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Warum knurrt mein Hund mich an?

Ihr Hund knurrt Sie an? Das kann viele Gründe haben, von Angst über Dominanzgehabe bis hin zu Schmerzen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie am besten mit der Situation umgehen und warum es sogar wichtig ist, dass Ihr Hund knurrt.

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Ein Hund, der knurrt, ist nicht gefährlich. Er kommuniziert. Wissen sollte hysterisches Verhalten ersetzen.

Dr. Dorit Urd Feddersen-Petersen, Verhaltenswissenschaftlerin

5 häufige Ursachen, warum Ihr Hund knurrt

Schade, dass Hunde nicht sprechen können – dann bräuchten sie nämlich nicht zu knurren. Denn eins steht fest: Wenn Ihr Hund knurrt, geschieht dies nicht ohne Grund. Er möchte mit Ihnen kommunizieren, Ihnen etwas Wichtiges mitteilen. Es liegt also an Ihnen, herauszufinden, was es sein könnte. Und das ist nicht ganz leicht.

Wir haben einmal fünf der häufigsten Gründe für Sie zusammengestellt und mit Alltagsbeispielen verdeutlicht:

  1. Schmerzen
    Ihr Hund ist beim Spielen im Garten in einen Dorn getreten. Dieser fiese Stachel in seinem Ballen tut ihm ganz schön weh. Bevor er das Haus betritt, wollen Sie ihm wie immer seine Pfoten etwas sauber machen. Normalerweise kein Problem, aber heute knurrt er Sie leise an, wenn Sie sich seiner schmerzenden Pfote auch nur nähern.
  2. Angst
    Jede Woche wieder: Der Müll wird abgeholt. Ihr Hund steht am Fenster und knurrt. Für Ihren Vierbeiner ganz logisch. Immerhin erinnert er noch sich ganz genau daran, wie ihn der Müllwagen vor einigen Monaten laut angehupt hat, als er direkt neben ihm war. Seitdem ist ihm das laute Ungetüm nicht ganz geheuer.
  3. Erschrecken
    Ihr Hund hat es sich in seinem Körbchen in der Küche gemütlich gemacht. Er ist ganz müde von dem langen Spaziergang. Die Augen fallen ihm fast schon von alleine zu. Rumms. Genau in diesem Moment fällt Ihnen der Topf aus der Hand und landet mit einem Riesengetöse auf den Fliesen. Ihre Fellnase erschrickt sich so sehr, dass sie den Topf erst einmal anknurrt.
  4. Frustration
    Gemütlich isst Ihr Hund sein Schweineohr. Doch ständig kommt jemand, redet auf ihn ein, streichelt ihn oder zieht aus Spaß an seinem Leckerchen. Ganz schön nervig! Also nimmt er seine „Beute“ und verkriecht sich unterm Sofa. Doch auch hier findet er keine Ruhe. Schon wieder kommt jemand und stört ihn beim Essen. Wer kann es ihm verdenken, dass er nun die Schnauze gestrichen voll hat und den nächsten Störenfried leise anknurrt?
  5. Dominanzgehabe
    Ihre Hunde schlafen bei Ihnen im Bett. Das war schon immer so und hat auch super funktioniert. Doch mit Ihrem neuen, tierischen Familienzuwachs ist an ruhigen Schlaf nicht zu denken. Sobald Sie sich bewegen und ihn in seiner Position stören, knurrt er Sie an. Er ist in seinen Augen doch der Rudelführer. Wie kommen Sie bloß auf die Idee, seine Position anzufechten?
Gründe fürs Knurren

Die Ursachen und Auslöser für ein Hundeknurren sind vielfältig – und nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich. So empfinden Sie den Müllwagen wahrscheinlich nicht als bedrohlich. Ihr Vierbeiner sieht die Sache allerdings ganz anders. Vergessen Sie also nicht: Nur weil Sie eine Situation als nicht schlimm ansehen, heißt es nicht, dass sie es für Ihren Hund nicht ist. Dieser Denkfehler ist total menschlich und unterläuft leider vielen Hundehaltern.

Darum ist es gut, dass Ihr Hund knurrt

Bei den vielfältigen Ursachen fällt es schwer, eine Patentlösung gegen das Knurren zu finden. Wichtig ist auf jeden Fall, dass Sie Ihren Hund in der akuten Situation nicht noch mehr unter Stress setzen. Anschreien oder ruckartig an der Leine zerren, bringt in diesem Fall gar nichts. Im Gegenteil: Der Hund fühlt sich wahrscheinlicher noch gestresster. Im schlimmsten Fall eskaliert die Situation sogar und er schnappt zu.

Genau genommen ist es also gut, dass Ihr Hund knurrt und nicht direkt zubeißt. Verbieten Sie ihm das Knurren, hat er keine Möglichkeit mehr, sich zu artikulieren. Wie wird er dann das nächste Mal in einer bedrohlichen Situation reagieren? Eventuell direkt nach Ihnen schnappen oder sogar zubeißen?

Natürlich sollten Sie das Knurren nicht bedingungslos hinnehmen. Vor allem nicht, wenn es Ihren und den Alltag des Hundes beeinträchtigt. Aber Sie sollten lernen, es zu deuten und dann gezielt auf Ihren Hund einzugehen.

So finden Sie heraus, warum Ihr Hund knurrt

kleiner Hund zeigt die Zähne

Um herauszufinden, warum Ihr Hund knurrt, hilft eigentlich nur eins: akribische Detektivarbeit. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit und beobachten Sie Ihren Hund genau. In welchen Situationen knurrt er? Ist es eine vollkommen neue Situation oder ist es immer dieselbe?

Kleiner Tipp:Um Ihren Hund noch besser verstehen zu lernen, drehen Sie doch einfach Videos von ihm. Zeichnen Sie ihn zum Beispiel dabei auf, wie er sich anderen Hunden gegenüber verhält. Schauen Sie sich das Video später noch einmal an und achten Sie genau auf seine Körpersprache. Denn wahrscheinlich wird Ihr Hund schon vor dem Knurren warnende Signale ausstrahlen. So bedeutet beispielsweise Schwanzwedeln nicht immer nur Freude. In erster Linie signalisiert es, dass Ihr Hund aufgeregt ist. Ob im positiven oder negativen Sinne sei einmal dahingestellt.

Ob starrer Blick, angelegte Ohren, aufgestelltes Fell, angezogene Lefzen, Schlecken der Nase, Einknicken der Vorder- oder Hinterbeine, Schwanz einziehen oder Schwanzwedeln, Bellen, Fiepen oder Knurren: Ihr Vierbeiner hat viele Möglichkeiten, seine positiven und negativen Gefühle auszudrücken. Sie müssen sie nur zu deuten wissen. Denn sprechen, das kann er eben leider nicht.

So beugen Sie dem Knurren vor

Denn wenn Sie wissen, warum er knurrt, gibt es – vereinfacht dargestellt – zwei Möglichkeiten. So können Sie versuchen, bestimmte Situationen von vornherein zu (ver-)meiden. Stören Sie Ihren Hund nicht ständig, wenn er gerade am Fressen ist. Oder gehen Sie mit ihm im Wald spazieren, wenn Sie wissen, die Müllabfuhr steht an. Das sind leichte Lösungen, die Ihnen und Ihrem Vierbeiner viel Stress ersparen.

Können Sie jedoch Situationen nicht umgehen, zeigen Sie Ihrem Hund mit viel Geduld und Feingefühl, dass diese nicht bedrohlich sind. Bringen Sie ihm bei, dass Sie ihm mit seiner kaputten Pfote helfen, ohne ihm noch mehr Schmerzen zuzufügen. Oder lassen Sie ihn an dem heruntergefallenen Topf schnuppern, damit er diesen nicht mit dem Schrecken in Verbindung bringt. Solche Verhaltensumgewöhnungen brauchen allerdings Zeit, viel Zeit.

Icon Information

VS. Info

Trifft bei Ihnen jedoch Beispiel 5 zu und Ihr Hund knurrt aus Dominanzgehabe, sollten Sie schnell und konsequent eingreifen. Das Thema Dominanz beim Hund wird übrigens viel und kontrovers diskutiert. Ist es wirklich Dominanzverhalten, das er vom Wolf geerbt hat, oder ist es einfach falsche Erziehung? Diesem Thema widmen wir uns im Artikel:
Wie viel Wolf steckt im Hund?

Vorsicht, wenn Ihr Hund Fremde anknurrt

Gut aufpassen sollten Sie auch, wenn Ihr Hund Fremde anknurrt. Oft wissen diese nicht, wie sie damit umgehen sollen. Reagieren sie falsch und schreien den Hund an oder nähern sich ihm, kann die Situation schnell eskalieren. Ihr Hund fühlt sich bedrängt und schwupps, schon schnappt er zu. Der Biss muss gar nicht fest sein, aber passieren kann natürlich trotzdem etwas. Oder stellen Sie sich vor, ein ängstlicher Passant weicht vor Ihrem knurrenden Hund zurück, stolpert und bricht sich ein Bein. Das kann echt teuer für Sie werden. Gut, dass Ihre Hundehaftpflicht in der Regel für die Kosten aufkommt. Sollten Sie noch keine haben, können Sie jetzt über 340 Tarife der Hundehaftpflicht online vergleichen und sparen.

Noch besser ist es natürlich, wenn Sie es schaffen, die Situation zu deeskalieren, bevor etwas passiert. Meist reicht es schon aus, wenn Sie einfach ruhig weitergehen, eventuell in die entgegengesetzte Richtung. Sollte Ihr Hund nicht angeleint sein, reden Sie mit der dritten Person und bitten Sie diese, den Vierbeiner nicht weiter zu bedrängen.

Kommentare

Am 23.06.2017 schrieb Elena

Hallo,

Wir haben auch ein – nein, eigentlich zwei Probleme mit unserem Jesse. Er ist 11 Monate als, ein Wolfsspitz, ein fröhlicher, verspielter Hund. Als er mit 8 oder 9 Wochen zu uns gekommen ist, haben wir zwei Welpenschulkurse mit ihm besucht, und er hat sich in unsere Familie mit 3 Töchtern (9, 3, 1 J.) und einem Kater super integriert.

Das erste Problem fing an, als er durch unsere Nichte genervt wurde. Da muss ich länger ausholen. Ca. jedes 2. Wochenende sind wir mit Sack und Pack bei meiner Schwiegermutter und übernachten auch dort. Tagsüber kommt unsere Nichte dann vorbei, ein 4-jähriges Mädchen. Sie kreischt immer viel und gerne und hat ihn auch wohl am Schwanz gezogen usw. Trotz unserer Abmahnungen hört sie nicht auf, sich stiller und freundlicher dem Jesse gegenüber zu benehmen. Da fing er an erst sie wie wild anzubellen, ein paar Wochen später haben wir den Salat: Er knurrt und bellt ALLE kleinen Mädchen an (nur unsere Töchter nicht). Super!

Was sollen wir tun?

Auf die Besuche bei der Schwiegermutter können wir nicht verzichten. Wir haben versucht, während die Nichte da ist, Jesse von ihr in einem Zimmer weg zu sperren – und alles noch schlimmer gemacht.

Das zweite Problem: Jesse mag es gar nicht, wenn er liegt und jemand neben ihn tritt.Auf seinem Kissen schläft er während der Hitze nicht, da bevorzugt er den kühleren Fußboden. Und weil unsere Wohnung nicht sehr groß ist, da kommt man dem Hundi schon mehrmals am Tag zu nahe.

Normalerweise knurrt er nur, aber ab und zu schnappt er zu. Bis jetzt nur die Luft bzw. oberflächliche Mini-Kratzer. Abr ok ist es nicht.

Was können wir tun?

Ach ja, mein Mann und ich sind beide berufstätig. Er arbeitet im Homeoffice, kann aber außer regelmäßig ausgehen wenig bis gar keine Kopfarbeit mit Jesse machen. An WE üben wir ab und zu und spielen. Ist es zu wenig?

Ansonsten ist er ein Sonnenschein, hört gut, akzeptiert alle Grundbefehle – außer „Platz“ – auch von unseren Kindern…

Aber diese beiden „Macken“ nerven shon. Das Schlimmste: ich fühle mich da echt schuldig, weiß aber nicht, wie wir das alles wieder gerade biegen können.

Bitte um Hilfe!

Lieben Gruß und Danke!

antworten
Am 26.06.2017 schrieb Julia Siegfried

Hallo Elena,

euer Welpe ist nun 11 Monate alt und mitten in den sogenannten Flegeljahren. Er hält sich für den Größten und Stärksten – und testet noch immer seine Grenzen aus. Deshalb hört er wahrscheinlich auch nicht auf das „Platz“. Das Gute: Ihr könnt ihn noch ein wenig formen, da er noch nicht allzu alt ist.

Das Problem mit dem Anbellen von kleinen Mädchen ist natürlich nicht ganz einfach zu beheben. Das ist so ähnlich wie bei uns Menschen. Wer einmal als Kind von einem Hund gebissen wurde, hat häufig sein Leben lang Angst vor Hunden – egal, wie lieb sie auch sein mögen. Bei eurem Jesse ist es genauso. Ihm sind kleine Mädchen einfach nicht geheuer. Außer eure Töchter. Die kennt er aber auch schon lange und weiß, dass von ihnen keine Gefahr ausgeht. Diese schlechten Erfahrungen sind schwer wieder aus ihm herauszubekommen. Dennoch ist es nicht unmöglich. Aus der Ferne können wir jedoch leider kaum helfen. Am besten erkundigst du dich bei euch vor Ort bei Fachleuten – z. B. in der Welpenschule, in der ihr wart. Vielleicht haben die gute Tipps für euch. Du solltest nur nicht mehr zu lange warten. Denn je jünger er ist, umso höher sind die Erfolgschancen.

Bei der Sache mit dem Schnappen sieht es etwas anders aus. Hier könnt ihr selbst versuchen, ihm diese „Marotte“ wieder auszutreiben. Versucht es einmal so: Wenn er nach euch schnappt, wenn ihr nur an ihm vorbeilauft, nehmt ihn direkt und bringt ihn an einen Platz, an dem er ungestörter liegen kann. Dieser sollte aber nicht in eurer Nähe sein, denn es soll ja eine kleine Bestrafung für ihn sein, verbannt zu werden. Ihr müsst jedoch konsequent bleiben. Nur so lernt er, dass es negative Konsequenzen mit sich bringt, wenn er nach euch schnappt.

Wir drücken die Daumen, dass ihr Jesses „Macken“ bald in den Griff bekommt.

Viele Grüße
Julia vom DeinHund-Team

Am 09.07.2017 schrieb Irmingard Lenck

Hallo,
Mein Hund – Cavalier King Charles Spaniel, freundlich, fröhlich, immer lieb – wurde gestern von zwei großen, Jagdhunde – ähnlichen Hunden überfallen. Wir sind spazieren gegangen, zum Glück war er nicht an der Leine, als aus einem Garten ein Hund geschossen kam und ihn sofort anfiel, dann eine schreiende #frau hinterher lief, der folgte ein weiterer Hund, der sich ebenfalls auf Max stürzte, danach zwei weitere Menschen, die sich auf ihre Hund stürzten und sie fortrissen. Ich stand nur daneben, weil ich nicht wusste, was ich tun sollte, irgendetwas zum Schlagen oder Werfen hatte ich nicht zur Hand und Angst, dass ich gebissen werden würde – also, ich habe Max nicht geholfen. Als die anderen Hunde unter Kontrolle waren, lief Max einfach weiter, nicht besonders schnell, ließ sich anleinen, Alles fühlte sich ganz normal an. Zuhause hat er sich hingelegt, war aber immer in meiner Nähe. Abends sprang er zu mir aufs Sofa, da merkte ich, dass er aus einer kleinen Wunde blutete und habe ein Tuch darauf gedrückt, da drehte er sich immer so, dass ich nicht dran kam. Heute Nacht hopste er auf seinen Sessel und schlief auch in einer Ecke hinter dem Sessel, zog sich also zurück. Jedesmal, wenn ich mich ihm näherte, knurrte er mich an, wenn ich nicht wegging, wurde das Knurren lauter. Kein Schwanzwedeln, er lässt sich nicht einmal mit Fleischwurst bestechen. Schmerzen scheint er weiter keine zu haben, denn er bewegt sich ganz normal. Als mein Mann letztes Jahr starb und er die erste Nacht allein zu Hause verbringen musste – ich arbeite nachts – hat er mich auch angeknurrt. Erst als ich ihm zur Gesellschaft eine kleine Katze angeschafft hatte, war es gut und er begrüßte mich morgens freudig. Ist mein Hund
„beleidigt“? Wie soll ich mich denn jetzt verhalten?
Hoffentlich könnt Ihr mir helfen, Max war mein Sonnenschein und ich weiß nicht mehr weiter

antworten
Am 10.07.2017 schrieb Julia Siegfried

Hallo Irmingard,

eine Ferndiagnose ist nur schwer zu stellen. Wir würden dir jedoch raten, vorsichtshalber eurem Tierarzt einen Besuch abzustatten. Auch wenn sich dein Max normal bewegt, kann es dennoch sein, dass er Schmerzen hat und berührungsempfindlich ist. Deshalb möchte er sich bestimmt auch nicht von dir anfassen lassen.
Cavalier King Charles Spaniel gelten als freundliche, aber auch sensible Hunde. Dein Hund hat sich bei dem Angriff wahrscheinlich wahnsinnig erschrocken. Gut möglich, dass er noch immer unter Schock steht. Gib ihm etwas Zeit und Raum, das Geschehen zu verarbeiten. Gleichzeitig ist es wichtig, dass du ihm Sicherheit vermittelst. Rede ruhig auf ihn ein, bedränge ihn aber nicht. Wähle außerdem einen anderen Weg zum Spazierengehen als den, auf dem der Vorfall geschehen ist. Bestimmt dauert es nur ein paar Tage und er wird wieder der fröhliche Hund sein, der er vorher war – körperliche Folgen einmal ausgeschlossen.

Toi toi toi! Wir hoffen, dass sich dein Sonnenschein bald von dem Schrecken erholt hat!
Viele Grüße
Julia vom DeinHund-Team

Am 10.07.2017 schrieb Irmingard Lenck

Hallo, Julia
Vielen Dank für die Antwort.
Inzwischen lässt er sich wieder überall anfassen, aber unser Verhältnis ist noch immer gestört. Ich hoffe, dass er wieder der „alte“ wird.
Danke nochmal LG Irmingard

Am 19.09.2017 schrieb Celine köper

Hallo, mein Hund ist mittlerweile 13 Jahre alt, und ich habe ihn zu meinem 4. Geburtstag bekommen, wir lieben uns über alles, und lieben es gemeinsame Zeit zu verbringen, er hingt an mir, wie ich an ihm.
Doch oft wenn wir alleine daheim sind, knurrt er wenn ich mich nur zufällig nähere und gerade auf dem Flur laufe, er knurrt richtig schlimm und je näher ich komme desto schlimmer wird es. In diesem Moment habe ich das Gefühl die jahrelange Verbindung scheint in diesen Momenten zu verfliegen, nach einiger Zeit kommt er dann aber auch wieder an. Ich kann es mir einfach nicht erklären.

antworten
Am 19.09.2017 schrieb Julia Siegfried

Hallo Celine,

lieben Dank für deinen Kommentar. Eine Ferndiagnose zu stellen, ist nie ganz leicht. Wie du selbst gesagt hast, ist dein Hund mittlerweile 13 Jahre alt. Je nach Rasse ein stolzes Alter. Während du noch sehr jung bist, ist er quasi schon im Rentenalter. Darauf solltest du Rücksicht nehmen. Geh noch einmal im Kopf die Situationen durch, in denen er geknurrt hat. Warst du vielleicht etwas zu laut oder ungestüm? Hat er gerade geschlafen und du hast ihn geweckt? Vielleicht ist es aber auch etwas körperliches. Eventuell hört er nicht mehr so gut und erschrickt sich daher leichter, wenn du – für ihn unerwartet – um die Ecke biegst. Oder er hat Schmerzen und möchte nicht berührt werden. Am besten wäre es, wenn du mit ihm zunächst einen Tierarzt aufsuchen würdest. Er kann am besten erkennen, ob körperliche Ursachen zugrunde liegen. Liebe Grüße, Julia vom DeinHund-Team

