(02041) 77 447 - 401
E-Mail
Hundehaftpflicht
  • für alle Rassen
  • ab 30 € im Jahr
Jetzt vergleichen

Wo ist die Hundehaftpflicht Pflicht?

Ihre Ansprechpartner

Anne Christin Döpping

Anne Christin Döpping  

Petra Kircheis-Orth

Petra Kircheis-Orth  

Jennifer Schoenwald

Jennifer Schoenwald  

Güler Tarhan

Güler Tarhan  

In Deutschland ist die Versicherungspflicht für Hundehalter nicht einheitlich geregelt. Jedes Bundesland entscheidet eigenständig darüber, welche Pflichten für Hundebesitzer gelten. Ob die Hundehaftpflicht für Sie gesetzlich verpflichtend ist, hängt von Ihrem Hund und Ihrem Wohnort ab.

Auf den ersten Blick ist dieser Flickenteppich aus Verordnungen sehr undurchsichtig. Eines dagegen ist klar: Eine Hundehaftpflicht ist in jedem Fall sinnvoll investiertes Geld. Das gilt für eine gemütliche Französische Bulldogge genauso wie für einen agilen Border Collie.

Der gute Draht zu Ihnen ist uns Gold wert:

  • ausgebildete Versicherungsprofis
  • persönliche Betreuung
  • umfassende Beratung
  • exklusive Rabatte

Hundehaftpflicht als Pflicht: Kurz und knapp

  • Die Hundehaftpflichtversicherung ist in vielen Bundesländern gesetzlich vorgeschrieben.
  • Verschiedene Kriterien entscheiden darüber, welche Hunde versichert werden müssen.
  • In einigen Bundesländern ist eine Versicherungspflicht zum Beispiel von der Rasse abhängig.
  • Manche Bundesländer verpflichten jeden Halter zu einer Hundehaftpflichtversicherung.
  • Eine Hundehaftpflichtversicherung ist immer sinnvoll - auch ohne gesetzliche Pflicht.

Die Versicherungspflicht auf einen Blick  

Deutschland Karte

In Sachen Versicherungspflicht für Hundehalter herrscht unter den einzelnen Landesregierungen alles andere als Einigkeit. Unser Überblick zeigt Ihnen, wie unterschiedlich sich die einzelnen Bundesländer zu diesem Thema positionieren.

Sie werden schnell erkennen: Eine Versicherungspflicht ist eher die Regel als die Ausnahme. Mit Mecklenburg-Vorpommern gibt es derzeit nur ein einziges Bundesland in Deutschland, in dem kein einziger Hund zwingend versichert werden muss.

 
TippTipp

Informieren Sie sich frühzeitig über Ihre Pflichten als zukünftiger Hundehalter. Von der Hundesteuer, über die Leinenpflicht bis zum Sachkundenachweis: Es gibt es neben der Haftpflichtversicherung noch viele weitere Aspekte, die zu bedenken sind.

 

Die Regelungen zur Hundehaftpflicht: Bundesland für Bundesland  

Das föderale System in Deutschland bringt viele unterschiedliche Regelungen mit sich. Diese sind nicht zwingend für die nächsten Jahrzehnte gesetzt, sondern können immer wieder Veränderungen unterliegen. Deshalb lautet unser Rat: Erkundigen Sie sich lieber einmal zu viel als am Ende falsch informiert zu sein. Wenden Sie sich mit Ihren Fragen an die Stadt- oder Gemeindeverwaltung.

Für Sie haben wir nach bestem Wissen und Gewissen die Vorschriften der einzelnen Bundesländer zusammengestellt. Verstehen Sie unsere Informationen als ersten Anhaltspunkt. Für die Richtigkeit der Angaben können wir selbstverständlich keine Gewähr übernehmen.

Klicken Sie einfach auf Ihr Bundesland, um die für Sie relevanten Bestimmungen im Detail nachzulesen (Stand: Oktober 2018).

Schleswig-Holstein verpflichtet alle Hundebesitzer zum Abschluss einer Hundehaftpflichtversicherung. Bei Welpen haben Hundehalter die ersten drei Lebensmonate Zeit, die Versicherung abzuschließen. Diese muss eine Versicherungssumme von mindestens

  • 500.000 € für Personenschäden
  • 250.000 € für Sachschäden

aufweisen. Weitere Voraussetzung: Die Versicherung muss die volle Deckungssumme für mindestens zwei Schadensfälle im Jahr zur Verfügung stellen (zweifache Jahresmaximierung).

