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Ist die Hundehaftpflicht Pflicht?
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Ist die Hundehaftpflicht eine Pflicht - Versicherung?

Die Antwort auf die Frage, ob die Versicherung für Ihren Hund Pflicht ist, hängt davon ab, in welchem Bundesland Sie wohnen. Leider gibt es in Deutschland durch das föderale System, in welchem die jeweiligen Bundesländer über die Hundegesetze bestimmen, keine einheitliche Regelung.

Die Pflicht zum Abschluss einer Hundehaftpflichtversicherung gilt für alle Hunderassen in den folgenden Bundesländern:

  • Hamburg
  • Niedersachsen
  • Berlin
  • Sachsen-Anhalt
  • Schleswig-Holstein
  • Thüringen

In diesen Bundesländern sind Sie verpflichtet, mit der Anmeldung Ihres Hundes bei Ihrem zuständigen Ordnungsamt, eine Haftpflichtversicherung nachzuweisen. Dies ist ein MUSS für alle Hundehalter - unabhängig von der Rasse Ihres Hundes.

Welche Pflichten gelten in den anderen Bundesländern?

Deutschland Karte

Die Hundegesetze und damit die Verpflichtung zum Nachweis einer Hundeversicherung sind in den übrigen Bundesländern sehr unterschiedlich geregelt. So gilt in Mecklenburg-Vorpommern gar keine Pflicht, während es in NRW für alle Rassen größer 40 cm oder schwerer 20 kg eine verpflichtende Bestimmung zum Versicherungsvertrag für Hunde gibt.

Kurz zusammengefasst hier die Regelungen in den Ländern:

  • Pflicht in Hamburg, Berlin, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen
  • Mecklenburg-Vorpommern - keine generelle Pflicht
  • Nordrhein-Westfalen schreibt die Pflicht für Hunde größer 40 cm oder schwerer 20 kg vor
  • Brandenburg, Bremen, Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Hessen und das Saarland schreiben eine Pflicht zur Hundehaftpflicht für Kampfhunde oder auffällige Hunde vor

Wir haben Ihnen die gesetzlichen Regelungen für die einzelnen Bundesländer aufgeführt. Sie brauchen nur auf „Ihr“ Bundesland zu klicken und Sie können dort die Bestimmungen zur Hundehaftpflicht nachlesen.

Seit dem 1. Januar 2016 gilt in Schleswig-Holstein das neue Hundegesetz. Alle Hunde, die älter als drei Monate sind, benötigen nun
  • eine Hundehaftpflichtversicherung mit Mindestdeckungssummen von 500.000 € bei Personen- und von 250.000 € bei Sachschäden.
  • die Kennzeichnung mit einem Mikrochip (elektronische Kennzeichnungspflicht).
Abschaffung der Rasseliste gefährlicher Hunde
Eine weitere Neuheit des Gesetzes:
Kein Hund, egal welcher Rasse, wird schon im Vorfeld als gefährlich eingestuft. Erst, wenn es zu einem Beißvorfall gegen einen Menschen oder ein Tier gekommen ist, wird der Hund als gefährlich angesehen, unabhängig von seiner Rasse.
Halter von so genannten „auffällig“ gewordenen Hunden müssen einen Sachkundenachweis erbringen. Sie können aber für den Vierbeiner eine „zweite Chance“ beantragen. Hier wird der Hund nach zwei Jahren dann wieder von Spezialisten erneut beurteilt. Fällt der Test positiv aus, ist kein Sachkundenachweis mehr nötig. Eine Einstufung des Hundes als gefährlich kann zudem in manchen Kommunen zu einer erhöhten Hundesteuer führen.

Auch wird ein Zuchtverbot von bestimmten Rassen aufgehoben, es gilt nun insgesamt für die Züchtung von Hunden mit dem Ziel einer gesteigerten Aggressivität des Hundes.

Zuwiderhandlungen können zudem bis 10.000 € Strafe nach sich ziehen.

In Mecklenburg-Vorpommern gilt folgendes Hundegesetz: So genannte „gefährliche“ Hunde dürfen nur gehalten werden, wenn eine behördliche Erlaubnis für das Tier eingeholt wurde.
Hunde, die bereits auffällig wurden, weil sie
  • Menschen oder Tiere ohne Provokation gebissen oder
  • wiederholt gefährdend angesprungen haben,
gelten als gefährlich.