Am 20.09.2017 schrieb Daniela Schubert

Hallo, wann schreiben Sie bitte über die „knurrende Hunde im Bett“? Unser 14 Monate junger Foxterrier knurrt nämlich und schnappt auch schon mal, wenn man ihn im Schlaf versehentlich stört. Das passiert relativ häufig, da er sich sehr breit macht und Berührungen nicht vermieden werden können. Da wir ihn erst seit 3 Wochen ins Schlafzimmer und ins Bett lassen. Möchten wir das Miteinander rechtzeitig in die richtigen Bahnen lenken. Danke für die Mühe. Daniela

antworten
Am 21.09.2017 schrieb Julia Siegfried

Hallo Daniela,
danke für deine Frage. Schade, dass es mit eurem Foxterrier immer wieder zu solchen Zwischenfällen kommt. Er fühlt sich wahrscheinlich jetzt schon als Besitzer des Bettes. Das aus ihm herauszubekommen ist nicht ganz leicht, aber durchaus machbar. Versucht es einmal hiermit: Stellt ein Körbchen ins Schlafzimmer. Immer wenn euer Hund nun nach euch schnappt oder euch anknurrt, verbannt ihr ihn in dieses Körbchen. Aufs Bett darf er dann nicht mehr. Zur Not müsst ihr es mit Anleinen probieren. Wichtig ist, dass ihr schnell reagiert und konsequent seid – auch wenn es schwer fällt. Sollte dies nicht helfen, fragt doch noch einmal in einer Hundeschule in eurer Nähe nach. Ich hoffe sehr für euch, dass es doch noch klappt.
Liebe Grüße, Julia vom DeinHund-Team

Am 31.12.2017 schrieb Melanie Birkner-Beil

Huhu liebes DeinHund-Team
Habe einen 14 Jahre alten Beaglerüden. Er ist mittlerweile halbblind, halbtaub und hat Athrose. Nichts desto trotz kommen wir mit wenig „Zusatzhilfsmitteln“ noch ganz gut durch den Alltag.
Seit etlichen Tagen allerdings erwächst ein Problem. Mein Mann wird zunehmend weniger von dem Hund respektiert bzw. akzeptiert. Eigentlich anerkannter Rudelführer… jetzt wird ständig geknurrt, gefletscht, gedroht und ins Leere geschnappt.
Wir brauchen erfahrenen Rat!

antworten
Am 04.01.2018 schrieb Julia Siegfried

Hallo Melanie,

vielen Dank für deine Nachfrage. Schön zu hören, dass euer Vierbeiner trotz seiner Gebrechlichkeiten noch ganz gut durch den Alltag kommt. Umso trauriger ist es natürlich, dass er nun anfängt, nach deinem Mann zu schnappen. Warum er dies tut, ist nicht so leicht aus der Ferne zu beantworten. Das kann die unterschiedlichsten Gründe haben. Ich nenne einfach mal drei der unzähligen Möglichkeiten:
– Da euer Hund nicht mehr gut sieht und nicht mehr gut hört, läuft bei ihm alles über den Geruchssinn. Kann es sein, dass dein Mann ein neues Parfüm zu Weihnachten bekommen hat? Vielleicht erkennt ihn dein Hund schlichtweg nicht mehr.
– Euer Hund wird immer älter und unsicherer. Vielleicht flößt ihm dein Mann mittlerweile Angst ein. Männer sind in der Regel ja größer als Frauen und haben eine tiefere Stimme.
– Vielleicht hat dein Mann euren Hund hochgehoben, als er gerade mal wieder schlimme Arthroseschmerzen hatte. Nun verbindet eure Fellnase die Schmerzen mit deinem Mann.

Wie gesagt, das sind alles nur theoretische Gründe. Leider ist daher auch schwer zu sagen, wie ihr dem Verhalten entgegenwirken sollt. Wichtig ist jedoch, dass ihr zunächst die körperlichen Ursachen ausschließt und einen Arzt aufsucht. Ansonsten hilft wahrscheinlich nur Geduld und Beobachtung. Vielleicht erkennt ihr ja doch noch den Grund, wann genau er zuschnappt.

Viele Grüße
Julia vom DeinHund-Team

Am 07.01.2018 schrieb S. Mila

Hallo liebes DeinHund-Team,
Wor haben uns einen weiblichen Jack Russell Terrier Welpen angeschafft und sind ganz zufrienden. Sie ist 3 ein halb Monate alt, zwar noch nicht ganz stubenrein aber ein sehr liebes Mädchen. Sie ist sehr lieb und bellt kaum. Das Problem ist, dass wenn sie in ihrem Bettchen liegt (oder Körbchen) knurrt sie uns an, bellt und schnappt auch mal zu wenn wir uns ihr nähern. Sie lässt sich dann kaum streicheln, und man kriegt sie nicht da raus. Wir haben sie erst seit einem Tag aber das ist jetzt schon 4 mal vorgefallen und ich habe Angst, dass dies eine Angewohnheit ist die sie nicht loswerden wird. Meine Mutter meint sie macht es nur weil sie müde ist. Vielleicht ist es aber Dominanzverhalten? Ich bin mir nicht sicher woran dieses Verhalten liegt, aber ich würde gerne daran arbeiten, damit sich ihr Verhalten nicht verschlimmert. Bitte helft mir!! :’s LG

antworten
Am 09.01.2018 schrieb Julia Siegfried

Hallo S. Mila,

danke für deine Frage. Ich würde mir noch nicht ganz so viele Gedanken machen. Wenn ihr euren Hund erst einen Tag habt, ist ja noch alles neu für ihn. Die ganzen Eindrücke und die neue Umgebung muss er zunächst einmal verarbeiten. Ist doch schön, dass er sein Körbchen für sich als Rückzugsort entdeckt hat. Gebt ihm einfach noch ein wenig Eingewöhnungszeit. Ändert sich sein Verhalten jedoch in der nächsten Zeit nicht oder wird noch schlimmer, solltet ihr vielleicht eine Hundeschule aufsuchen. Dort lernt nicht nur euer Hund Verhaltensregeln kennen, sondern auch ihr erfahrt, wie ihr richtig mit ihm umgeht. Und neue Spielkameraden warten dort bestimmt auch auf ihn.

Viele Grüße und viel Freude mit eurer kleinen Fellnase
Julia vom DeinHund-Team

Am 16.01.2018 schrieb Martina

Mein 5 Jahre alter Rüde ist ein lieber und Eigtl ein gut erzogener Hund. Aber nach dem Gassi gehen auch nach 2 Stunden toben, sobald ich ihm das Halsband abmachen will fängt er an zu Knurren und fletscht die Zähne. Natürlich mache ich es trotzdem. Ich bin ganz ruhig, muss mich aber beherrschen das ich ihn nicht anschreie. Auch in der Wohnung auf seinem Kissen bellt und knurrt er, sobald sich jemand nur in Wohnung bewegt oder den Raum betritt. Ich bin echt verzweifelt.. das geht schon fast 1 Jahr..,,
Lg Martina

antworten
Am 16.01.2018 schrieb Julia Siegfried

Hallo Martina,

danke für deine Frage. Schade, dass dein sonst so lieber Rüde beim Halsbandabnehmen knurrt. Eine Ferndiagnose ist immer schwierig und ich möchte dir natürlich auch keine Tipps geben, die die Situation hinterher noch verschlimmern. Dennoch möchte ich ein paar Möglichkeiten nennen, die zu dem Verhalten führen könnten. Zunächst einmal solltest du natürlich ausschließen, dass es sich um ein medizinisches Problem handelt. Lässt er sich in anderen Situationen gut am Hals berühren, sollte es daran nicht liegen.

Hat er vielleicht vor einem Jahr schlechte Erfahrungen gemacht? Musste er zum Beispiel nach einer OP einen Hundetrichter oder Hundekragen tragen und ist davon immer noch verstört? Das könnte natürlich eine Ursache sein. Dann könntest du das Halsbandabnehmen mit etwas Positivem verknüpfen, indem du ihm zum Beispiel währenddessen ein Leckerchen gibst.

Was für ein Halsband hat er denn? Vielleicht ziept es beim Ausziehen und er hat Angst vor den Schmerzen. Wie wäre es mit einem neuen Halsband oder einem Hundegeschirr? Oder du lässt ihm das Halsband einfach dran und machst nur die Leine ab. Hilft das auch nicht, testet er vielleicht einfach mal wieder seine Grenzen aus. Du solltest ihm dann zeigen, dass immer noch du das Sagen hast. Du bestimmst, wann das Halsband abgenommen wird. Du könntest es auch zwischendurch mit ihm üben.

Da er das Verhalten bereits seit einem Jahr an den Tag legt, ist es natürlich nicht so leicht, es ihm von heute auf morgen abzugewöhnen. Liegt es weder an körperlichen Ursachen noch an schlechten Erfahrungen, solltest du dir vielleicht Hilfe bei einem Hundetrainer oder in einer Hundeschule holen. Vor Ort kann dir meist besser geholfen werden.

Viele Grüße und toi toi toi
Julia vom DeinHund-Team

Am 17.01.2018 schrieb Doreen Bajon

Ich habe Da ein Problem seid ich schwanger bin knurrt meine Hündin mein Sohn immer an sobald er in die Stube kommt oder hier rum geht

antworten
Am 18.01.2018 schrieb Julia Siegfried

Hallo Doreen,

viele Hunde merken es tatsächlich direkt, wenn ihr Frauchen schwanger ist – manchmal sogar bevor Frauchen es selbst weiß. Deine Hündin weiß also ganz genau, was du nun erlebst und möchte dich – als Teil deines Rudels – in dieser Zeit noch stärker als sonst beschützen. Manche Hündinnen passen sich sogar so stark an, dass sie während der menschlichen Schwangerschaft nicht läufig werden.

