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Wie machen Sie Ihr Haus winterfest?

Haus im Winter

In der letzten Woche sind die Temperaturen in einigen Regionen Deutschlands schon deutlich im Minusbereich angekommen. Wetterexperten sprechen von einem kalten Winter, der auf uns zukommt. Ist Ihr Haus bereits fit für den Winter?

In den letzten Jahren hat es viele Unwetter gegeben, die an der Bausubstanz genagt haben können. Schäden sind oftmals auf den ersten Blick nicht sichtbar, wirken sich aber bei einem weiteren Unwetter unter Umständen sichtbar aus. Es kann passieren, dass unbeachtete Schäden im Winter das Dach oder die Fassade angreifen. Wie können Sie sich dagegen schützen?

Lassen Sie sich mal aufs Dach steigen

Das Dach schützt Ihr Haus gegen alle Witterungseinflüsse, gleichzeitig trägt es zur Wärmedämmung bei. Ein solide gedecktes Dach sorgt dafür, dass die Wärme, die im Haus produziert wird, nicht an allen Ecken und Kanten wieder abziehen kann. Das wirkt sich ansonsten negativ auf Ihre Heizkosten aus. Ein undichtes Dach hat aber noch andere langfristige Folgen: Es kann im Winter Feuchtigkeit eintreten, die bei frostigen Temperaturen zu Folgeschäden führt. Ebenso führen lockere Dachziegel dazu, dass bei einem Unwetter Regenwasser ins Haus eindringt oder bei einem Sturm das Dach noch weiteren Schaden nimmt. Sicherlich, die Gebäudeversicherung ist dafür da, um solche Schäden durch Sturm und Hagel zu ersetzen. Dazu gehört aber, dass sich das Dach in einem guten Zustand befand und nicht reparaturanfällig war. Dann kann die Gebäudeversicherung unter Umständen die Schadensersatzleistung reduzieren.

Laub in der Dachrinne trägt zu Nässeschäden bei

Wer im Umfeld seines Hauses viele Bäume stehen hat, der kennt das Problem: Der Weg zum Haus ist im Herbst andauernd mit Laub bedeckt und Sie müssen es beseitigen. Haben Sie dabei daran gedacht, auch mal einen Blick in Ihre Dachrinne zu werfen? Da sammelt sich im Laufe der Herbstwochen nämlich auch jede Menge Laub an. Die Folge: Bei Regen wird das Laub bis zum Abfluss gespült und sorgt dort für Verstopfungen. Das Wasser aus der Regenrinne kann nicht mehr abfließen und tritt aus der Dachrinne aus, es sickert an der Fassade herunter. Das Mauerwerk nimmt langfristig die Feuchtigkeit auf und es können bei Frost Schäden an der Fassade und der Dämmung auftreten. Es ist wesentlich günstiger, einen Fachmann mit der Reinigung der Dachrinne zu beauftragen, als später die Schäden an der Fassade auszubessern. Nebenbei: Für solche Nässeschäden, die auch in das Innere eines Hauses dringen können, kommt die Gebäudeversicherung generell nicht auf.

Konstante Temperaturen im Inneren des Hauses sind notwendig

Im Winter heizen wir regelmäßig, damit es uns nicht kalt wird. Das Risiko, dass es hier zu einem Rohrbruch durch Kälte kommt, ist relativ gering. Problematisch wird es, wenn bei längerer Abwesenheit, etwa beim Skiurlaub, die Heizung heruntergefahren wird, um Energie zu sparen. Ein heftiger Frosteinbruch in Ihrer Abwesenheit kann dazu beitragen, dass es zu einem Platzer in der Wasserleitung kommt. Bedingt durch die Abwesenheit wird dieser Wasserschaden auch noch sehr spät bemerkt, so dass sich die Feuchtigkeit bis zu Ihrer Rückkehr erheblich auf die Gebäudesubstanz auswirken kann. Vor allem bei frostigen Temperaturen sind massive Schäden am Mauerwerk nicht auszuschließen. Sie müssen daher das Auskühlen Ihres Hauses unbedingt vermeiden. Lassen Sie die Heizung eingeschaltet und bitten Sie Verwandte oder Personen Ihres Vertrauens, regelmäßig nach der Heizung zu sehen. Hier entstehen nämlich im Winter erfahrungsgemäß die häufigsten Leitungswasserschäden.

Überprüfen Sie die Bedingungen Ihrer Gebäudeversicherung

Sie haben sicherlich vor Jahren an den Schutz Ihres Hauses gedacht und eine Gebäudeversicherung abgeschlossen. Vermutlich liegt die Police mit den anderen Versicherungsunterlagen gut aufbewahrt im Schrank. Wann haben Sie sich zum letzten Mal die Bedingungen zu Gemüte geführt? Wenn das schon mehr als drei bis fünf Jahre her ist, müssen Sie unbedingt mal schauen, ob Ihre Bedingungen zur Gebäudeversicherung noch aktuell sind. Viele Versicherer haben in den letzten Jahren immer mehr Leistungen in die Bedingungen hineingepackt. So ist zum Beispiel der Verzicht auf die Prüfung, ob sich ein Schaden grob fahrlässig ereignet hat, in vielen Tarifen mittlerweile ein fester Bestandteil. Die Gebäudeversicherung kann also nicht mehr eine Schadensersatzleistung mindern, wenn Sie einen Schaden grob fahrlässig herbeigeführt haben. Darüber hinaus sind viele neuere Tarife von den Beiträgen her günstiger als die Alttarife. Die Neuordnung Ihrer Gebäudeversicherung lohnt sich durchaus, damit Sie bei einem Schaden an Ihrem Gebäude auf Ihren Versicherungsschutz zählen können.