Als generell „gefährliche“ Hunde gelten folgende Rassen:
  • American Pitbull Terrier
  • American Staffordshire Terrier
  • Staffordshire Bull Terrier
  • Bull Terrier
  • alle mit den genannten Rassen gekreuzten Tiere
Ein als gefährlich eingestufter Hund muss zudem einen Maulkorb tragen, sobald er sich außerhalb des eigenen befriedeten Besitztums befindet.

Der Hundehalter kann bei den örtlichen Behörden eine Unbedenklichkeitsbescheinigung im Einzelfall einholen, wenn durch einen vom Amt gestellten Tierarzt nachgewiesen werden kann, dass keine gesteigerte Aggressivität beim Hund vorliegt.

Eine allgemeine Versicherungspflicht zur Hundehaftpflicht gilt jedoch bisher nicht.

Generell gilt für die Hansestadt Bremen die Pflicht einer Haftpflichtversicherung für so genannte „gefährliche“ Hunde.

Als „gefährliche“ Hunde gelten in Bremen die Tiere,
  • bei denen mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen ist, dass sie Menschen oder Tiere beißen, ebenso Hunde, die bereits Menschen oder Tiere gebissen oder gefährdend angesprungen haben.
  • die außerhalb des Jagd- oder Hütebetriebs zum Hetzen oder Reißen von Wild neigen oder
  • die eine durch Zucht, Ausbildung oder Abrichten herausgebildete, über das natürliche Maß herausgehende Angriffslust, Kampfbereitschaft, Schärfe oder eine andere, Menschen oder Tiere gefährdende Eigenschaft aufweisen.
Als nicht gefährlich gelten Hunde, die zur Verteidigung ihrer Aufsichtsperson oder ihrer eigenen Verteidigung zugebissen haben.

Weiter sind die Rassen
  • Pit-Bull-Terrier
  • Bullterrier
  • American Staffordshire Terrier
  • Staffordshire Bullterrier
sowie alle Kreuzungen mit den genannten Rassen als „gefährliche“ Hunde eingestuft.

Diese Hunde müssen zudem speziell gechipt werden und einen Maulkorb in der Öffentlichkeit tragen. Ist ein Tier nicht auffällig geworden, kann die Einstellung der Maulkorbpflicht bei der Polizei beantragt werden.

In Hamburg wurde das Hundegesetz zum 01. April 2006 verabschiedet. Es schreibt vor, dass alle Hundehalter
  • eine Hundehaftpflichtversichersicherung nachweisen.
  • ihren Hund mit einen Mikrochip kennzeichnen.
  • im Hunderegister der Stadt anmelden müssen.

Außerdem besteht in Hamburg im gesamten Stadtgebiet eine generelle Leinenpflicht. Ausnahmen sind nur in den extra gekennzeichneten Freilaufflächen gestattet. Für Halter gefährlicher Hunde, also:
  • American Pitbull Terrier,
  • American Staffordshire Terrier,
  • Staffordshire Bullterrier und
  • Bullterrier
  • sowie Mischlinge davon
  • gelten besondere Vorschriften hinsichtlich Haltung und Führung dieser Hunde. Eine Maulkorbpflicht ist grundsätzlich vorgeschrieben.

Die Rassen
  • Bullmastiff
  • Dogo Argentino
  • Dogue de Bordeaux
  • Fila Brasileiro
  • Kangal
  • Kaukasischer Owtscharka
  • Mastiff
  • Mastin Español
  • Mastino Napoletano
  • Rottweiler
  • Tosa Inu
  • Und Mischlinge
sind auch als gefährlich eingestuft, können aber nach Ablegen eines Wesenstests von der Einstufung freigestellt werden.

Am 23.06.2005 wurde in Berlin das Hundegesetz über das Halten und Führen von Hunden verabschiedet. Besondere Neuerungen sind:
  • Hundebesitzer müssen eine Hundehaftpflichtversicherung abschließen
  • Hunde müssen mit einem Mikrochip gekennzeichnet werden
  • Auch die Leinenpflicht gilt für alle Hunde außerhalb des eigenen befriedeten Grundstücks.

Als „gefährlich“ werden Hunde eingestuft, die
  • bereits einen Menschen oder ein Tier gebissen haben.
  • unkontrolliert Wild oder andere Tiere hetzen oder reißen.
  • Menschen in gefährdender Weise angesprungen haben ohne vorher provoziert worden zu sein.
  • spezielle rassetypische Merkmale aufweisen.

Hierzu gehören:
  • Pit-Bull
  • American Staffordshire Terrier
  • Bullterrier
  • Tosa Inu
  • Bullmastiff
  • Dogo Argentino
  • Fila Brasileiro
  • Mastin Espanol
  • Mastino Napoletano
  • Mastiff

Für diese Rassen gilt in Berlin:
  • Vorlage eines Führungszeugnisses bei den Behörden
  • der Nachweis der Sachkunde
  • Nachweis darüber, dass der Hund keine über das natürliche Maß herausgehende Angriffslust, Kampfbereitschaft oder Schärfe gegenüber Menschen und Tieren besitzt. Spätestens nach dem 15. Lebensmonat muss der Nachweis erbracht werden.
Erfüllen Halter und Hund die Voraussetzungen, bekommt der Hund eine spezielle Hundemarke. Zudem gilt für gefährliche Hunde eine Leinen- und Maulkorbpflicht. Die Leinenpflicht ist jedoch in Hundeauslaufgebieten aufgehoben, die Maulkorbpflicht aber nicht.

Das am 16. Juni 2004 beschlossene Hundegesetz von Brandenburg besagt, dass für „gefährliche“ Hunde eine Pflicht zur Haftpflichtversicherung gilt.
Zu den gefährlichen Hunden zählen
  • American Pitbull Terrier
  • American Staffordshire Terrier
  • Bullterrier
  • Staffordshire Bullterrier
  • Tosa Inu
  • Alano
  • Bullmastiff
  • Cane Corso
  • Dobermann
  • Dogo Argentino
  • Dogue de Bordeaux
  • Fila Brasileiro
  • Mastiff
  • Mastin Espanol
  • Mastino Napoletano
  • Perro de Presa Canario
  • Perro de Presa Mallorquin
  • Rottweiler
  • Mischlinge dieser Rassen
sowie Hunde, die
  • bereits Menschen oder Tiere gebissen haben, ohne vorher provoziert worden zu sein
  • Menschen in gefährdender Weise angesprungen haben.
Hier gilt zudem
  • Leinenpflicht
  • Maulkorbzwang
Mit der Einholung einer Unbedenklichkeitsbescheinigung bei den Behörden kann im Einzelfall ein Tier der oben genannten Rassen als ungefährlich eingestuft werden.

Das Hundegesetz von Niedersachsen trat am 01.07.2013 in Kraft und schreibt eine Hundehaftpflichtversicherung für jeden Hund vor, der älter als sechs Monate ist. Außerdem besagt es, dass der Hundehalter den Hund so führen muss, dass er keine Gefahr für die Öffentlichkeit darstellt.
Generell gilt in Niedersachsen für alle Hunde vom 1. April bis zum 15. Juli eine Leinenpflicht für die freie Landschaft (Wald, Feld, aber auch Parks und Freiflächen). Grund hierfür ist die Brut- und Aufzuchtphase der wildlebenden Tiere.
Für die „gefährlichen“ Hunde werden spezielle Regelungen wirksam. Als so genannte „gefährliche“ Hunde gelten Tiere, die
  • Menschen oder Tiere gebissen oder sonst eine über das natürliche Maß hinausgehende Kampfbereitschaft, Angriffslust oder Schärfe gezeigt haben oder
  • auf Angriffslust, auf über das natürliche Maß hinausgehende Kampfbereitschaft oder Schärfe oder auf ein anderes in der Wirkung gleichstehendes Merkmal gezüchtet, ausgebildet oder abgerichtet wurden.
Wird von der zuständigen Behörde eine Gefahr durch den Hund festgestellt, so muss der Halter unverzüglich bei den Behörden eine Erlaubnis zur Haltung des Tieres einholen oder den Hund abgeben. Generell gilt hier dann: Maulkorbpflicht!