Damit sie sich jedoch nicht in ihre neue – überinterpretierte – Rolle als Beschützerin hineinsteigert, musst du sie strenger führen als gewöhnlich. Denn es kann natürlich nicht erlaubt sein, dass sie auf einmal euren Sohn anknurrt. Zumal wenn er nichts macht, außer in die Stube zu kommen. Beobachte sie mal etwas genauer, wenn sie knurrt. Knurrt sie nur oder fletscht sie die Zähne? Stellt sie die Nackenhaare auf und geht einen Schritt auf deinen Sohn zu? Wenn sie „nur“ knurrt, kannst du erst einmal alleine veruchen, es ihr abzugewöhnen. Schicke sie zum Beispiel direkt in ihr Körbchen, sobald nur der erste Knurrlaut ertönt. Viele Hunde normalisieren sich auch wieder, sobald die Schwangerschaft beendet und das Baby geboren ist.

Fletscht sie aber die Zähne und zeigt noch mehr Drohgebärden, solltest du vielleicht darüber nachdenken, mit ihr einen Hundetrainer aufzusuchen. Denn was ist, wenn sie später genau diesen Beschützerinstinkt gegenüber dem Neugeborenen an den Tag legt? Dann kann es zu unschönen Situationen für euch kommen.

Ferndiagnosen sind leider immer schwierig. Aber ich denke, du wirst schon die richtige Entscheidung treffen und die Situation bald in den Griff bekommen.

Viele Grüße und alles Gute für deine Schwangerschaft
Julia vom DeinHund-Team

Am 25.02.2018 schrieb Karin Kaune

Hallo,
Unser Dackel ist nun 19 Monate alt, er hat nie Auffälligkeiten an den Tag gelegt. Von Anfang an zwar ein kleiner Raudi, aber das kennen wir von unseren anderen vorherigen Dackeln.
Nun ist er wohl in der 2. Rüpelphase und knurrt uns an , erst meinen Mann wenn ich ihn auf dem Arm habe. Nun auch mal mich ohne Grund, das geht ungefähr seit 2 Wochen so.
Unsere anderen Dackel haben das nie gemacht. Um so verwundert bin ich,hinterher ist es so das es ihm sichtlich wieder leid tut und ganz lieb ist.
Ich hab schon gedacht ob er irgend etwas hat was ihm weh tut. Aber wenn wir rausgehen ist er ganz normal und tobt rum.
Ob ich mal einen Tierarzt aufsuchen soll oder ist es im Moment ein Dackelgehabe , der bei Kälte nicht so gerne nach draußen will.
LG. Karin

antworten
Am 26.02.2018 schrieb Julia Siegfried

Hallo Karin,

danke für deine Nachricht. Im Moment ist es aber auch wirklich kalt draußen. Schon möglich, dass dein Dackel die Gassirunde bei den eisigen Temperaturen eher klein halten möchte. Dies wird jedoch nicht der Grund dafür sein, dass er euch anknurrt. Hierbei könnte es sich tatsächlich um eine zweite Rüpelphase handeln. Vielleicht sucht er gerade seinen Platz in eurem „Rudel“ und ist etwas verwirrt. Es könnte gut sein, dass er dich schützen möchte und daher deinen Mann anknurrt, wenn er sich euch nähert. In dieser Phase ist es wichtig, dass ihr ihm klare Grenzen setzt. Ihr müsst konsequent sein und ihm zeigen, dass immer noch ihr das Rudel anführt. Er soll erst gar keine Besitzansprüche entwickeln. Da ihr bereits Dackel hattet, seid ihr in Sachen Erziehung ja relativ erfahren.

Trotz allem solltet ihr natürlich beobachten, ob nicht tatsächlich irgendwelche körperlichen Ursachen hinter seinem Verhalten stecken. Dann wäre natürlich ein Gang zum Tierarzt die beste Wahl.

Wir drücken die Daumen, dass ihr die Rüpelphase bald überstanden habt und sich euer Dackel wieder harmonisch ins Familienleben eingliedert.

Viele Grüße
Julia vom DeinHund-Team

Am 22.03.2018 schrieb Mandy

Mein hund knurrt in jeder Lebenslagen ,er kommt an will spielen und knurrt dann,er will gekrault werden und knurrt dann, er will mit unter die decke dann fängt er am zu knurren, wenn die Hündin am ihm vorbei läuft fängt er an zu knurren selbst wenn man ihn nur anschaust.
Ich bin nun schwanger und habe echt bedenken das was mit dem Kind passieren könnte wenn er so weiter macht

antworten
Am 14.05.2018 schrieb Stina. B

Unser Hund knurrt mich immer an wenn ich von irgendwo heimkomme oder einfach mal eine Stunde in meinem Zimmer war und dann zu ihm komme. Je näher ich ihm komme oder ihn versuche zu streicheln, desto lauter knurrt er und bellt oder schnappt sogar nach mir. Zu meine Eltern und Geschwistern ist er total lieb und freut sich total wenn sie heimkommen. Solangsam macht er mir total angst. Aber wenn ich mit ihm z. B. in den Garten zum spielen gehe hört er auf alle Kommandos. Das erste Mal hat er das gemacht als ich ein paar Nächte bei einer Freundin geschlafen hatte. Sobald ich im Auto war hat er mich angeknurrt. Eine Zeit lang durfte er sich auch mal bei mir ins Bett legen(nicht schlafen) aber als er dann angefangen hat mehr zu knurren haben wir es ihm verboten. ( durfte er nur bei mir). Ich mache mir total Sorgen. (er ist ein 9 Monate alter Appenzeller Sennenhund)
LG Stina

antworten
Am 15.05.2019 schrieb Julia Siegfried

Hallo Stina,

oh je, die Situation klingt tatsächlich verzwickt. Anscheinend akzeptiert er Sie (noch) nicht so richtig als Rudelmitglied. Wichtig ist, dass Sie jetzt, wo er noch so jung ist, schnell und konsequent handeln. Immerhin möchten Sie ja entspannt mit Ihrem Hund zusammenleben – und keine Angst vor ihm haben! Und wenn Sie jetzt nicht eingreifen, wird Ihre Angst wahrscheinlich noch zunehmen, wenn er älter wird. Appenzeller Sennenhunde können tatsächlich durchaus furchteinflößend sein, wenn sie einen anknurren.

Da eine Ferndiagnose immer schwierig ist und die Auslöser für sein Verhalten vielfältig sein können, empfehle ich Ihnen dringend, einen Hundetrainer aufzusuchen. Dieser wird Ihnen vor Ort gezielt weiterhelfen können. Warten Sie jedoch nicht mehr so lange damit. Je jünger Ihr Hund ist, umso leichter können Sie seine Verhaltensweisen noch ändern. Und da Ihr Hund Ihre Eltern und Geschwister akzeptiert, bin ich guter Dinge, dass auch Sie mit ein wenig professioneller Unterstützung bald eine gute Bindung zu ihm aufbauen können. Ich drücke Ihnen die Daumen!

Viele Grüße aus Bottrop
Julia vom vergleichen-und-sparen.de-Team

Am 04.06.2019 schrieb Luca

Hallo,.
Ich stelle uns mal kurz und knackig vor. Wir sind eine 4 köpfige Familie auf zwei Beine. Dazu kommen ein 2 jähriger Jack Russell und ein 13 jähriger Husky Mix. Nun zum Problem uns kleiner Jack Russell. Knurrt uns an vor 2 Wochen hat er sogar Meine Frau angefallen, womit niemand gerechnet hat. Weil sie immer ein super Verhältnis hatten. Weil er mich eigentlich immer so angegiftet hat. Das hat sich irgendwie so ein geschlichen. Ich denke bzw weiß das wir ne Menge falsch gemacht haben in der Erziehung bei ihm. Wie bekomm ich das aus ihm raus, das er denkt das er hier der Boss ist?
Lg

antworten
Am 05.06.2019 schrieb Kim Gerdesmeier

Hallo Luca,

lieben Dank für Ihre Frage. Auch ausgewachsene Hunde lassen sich natürlich noch erziehen. Geduld und Konsequenzen sind hier meist der Schlüssel zum Erfolg. Zunächst müssen Sie jedoch nach der Ursache für das Knurren forschen. Fragen Sie sich also: Warum knurrt mein Hund? Wieso reagiert er plötzlich auch auf sein Frauchen aggressiv? Knurrt Ihr Vierbeiner wirklich nur aus Dominanzgehabe, sollten Sie schnell und konsequent eingreifen. Scheuen Sie sich in diesem Fall auch nicht, die Hilfe von einem Hundetrainer in Anspruch zu nehmen. Ich drücke Ihnen die Daumen, dass es klappt!

Liebe Grüße
Kim vom vergleichen-und-sparen.de-Team

Am 06.06.2019 schrieb Katinka

Hallo Luca,
ich habe ein „Knurr“ Problem mit meinem 2 Jährigen Lagotto. Er kam zu uns als er 9 Monate alt war und hat immer noch kein 100%iges Vertrauen so scheint es. Zur Situation: im Sommer frisst er gerne einiges an Gras. Beim Schietern hat er dann das Problem, dass ihm die Gräser aus dem Po hängen und er sie nicht raus bekommt. Wenn ich ihm helfen will knurrt er und würde auch beissen wenn ich nicht sofort aufhören würde. Wir hatten das Problem schon letzten Sommer, und ich habe den ganzen Winter mit ihm geübt sich den Po saubermachen zu lassen, was dann auch super geklappt hat. Nur sobald das mit dem Gras wieder los geht ist es vorbei. Es ist mir schon klar, dass ihm das rausziehen unangenehm ist, aber muss ja sein, so kann er ja auch nicht rumlaufen… Hast Du einen Ratschlag? Maulkorb und durchziehen?

antworten
Am 06.06.2019 schrieb Kim Gerdesmeier

Hallo Katinka,

vielen Dank für Ihre Frage! Ihr Hund knurrt in diesem Fall vermutlich vor Schmerzen. Sie sollten ihm die Grashalme daher auf keinen Fall gewaltsam aus dem After ziehen. Dabei könnten Sie ihn nämlich mit der scharfen Grashalmkante in den Darm oder Anus schneiden. Versuchen Sie also zunächst, die Grashalme ganz vorsichtig mit einem Tempo herauszuziehen. Hat Ihr Vierbeiner dabei Schmerzen, knurrt er und wehrt sich, sollten Sie im Zweifelsfall lieber einen Tierarzt aufsuchen. Vielleicht sollten Sie ihn auch abrufen und an die Leine nehmen, wenn er mal wieder massiv Gras frisst. Dann wird das Grasfressen mit etwas Glück gar nicht erst zum Problem.
Ich hoffe, in Zukunft bekommen Sie das Problem in den Griff.

Liebe Grüße
Kim vom vergleichen-und-sparen.de-Team

antworten
Am 29.08.2019 schrieb Susi

Hallo,
Wir haben einen 7 Jahre alten Wolfsspitz (Rüde und nicht kastriert) und er knurrt immer häufiger Personen an, die er sein Leben lang kennt und mit denen er sich jahrelang gut verstanden hat. Auf Fremde hat er schon immer distanziert reagiert, doch ab und zu knurrte er unsere Gäste auch an. Wie können wir in solchen Situationen reagieren? Uns gegenüber ist er sehr treu und lieb, bei alten Bekannten nähert er sich auch erst zutraulich an, aber wenn diese ihn dann streicheln wollen knurrt und bellt er. Wie können wir ihm das abgewöhnen?

antworten
Am 30.08.2019 schrieb Kim Gerdesmeier

Guten Morgen Susi,

in solchen Situationen, sollten Sie ruhig bleiben und wenn möglich auf Signale zurückgreifen, die Ihr Hund bereits kennt. Damit sind Kommandos wie „Sitz“, „Platz“ oder auch sein Name gemeint. So helfen Sie Ihrem Hund sich zu beruhigen. Wichtig ist auch, dass Sie den Auslöser für sein Knurren finden. Beobachten Sie ihn daher genau. Und warnen Sie am besten auch Ihre Gäste. Bis die Ursache für das Knurren geklärt ist, sollten diese Ihren Hund besser in Ruhe lassen. Vielleicht hat Ihr Vierbeiner ja auch nur einfach keine Lust auf den ganzen Trubel, den Gäste unweigerlich mit ins Haus bringen.

Ich wünsche Ihnen und Ihrem Hund alles Gute
Kim vom vergleichen-und-sparen.de-Team

Am 30.08.2019 schrieb Angelika Jacobs

Hallo, wir haben ein Problem mit unserem einjährigen Schäferhund Mischling. Bei uns im Haushalt ist er jetzt seit ca 5 Monaten. Er knurrt bei den unterschiedlichsten Situationen meinen Mann an. So richtig zähnefletschend. Ich muss dabei sagen, dass unser Hund zusammen mit seinen fünf Geschwistern als Welpe ausgesetzt wurde, die Frau die die Welpen gefunden hat, hat sie dann nach zwei Wochen weitervermittelt. Dort wo unser Hund hingekommen ist, die wurde mit ihm nicht fertig, weil sie noch ein Baby bekommen hatte und beides zusammen war wohl zu viel für sie. Daraufhin hat sie den Hund an uns weiter vermittelt. Zu dem Zeitpunkt, wo der Hund in unserem Haushalt kam, war ich im Krankenhaus. 14 Tage war mein Mann mit ihm alleine. In der Zeit ging alles gut. Nachdem ich zu Hause war, ging die Knurrerei los. Mein Mann hat dann den Fehler gemacht, nach ihm zu treten, weil er sich nicht anders zu wehren wusste. Was kann man tun? Mich knurrt der Hund nicht an. Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar. Liebe Grüße Angelika

antworten
Am 02.09.2019 schrieb Julia Siegfried

Hallo Angelika,

oh je, das klingt aber nach einer verzwickten Lage. Damit diese nicht völlig eskaliert, sollten Sie sich schnellstmöglich Hilfe vor Ort suchen. Am besten in Form eines Hundetrainers, der zu Ihnen nach Hause kommt. So kann dieser die Situation am einfachsten analysieren und Ihnen praktische Tipps für den Alltag geben. Ist dies nicht möglich, rate ich Ihnen mindestens zum Besuch einer Hundeschule. Wäre super, wenn Sie dort gemeinsam hingehen würden – also Sie, Ihr Mann und Ihr Hund.

Warten Sie aber nicht zu lange. Das bringt niemandem etwas. Und je eher Sie anfangen, umso schneller kann Ihnen geholfen werden. Und das scheint leider nötig zu sein. Denn nach dem Hund zu treten, ist definitiv keine Lösung. Aber das wissen Sie ja selbst und ich hoffe, dass es wirklich nur eine einmalige Verzweiflungstat Ihres Mannes war. Aber es zeigt, wie sehr die Beziehung zwischen Herrchen und Tier bereits ins Wanken geraten ist. Hier muss schnell eine klare Struktur her. Ihr Hund – der sich wahrscheinlich gerade wieder in einer Rüpelphase befindet – muss Ihren Mann als Anführer respektieren. Ihm das beizubringen, ist natürlich nicht ganz einfach. Vor allem jetzt, wo das Vertrauensverhältnis zwischen den beiden bereits gestört ist.

Es wird wahrscheinlich einige Zeit dauern, bis alles in geregelten Bahnen verläuft. Aber ich hoffe doch sehr, dass Sie die Mühen auf sich nehmen. Ihr Hund hat in der Vergangenheit ja leider schon viel miterlebt. Wäre schade, wenn er erneut weitergereicht würde. Aber da Sie hier kommentiert haben, gehe ich davon aus, dass Sie Ihr Bestes versuchen.

Ich hoffe, dass Sie und Ihre Fellnase bald eine tolle Beziehung zueinander aufbauen können!
Viele Grüße
Julia vom vergleichen-und-sparen.de-Team

Am 06.09.2019 schrieb Jasmin

Hallo,
Wir haben 2 Jack Russel daheim und einen Yorkshire Terrier.
Die 3 kommen super zusammen klar aber wenn es dann für alle ein leckerli gibt und unser rüde es schon aufgegessen hat eskaliert alles und er will von den beiden Weibchen noch was und die Knurren ihn an und dann geht alles nach hinten los und es wird Zähne gefletscht. Wenn einer von uns dazwischen geht was man auch muss dann werden wir angeknurrt und uns werden die Zähne hingefletscht und auch wenn es nur schimpfe gibt geht das so. Wir wissen nicht mejr was wir machen sollen weil wenn unser Rüde mal schimpfe bekommt muss er uns immer noch nachbellen oder nachknurre .
Wir sind langsam wirklich verzweifelt.

antworten
Am 06.09.2019 schrieb Julia Siegfried

Hallo Jasmin,

danke für Ihren Kommentar. Ich denke, bei Ihrer Rasselbande ist ganz einfach Futterneid im Spiel. Selbst wenn Ihr Rüde schon ein Leckerchen hatte, verliert das Leckerli der anderen nicht an Reiz. Und ganz egal, wer den größten Leckerbissen bekommt, die der anderen sehen immer verlockender aus :-). Dabei spielt es auch kaum eine Rolle, wer welchen Rang in Ihrem kleinen Hunderudel hat. Das erkennen Sie bereits daran, dass die Hündinnen zurückknurren. Sie wollen natürlich auch nicht verzichten – zu Recht.

Es ist, wie es ist: Beim Fressen kommt es schnell zu Eifersüchteleien. Daher wird auch empfohlen, Tieren einen festen Futterplatz zuzuweisen und sie beim Fressen in Ruhe zu lassen.

Diese Eifersucht, wenn es ums Fressen geht, ist tief verwurzelt. Am einfachsten entgehen Sie der Situation, indem Sie die drei Streithähne beim Verteilen der Leckerli trennen. Zumindest für die nächste Zeit. Vielleicht beruhigt es sich ja danach wieder etwas. Da vor allem Ihr Rüde Stress macht, muss er lernen, dass Sie für die Verteilung zuständig sind. Er hat da kein Mitspracherecht. Geben Sie ihm daher auch immer nur ein Leckerchen – und dann ist Schluss. Das muss er begreifen.

Es freut mich zu lesen, dass die Rasselbande ansonsten gut miteinander auskommt. Daher würde ich mir auch keine zu großen Sorgen machen – Eifersüchteleien kommen nun mal in den besten Familien vor! Ich drücke die Daumen, dass auch bei Ihnen bald Ruhe einkehrt.

Viele Grüße und ein schönes Wochenende
Julia vom vergleichen-und-sparen.de-Team

Am 23.09.2019 schrieb Mike

Hallo Mein Name ist Mike,

Ich habe einen Mischling mit 16 Monate, er ist 52 Stockmaß 36 Kilo Er ist sehr verspielt und sehr friedlich eine Situation beziehungsweise Situation sieht man immer öfters: das Problem so bezeichne ich es einmal ist – hin und wieder knurrt er meine Mama oder Stiefvater an hauptsächlich am Abend nach dem spazieren oder wenn man ihm ein Leckerlie gibt dann kommt er zu einem aber knurrt dabei nimmt aber das Leckerlie ganz normal entgegen, es kommt auch vor das er sich einem nähert sich streicheln lässt aber leicht knurrt es klingt wie erzählen und ist auch nicht aggressiv. Ich habe auch beobachtet das er knurrt wenn man ihn hauptsächlich am Kopf nähe Schnauze streichelt… mir kommt es so vor als meint er es nicht böse.
Was mir noch aufgefallen ist wenn andere Person dann auf ihn einreden knurrt er noch mehr oder wenn man sagt NEIN AUS das er damit aufhören soll.

antworten
Am 24.09.2019 schrieb Julia Siegfried

Hallo Mike,

es freut mich zu hören, dass Ihr Hund in der Regel verspielt und friedlich ist. Das bedeutet, dass es – wahrscheinlich! – keine körperlichen Ursachen für das Knurren gibt. Nun gilt es natürlich herauszufinden, woran sein Verhalten dann liegen könnte. Erst einmal vorweg: Das Knurren sollten Sie Ihrem Hund nicht grundlegend verbieten. Es ist seine Art, Ihnen zu zeigen, dasss er seine Ruhe möchte. So ist er vielleicht abends nach dem Spazierengehen erschöpft und möchte etwas Abstand. Das spricht auch dafür, dass er noch mehr knurrt, wenn andere Personen auf ihn einreden. Er hat ja bereits signalisiert, dass ihm etwas nicht passt. Wird er dann aber immer weiter bedrängt, muss er dies natürlich durch lauter werdendes Knurren ausdrücken. Das sollten Sie akzeptieren und ihm seinen Freiraum lassen. Wahrscheinlich beruhigt er sich dann von selbst. Das Gute: Er versucht, mit Ihnen zu „reden“ und schnappt nicht direkt zu.

