eKomi-Siegel
4.8 / 5

Sie befinden sich hier:
  1. Startseite
  2. Blog
  3. Weniger Fahrraddiebstähle
 

Hausratversicherung: Fahrrad-Diebstähle gehen zurück

Fahrrad-Diebstahl

Gute Nachrichten: Die Zahl der Einbrüche und Fahrrad-Diebstähle ist drastisch gesunken.

Im Jahr 2016 musste die Hausratversicherung noch die Rekordsumme von 120 Millionen Euro für rund 332.000 gestohlene Fahrräder berappen. Im vergangenen Jahr waren es nur noch 90 Millionen für 300.000 gestohlene Drahtesel. Eine Zahl, die positiv klingt. Allerdings waren davon nur 160.000 Räder ausreichend versichert. Im Schnitt zahlten die Versicherer rund 570 Euro für jedes gestohlene Fahrrad.

Wie sind Fahrräder versichert?

Bei einem Fahrrad-Diebstahl leistet die Hausratversicherung. Allerdings zunächst nur dann, wenn Diebe das Fahrrad aus der Garage oder einen Keller entwenden. Es muss also in einem verschlossenen Raum stehen, damit der Versicherungsschutz greift. Logischerweise klauen die Täter Fahrräder meistens auf offener Straße. Hier leistet die Hausratversicherung Schadensersatz, wenn es zwischen 6.00 Uhr und 22.00 Uhr zum Diebstahl kommt. Soll das Fahrrad außerhalb dieser Zeit versichert sein, so müssen Sie das Zweirad über eine Zusatzklausel mit absichern. In der Regel können Sie das zu einem bestimmten Prozentsatz von der Versicherungssumme machen. Haben Sie Ihren Hausrat mit 80.000 Euro versichert und legen den Versicherungsschutz für Ihr Fahrrad mit zwei Prozent fest, so ist es dann mit 1.600 Euro versichert.

Welche Leistung übernimmt die Hausratversicherung beim Fahrraddiebstahl?

Machen sich Langfinger an Ihrem Fahrrad zu schaffen, so übernimmt die Hausratversicherung die Neubeschaffung des Rades. Es gibt also für ein zehn Jahre altes Rad nicht den Zeitwert, sondern Sie können ein gleichwertiges Fahrrad neu kaufen. Das liegt daran, dass die Hausratversicherung eine Neuwertversicherung ist. Denken Sie immer daran, wie teuer Ihr Fahrrad ist und wählen Sie in der entsprechenden Höhe Ihren Versicherungsschutz. Für hochwertige Fahrräder gibt es mittlerweile Zusatzversicherungen. Diese leisten auch dann, wenn Diebe lediglich teure Einzelteile stehlen oder es zu einem Vandalismusschaden kommt.

Sichern Sie Ihr Fahrrad richtig ab!

Früher hatten die meisten Fahrräder nur sogenannte Speichenschlösser. Dieser Schutz ist heute definitiv nicht mehr ausreichend. Fahrraddiebe transportieren den Drahtesel in der Regel direkt mit einem Fahrzeug ab. Haben Sie Ihr Rad nicht an einem Festpunkt angeschlossen, so muss die Hausratversicherung nicht dafür bezahlen. Nutzen Sie ein Kettenschloss, mit dem Sie Ihr Fahrrad an einen Fahrradständer, eine Laterne oder einen Zaun anketten. Zusätzlich macht es Sinn, wenn Sie Ihr Fahrrad polizeilich kodieren lassen. Diese Codierung schreckt viele Täter ab, da das Fahrrad sich so wesentlich schlechter verkaufen lässt. Die Codierung ist vergleichbar mit der Fahrgestellnummer beim Auto.

Was müssen Sie unternehmen, wenn das Fahrrad gestohlen wurde?

Einen Fahrrad-Diebstahl müssen Sie generell bei der Polizei anzeigen. Ansonsten zahlt die Hausratversicherung nicht. Wenn Sie die Rahmennummer greifbar haben oder das Fahrrad registriert ist, teilen Sie diese Daten der Polizei mit. Das erleichtert unter Umständen die Fahndung nach dem Fahrrad. In der Regel erstattet die Hausratversicherung beim Diebstahl des Fahrrades den Neuwert für das gleiche Modell. Ist das Modell hingegen nicht mehr vorhanden, so erstattet die Hausratversicherung die Kosten für ein gleichwertiges Modell.

Wo werden die meisten Fahrräder gestohlen?

Hier denken sofort viele an die Fahrradstadt Münster. Es stimmt, bei der Pro-Kopf-Quote liegt die Universitätsstadt an der Spitze mit knapp 1.700 Fahrrädern pro 100.000 Einwohnern. Allerdings ist das ein Ausreißer, denn in Nordrhein-Westfalen lag die Gesamtquote bei 411 gestohlenen Rädern pro 100.000 Einwohner. Besser sieht es da im Saarland aus. Hier schlugen Fahrrad-Diebe deutlich seltener zu. Mit 112 Fahrrädern pro 100.000 Einwohnern sieht die Quote hier deutlich besser aus.

Mal etwas zum Schmunzeln: Es gibt Städte, in denen die Klau-Rate deutlich explodiert ist. Im sauerländischen Balve lag die Steigerung bei 700 Prozent. Das lag aber auch daran, dass im Jahr zuvor nur ein Fahrrad-Diebstahl gemeldet wurde. Dann schlagen natürlich sieben geklaute Räder in der Statistik deutlich härter zu.

Das Fahrrad ist wieder aufgetaucht

Übrigens: Nicht selten nutzen Diebe das Fahrrad nur kurz und lassen es einfach irgendwo in der Gegend stehen. Daher ist es möglich, dass Sie im Laufe einiger Tage das Fahrrad selber wieder entdecken. Jetzt müssen Sie die Polizei über Ihren Fund informieren und auch die Hausratversicherung, sofern diese bereits eine Zahlung geleistet hat. Schließlich geht das gestohlene Fahrrad in das Eigentum der Hausratversicherung über. Sie dürfen es nicht behalten, um etwa noch ein Ersatzfahrrad zu haben.

Schreiben Sie einen Kommentar

Kommentar:
Name:
E-Mail-Adresse: