Wohin mit meiner Katze im Urlaub?

Katze liegt im Koffer

Als Katzenbesitzer haben Sie es bei der Urlaubsplanung nicht leicht. Immerhin mögen die meisten Samtpfoten keine Ortsveränderungen. Mit der Katze zu verreisen, ist daher oftmals keine Option. Eine Urlaubsbetreuung muss also her. Von uns erfahren Sie, welche Betreuungsmöglichkeiten es für Katzen gibt und woran Sie einen guten Katzensitter bzw. eine gute Katzenpension erkennen.

Urlaubsbetreuung für Katzen

Wer kümmert sich um meine Katze im Urlaub? Das kommt u. a. auch auf Ihre Samtpfote an. Folgende Betreuungsmöglichkeiten stehen Ihnen zur Auswahl:

  1. Verwandte, Freunde oder Nachbarn
    Im Idealfall erklärt sich ein Familienmitglied oder Bekannter bereit, den Job als Katzensitter zu übernehmen. Der Vorteil: Meist kennt Ihre Mieze ihren Sitter schon und ist daher während Ihrer Abwesenheit deutlich entspannter. Vor allem für besonders ängstliche Katzen die beste Wahl.
  2. Eine Hand wäscht die andere
    Über Kleinanzeigen oder aber mit Hilfe von Katzenclubs und Tierschutzvereinen können Sie einen Katzensitter in Ihrer Nähe finden. Gemeint sind jedoch keine professionellen Sitter, sondern andere Katzenbesitzer, auf deren Samtpfoten Sie im Gegenzug aufpassen. Der Vorteil: Der Betreuer Ihrer Mieze kennt sich garantiert mit der Haltung von Katzen aus.
  3. Professionelle Katzensitter
    Mittlerweile gibt es immer mehr professionelle Katzensitter. Der Vorteil: Sie können alles vertraglich festhalten – Umfang und Kosten der Urlaubsbetreuung, rechtliche Regelungen (falls Ihrer Mieze etwas passiert) und die Kostenübernahme für mögliche Tierarztbesuche.
  4. Katzenpension
    Benötigt Ihre Samtpfote eine spezielle oder intensivere Pflege? Dann ist eine Katzenpension eine gute Wahl. Es sei denn Sie finden einen Katzensitter, der vorübergehend bei Ihnen einzieht.

Katze wird am Kinn gekrault

Daran erkennen Sie einen guten Katzensitter

Nur wenn Ihr Stubentiger in guten Händen ist, können Sie Ihren Urlaub so richtig genießen. Daher ist es wichtig, dass Sie nicht den erstbesten Katzensitter wählen. Beauftragen Sie einen professionellen Sitter mit der Betreuung Ihrer Mieze, sollten Sie auf folgende Dinge achten:

  • Kann der Sitter eine entsprechende Qualifikation nachweisen?
  • Besitzt der Sitter selbst Katzen?
  • Ist der potenzielle Katzensitter zu einem bzw. mehreren Kennenlerntreffen bereit? Falls ja, wie geht er auf Ihre Katze zu? Wie reagiert Ihre Samtpfote auf ihn?
  • Erkundigt sich der Sitter nach den Gewohnheiten, Fütterungszeiten, Streichel- und Spielstunden Ihrer Katze?
  • Wird der Sitter von jemanden vertreten, sollte er selbst einmal verhindert sein?
  • Hat der Katzensitter eine Privathaftpflicht, damit Schäden, die er möglicherweise bei Ihnen verursacht, bezahlt werden?
Tipp: Lassen Sie sich von Ihrem Katzensitter ein tägliches Statusupdate geben. So können Sie bereits bei kleinen Unregelmäßigkeiten reagieren und ihm Tipps geben.

Daran erkennen Sie eine gute Tierpension

Bevor Sie Ihre Katze in eine Pension geben, sollten Sie diese genau unter die Lupe nehmen. Denn leider gibt es auch einige schwarze Schafe. Anhand folgender Kriterien erkenn Sie eine gute Katzenpension:

  • Verfügt der Pensionsbetreiber über den vorgeschriebenen Sachkundenachweis?
  • Wie werden die Tiere gehalten? In Gruppen oder einzeln? Werden Hunde und Katzen zusammen gehalten?
  • Sind die Zimmer, Schlafplätze, Kratzbäume und Co. sauber?
  • Sind genug Rückzugsmöglichkeiten für Ihre Katze vorhanden?
  • Erkundigt sich der Betreuer nach den individuellen Eigenschaften Ihres Stubentigers?
  • Werden Sie gebeten, Nachweise über Ihre Haftpflichtversicherung sowie über die letzte Impfung und Wurmkur Ihrer Katze vorzulegen?
  • Wie viele Tiere werden betreut? Und wie viele Betreuer gibt es? Ein Betreuer wäre zum Beispiel für maximal 10 bis 15 Katzen angemessen.
  • Wird der Betreuer die gewohnte Ernährung fortführen? Vor allem wichtig, wenn Sie barfen oder Ihre Mieze Spezialfutter (Diätfutter oder ähnliches) benötigt.
  • Kann er Ihrer Katze Medikamente geben? Und falls nötig auch den Insulinspiegel Ihrer zuckerkranken Katze checken und ihr Insulin spritzen?
Tipp: Besuchen Sie die Katzenpension einmal unangekündigt. Dann erhalten Sie auf jeden Fall einen wahrheitsgetreuen Eindruck von der Betreuung.

Vorbereitung: Das sollten Sie noch vor der Katzenbetreuung erledigen

Damit Sie unbesorgt in den Urlaub starten können, sollten Sie sich und Ihre Katze gut auf die Betreuung vorbereiten.

Katze spielt mit einem Spielzeug

Tierarzt-Check-up

Am besten lassen Sie Ihre Katze kurz vor Ihrem Urlaub noch einmal von Ihrem Tierarzt untersuchen. So werden weder Sie noch Ihr Katzensitter von einer möglichen Krankheit überrascht. Der Check-up wäre dann auch der ideale Zeitpunkt, um die wichtigsten Impfungen aufzufrischen und eine Wurmkur mitzunehmen. Informieren Sie Ihren Tierarzt dann auch gleich, dass Ihre Katze in den nächsten Tagen/Wochen von jemand anderem betreut wird.

Wichtige Kontaktdaten aufschreiben

Lassen Sie Ihrem Katzensitter eine Liste mit der Telefonnummer und Adresse Ihres Tierarztes, eines Familienmitgliedes oder guten Bekannten sowie Ihrer Urlaubsadresse da. Dann weiß der Sitter im Notfall direkt, an wen er sich wenden kann. Und sollten Sie eine Katzenversicherung haben, gehört natürlich auch diese Info auf die Liste.

Fütterungszeiten & Co. schriftlich festhalten

Wie schaut der Tagesablauf Ihrer Samtpfote aus? Damit Ihr Katzensitter bestens informiert ist, sollten Sie ihm die Fütterungszeiten, Futtermenge, Spiel- und Kuschelzeiten sowie weitere wichtige Besonderheiten aufschreiben.

Mann füttert seine Katze

Medikamentengabe üben

Zeigen Sie Ihrem Katzensitter, wie Sie Ihrer Mieze die Medikamente verabreichen. Und lassen Sie ihn die Medikamentengabe unter Ihrer Aufsicht üben. Wichtig ist auch: Notieren Sie Ihrem Sitter, welche Medikamente wie oft und in welcher Menge verabreicht werden müssen.

Vorräte aufstocken

Sorgen Sie vor Ihrem Urlaub dafür, dass ausreichend Katzenfutter, Katzenstreu und Medikamente vorhanden sind. Damit ersparen Sie Ihrem Katzensitter, aber auch Ihrem Stubentiger, eine Menge Stress. Und außerdem tröstet ihn sein Lieblingsfutter vielleicht etwas über die Trennung auf Zeit hinweg. 😉

Wohnungskontrolle

Zieht Ihre Katze vorübergehend zu einem Bekannten, dann kontrollieren Sie seine Wohnung. Ist diese auch wirklich katzensicher? Stehen dort giftige Zimmerpflanzen? Oder gibt es vielleicht einen ungesicherten Balkon?

Mit folgenden Anweisungen erhöhen Sie die Sicherheit für Ihren Stubentiger in seinem neuen Heim auf Zeit:

  • Niemals ein Fenster unbeaufsichtigt auf Kipp oder gar komplett offen lassen. Dasselbe gilt für die Wohnungstür.
  • Katzen niemals allein auf einen ungesicherten Balkon oder mit giftigen Zimmerpflanzen lassen.
  • Toilettendeckel bitte immer herunterklappen.

Fazit zur Katzenbetreuung im Urlaub

Ganz gleich, ob Katzensitter oder Katzenpension – wichtig ist, dass der Betreuer Ihrer Katze mehr tut, als sie nur zu füttern. Einen zuverlässigen Sitter zu finden, ist jedoch gar nicht so einfach. Seien Sie bei der Auswahl des Katzenbetreuers daher ruhig etwas kritischer. Denn dann können Sie sicher sein, dass Ihre Katze in guten Händen ist und Ihren Urlaub genießen.

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Katze mit Pfoten auf dem Tisch

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