Dass er jedoch knurrt, wenn Sie ihm ein Leckerchen geben, kann tatsächlich auch an einer unglücklichen Verknüpfung liegen. Vielleicht haben Sie ein paar Mal probiert, ihn mit einem Leckerli zu beruhigen, wenn er geknurrt hat? Dadurch hat er gelernt, Leckerchen und Knurren miteinander zu verbinden. Diese Verknüpfung zu lösen, ist nicht so leicht. Wenn er aber nur leise knurrt und sich trotzdem bereitwillig sein Leckerchen holt, ignorieren Sie es einfach.

Sie kennen Ihren Hund am besten. Beobachten Sie ihn einfach und vertrauen Sie auf Ihr Bauchgefühl. Nimmt das Knurren zu oder wird bedrohlicher, sollten Sie in Erwägung ziehen, eine Hundeschulde zu besuchen. Ansonsten reicht es vielleicht bereits, wenn Sie ihm seinen Rückzugsraum lassen. Haben Sie hingegen den Verdacht, Ihr Hund könnte Schmerzen haben und deshalb knurren, suchen Sie einen Tierarzt auf.

Ich wünsche Ihnen und Ihrem Hund alles Gute.
Viele Grüße

Am 11.10.2019 schrieb Rabe Melanie

Hallo,
wir haben einen 1 jährigen Labrador -Schäferhundmix. Ein total lieber ,freundlicher und verschmuster Rüde. Wir haben eigentlich groß keine Probleme mit ihm und er ist unser aller Liebling. Unsere kleine Tochter (6) darf ALLES mit ihm machen , die beiden sind ein super Team. Anders sieht es bei unserer 12-jährigen Tochter aus. Häufig ist es der Fall, sie betritt den Raum , er freut sich wie wahnsinnig (was er immer macht, auch wenn man nur mal kurz im Keller war) legt sich nach dem Begrüßungsritual hin . Sie streichelt ihn und er knurrt sie an. Vor Kurzem auch – er sitzt und will gestreichelt werden . Sie streichelt ihn ,er dreht den kopf weg und knurrt sie an. Dieses Verhalten zeigt er ausschließlich ihr gegenüber. Sie hat ihm noch nie weh getan oder ihn ungerecht behandelt. Im Gegenteil…Sie liebt ihn abgöttisch .
Haben Die eine Idee warum er so reagiert?
Lieben Gruß

antworten
Am 11.10.2019 schrieb Julia Siegfried

Hallo Melanie,

danke für Ihre Nachricht. Das klingt ganz danach, als würde Ihr Hund bei Ihrer älteren Tochter seine Grenzen ausloten. Ihre 6-jährige Tochter ist aus dem Rennen, sie zählt er bereits zu seinem Rudel. Bei Ihrer 12-jährigen Tochter weiß er jedoch noch nicht, wie er sie einzuordnen hat. Da Ihre Fellnase allerdings recht jung ist, können Sie ihr Verhalten noch gut beeinflussen. Ihr Hund muss einfach lernen, dass er Ihre Tochter nicht anknurren darf. Zumindest nicht in den oben genannten Situationen. Knurrt er hingegen, weil er sich in die Enge gedrängt fühlt oder weil er gerade seine Ruhe haben will, ist dies in Ordnung. Immerhin hat er nur das Knurren, um seinen Unmut auszudrücken. Es geht jedoch nicht, dass er ihr von sich aus nahe kommt und sie dann anknurrt. Das könnte früher oder später schließlich dazu führen, dass Ihre Tochter Angst vor Ihrem Hund entwickelt.

Versuchen Sie es einmal so: Knurrt Ihr Hund Ihre Tochter wieder einmal ohne jeden Grund an, schickt sie ihn mit einem konsequenten Nein in sein Körbchen. Damit trennt sie ihn von seinem Rudel, was ihm nicht gefallen wird. Wichtig ist, dass sie dies jedes Mal in einer solchen Situation macht. Denn nur, wenn sie konsequent bleibt, wird Ihr Hund lernen, dass sein Verhalten nicht erwünscht ist. Auschlaggebend ist auch, dass Ihre Tochter diesen Schritt unternimmt. Nehmen Sie Ihr die Aufgabe ab, lernt Ihr Hund nur, dass Sie das nicht möchten – Ihre Tochter nimmt er aber weiterhin nicht ernst.

Ich hoffe, der Versuch klappt und das Verhältnis von Tochter und Hund verbessert sich schnell!
Viele Grüße aus Bottrop
Julia vom vergleichen-und-sparen.de-Team

Am 12.10.2019 schrieb Enrico Kroll

Hallo,
unser Chihuhua, den wir vor über einem Jahr als 5 Monate alten Hund aus einem Haushalt geholt haben, wo er sich den Weibchen immer unter ordnen sollte, fängt seit ca 2 Wochen aus heiterem Himmel an zu knurren. Besonders auffällig ist, dass ich eigentlich seine Hauptbeziehungsperson bin. Ab und an fängt er bei meiner Tochter (11) an zu knurren, nachdem er sich zu ihr setzt und sich streicheln lässt. Mittlerweile auch bei mir. Ich sitze draussen, er kommt zu mir kuschelt wie sonst und ich streichel ihn, auf einmal fängt er an zu knurren und blickt mich starr an. Oder ich habe ihm auf dem Schoß und streichel / krauel seine Brust, Seiten usw. und unvermittelt knurrt er oder versucht zu schnappen. Vorher war es schon so, wenn ich mit ihm geschimpft habe, dass er mich anknurrte und teilweise ordentlich zuschnappte. Ich kenne ein solches Verhalten halt nicht, da mein verstorbener Hund und auch meine 6 jährige Chihuahua Hündin solch ein Verhalten nie an den Tag legten. Im Haus / Dabeisein meiner Hündin greift sie sofort ein wenn er jemanden anknurrt um zu beschützen oder so.

Er darf soweit fast alles, mit ins Bett etc und er ist auch sehr auf uns bezogen, Vorhin hatte ich wieder das Knurr Problem, dann setzte ich ihn rein und er saß und wollte wieder zu mir, aber als ich rein kam, hat man sofort gesehen, dass er wusste etwas falsch gemacht zu haben. Allerdings knurrte er dann wieder als ich ihn streicheln wollte.

antworten
Am 13.10.2019 schrieb Enrico Kroll

Zudem markiert er seit einigen Wochen des öfteren Stuhlbeine, bevorzugt die meines Stuhls und teilweise Decken, wobei ich da nicht weiß ob die Hündin da vorher drauf lag.

antworten
Am 14.10.2019 schrieb Julia Siegfried

Hallo Enrico,

genau wie wir Menschen durchlaufen auch unsere Fellnasen verschiedene Stufen des Erwachsenwerdens. Und Ihr kleiner Familienzuwachs befindet sich gerade in der reinsten Pubertät. Nun interesssiert er sich nicht nur für das andere Geschlecht, sondern lotet auch ständig seine Grenzen und seinen Platz im Rudel aus. Knurren und Markieren sind dafür seine wichtigsten „Hilfsmittel!“. Damit er sich das flegelhafte Verhalten gar nicht erst angewöhnt, ist es nun besonders wichtig, dass Sie ihm zeigen, wie weit er bei Ihnen gehen darf. Markiert er mal wieder sein Revier oder knurrt in unpassenden Situationen, sagen Sie laut Nein und setzen Sie ihn in sein Körbchen. Ziehen Sie dies konsequent durch, lernt er schnell seine Grenzen kennen.
In unserem kostenlosen Online-Welpenratgeber, finden Sie jede Menge Infos und Tipps rund um Welpen. Schauen Sie doch einmal rein: https://www.vergleichen-und-sparen.de/hundeversicherung/welpenfibel/

Viele Grüße aus Bottrop
Julia vom vergleichen-und-sparen.de-Team

Am 26.12.2019 schrieb Gisela Seidlitz

Mein Pudel ist 10 Jahre alt. Mein größter Schatz. Vor 3 Monaten wurde festgestellt, daß er den „grauen Star“ hat.
Seine Sichtigkeit ist schon eingeschränkt. Sie ist sehr schreckhaft geworden und sehr anhänglich. Sie liegt am Abend neben mir auf dem Sofa – schläft oder döst. Läßt sich dabei Kraulen und Streicheln. Nun hat sie, als ich sie berührte –
ohne Vorwarnung zugebissen und mir eine richtige Bißwunde beigebracht. Ich war außer mir und konnte vor
Entsetzen nicht reagieren. Ich dachte es war irgenwie ein Ausrutscher, aber gestern Abend hat sie wieder versucht
mich zu beißen. Ich konnte gerade noch meinen Arm zurücknehmen. Was ist mit dem Hund passiert? Ich habe
richtige Angst vor ihm!

antworten
Am 27.12.2019 schrieb Julia Siegfried

Hallo Gisela,

das muss wirklich ein Schock für dich gewesen sein. Für viele Tierbesitzer ist es natürlich verwirrend, wenn der immer so treue Begleiter auf einmal zubeißt. Du musst daher unbedingt daran denken: Das macht dein Pudel nicht ohne Grund. Es ist seine letzte Möglichkeit, dir etwas mitzuteilen. Hat er vielleicht – bedingt durch den grauen Star – Kopfschmerzen? Hat er altersbedingte Arthrose? Ich empfehle dir, unbedingt erst einmal einen Tierarzt aufzusuchen. Denn mit großer Wahrscheinlichkeit stecken Schmerzen hinter seinen Bissattacken. Dazu noch die Unsicherheit durch die fehlende Sicht, und schon weiß er sich nur noch durch Beißen zu helfen.

