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Hundevergiftung: Giftpflanzen
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Hundevergiftung: gefährliche Pflanzen in Haus und Garten

Wir wollen unsere Wohnung oder Haus mit Pflanzen verschönern und begrünen.
Auch der Garten soll durch seine schönen Pflanzen wirken.
Aber sind auch alle Pflanzen gut für den Hund? Es gibt einige Giftpflanzen bzw. Pflanzen die für den Hund giftig sind.
Da sollte man überlegen, ob man diese Pflanzen sich wirklich anschafft und vielleicht so im Haus aufstellt, dass der Hund sie nicht erreichen kann.

 

Weitere Informationen zur Hundevergiftung

Sie finden hier weitere, interessante Informationen rund um die Hundevergiftung:

Welche Pflanzen sind Gift für den Hund?

Zimmerpflanzen:

Alpenveilchen

Vor allem in der Knolle des Alpenveilchens finden sich Triterpensaponine, unter anderem das Cyclamin. Bereits 0,2g der Knolle lösen erste Vergiftungserscheinungen aus und 8 g gelten als tödliche Dosis! Bei kleineren Hunden auch weniger. Die Symptome sind Übelkeit und Erbrechen, Schweißausbrüche sowie starke Magenkrämpfe mit Durchfällen. Weiterhin kann der Saft auf offenen Hautstellen des Hundes und in den Augen Entzündungen hervorrufen.

Amaryllis

Die Gefahr der Amaryllis ist ihre große Zwiebel, in der - aber auch in der ganzen Pflanze - verschiedene Alkaloide, Hauptwirkstoff ist das Lycorin beinhaltet sind. Die Pflanze gilt als stark giftig für den Hund. Die Vergiftungserscheinungen sind Erbrechen, erhöhter Speichelfluss, Durchfall und beim Hund treten auch Herzrhythmusstörungen auf. Es kann auch zur Schädigung der Nieren sowie zu Lähmungen kommen. Oft wollen Hunde mit der großen Zwiebel spielen oder buddeln diese aus Blumentöpfen aus. Wenn der Hund dann in die Zwiebel beißt und die freiwerdenden Säfte verschluckt, kommt es rasch zu Vergiftungen.

Aronkelch oder auch Zimmercalla genannt

Die Pflanze enthält Scharfstoffe. Die Pflanze Aronkelch wirkt auf Hunde giftig. Die Symptome sind starker Speichelfluss, Schleimhautreizungen, Erbrechen und Durchfall sowie Schluckbeschwerden.

Azalee

Azaleen enthalten Acetylandromedol. Dies wirkt giftig auf Hunde. Die Vergiftung zeigt sich in Erbrechen, Speichelfluss, Durchfall, Zittern, Krämpfen, schwachem Puls sowie langsamem und angestrengtem Atmen. Die Hunde können auch unter Depressionen leiden.

Birkenfeige (besser bekannt als ficus benjamin/Gummibaum)

Die Pflanzen enthalten im Milchsaft Harz, Kautschuk, Furocumarine und flavonoide Verbindungen. Ficus-Arten sind für Hunde leicht giftig. Die Vergiftung zeigt sich in Erbrechen, Durchfall sowie Schleimhautreizungen.

Bogenhanf

Der Bogenhanf enthält giftige Saponine. Die Giftstoffe sind auch in der Lage das Blut zu zersetzen. In Tierversuchen hat die Pflanze auf Ratten und Mäuse tödlich gewirkt. Sie kann aber auch für Hunde giftig sein. Also besser kein Risiko eingehen.

Christusdorn

Die Pflanze enthält in ihrem Milchsaft Triterpene und Diterpenester. Der Christusdorn ist für Hunde und Katzen giftig. Die Symptome zeigen sich durch die Reizung der Magenschleimhaut, Magenbeschwerden und Koliken. ACHTUNG! Sollten die Augen mit den Milchsaft der Pflanze in Berührung kommen, kann eine – auch zeitweise – Erblindung vorkommen.

