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Wenn es dem Hund tierisch auf den Magen schlägt

Hund auf dem Teppich

Bei Hunden ist es mit dem Magen ähnlich wie bei uns Menschen. Manche Hunde vertragen alles und können das sprichwörtliche halbe Schwein auf Toast fressen, während andere Vierbeiner sich schon nach ein paar Bissen übergeben müssen. Sie haben immer wieder Probleme, ihr Futter bei sich zu behalten. Woran kann das liegen? Ist das Futter vielleicht schlecht oder verträgt Ihr Liebling das Futter einfach nicht.

Kleine Ursache, unangenehme Wirkung

Wenn Ihr Hund akut erbricht, kann das schon an der Temperatur des Futters liegen. Haben Sie es womöglich gerade erst aus dem Kühlschrank herausgeholt? Dann ist es noch zu kalt für den Magen des Hundes und er erbricht das Futter. Andere Alternative: Ihr Hund hat das Belohnungssäckchen aufgestöbert und sich daran bereits reichlich bedient, sodass sein Magen eigentlich schon voll ist. Die dritte Ursache kann mit hygienischen Aspekten zusammenhängen, etwa, wenn der Futternapf nicht gründlich gereinigt wurde.

Kann Barfen eine Ursache für das Erbrechen des Hundes sein?

Grundsätzlich spricht nichts dagegen, Hunde zu barfen. Wichtig ist aber, unter welchen Umständen das Futter bei Ihnen ankommt. Durch den fehlenden Erhitzungsprozess erfolgt keine Abtötung möglicher vorhandener Keime. Das kann bereits eine Ursache sein. Dann hängt es noch davon ab, ob Sie das Fleisch beim Metzger besorgen, der Weg zum Kühlschrank also kurz ist, oder ob Sie online im Futtershop bestellen. Dann ist natürlich die Frage, ob beim Versand die Kühlkette keine Unterbrechung erfahren hat.

Regelmäßige Fresszeiten und keine zu großen Pausen

Die Übelkeit und das Erbrechen können natürlich daran liegen, dass die Fütterungszeiten zu unregelmäßig sind oder bei der Fütterung zu lange Pausen dazwischen liegen. Lässt das Futter zu lange auf sich warten, produzieren sensible Hunde in Erwartung einer Mahlzeit zu viel Magensäure. Darauf reagieren Sie dann mit Übelkeit oder Erbrechen. Besser ist, wenn diese Hunde nicht am frühen Abend die letzte Mahlzeit bekommen, sondern vielleicht vor dem Zubettgehen noch ein bisschen Zwieback. Versuchen Sie dazu auch einmal, die Fütterungsintervalle zu verkürzen. Die Portionen müssen Sie dementsprechend anpassen.

Wenn der Wechsel beim Futter Probleme mit sich bringt

Ein Wechsel des Hundefutters kann bei Hunden mit einem sensiblen Magen zu Problemen führen. Daher müssen Sie sich zuerst die Frage stellen, ob das Futter überhaupt umgestellt werden muss. Liegen natürlich Allergien vor oder Ihr Liebling benötigt spezielles Diätfutter, dann müssen Sie die Futterumstellung behutsam vornehmen. Im besten Fall planen Sie dafür knapp eine Woche Zeit ein. Mischen Sie jeden Tag in die Portionen einen immer größeren Anteil des neuen Futters mit hinein. Die Umstellung von Nassfutter auf Trockenfutter kann ebenfalls Probleme mit sich bringen. Trockenfutter enthält mehr Kohlenhydrate und hat dazu noch eine andere Konsistenz. Es kann unter Umständen länger im Magen bleiben und der gewohnte Verdauungsprozess gerät ins Wanken, sodass sich Ihr Hund erbricht.

Mögliche Ursache: die Futtermittelallergie

Allergien kommen bei Hunden mittlerweile so regelmäßig vor wie bei uns Menschen. Dazu gehört auch die Futtermittelallergie. Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr Hund gegen bestimmte Inhaltsstoffe allergisch ist, so probieren Sie mal über einen Zeitraum von ein paar Wochen, Ihrem Hund immer nur eine Futtersorte zu verabreichen. Er bekommt dann konsequent nur Rind, Schwein, Huhn, Lamm oder andere Fleischsorten. Wenn Ihr Hund die jeweils gefressenen Fleischsorten gut verträgt, können Sie diese bedenkenlos im Speiseplan behalten und dann die nicht verträglichen Sorten herausnehmen. Der andere Weg ist natürlich, dass Sie mit Ihrem Liebling zum Tierarzt gehen und ihn dort auf eine Futtermittelunverträglichkeit untersuchen lassen.

Glühbirne

Tipp:

Die Hundekrankenversicherung übernimmt bei einer solchen notwendigen Behandlung die Tierarztkosten.

Zusammengefasst – worauf müssen Sie bei Ihrem Liebling achten?

Unser vierbeiniger Liebling ist ein Vielfraß: Er kennt kein Sättigungsgefühl und verschlingt ab und an auch mal mehr, als er eigentlich zur Sättigung benötigen würde. Das landet beim Hund im Sackmagen, der dann die Nahrung häppchenweise an den Darm weitergibt. Es gibt allerdings auch Hunde mit sensiblerem Magen, die sich zwei-, dreimal im Monat erbrechen. Das muss im ersten Moment noch nichts bedeuten. Bleibt das aber ein Dauerzustand, so müssen Sie Ihren Liebling beim Tierarzt durchchecken lassen. Sind die Ursachen einfacher Natur, wie zum Beispiel Aufregung, Umstellung des Futters oder die Futterqualität, können Sie mit einfachen Maßnahmen probieren, den Magen Ihres Lieblings zu schonen:

  • Am besten wählen Sie ein leicht verträgliches Futter mit hochwertigem Eiweiß, wenig Fett und Rohfaser.
  • Stellen Sie Ihrem Liebling besser mehrmals am Tag kleine Portionen hin – eine große Mahlzeit am Tag führt naturgemäß dazu, dass sich Ihr Hund überfrisst.
  • Die Fütterung sollten Sie immer am gleichen Ort in einer ruhigen Atmosphäre vornehmen. Unter Umständen kann Stress dazu führen, dass Ihr Hund erbricht.
  • Nach dem Essen ist Ruhe angesagt – herumtoben führt nicht nur zum Erbrechen, sondern kann bei großen Hunden sogar zu einer Magendrehung führen.