Ich drücke die Daumen, dass dein Tierarzt dir die Antwort darauf geben kann. Gleichzeitig hoffe ich, dass es nichts Ernstes ist und dein Pudel schnell wieder schmerzfrei wird.
Liebe Grüße aus Bottrop
Julia vom VS.-vergleichen-und-sparen.de-Team

Am 09.02.2020 schrieb Jeanine Felsmann

Hallo!
Wir haben einen Bolonka, der mit im Haus wohnt. Er ist jetzt 2 1/2 Jahre alt. Nachdem unser „Hofhund“ verstorben ist, haben wir uns wieder einen Welpen für den Hof geholt. Er ist jetzt 13 Wochen alt und seit einer Woche bei uns. Er ist ja noch sehr verspielt und möchte auch mit dem Bolonka, wenn dieser drausßen ist, spielen. Der Bolonka fängt häufig an ihn anzuknurren und auch nach ihm zu schnappen.Der Welpe quielt dann und sucht dann meist Schutz bei uns Ist das normal?

antworten
Am 09.02.2020 schrieb Kim Gerdesmeier

Hallo Jeanine,

für mich klingt es so, als hätte Ihr Bolonka keine Lust zu spielen. Und das zeigt er Ihrem Welpen deutlich. Durch das Knurren und Schnappen versucht er vermutlich ihn zu erziehen. Welpen sind anfangs meist ziemlich frech. Ihr Bolonka zeigt ihm so, wer der Boss ist. Mit der Zeit wird Ihr Welpe wissen, wo seine Grenze sind und wie er sich Ihrem Bolonka gegenüber verhalten soll.
Ändert sich die Beziehung zwischen den beiden jedoch nicht, sollten Sie einen Hundetrainer zurate ziehen.

Ich hoffe Ihre Hunde verstehen sich bald besser.
Freundliche Grüße aus Bottrop
Kim vom VS.-vergleichen-und-sparen.de-Team

Am 12.05.2020 schrieb Sandra

Guten Abend!
Wir haben einen 3 Jahre alten Bolonka (Charly) .
Er ist ganz lieb und unser ein und alles.
Nun hat sich seid einigen Wochen eine neue Marotte eingespielt.
Charly hat die Möglichkeit aus unserem Garten abzuhauen. Er läuft dann nach vorne vors Haus und schnüffelt alles ab. Wenn ich ihn dann zurück rufe, kommt er knurrend angelaufen. So als ob er protestiert.
Wir werden nun die einfache Lösung wahrnehmen und noch einen Zaun aufstellen. Aber nun hat sich eingebürgert, dass er knurrt wenn ich ihn abrufe. Er knurrt/protestiert dann immer sofort. Ich möchte ihn aber wieder abrufen, ohne dass er knurrt.
Und ich merke, dass sich das hin und wieder auch schon auf andere Situationen überträgt. Immer wenn es ihn nicht passt, dass er gemaßregelt oder korrigiert wird.

Ich habe schon festgestellt, dass wenn ich ihn freundlich her rufe, er dann auch ohne knurren oder mit weniger knurren kommt. Nur dann macht er ständig Zwischenstops und schnüffelt noch immer weiter. Er bewegt sich langsam in meine Richtung, aber nicht so zielstrebig, wie es gerne hätte. Wie kann ich das wieder in den Griff bekommen?
Ich weiß, dass wir es selber verstärkt haben, indem wir ihn gemaßregelt haben, sobald er wieder da war. Das haben wir schon geändert und schicken ihn jetzt ohne schimpfen ins Haus auf seine Decke.

Über eine Anregung oder Hilfe würde ich mich freuen! Ich möchte sein Fehlverhalten nämlich nicht noch weiter verstärken.

Viele Grüße

antworten
Am 13.05.2020 schrieb Julia Siegfried

Hallo Sandra,

danke für deinen Kommentar. Ich denke, ihr seid schon auf dem richtigen Weg. Gut, dass ihr die Maßregelung eingestellt habt. Denn bei Hunden ist es tatsächlich so, dass sie nur kurze Zeit nach ihrem Fehlverhalten schon nicht mehr wissen, was sie falsch gemacht haben. In Charlys Augen sah das Ganze daher so aus: Du hast ihn laut gerufen, er ist zu dir gekommen und wurde genau dann durch Schimpfen bestraft. Es wurde also mit ihm geschimpft, als er vorm Haus war, und als er gekommen ist. Da war er natürlich verwirrt.

Auch wenn es seltsam erscheinen mag: Ihr müsst Charly wieder zeigen, dass es sich lohnt, zu euch zu kommen. Ruf ihn mit einer freundlichen, aber bestimmten Stimme und wenn er kommt – egal, wie lange er dafür braucht – wird er gelobt und erhält sogar ein kleines Leckerchen. Später kannst du es dann wieder etwas reduzieren mit dem Loben und den Leckerchen. Aber jetzt ist erst einmal wichtig, dass es für ihn etwas Positives ist, zu dir zu kommen. Dann legt es sich hoffentlich auch wieder, dass er generell knurrt, wenn du ihn rufst.

Der Zaun ist eine gute Idee. So habt ihr nicht so häufiges Konfliktpotenzial und könnt euch erst einmal wieder annähern und Vertrauen zueinander aufbauen.

Viele Grüße aus Bottrop.

Julia vom VS.-vergleichen-und-sparen.de-Team

Am 14.05.2020 schrieb Marike

Hallo!

Wir haben einen 1Jahr alten Schäferhund. Er war von Anfang an super gelehrig und hat alles gemacht was man wollte. Hier, Sitz, Platz, bring und co. Mittlerweile ist er in seiner Trotzphase, Aus funktioniert nicht mehr (außer in der Wohnung, dort gibt er alles her). Wir haben alles versucht, tauschen, warten, Leckereien nichts überzeugt ihn draußen. Das weitere Problem ist, dass er plötzlich meinen Partner anknurrt. Meistens kommt das vor, wenn er von oben kommt, oder ihn auf der Seite anfassen will. Das Verhalten vom Hund ist dann allerdings sehr unterwürfig, aber mit Knurren und ausweichen. Wir können es uns nicht erklären, da nichts vorgefallen ist, was diese Angst bei ihm ausgelöst haben könnte. Bei mir ist alles wie vorher, ich kann ihn anfassen wann und wo ich will.

antworten
Am 14.05.2020 schrieb Julia Siegfried

Hallo Marike,

dein Hund befindet sich anscheinend gerade so richtig in der Pubertät. Er testet jetzt aus, wie weit er bei euch gehen kann. Umso wichtiger, dass er lernt, dass er euch beide zu respektieren hat. Ihr müsst also weiterhin konsequent mit ihm umgehen. Und auch dein Freund darf jetzt nicht zurückschrecken. Ihr müsst eurem Hund klare Grenzen aufzeigen. Vergesst jedoch nicht, dass das Knurren deinem Schäferhund hilft, mit euch zu kommunizieren. Er mag es also nicht, wenn dein Freund von oben kommt oder seine Seite anfassen will – anders als durch Knurren kann er es leider kaum ausdrücken. Vielleicht ist dein Freund sehr groß und jagt ihm deshalb Angst ein? Oder dein Hund bringt es mit etwas Negativem in Verbindung. Vielleicht hat er sich mal erschrocken, als gerade dein Freund bei ihm war – häufig sind die Ursachen schwer auszumachen. Ich empfehle euch, eine Hundeschule aufzusuchen – so könnt ihr euer Verhältnis bestimmt schnell wieder ins Lot bringen. Die gute Nachricht: Viele Hundeschulen haben wieder geöffnet.

Viele Grüße aus Bottrop.
Julia vom VS.-vergleichen-und-sparen.de-Team

Am 31.05.2020 schrieb Cem D.

Hallo,
wir haben seit 2 Wochen einen nun circa 6 Monate alten Cairne Terrier Mischling Welpen(Rüde) zu Hause – vom Tierschutzverein kam aus Bosnien. Wir sind eine Familie mit 2 Töchtern(13 und 7) sowie meine Frau und ich. Der Hund ist grundsätzlich total pflegeleicht und gegenüber den Mädels und meiner Frau völlig sehr anschmiegsam und lässt quasi alles mit sich machen. Mich knurrt aber sehr oft an. Es ist nichts zwischen uns vorgefallen bis auf die Tatsache, dass ich mich aus beruflichen Gründen deutlich weniger um ihn kümmern kann als die anderen in der Familie. Dieses anknurren und teilweise Bellen ist nur zu Hause oder bei uns im Garten. Wenn wir Draußen unterwegs sind, dann ist das glaube ich noch nicht vorgekommen. Er meidet auch meine Nähe – sogar wenn ich ihm ein Leckerchen gebe dann nimmt er es und läuft direkt weg und lässt sich nicht streicheln.
Wir verstehen nicht, ob er Angst vor mir hat oder ob es Dominanz Gehabe ist? Können Sie evtl. Tipps geben, wie wir das Problem aus der Welt schaffen? Wir sind leider auch Hunde-Neulinge. Suche gerade eine Hundeschule, die in dieser Kurse anbietet

antworten
Am 02.06.2020 schrieb Julia Siegfried

Hallo Cem,

danke für deine Nachricht. Ein Besuch in der Hundeschulde ist eine gute Idee, denn euer Hund ist im perfekten Lernalter. Zum Glück haben die Hundeschulen mittlerweile fast alle wieder geöffnet. Ich drücke dir die Daumen, dass ihr bald einen Platz findet.