Diffenbachie – STARK GIFTIG

Der Giftstoff in der Pflanze sind Glycoside, Alkaloide und Saponine sowie Calciumoxalat-Nadeln. Beim Berühren der Pflanze öffnen sich so genannte Schießzellen, welche die Nadeln und die anderen Giftstoffe herausschießen und somit zu Verletzungen der Haut und des Auges führen können. Die Dieffenbachie kann für unsere Hunde SEHR GEFÄHRLICH und sogar TÖDLICH sein. Sollten Blätter verschluckt oder nur angebissen werden, zeigt sich eine Vergiftung des Hundes durch eine starke Reizung des Mauls, Reizung von Magen, Darm und Hals. Die Hunde haben plötzlich starke Schluckbeschwerden, Atemnot, Verlust der Stimme; auch kommt schon mal blutiger Durchfall vor. Sollte Ihr Hund Blätter der Teile der Diffenbachie aufgenommen haben, sollte sofort ein Tierarzt aufgesucht werden. Die Diffenbachie sollte in keinem Haushalt mit Hunden oder auch mit kleinen Kindern gehalten werden.

Efeutute (nicht zu verwechseln mit Efeu, der nicht giftig ist)

Die Pflanzen enthalten aroinähnliche Scharfstoffe und Kalziumoxalat.Die Efeutute wirkt giftig auf Hunde und Katzen. Es kann zu Speichelfluss, Erbrechen und Durchfall sowie Schluckbeschwerden kommen. Die Pflanze ist nur leicht giftig. Viele Hunde reagieren aber auf die herunterhängenden Pflanzenteile und schnappen danach. Bitte die Pflanze so aufstellen, dass der Hund nicht zum Schnappen animiert wird.

Einblatt

Die Pflanze enthält Scharfstoffe wie der Aronstab. Auch hier kann es zu starkem Speichelfluß, Erbrechen, Durchfall, und Schluckbeschwerden kommen.

Klivie

Der Hauptwirkstoff ist das Alkaloid Lycorin. Das Riemenblatt ist für Hunde und Katzen giftig. In der Regel zeigen sich Vergiftungen durch Speichelfluss, Erbrechen und Durchfall. Sollte der Hund größere Mengen aufgenommen haben, kann es auch zu Lähmungen kommen.

Palmfarn

Die Pflanze enthält den Wirkstoff Cycasin. Die giftigen Teile der Pflanzen sind die Samen und die Wurzeln. Die Vergiftungssymptome sind Erbrechen und Durchfall (auch blutig), Magen- und Darmbeschwerden, Krämpfe sowie Schwächeanfälle. Eine entsprechend starke Vergiftung führt zu Koma und Leberschädigung.

Weihnachtsstern - STARK GIFTIG in der Wildform

Die Wildformen sind hochgiftig. Da aber die meisten Weihnachtssterne aus Zuchtbetrieben kommen, ist die Gefahr eher geringer, aber trotzdem nicht ungefährlich. Die Hunde reagieren auf das Gift empfindlicher als Menschen; Schon nach kurzer Zeit zeigen sich die ersten Symptome wie starke Schleimhautreizungen, Magen- Darmbeschwerden mit Krämpfen und oft blutigem Durchfall, Absinken der Körpertemperatur, Lähmungen, blutigem Harn und Kot, Taumeln, Leberschädigung und Herzrhythmusstörungen. Bei jüngeren und kleineren Hunden kann auch der Tod nicht ausgeschlossen werden! Daher in der Weihnachtszeit die beliebte Pflanze unbedingt so aufstellen, dass der Hund sie nicht erreichen kann. Bitte beachten Sie, dass der Weihnachtsstern bei falscher Haltung auch sehr schnell Blätter verliert. Diese können herunterfallen und dann vom Hund aufgenommen werden!

Wüstenrose – STARK GIFTIG

Die Pflanze enthält unter anderem Cardenolide und Honghelin. Sie ist neben dem Fingerhut einer der giftigsten Pflanzen. In ihrer Heimat verwendet man die Pflanze auch als Pfeilgift. Die Vergiftungserscheinungen sind neben Erbrechen, Reizungen der Schleimhäute, Magen- und Darmbeschwerden mit Krämpfen und Durchfall auch Herz- Kreislaufstörungen und Tod durch Herzstillstand. Also diese Pflanzen besser erst gar nicht ins Haus holen und wenn sie schon da ist, besser bei Freunden oder Familie ohne Tier und Kinder im Haushalt abgeben.

Yucca

Die Pflanze enthält Saponine, für den Menschen ist dies ungefährlich. Bei Katzen und Hunden kann eine Vergiftung teils schwere Schleimhautreizungen auslösen. Aber auch vermehrter Speichelfluss, Erbrechen, Magen- Darmbeschwerden und Durchfall können auftreten. In ganz seltenen Fällen können die roten Blutkörperchen zersetzt werden.

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