Ab dem 1.3.2009 gilt in Sachsen-Anhalt die Verpflichtung, eine Hundehaftpflichtversicherung spätestens 3 Monate nach der Geburt eines Tieres abzuschließen. Ebenfalls ist die Ausstattung mit einem Mikrochip sechs Monate nach Geburt verpflichtend. Weiter sind Tiere, die sich als gefährlich herausgestellt haben und auffällig geworden sind durch
  • Hohe Angriffslust und Kampfbereitschaft
  • Bissigkeit
  • Anspringen von Menschen in gefährdender Weise
  • Unkontrolliertes Hetzen und reißen anderer Tiere und Wild
  • Angehörigkeit einer bestimmten Rasse (Rasseliste)
dem Leinen- und Maulkorbzwang unterworfen.

Diese Tiere dürfen
  • nur innerhalb eines ausbruchsicheren Grundstücks ohne Leine und Maulkorb gehalten werden
und
  • Hundehalter benötigen beim Führen des Tieres ein gültiges Personaldokument und eine behördliche Erlaubnis.
So genannte „gefährliche“ Hunde der Rasseliste müssen einen Wesenstest ablegen, ohne diesen dürfen sie nicht gehalten werden.

In Nordrhein-Westfalen gilt eine Versicherungspflicht für Hunde, die größer 40 cm Schulterhöhe oder schwerer 20 kg sind - unabhängig von der Rasse. Seit dem 18.12.2002 gilt zudem das Hundegesetz. Hier ist darauf zu achten, dass alle „gefährlichen“ Hunde über eine Haftpflichtversicherung verfügen müssen.

Als „gefährlich“ werden Hunde eingestuft, die
  • eine gesteigerte Aggressivität aufweisen
  • bereits Menschen oder Tiere gebissen haben
  • Menschen in drohender Weise angesprungen haben
  • andere Hunde gebissen haben ohne angegriffen worden zu sein
  • unkontrolliert Wild oder Vieh hetzen oder reißen.
Auch werden folgende Rassen zu den „gefährlichen“ Hunden gezählt:
  • Pitbull Terrier
  • American Staffordshire Terrier
  • Staffordshire Bullterrier
  • Bullterrier
  • Mischlinge der genannten Rassen
Hier besteht die Einschränkung, dass genannte Rassen nur gehalten werden dürfen, wenn die Nutzung der genannten Tiere als Wachhund unerlässlich ist.

Für die Rassen
  • Alano
  • American Bulldog
  • Bullmastiff
  • Mastiff
  • Mastino Espanol
  • Mastino Napoletano
  • Fila Brasileiro
  • Dogo Argentino
  • Rottweiler
  • Tosa Inu
und Mischlinge dieser Rassen gilt die Regelung für Wachhunde nicht, sie dürfen auch ohne Genehmigung geführt werden.

Außerhalb des sicheren Grundstücks besteht zudem
  • Leinenpflicht
  • Maulkorbpflicht
  • die Pflicht, eine Sachkundebescheinigung mit sich zu führen.

Seit dem 12.2.2018 gilt in Thüringen das so genannte „Thüringer Gesetz zum Schutz der Bevölkerung vor Tiergefahren ThürTierGefG“. Dieses schreibt grundsätzlich für alle Hundehalter, unabhängig von der Rasse des Hundes, eine Hundehaftpflichtversicherung vor. Weiterhin wird vorausgesetzt, dass Hunde, die als „gefährlich“ gelten
  • weder gezüchtet noch gehandelt werden dürfen, wenn keine Ausnahmegenehmigung besteht
  • elektronisch gechipt sein müssen
  • eine Erlaubnis und Sachkundenachweis haben müssen
  • an einer Leine geführt werden müssen
  • einen Maulkorb tragen müssen.

Als gefährlich gelten Hunde, die
  • bereits einen Menschen oder Tiere ohne ersichtlichen Grund gebissen haben
  • Menschen gefährdend angesprungen haben
  • besondere Aggressivität und Kampflust zeigen.

