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Abszess beim Hund

Hund leidet unter einem Abszess und guckt apathisch

Unter Abszessen versteht man Ansammlungen von Eiter, abgestorbenen Zellresten und Immunzellen, die sich vom Rest des Körpers abgekapselt haben und die bei Hunden relativ häufig auftreten. Sie können sowohl äußerlich als auch im Inneren des Körpers als Folge von Infektionen oder Verletzungen entstehen und neben Schmerzen auch von anderen Symptomen wie Fieber gekennzeichnet sein. Unbehandelte Abszesse können zu ernsten gesundheitlichen Konsequenzen führen. Was es sonst noch über Abszesse bei Hunden zu wissen gibt, erklären wir Dir im folgenden Artikel.

Abszess beim Hund: mögliche Symptome

Unbehandelte Abszesse können sich ausbreiten und bei Hunden zu einer gefährlichen Blutvergiftung führen. Zudem sind besonders innen liegende Abszesse nicht direkt zu erkennen. Deshalb ist es wichtig, genau auf die nachgenannten Anzeichen zu achten:

  • lokale, oft gerötete und schmerzhafte Schwellungen
  • Austritt von Eiter (bei Druck)
  • Lahmheit / Hinken
  • Fieber (bei begleitender Infektion)
  • Apathie / Lustlosigkeit
  • Appetitlosigkeit

Wichtig ist es, diese Symptome ernst zu nehmen und selbst bei Unsicherheit sofort bei einem Tierarzt abzuklären, ob ein äußerlicher oder ein verdeckter, innerer Abszess vorliegt. Auf keinen Fall solltest Du einen Abszess bei Deinem Hund selbst behandeln oder öffnen, sondern die Behandlung immer den kundigen Händen Deines Tierarztes überlassen. Ein Abszess beim Hund sollte auch nicht mit Hausmitteln oder Homöopathie behandelt werden, damit die tierärztliche Therapie nicht unnötig hinausgezögert wird.

Auslöser

Es gibt im Wesentlichen zwei mögliche Ursachen für die Bildung von Abszessen. Zum einen sind dies Verletzungen, vor allem, wenn sie sich entzünden und dort Krankheitserreger eindringen. Solche Wunden können als Bisswunde infolge eines Kampfes auftreten, aber auch durch Kratzer, Schnitte oder Stiche, die von Pflanzen, Insekten oder Gegenständen hervorgerufen werden. Auch das Eindringen eines Fremdkörpers und dessen Verbleib im Gewebe ist ein Risikofaktor. Und selbst bei Spritzen, die der Tierarzt setzt, gibt es ein geringes Risiko der Bildung eines so genannten „Spritzenabszesses“. Zum anderen können Infektionskrankheiten oder Zahnerkrankungen die Bildung von Abszessen hervorrufen oder begünstigen.

Diagnose

Nach einer Anamnese, also der Klärung von Symptomen und Lebensumständen Deines Hundes, beginnt der Veterinär mit der eigentlichen Untersuchung. Äußere Abszess sind für einen kundigen Tierarzt zumeist schnell durch Abtasten zu erkennen. Auch Schwellungen oder Schmerzen geben ihm aufschlussreiche Hinweise. Um den Abszess eingehender zu untersuchen und zum Beispiel Bakterien darin nachzuweisen, wird Dein Tierarzt Eiterproben entnehmen und im Labor untersuchen lassen. Innere Abszesse lassen sich hingegen nur durch bildgebende Verfahren wie Röntgenaufnahmen oder Ultraschall nachweisen.


Behandlung von Abszessen bei Hunden

Damit ein Abszess bei Deinem Hund behandelt werden kann, muss er „reif“ sein. Das heißt, dass er sich vollkommen vom Rest des Körpers abgekapselt haben muss. Erst dann kann Dein Tierarzt ihn öffnen, entleeren und die Wunde mit Desinfektionslösung spülen. Das alles passiert je nach Verhalten des Hundes, der Größe des Abszesses und der Schwere des Eingriffs entweder unter lokaler Betäubung oder in Sedierung bzw. Narkose. Zudem wird der Veterinär Deinem Hund Schmerzmittel verabreichen und ihm Antibiotika geben, um bakterielle Infektionen zu bekämpfen oder zu verhindern. Um die Reifung des Abszesses zu beschleunigen, können Zugsalben aufgetragen werden. Innere Abszesse müssen in jedem Fall chirurgisch behandelt und Dein Hund dafür unter Narkose gesetzt werden. Bei inneren Abszessen ist die Antibiotika-Therapie besonders wichtig.

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Prognose

Bei einer rechtzeitigen Therapie sind die Heilungsaussichten für äußere, klar abgegrenzte Abszesse gut. Sind die Abszesse jedoch gerissen und befinden sie sich noch dazu im Inneren des Körpers, ist die Wahrscheinlichkeit von Komplikationen größer. In noch viel stärkerem Maße gilt das für unbehandelte oder zu spät therapierte Abszesse. In solchen Fällen kann der Abszess sich weiter unkontrolliert ausdehnen oder sogar aufreißen. Dann kann Eiter ins Blut gelangen und zu lebensgefährlichen Folgen wie Blutvergiftung oder Organversagen führen. In den meisten Fällen kann Dein Tierarzt einen Abszess jedoch gut behandeln, sodass Dein Hund bald wieder auf den Beinen ist. Jedoch kann eine vollständige Heilung auch in diesen Fällen vier Wochen oder länger dauern.

Abszess beim Hund vorbeugen: was Du tun kannst

Vor allem Hygiene ist entscheidend, wenn es darum geht, die Entstehung von Abszessen zu verhindern. Denn oft sind Keime die direkten oder indirekten Auslöser. Du solltest also darauf achten, dass Deine Wohnung und die Umgebung Deines Hundes immer möglichst gepflegt und sauber ist und dass eventuelle Wunden gut desinfiziert und professionell versorgt werden. Mit Mitteln aus der Tierhandlung, die Parasiten wie Flöhe beim Hund, Zecken oder auch Mücken fernhalten, senkst Du das Infektionsrisiko zusätzlich. Auch eine gute Zahnhygiene, wie zum Beispiel regemäßiges Zähneputzen beim Hund, und die sofortige Behandlung von Entzündungen an den Zähnen oder am Kiefer helfen, die Bildung von Abszessen zu vermeiden. Wichtig ist, dass du den Gesundheitszustand Deines Hundes immer im Blick behältst und regelmäßig und rechtzeitig zum Tierarzt gehst. Mit einer Hundekrankenversicherung kommst Du dabei sogar sehr günstig weg. Wir haben die besten Angebote für Dich verglichen.

Hinweis: Mit unserem Beitrag möchten wir allgemeine Informationen und erste Hinweise zu Abszessen bei Hunden liefern. Er soll nicht der eigenmächtigen Diagnose, Behandlung und Medikation Deines Hundes dienen und keinesfalls die fachkundige Untersuchung und Therapie durch Deinen Tierarzt ersetzen.

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