In Hamburg werden alle Hundehalter gleichbehandelt, jeder muss eine Hundehaftpflichtversicherung abschließen. Die Versicherungssumme muss mindestens eine Million Euro betragen, die Selbstbeteiligung darf bei maximal 500 € liegen.

Im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern ist die Hundehaftpflichtversicherung eine rein freiwillige Angelegenheit. Die Landesregierung schreibt Hundehaltern keine Haftpflichtversicherung vor. Im bundesweiten Vergleich ist Mecklenburg-Vorpommern damit eine Ausnahme.

In Bremen herrscht keine allgemeingültige Versicherungspflicht. Versichert werden müssen aber Hunde, die aufgrund ihrer Rassezugehörigkeit als gefährlich gelten. Darunter fallen:

  • Pit Bull Terrier
  • Bullterrier
  • American Staffordshire Terrier
  • Staffordshire Bullterrier
  • Kreuzungen untereinander oder mit anderen Hunden

In der Hauptstadt Berlin muss jeder Hundehalter eine Hundehaftpflichtversicherung abschließen. Die Versicherungspflicht gilt für jeden Hund - unabhängig von seiner Rasse.

Für Personen- und Sachschäden ist eine Mindestdeckung vorgeschrieben: Pro Versicherungsfall muss die Versicherungssumme mindestens eine Million Euro betragen. Die Selbstbeteiligung darf im Versicherungsjahr maximal 500 € betragen.

In Brandenburg gilt die Versicherungspflicht für Besitzer eines „gefährlichen Hundes“. Laut Brandenburger Hundehalterverordnung gelten solche Hunde als gefährlich,

  • „bei denen auf Grund rassespezifischer Merkmale, Zucht, Ausbildung oder Abrichten von einer über das natürliche Maß hinausgehenden Kampfbereitschaft, Angriffslust, Schärfe oder einer anderen in ihrer Wirkung vergleichbaren, Mensch oder Tier gefährdenden Eigenschaft auszugehen ist,
  • die als bissig gelten, weil sie einen Menschen oder ein Tier durch Biss geschädigt haben, ohne selbst angegriffen oder dazu durch Schläge oder in ähnlicher Weise provoziert worden zu sein, oder weil sie einen anderen Hund trotz dessen erkennbarer artüblicher Unterwerfungsgestik gebissen haben,
  • die durch ihr Verhalten gezeigt haben, dass sie unkontrolliert Wild oder andere Tiere hetzen oder reißen, oder
  • die ohne selbst angegriffen oder provoziert worden zu sein, wiederholt Menschen gefährdet haben oder wiederholt Menschen in gefahrdrohender Weise angesprungen haben.“

Darüber hinaus sind die nachfolgenden Hunderassen sowie deren Kreuzungen untereinander und mit anderen Hunden als gefährlich eingestuft:

  • American Pitbull Terrier
  • American Staffordshire Terrier
  • Bullterrier
  • Staffordshire Bullterrier
  • Tosa Inu

Auch die folgenden Rassen, Kreuzungen untereinander und Kreuzungen mit anderen Hunden gelten als gefährlich. Allerdings können Hundehalter nachweisen, „dass der Hund keine gesteigerte Kampfbereitschaft, Angriffslust, Schärfe oder eine andere in ihrer Wirkung vergleichbare Eigenschaft gegenüber Mensch oder Tier aufweist“, um sich von Auflagen wie der Haftpflichtversicherung befreien zu lassen.

    Dogue de Bordeaux Welpe
  • Alano
  • Bullmastiff
  • Cane Corso
  • Dobermann
  • Dogo Argentino
  • Dogue de Bordeaux
  • Fila Brasileiro
  • Mastiff
  • Mastin Español
  • Mastino Napoletano
  • Perro de Presa Canario
  • Perro de Presa Mallorquin
  • Rottweiler

In Niedersachsen gilt die Versicherungspflicht für jeden Hundebesitzer. Befreit sind lediglich Hunde, die jünger als sechs Monate sind.

Die Versicherungssumme der Hundehaftpflicht muss bei mindestens 500.000 € für Personenschäden und bei 250.000 € für Sachschäden liegen.

Das Land Sachsen-Anhalt verpflichtet jeden Hundebesitzer dazu, eine Hundehaftpflichtversicherung abzuschließen. Diese muss spätestens drei Monate nach der Geburt des Hundes abgeschlossen werden. Die Deckungssumme muss mindestens eine Million Euro für Personen- und Sachschäden sowie 50.000 Euro für Vermögensschäden betragen.

