Wie alt werden eigentlich unsere Katzen?

Unsere geliebte Samtpfote ist immer treu an unserer Seite, wenn sie nicht gerade draußen auf einen ihrer Streifzüge unterwegs ist oder sich im Hause irgendwo verkrümelt. Sie sind uns viele Jahre ein treuer Begleiter.

Böse Zungen behaupten, dass Katzen nur auf ihre Dosensensoren reagieren und möglichst dicht an ihrer regelmäßigen Futterquelle verweilen. Das ist natürlich so nicht richtig. Katzen tragen mit ihrem zumeist sanften Wesen auch erheblich zur Entspannung bei – für unsere Ausgeglichenheit. Irgendwann ist aber der Moment da, wo unser Stubentiger über die Regenbogenbrücke gehen muss. Glücklicherweise können Katzen ein hohes Alter erreichen. Das hängt aber von den Lebensumständen ab.

Welche Faktoren spielen eine Rolle für das Altwerden von Katzen?

Die Frage nach dem Alter von Katzen ist aus zweierlei Sicht von Bedeutung. Erstens, weil wir uns ein Haustier anschaffen, für das wir viele Jahre die Verantwortung tragen. Zweitens, weil wir viele Jahre glücklich und zufrieden das Leben unserer Katze begleiten möchten. In vielen Ländern, auch in Deutschland,  kommen Straßenkatzen kaum über das zweite bis vierte Lebensjahr hinaus. Das liegt an den Gefahren durch den Straßenverkehr, aber auch daran, dass Straßenkatzen vor allem in Südosteuropa einfach eingefangen und getötet werden. Das Lebensalter ist hier also durch viele Umstände beeinflusst. Hingegen genießen unsere Hauskatzen eine deutlich bessere Fürsorge und können im Durchschnitt 14 Jahre alt werden. Wobei dieser Durchschnitt in vielen Fällen nach oben und nach unten ausreißen kann. Gute Gesundheit und Fürsorge führen letztendlich dazu, dass so viele Katzen schon zwischen 15 und 20 Jahre alt geworden sind.

Übrigens: Den Weltrekord als älteste Katze hält die Samtpfote Cremé Puff aus Texas in den USA. Sie verstarb im Jahre 2005 im Alter von 38 Jahren. Das entspricht in etwa einem Menschenalter von mehr als 150 Jahren.

Wie entwickelt sich das Alter von Katzen im Vergleich zum Menschen?

Im ersten Lebensjahr altern Katzen im Vergleich zu uns Zweibeiner am schnellsten. Wenn ein kleines Kätzchen den ersten Geburtstag feiert, entspricht das einem Menschenalter von 15 Jahren. Die Katze ist jetzt also ein Teenager. Beim zweiten Geburtstag ist sie in Menschenjahren in etwa 24 Jahre alt. Ab jetzt steigt das Alter linear an, jedes weitere Lebensjahr entspricht vier Menschenjahren. Ein Alter von 20 Jahren bei der Katze entspricht einem Alter bei uns Menschen von 96 Jahren. Also ganz klar ein Methusalem, der viel Ruhe, Pflege und Fürsorge benötigt.

Die vier Lebensphasen der Katze

Ähnlich wie bei uns Zweibeinern gibt es auch bei Katzen verschiedene Lebensphasen. Diese lassen sich in Kindheit, Jugend, Erwachsenenalter und Seniorenalter einteilen. Als Neugeborenes sind die Kätzchen kaum mehr als 100 Gramm schwer. Sie öffnen nach etwa zehn Tagen die Augen und ernähren sich von der Muttermilch. Nach acht Wochen haben sie sich vollständig entwickelt und benötigen Spezialfutter, das den Knochenaufbau und das Muskelwachstum unterstützt. Heranwachsende Katzen sind mit acht bis zwölf Monaten geschlechtsreif, der Stubentiger wird erwachsen und kann „normales“ Katzenfutter bekommen. Ist die Katze acht Jahre alt, ist das vergleichbar mit dem 50. Geburtstag bei uns Menschen. Sie ist jetzt ein Best-Ager. Langsam ändert sich der Stoffwechsel und die Seniorenzeit beginnt. Bei guter Pflege ist ein Alter jenseits des Durchschnittes von 14 Jahren ohne Weiteres möglich.

Die medizinische Versorgung von Katzen wird immer besser

Das Zeitalter der Mäusejäger ist passé, die Katze hat sich zu einem vollwertigen Familienmitglied entwickelt. Die medizinische Versorgung beim Tierarzt wird immer besser. Diverse Versicherer bieten mittlerweile eine Katzenkrankenversicherung oder eine Katzen-OP-Versicherung an, damit der Gang zum Tierarzt nicht wegen der Sorge vor der Tierarztrechnung vermieden wird. Vor allem im Alter, wenn die Wehwehchen einsetzen, macht sich eine Katzenkrankenversicherung bezahlt. Krankheiten wie Diabetes und Allergien kann der Tierarzt behandeln und somit die Lebensqualität verbessern.

Wodurch können Sie die Lebenserwartung Ihrer Katze positiv beeinflussen?

Es gibt verschiedene Faktoren, die zu einer hohen Lebenserwartung einer Katze beitragen. Wie bereits beschrieben, gehört eine gute medizinische Versorgung dazu. Viele Katzenfreunde bringen ihre Lieblinge regelmäßig zum Tierarzt, damit sie die notwendigen Schutzimpfungen bekommen. Ansteckende Krankheiten lassen sich daher auf ein Minimum reduzieren. Daneben ist es wichtig, dass Sie gerade für ältere Katzen eine katzenfreundliche Umgebung schaffen. Achten Sie auf Unfallquellen im Haushalt wie den eingeschalteten Herd oder offene Türen, die bei Durchzug zuschlagen können.

Gutes Futter stärkt die Lebenserwartung

Hochwertiges Futter ist das A und O für die Gesundheit Ihrer Katze. Füttern Sie Ihren Liebling regelmäßig und mit kleinen Portionen. Ihre Samtpfote verträgt besser kleine Häppchen als eine Bergmanns-Portion. Sie ist vom Wesen her ein Einzelgänger und nicht gewohnt, mit anderen Artgenossen ihr Futter zu teilen. Daher tuen es auch mehrere kleine Mahlzeiten. Daneben ist wichtig, dass das Futter einen hohen Fleischanteil hat sowie die notwendigen Spurenelemente und Vitamine enthält. Leckerchen gehören natürlich dazu. Beziehen Sie diese aber in den Speiseplan Ihres Lieblings ein, damit er sein Idealgewicht halten kann.

Trägt eine Kastration zu einer höheren Lebenserwartung bei?

Sie werden sich wunder: Das ist tatsächlich der Fall. Wenn eine Katze kastriert ist, hat sie außerhalb der eigenen vier Wände einen kleineren Aktionsradius. Der Grund: Sie muss nicht mehr überall ihr Revier markieren wie ihre nicht-kastrierten Artgenossen. Daher führt sie ihre Steifzüge auch nicht durch viel befahrende Gebiete rund um die heimischen Gefilde. Sie sind also deutlich weniger dem Risiko ausgesetzt, von einem Auto oder Fahrrad angefahren zu werden. Die Kosten für eine Kastration ist übrigens in verschiedenen Tarifen der Katzenkrankenversicherung mit abgedeckt.

 

 

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