Wintermüdigkeit bei Katzen: So verhalten Sie sich richtig

Katze schläft

Nach dem ganzen Festtags- und Silvestertrubel schlägt er bei vielen von uns wieder zu: der Winterblues. Die dunkle, kalte Jahreszeit schlägt jedoch nicht nur uns Menschen aufs Gemüt, sondern auch unseren Katzen. Häufig sind sie im Winter müde und antriebslos. Wir verraten Ihnen, wie Sie Ihre Samtpfote wieder munter machen und sie so vor einer Winterdepression bewahren.

Katze auf dem Boden

Wie macht sich der Winterblues bei Katzen bemerkbar?

Vielleicht kommt Ihnen dieses Szenario ja bekannt vor: Bis vor einigen Wochen wurden Sie von Ihrem Stubentiger nach Feierabend freudig an der Tür begrüßt. Aufgeregt strich er um Ihre Beine und schnurrte. Jetzt im Winter ist bei Ihrer Heimkehr dagegen keine Spur von Ihrer Mieze. Sie liegt zusammengerollt in ihrem Heizungskörbchen oder auf einem anderen warmen Plätzchen. Wach wird Ihre Katze vermutlich nur, wenn es Fressen gibt. Alle Versuche, sie zum Spielen zu bewegen, bleiben meist erfolglos. Schuld ist die Wintermüdigkeit. Samtpfoten, die unter der Wintermüdigkeit leiden, schlafen und dösen nämlich bis zu 22 Stunden am Tag.

Ist die Wintermüdigkeit für meine Katze gefährlich?

Gesund sind die langen Schlafphasen Ihrer Katze nicht. Denn je weniger sie sich bewegt, desto eher nimmt sie zu. Außerdem schwinden ihre Muskeln, Sprünge auf den Kratzbaum fallen ihr dadurch mit der Zeit immer schwerer. Und auch die Sinne werden schwächer. Der Bewegungsmangel kann vor allem für Freigängerkatzen ein großes Problem werden. Schließlich brauchen sie bei der Jagd und auch bei Revierkämpfen die ganze Kraft ihrer Sinne und Muskeln.

Katze schläft

Muntermacher für Ihre Katze

Damit aus Ihrem gelangweilten, schläfrigen Stubentiger wieder ein verspieltes Kätzchen wird, müssen erst einmal Sie den Winterblues überwinden und sich vom Sofa erheben. Statt stundenlanger Kuscheleinheiten sollten Sie

  • die Fenster öffnen und frische Luft hereinlassen. Der kalte Luftzug macht nämlich die meisten Miezen wach. Die Heizung drehen Sie währenddessen natürlich runter. Die Heizungsluft tut den Schleimhäuten der Stubentiger eh nicht so gut.
  • Ihre Katze mehrmals täglich zum Spielen auffordern. Keine einfache und manchmal auch sehr mühselige Aufgabe.
  • die Sinne Ihrer Samtpfote wecken. Packen Sie beispielsweise getrocknetes Laub in einen alten Karton. Stellen Sie einen kleinen Zimmerspringbrunnen für sie auf. Bringen Sie eine Handvoll Schnee von draußen mit. Oder besprühen Sie ihr Spielzeug mit Baldrian, Katzenminze oder Geißblatt.
  • Ihrer Katze eine neue Kratzgelegenheit schenken. Wie wäre es zum Beispiel mit einem deckenhohen Kratzbaum? So bringen Sie die müden Muskeln Ihrer Mieze bestimmt wieder in Schwung.
  • die Futterrationen kürzen. So wird Ihre Samtpfote automatisch wieder aktiver und Sie können vor dem Essen eine Runde mit ihr spielen.
  • zwischendurch einen kleinen Hindernisparcours aus Kartons, Rascheltunneln und anderen Spielzeugen aufbauen.

Als erfahrener Katzenbesitzer wissen Sie natürlich, dass nicht jede Samtpfote auf die oben genannten Tipps anspringt. Bei manchen reicht es vielleicht schon, das Fenster zu öffnen, bei anderen wiederum sind Geduld und Ausdauervermögen gefragt. Sie kennen Ihre Mieze am besten und wissen, womit Sie sie am ehesten begeistern können. Nutzen Sie das zu Ihrem Vorteil und lassen Sie sich nicht entmutigen.

Wenn die Wintermüdigkeit kein Ende nimmt

Ist Ihre Katze bereits seit mehreren Wochen träge und antriebslos, dann steckt vielleicht auch mehr als eine kleine Wintermüdigkeit dahinter. Lassen Sie Ihre Samtpfote daher vorsichtshalber von einem Tierarzt untersuchen. Über die Kosten müssen Sie sich dank Ihrer Katzenkrankenversicherung schließlich keine Sorgen machen.

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Katze mit Pfoten auf dem Tisch

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