In Nordrhein-Westfalen unterscheidet das Gesetz vier Gruppen von Hundehaltern, die eine Hundehaftpflichtversicherung abschließen müssen. Für Personenschäden muss die Versicherungssumme mindestens 500.000 € betragen. Sonstige Schäden müssen mit 250.000 € abgedeckt sein.

1. Die erste Gruppe, die von der Pflicht betroffen ist, sind Halter eines aufgrund seiner Rassezugehörigkeit in Nordrhein-Westfalen als gefährlich geltenden Hundes. Dazu gehören:

  • Pitbull Terrier
  • American Staffordshire Terrier
  • Staffordshire Bullterrier
  • Bullterrier
  • deren Kreuzungen untereinander
  • deren Kreuzungen mit anderen Hunden

2. Die zweite Gruppe sind Besitzer eines Hundes, der nach NRW-Gesetz unter die Gruppe „Hunde bestimmter Rassen“ fällt. Zu diesen Rassen zählen:

  • Alano,
  • American Bulldog,
  • Bullmastiff,
  • Mastiff,
  • Mastino Espanol,
  • Mastino Napoletano,
  • Fila Brasileiro,
  • Dogo Argentino,
  • Rottweiler,
  • Tosa Inu,
  • deren Kreuzungen untereinander,
  • deren Kreuzungen mit anderen Hunden.

3. Die dritte versicherungspflichtige Gruppe betrifft Besitzer von Hunden, deren Gefährlichkeit im Einzelfall festgestellt wurde. Gründe der Feststellung können sein, dass

  • der Hund „mit dem Ziel einer gesteigerten Aggressivität ausgebildet, gezüchtet oder gekreuzt worden“ ist,
  • mit dem Hund „eine Ausbildung zum Nachteil des Menschen, zum Schutzhund oder auf Zivilschärfe begonnen oder abgeschlossen worden“ ist,
  • der Hund einen Menschen gebissen hat, ohne dass dies „zur Verteidigung anlässlich einer strafbaren Handlung geschah“,
  • der Hund „einen Menschen in Gefahr drohender Weise angesprungen“ hat
  • der Hund „einen anderen Hund durch Biss verletzt“ hat, „ohne selbst angegriffen worden zu sein“, oder der Hund „einen anderen Hund trotz dessen erkennbarer artüblicher Unterwerfungsgestik gebissen“ hat.

4. Darüber hinaus sind Halter eines großen Hundes dazu verpflichtet, eine Versicherung abzuschließen. Nach Nordrhein-Westfälischem Gesetz sind dies Hunde mit einer Widerristhöhe von mindestens 40 cm oder/und einem Gewicht von mindestens 20 kg.

Das Bundesland Thüringen trifft keine Unterscheidungen zwischen den Hunden. Stattdessen gilt eine allgemeine Versicherungspflicht. Folglich muss in Thüringen jeder Hundehalter eine Hundehaftpflicht abschließen. Für Personen- und Sachschäden muss die Deckungssumme bei mindestens 500.000 € liegen. Sonstige Schäden müssen bis mindestens 250.000 € von der Versicherung übernommen werden.

In Sachsen sind Besitzer von als gefährlich geltenden Hunden zum Abschluss einer Haftpflichtversicherung verpflichtet. Dabei gibt es zwei verschiedene Kriterien, die darüber entscheiden, ob ein Hund gefährlich ist: die bloße Zugehörigkeit zu einer bestimmten Rasse und Verhaltensauffälligkeiten.

Das sächsische Recht versteht unter gefährlichen Rassen:

  • American Staffordshire Terrier
  • Bullterrier
  • Pitbull Terrier
  • deren Kreuzungen untereinander

Ausgenommen sind Welpen und Junghunde bis zu einem Alter von sechs Monaten. Darüber hinaus können betroffene Hundehalter die Ungefährlichkeit Ihres Hundes per Gutachten nachweisen und sich so von den Auflagen befreien lassen.

Des Weiteren gelten laut Gesetz zum Schutz der Bevölkerung vor gefährlichen Hunden Hunde als gefährlich, die

  • „sich gegenüber Menschen oder Tieren als aggressiv erwiesen haben“,
  • „zum Hetzen oder Reißen von Wild oder Nutztieren neigen“,
  • „durch Zucht, Haltung oder Ausbildung eine gesteigerte Aggressivität entwickelt haben und aus diesem Grund Menschen oder Tiere angreifen“.