Das seit dem 28.2.2009 geltende Hundegesetz besagt, dass spätestens drei Monate nach Geburt eines Hundes eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden muss. Weiter muss jeder Hund, der nach dem 2.3.2009 geboren wurde, mit einem Mikrochip gekennzeichnet werden.

Pitbull-Terrier
  • American Staffordshire-Terrier
  • Staffordshire-Bullterrier
  • Bullterrier
  • alle Mischlinge der Rassen
müssen sich einem Wesenstest durch die Behörden unterziehen. Weiterhin gelten Hunde als gefährlich, wenn sie
  • besondere Aggressivität oder Angriffslust aufweisen
  • Menschen oder Tiere gebissen haben
  • Menschen gefährdend angesprungen haben.
  • Führt man das Tier außerhalb eines umzäunten Grundstücks, so besteht Leinenpflicht.

Das seit dem 31.12.2008 geltende Hundegesetz in Hessen besagt, dass „gefährliche“ Hunde durch eine spezielle Haftpflichtversicherung abgesichert sein müssen.

Als „gefährliche“ Hunde gelten
  • Pitbull Terrier
  • American Pitbull Terrier
  • American Staffordshire Terrier
  • Staffordshire Terrier
  • Bullterrier
  • American Bulldog
  • Dogo Argentino
  • Kangal (Karabash)
  • Kaukasischer Owtscharka
  • Rottweiler
  • Mischlinge aus den genannten Rassen
und Tiere, die
  • bereits Menschen oder Tiere aus unbegründetem Anlass gebissen haben
  • Menschen gefährdend angesprungen haben
  • Wild oder andere Tiere hetzen oder reißen
  • wegen ihres Verhaltens die Annahme rechtfertigen, dass sie Menschen oder Tiere unbegründet beißen.

„Gefährliche“ Hunde unterliegen der Pflicht
  • mit einem Mikrochip markiert zu sein
  • eines Wesenstests und einer Sachkundeprüfung
  • Außerhalb eines gesicherten Grundstückes müssen „gefährliche“ Hunde angeleint sein, es sei denn, sie haben den Wesenstest positiv bestanden.

In Rheinland-Pfalz gilt seit dem 1.1.2004 die Landesverordnung über gefährliche Hunde. Diese besagt, dass für jedes Tier eine Hundehaftpflichtversicherung bestehen muss.

„Gefährliche“ Hunde sind solche Tiere, die
  • sich bereits als bissig erwiesen haben
  • Menschen oder Tiere in gefährdender Weise angesprungen haben
  • Wild oder Vieh hetzen oder reißen
  • eine über das Maß herausgehende Angriffsbereitschaft oder Schärfe zeigen.

Auch Hunde der Rassen
  • American Staffordshire Terrier
  • Staffordshire Bullterrier
  • Pit Bull Terrier
und Mischlinge der genannten Rassen werden als gefährliche Hunde angesehen.

Zucht, Handel oder Vermehrung dieser Tiere ist verboten. Auch die Ausbildung zu gefährlichen Hunden ist nicht erlaubt.

Für „gefährliche“ Hunde besteht zudem
  • Kennzeichnungspflicht durch einen Mikrochip
  • Leinenpflicht
  • Maulkorbpflicht

Seit dem 9.12.2003 gilt im Saarland die Verordnung über das Halten von so genannten „gefährlichen“ Hunden. Diese besagt unter anderem, dass eine Hundehaftpflichtversicherung für diese Tiere abgeschlossen werden muss.

Als gefährliche Hunde werden solche Tiere angesehen, die
  • sich als bissig erwiesen haben
  • bereits in aggressiver Art Menschen oder Tiere angesprungen haben
  • besondere Angriffslust oder Schärfe aufweisen

Und besondere Rassemerkmale aufzeigen, wie
  • American Staffordshire Terrier
  • Staffordshire Bullterrier
  • American Pit Bull Terrier

Genannte Tiere müssen zudem so gehalten werden, dass Menschen nicht gefährdet werden können. Genauer bedeutet dies, dass
  • eine Leinenpflicht besteht
  • Maulkorbpflicht besteht
  • immer nur ein Hund geführt werden darf

    Auch muss eine Sachkundebescheinigung vorliegen, diese setzt voraus:
  • einen Wesenstest und das ungefährliche Verhalten des Hundes
  • der Richtige Umgang des Menschen mit dem Hund
  • wichtige Rechtsfragen zur Haltung oder Züchtung eines Hundes.

