Absicht verbunden. Hunde sind von Natur aus neugierige Geschöpfe und wollen genau mitbekommen, was in ihrer Umwelt passiert. Gerade, wenn Dein Hund seine Umgebung recht entspannt betrachtet, lässt er sich wohl einfach nur von Eindrücken „berieseln“, die seine Umwelt zu bieten hat und zu dieser Umwelt gehörst nun mal auch Du.

Doch auch, wenn die Körpersprache Deines Hundes etwas aufgeregter ist, kann Neugier dahinterstecken, vor allem, wenn Du etwas tust oder bei Dir hast, was Dein Hund so noch nie gesehen hat. Immerhin möchte er von Dir und Deinen Verhaltensweisen lernen und das geht am besten durch Beobachtung.


Zuneigung

Es mag etwas kitschig klingen, aber wenn Dein Hund Dich ansieht, kann das auch ein Zeichen von Zuneigung und Bindung sein. Vor allem, wenn sein Blick eher weich und nicht auffordernd und seine Körpersprache sehr entspannt wirkt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er Dich gerade liebevoll „mit Blicken streichelt“. Genauso kannst Du Deinem Hund durch einen freundlichen, weichen Blick etwas Gutes tun und dafür sorgen, dass bei ihm das „Kuschelhormon“ Oxytocin ausgeschüttet wird. Mit anderen Worten: Ihr könnt einander glücklich starren.

Ist das Anstarren ein Problem und kann man es seinem Hund abgewöhnen?

In der Regel nicht. Wenn es Dich stört, dass Dein Hund Dich anstarrt, solltest Du zuallererst überlegen, ob Du seine Bedürfnisse angemessen befriedigt hast. Denn wenn Du das tust, hört für gewöhnlich auch das Anstarren auf. Es ihm grundsätzlich abzugewöhnen, ist deshalb auch keine gute Idee. Das wäre so, als würdest Du einem Mitbewohner das Sprechen verbieten. Falls Dein Hund jedoch penetrant um Aufmerksamkeit und Futter bettelt oder falls er Dir gegenüber tatsächlich ein bedrohliches Fixieren an den Tag legen sollte, würden wir Dir dringend raten, einen Hundetrainer oder einen auf Verhalten spezialisierten Tierarzt hinzuzuziehen, um das Problem in den Griff zu bekommen.

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