In Hessen sind alle Besitzer eines als gefährlich geltenden Hundes zum Abschluss einer Hundehaftpflichtversicherung verpflichtet. Die Haftpflichtversicherung muss eine Deckungssumme von mindestens 500.000 € aufweisen.

Die Gefährlichkeit eines Hundes wird im Hessischen Gesetz zum einen durch die Rassezugehörigkeit und zum anderen durch Verhaltensauffälligkeiten definiert.

Bei den nachfolgenden Rassen wird eine Gefährlichkeit vermutet:

  • Pitbull Terrier
  • American Pitbull Terrier
  • American Staffordshire Terrier
  • Staffordshire Terrier
  • Bullterrier
  • American Bulldog
  • Dogo Argentino
  • Kangal (Karabash)
  • Kaukasischer Owtscharka
  • Rottweiler
  • deren Kreuzungen untereinander
  • deren Kreuzungen mit anderen Hunden.

Außerdem gelten Hunde als gefährlich, die

  • „einen Menschen gebissen oder in Gefahr drohender Weise angesprungen haben, sofern dies nicht aus begründetem Anlass geschah,
  • ein anderes Tier durch Biss geschädigt haben, ohne selbst angegriffen worden zu sein, oder die einen anderen Hund trotz dessen erkennbarer artüblicher Unterwerfungsgestik gebissen haben,
  • durch ihr Verhalten gezeigt haben, dass sie unkontrolliert andere Tiere hetzen oder reißen oder
  • aufgrund ihres Verhaltens die Annahme rechtfertigen, dass sie Menschen oder Tiere ohne begründeten Anlass beißen.“

Rheinland-Pfalz schreibt den Besitzern als gefährlich eingestufter Hunde eine Hundehaftpflichtversicherung vor. Für Personen- und Sachschäden muss die Versicherungssumme bei mindestens 500.000 € liegen. Sonstige Schäden müssen mit mindestens 250.000 € abgesichert sein.

Wie viele andere Bundesländer legt Rheinland Pfalz durch zwei verschiedene Kriterien fest, ob ein Hund als gefährlich eingestuft wird. Zum einen gilt ein Hund als gefährlich, wenn er einer oder mehreren der nachfolgenden Rassen angehört oder von ihr abstammt:

  • American Staffordshire Terrier
  • Staffordshire Bullterrier
  • Pit Bull Terrier

Laut Landesgesetz über gefährliche Hunde werden darüber hinaus Hunde als gefährlich eingestuft,

  • „die sich als bissig erwiesen haben,
  • die durch ihr Verhalten gezeigt haben, dass sie Wild oder Vieh hetzen oder reißen,
  • die in aggressiver oder Gefahr drohender Weise Menschen angesprungen haben
  • die eine über das natürliche Maß hinausgehende Kampfbereitschaft, Angriffslust, Schärfe oder andere in ihrer Wirkung vergleichbare Eigenschaft entwickelt haben.“

Im Saarland unterliegen die Halter eines als gefährlich eingestuften Hundes der Versicherungspflicht. Ob ein Hund als gefährlich gilt, ist zum einen von seiner Rasse und zum anderen von seinem Verhalten abhängig. Besitzer eines versicherungspflichtigen Hundes müssen jährlich nachweisen, dass die Haftpflichtversicherung ihres Hundes Bestand hat.

Die Hundehaftpflicht muss folgende Kriterien erfüllen: Die Deckungssumme beträgt für Personenschäden mindestens eine Million Euro. Für Sachschäden zahlt die Versicherung mindestens 500.000 €.

Nach Saarländischem Gesetz sind Hunde gefährlich,

  • „die sich als bissig erwiesen haben,
  • die in aggressiver und gefahrdrohender Weise Menschen oder Tiere angesprungen haben,
  • die auf Angriffslust oder Schärfe oder andere in der Wirkung gleichstehende Zuchtmerkmale gezüchtet oder ausgebildet wurden.“

Darüber hinaus kommt folgenden Rassen eine Sonderrolle zu:

  • American Staffordshire Terrier
  • Staffordshire Bullterrier
  • American Pit Bull Terrier

Hat ein Wesenstest nicht das Gegenteil bewiesen, gelten Hunde der genannten Rassen als gefährlich. Wie bei allen anderen „gefährlichen Hunden“ ist eine Haltungserlaubnis erforderlich. Eine der Voraussetzungen ist der Abschluss einer Hundehaftpflicht.