Seit dem 3.8.2000 gilt in Baden-Württemberg die Polizeiverordnung des Landes über das Halten gefährlicher Hunde. Für so genannte „gefährliche“ Hunde wird eine Hundehaftpflichtversicherung fällig.

Hunde, die den Rassen
  • American Staffordshire Terrier
  • Bullterrier
  • Pit Bull Terrier
sowie Mischlinge daraus angehören, werden als Hunde mit „Kampfhundeeigenschaften“ eingestuft.

Hunde der Rassen
  • Bullmastiff
  • Staffordshire Bullterrier
  • Dogo Argentino
  • Bordeaux Dogge
  • Fila Brasileiro
  • Mastin Espanol
  • Mastino Napoletano
  • Mastiff
  • Tosa Inu
und Mischlinge daraus können im Einzelfall die Eigenschaften eines Kampfhundes aufweisen.

Voraussetzungen für das Halten eines „Kampfhundes“ oder gefährlichen Hundes sind
  • Meldepflicht
  • die Pflicht zur sicheren Haltung
  • gesonderte Haftpflichtversicherung
  • Leinenpflicht
  • Maulkorbpflicht
  • Mitführen von Bescheinigungen
  • Zuverlässigkeit des Hundehalters
  • Wesensprüfung

Bereits seit 1992 ist in Bayern ein Gesetz für so genannte „gefährliche“ Hunde festgeschrieben. Eine Pflicht zur Hundehaftpflichtversicherung besteht in Bayern nur dann, wenn das Tier eine Auffälligkeit wie
  • gesteigerte Aggressivität
  • Bissigkeit
  • gefährdendes Anspringen von Menschen
  • Hetzen oder Reißen von Vieh oder Wild
aufgewiesen hat.

Tiere der Rassen
  • Alano
  • American Bulldog
  • Bullmastiff
  • Bullterrier
  • Cane Corso
  • Dog Argentino
  • Dogue de Bordeaux
  • Fila Brasileiro
  • Mastiff
  • Mastin Espano
  • Masiton Napoletano
  • Perro de Presa Canario (Dogo Canario)
  • Perro de Presa Mallorquin
  • Rottweiler
müssen Hundehalter eine Unbedenklichkeitsbescheinigung mittels eines Wesenstests erwirken. Zudem besteht Leinen- und Maulkorbpflicht, wenn sich das Tier außerhalb eines eingezäunten Geländes aufhält.

Es gelten weiterhin Einschränkungen für
  • öffentliche Wege
  • öffentliche Anlagen
  • Straßen
  • öffentliche Plätze

TippWeitere Informationen zur Hundehaftpflichtversicherung

Sie finden hier weitere, interessante Informationen rund um die Hundehaftpflichtversicherung:

 
Frau mit Hund

Ist die Hundehaftpflicht auch ohne Pflicht sinnvoll?

Hier ein ganz klares: JA! Eine Hundehaftpflicht sollte für jeden Hundehalter auch ohne gesetzliche Bestimmungen und Vorgaben ein unbedingtes MUSS sein. Hunde sind, auch wenn Sie noch so gut erzogen sind, Tiere mit einem eigenen Instinkt und Verhalten. Ein Beispiel aus unserer Schadenpraxis: ein sehr gut erzogener Hund, lief ohne Leine mit seinem Herrchen acht Jahre bei Fuß durch die Stadt, es passierte nichts. An einem Tag war der Hund sogar angeleint und plötzlich fiel ein Metallteil direkt hinter dem Hund um und knallte zu Boden. Der Hund hatte sich so erschrocken und lief nur zwei Meter auf die Straße und es kam zu einem Ausweichmanöver eines Autofahrers mit Kollision eines anderen PKW. Dem Hund war nichts passiert, der Schaden betrug aber 11.000 Euro.

Der Eintritt eines Schadens kann immer passieren, egal bei welcher Rasse oder Alter des Hundes. Schon ab 30 Euro können Sie sich vor den finanziellen Risiken, die aus einem Schaden durch Ihren Hund resultieren können, schützen.

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