Im Bundesland Baden-Württemberg sind „Kampfhunde“ versicherungspflichtig. Besitzer eines solchen Hundes müssen spätestens ab seinem siebten Lebensmonat eine Hundehaftpflichtversicherung abschließen. Unterschieden werden zwei Kategorien:

1. Nach Baden-Württembergischem Recht gelten die nachfolgenden Rassen sowie Kreuzungen untereinander und mit anderen Hunden als besonders aggressiv und gefährlich.

  • American Staffordshire Terrier
  • Bullterrier
  • Pit Bull Terrier

Halter solcher Hunde können sich allerdings an die zuständige Behörde wenden, um das Gegenteil nachzuweisen und die Einstufung aufheben zu lassen.

2. Die zweite versicherungspflichtige Gruppe sind Besitzer eines Hundes, der einer bestimmten Rasse angehört und bei dem „sich Anhaltspunkte auf eine gesteigerte Aggressivität und Gefährlichkeit gegenüber Menschen und Tieren nach entsprechender Prüfung bestätigt haben und die Kampfhundeeigenschaft daraufhin von der Ortspolizeibehörde amtlich festgestellt wird“.

Von dieser Regelung sind folgende Rassen betroffen:

    zwei Dogo Argentino
  • Bullmastiff
  • Staffordshire Bullterrier
  • Dogo Argentino
  • Bordeaux Dogge
  • Fila Brasileiro
  • Mastin Espanol
  • Mastino Napoletano
  • Mastiff
  • Tosa Inu

Im Unterschied zu den Rassen American Staffordshire Terrier, Bullterrier und Pit Bull Terrier sind die zuletzt genannten Rassen also nicht per se Kampfhunde und daher nur bei festgestellter Gefährlichkeit versicherungspflichtig.

Der Freistaat Bayern schreibt Besitzern von „Kampfhunden“ eine Hundehaftpflicht vor. Die Haftpflichtversicherung muss eine Versicherungssumme von mindestens einer Million Euro für Personenschäden und von mindestens 250.000 € für Sachschäden umfassen. Das Bayerische Gesetz versteht unter Kampfhunden „Hunde, bei denen auf Grund rassespezifischer Merkmale, Zucht oder Ausbildung von einer gesteigerten Aggressivität und Gefährlichkeit gegenüber Menschen oder Tieren auszugehen ist“. Dabei werden drei Gruppen von Hunden unterschieden.

Kategorie 1 enthält alle Hunderassen, denen das Bayerische Gesetz „die Kampfhundeeigenschaften Aggressivität und Gefährlichkeit unwiderlegbar unterstellt“. Betroffen sind auch Kreuzungen untereinander sowie Kreuzungen mit anderen Hunden. Dazu zählen die Rassen:

  • American Staffordshire Terrier
  • Bandog
  • Pit Bull
  • Staffordshire Bullterrier
  • Tosa Inu

Kategorie 2 führt Rassen auf, denen Aggressivität und Gefährlichkeit „widerlegbar unterstellt werden“. Das bedeutet: Bis die Ungefährlichkeit des Hundes nicht mittels Gutachten nachgewiesen wurde, wird er wie die Rassen der ersten Kategorie behandelt. Von dieser Regelung sind die nachfolgenden Rassen sowie Kreuzungen untereinander und mit anderen Hunden betroffen:

  • Alano
  • American Bulldog
  • Bullmastiff
  • Bullterrier
  • Cane Corso
  • Dogo Argentino
  • Dogue de Bordeaux (Bordeauxdogge)
  • Fila Brasileiro
  • Mastiff
  • Mastin Espanol
  • Mastino Napoletano
  • Perro de Presa Canario (Dogo Canario)
  • Perro de Presa Mallorquin (Ca de Bou)
  • Rottweiler

Die dritte Kategorie der versicherungspflichtigen Hunde ist unabhängig von einer Rassezugehörigkeit. Die Einstufung ergibt sich allein aus der Sozialisation des Hundes. Laut Bayerischem Gesetz kann ein Hund also auch durch seine „Ausbildung mit dem Ziel einer gesteigerten Aggressivität oder Gefährlichkeit“ zum Kampfhund werden.

TippWeiterführende Informationen

Ein komplexes Thema wirft viele Fragen auf. Erfahren Sie mehr über die Haftpflicht für Hunde:

 

Häufig gestellte Fragen  

Sie finden alle Gesetze und Verordnungen rund um die Haltung von Hunden frei zugänglich im Internet. Je nach Bundesland tragen die Gesetze und Verordnungen allerdings sehr unterschiedliche Bezeichnungen. Während es in Nordrhein-Westfalen ein Landeshundegesetz gibt, regelt im Saarland die Polizeiverordnung über den Schutz der Bevölkerung vor gefährlichen Hunden im Saarland die Auflagen für Besitzer eines „gefährlichen Hundes“. In Schleswig-Holstein ist die allgemeine Versicherungspflicht für alle Hunde im Gesetz über das Halten von Hunden festgehalten.

Benutzen Sie daher am besten eine Suchmaschine, um die für Sie relevanten Dokumente auf dem Online-Auftritt der jeweiligen Behörde ausfindig zu machen. Erfahrungsgemäß finden Sie mit dem Suchbegriff „Hundegesetz“ in Kombination mit Ihrem Bundesland am schnellsten zu den Regularien.

Erkundigen Sie sich vor der Anschaffung eines Hundes beim Bürger- oder Ordnungsamt Ihrer Stadt bzw. Gemeinde über Ihre Pflichten. Dort können Sie in Erfahrung bringen, wie Sie Ihren Hund anmelden und welche Unterlagen und Nachweise dafür notwendig sind.

Beispiel: Für die Haltung eines „gefährlichen Hundes“ ist eine Erlaubnis erforderlich. Diese Erlaubnis ist an verschiedene Bedingungen geknüpft. Eine dieser Bedingungen kann die Hundehaftpflichtversicherung sein.

Die einzelnen Bundesländer regeln den Nachweis der Hundehaftpflicht sehr unterschiedlich. Während in einigen Ländern lediglich der Abschluss zu Beginn der Hundehaltung nachgewiesen werden muss, verlangen andere Länder jährlich einen Nachweis über das Fortbestehen der Haftpflichtversicherung.

Das Ordnungsamt ist auch Ihre erste Anlaufstelle, wenn es darum geht, Ihren Hund von der Einstufung als „gefährlicher Hund“ befreien zu lassen. Ob dies möglich ist und wie der Nachweis konkret erbracht wird, hängt allerdings vom Bundesland ab, in dem Sie leben.

Grundsätzlich gilt die Pflichtversicherung für alle Hunde, die von der jeweiligen Regelung des Bundeslandes betroffen sind. Aber: Hunde, die „besondere Aufgaben“ erfüllen, können von den Auflagen ausgenommen sein. Dazu zählen zum Beispiel Blindenhunde, Diensthunde von Bundes- und Landesbehörden sowie Hunde, die im Rettungsdienst und Katastrophenschutz eingesetzt werden.

Sie haben weitere Fragen zur Hundehaftpflichtversicherung? Unter Fragen und Antworten schaffen wir in vielen Punkten Klarheit. Bleiben dennoch Fragen offen, steht Ihnen selbstverständlich unser Beratungsteam zur Verfügung.

Hundehaftpflicht - für alle Hunde, für alle Fälle  

Sie finden in unserem Angebot für jeden Hund die passende Haftpflichtversicherung - Listenhunde inbegriffen. Schon gewusst? Über die Zwingerhaftpflicht können Sie größere Rudel besonders preisgünstig und unkompliziert absichern.

Sie sind zum Abschluss einer Hundehaftpflichtversicherung verpflichtet? Selbstverständlich erfüllen eine Vielzahl unserer Tarife die Vorgaben der Bundesländer. Deckungssumme und Selbstbeteiligung sehen Sie sofort auf einen Blick. Für weitere Informationen klicken Sie einfach auf „Details zum Tarif“.

Jetzt vergleichen

Sicherheit in Sachen Gesundheit 

Hund vor der Operation
Hunde-OP-Versicherung

Ihr OP-Schutz inklusive Vor- und Nachbehandlung.

Hunde-OP-Versicherung
Hund beim Tierarzt
Hundekrankenversicherung

Ihre finanzielle Sicherheit für Behandlung & OP.

Hundekrankenversicherung
Sie befinden sich hier:
  1. Startseite
  2. Hundeversicherung
  3. Hundehaftpflicht
  4. Ist die Hundehaftpflicht Pflicht?