Das Knurren kann tatsächlich verschiedene Ursachen haben. Ich glaube jedoch nicht, dass es ein Dominanzgehabe ist, sondern eher Unwohlsein. Gerade Hunde aus dem Tierschutz haben bereits die eine oder andere schlechte Erfahung gemacht. Häufig zeigen sie mehr Angst vor Männern als vor Frauen. Das liegt aber meist nicht am Geschlecht selbst, sondern dass Männer in der Regel eine lautere und tiefere Stimme haben und größer sind. Das alleine kann bereits ausreichen, dass sich euer Neuzugang eher zu deiner Frau und den Töchtern hingezogen fühlt. Hinzu kommt, wie du schreibst, dass du häufiger nicht zu Hause bist. Vielleicht ist euer Hund noch etwas verwirrt über deine Rolle in der Familie. Du brauchst also einfach noch etwas Geduld und Feingefühl, um dir das Vertrauen zu sichern. Wichtig ist, dass du den Hund nicht bedrängst oder ihn in die Enge treibst. Lass ihm Zeit, dich kennenzulernen. Dennoch halte ich die Hundeschule für eine gute Idee. Gerade, wenn ihr noch nicht viel Erfahrung mit Hunden habt, könnt ihr dort viel lernen und euch mit anderen Hundebesitzern austauschen.

Ich wünsche euch alles Gute und viel Spaß mit eurer Fellnase!

Viele Grüße aus Bottrop
Julia vom VS.-vergleichen-und-sparen.de-Team

Am 11.07.2020 schrieb Beate Fillbach

Hallo,
der Dackel(8Jahre, Rüde) meines Freundes knurrt ihn, also das Herrchen nur an, wenn ich zu Besuch bin! sobald er ihn anfassen möchte knurrt er bis hin zum "offenen" knurren, d.h. das Maul geöffnet
Woran liegt das? Eifersucht? Auf mich hört der Dackel auch besser.

antworten
Am 13.07.2020 schrieb Julia Siegfried

Hallo Beate,

dass der Hund sein eigenes Herrchen anknurrt, ist tatsächlich interessant. Vor allem, wenn es wirklich nur vorkommt, wenn du da bist. Es ist wirklich schwer, die Situation aus der Ferne zu beurteilen. Es gibt so viele offene Fragen:

- War das Verhalten schon immer so oder gab es einen Auslöser?
- Bist du häufig zu Besuch oder ist es eher die Ausnahme?
- Knurrt der Hund auch, wenn dein Freund dich berührt? Oder knurrt er tatsächlich nur, wenn er ihn anfassen möchte?
- Wie ist das Verhältnis, wenn du nicht dort bist?

Irgendwie scheint dem Dackel die Situation nicht geheuer zu sein. Wenn der Hund ansonsten im Alltag brav ist und ihn als Herrchen akzeptiert, würde ich ihn in diesen Momenten einfach ignorieren und in Ruhe lassen. Bedrängt dein Freund den Dackel zu sehr, weiß dieser keinen anderen Ausweg mehr und schnappt eventuell zu. Und dann wäre das Vertrauensverhältnis noch tiefer gestört. Also lieber ignorieren oder - ein anderer Weg - ihn mit kleinen Leckerchen bestechen, wenn er sich gut benimmt. Die Leckerchen darf er ihm aber nur geben, wenn er nicht knurrt. Ansonsten kann es nach hinten losgehen und der Dackel fühlt sich fürs Knurren belohnt. Wirklich eine schwierige Situation. Wird diese noch schlimmer, könntet ihr darüber nachdenken, einen Tierpsychologen zu Rate zu ziehen.

Viele Grüße aus Bottrop
Julia vom VS.-vergleichen-und-sparen.de-Team

Am 21.07.2020 schrieb Eine Leserin

Hallo, wir haben bei unseren 1 1/2 Jahre altem Mittelspitz Rüde seit einiger Zeit das Problem dass er meinen Partner anknurrt. Wir sind beide Hundeerfahren und könne hier den Auslöser leider noch nicht finden. Es kommt vor, dass mein Partner ihn streichelt, auf dem Sofa oder wo anders, der Hund genießt dies und von ein auf die andere Sekunde ist er stocksteif und knurrt. Es können auch Tage vergehen ohne knurren mit knuddeln und streicheln. Futterneid Krankheiten oder alles andere bereitet keine Probleme und kann ich ausschließen, auch hat er nie schlechte Erfahrungen gemacht. Es gibt keine sichtbare Andeutung von Unwohlsein vor dem knurren, zum mindestens sehen wir keine. Wir suchen natürlich weiter und sind eigentlich geübt
... jetzt wissen wir allerdings nicht wie wir in der Situation verfahren sollen, da wir den Auslöser nicht kennen. Soll mein Partner weiter streicheln oder jede Aktion abbrechen, schimpfen ja oder nein? Soll ich in die Situation eingreifen? Ignoriere wir es, wie gehen wir vorerst mit der Situation um? Was könnte dahinder stecken?

Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar.

LG

antworten
Am 21.07.2020 schrieb Julia Siegfried

Hallo,

oh je, das ist wirklich eine schwierige Situation. Gerade, wenn das Knurren so unregelmäßig auftritt, ist es schwer herauszufinden, was los ist. Wie du ja selbst schon festgestelt hast, scheint deinem Hund irgendetwas nicht zu passen. Denn er knurrt nicht nur, sondern wird auch stocksteif. Er ist also sauer und möchte seine Ruhe. Doch was ist der Grund? Vielleicht ist es gar nichts Schwerwiegendes, sondern ihm wird manchmal ganz einfach das Kraulen zu viel oder es ist ihm unangenehm, wenn er zu lange an derselben Stelle gestreichelt wird? Seltsam jedoch, dass er dann dirkt knurrt und nicht einfach weggeht ...

Da ihr sehr hundeerfahren seid und bereits körperliche Ursachen etc. ausschließen könnt, bleibt mir aus der Ferne nur der Tipp, einen Hundetrainer oder Hundepsychologen vor Ort aufzusuchen, wenn es euch stört. Vielleicht hat ja auch einer unserer Leser einmal dasselbe erlebt und einen guten Tipp.

Ich drücke euch die Daumen, dass ihr die Ursache bald herausfindet und sie beheben könnt - damit kuscheligen Streichelstunden nichts mehr im Weg steht.

Viele Grüße
Julia vom VS.-vergleichen-und-sparen.de-Team

Am 22.07.2020 schrieb Eine Leserin

Danke für die schnelle Antwort. Das er seine Ruhe haben möchte ist sehr gut möglich. Ich bin auch nur unsicher ob ich/wir schimpfen sollen oder ihn in Ruhe lassen sollen und das knurren ignorieren sollen. Da er gerade im aufmüpfigen Alter ist werde ich noch abwarten solange die Situation sich nicht verschlechtert und sollte dich das Problem nicht erledigen einen Hundepsychologen aufsuchen. Wenn noch jemand Tippt oder Hilfe Ideen hierzu hat wäre ich sehr dankbar.

LG eine Leserin

antworten
Am 22.07.2020 schrieb Julia Siegfried

Guten Morgen,

bevor ihr die Ursache nicht genau kennt, würde ich erst einmal nicht schimpfen. Immerhin gehört Knurren zu den wenigen Möglichkeiten eures Hundes, euch zu zeigen, dass etwas nicht stimmt. Würdet ihr schimpfen, könnte dies auch schnell nach hinten losgehen, da die für euren Hund eh schon unangenehme Situation dann für ihn eskaliert.

Ihr könntet probieren, euren Hund zunächst anders zu "bestrafen. Zum Beispiel, indem ihr beide konsequent, sobald er knurrt, direkt den Raum verlasst, ohne etwas zu sagen. Das wird ihn zum einen irritieren. Zum anderen wird er es nicht schön finden. Denn anscheinend mag er eure Nähe, sonst würde er sich nicht zu euch auf die Couch legen. Und die schöne gemütliche Situation ist durch euer Aufstehen gestört.

Aber wie du schon schreibst, sollte er noch aufmüpfiger werden, sucht lieber rechtzeitig Unterstützung vor Ort. Wäre schade, wenn euer Verhältnis dauerhaft gestört bliebe.

Viele Grüße aus Bottrop
Julia

Am 14.08.2020 schrieb Annika

Hallo,
ich habe einen 7 Jahre alten Border Colli. Ein super Hund und typisch gelehrich. Immer freundlich und will immer alles richtig machen. Das einzige Problem sind leider andere Hunde. Wir haben früher auf dem Land gewohnt, also nur einzelne Hunde getroffen und jetzt leben wir leider in der Stadt mit vielen Hunden. Ich arbeite viel mit ihm daran, entspannt und freundlich an anderen Hunden vorbei zu kommen und es wird auch deutlich besser und ich kann es gut mit Leckerchen verstärken. Allerdings gibt es dann doch die ein oder andere Situation, wo es nicht funktioniert. Vorzeichen gibt es dann genug. Er fixiert den anderen Hund, wird steif und legt sich hin. Und aus dieser Situation komme ich dann leider nicht mehr raus, was natürlich schlecht ist, wenn es mitten auf der Straße ist. Sobald ich versuche, ihn weg zu ziehen knurrt und fletscht er mich an. Manchmal schaffe ich es, in so einer Situation zu ihm durch zu dringen und er guckt mich an, holt sich sein Lecker ab und alles ist gut. Nur manchmal leider halt nicht.
Ich persönlich denke, dass wir auf einen sehr guten Weg sind und nur etwas mehr Geduld haben muss, dass er mehr und mehr solche Situationen mit einem Leckerchen beendet als mit einem Knurren. Allerdings wird mir von anderen Menschen leider auch immer wieder vorgehalten, dass ich ein Dominanzproblem hätte, wenn mein Hund mich anknurrt. Wie gehe ich in so einer situation richtig um?

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Am 17.08.2020 schrieb Julia Siegfried

Hallo Annika,

danke für deinen Kommentar. Natürlich kann es auf den ersten Blick so wirken, als hättest du ein Dominanzproblem. Aber so leicht ist die Sache nun mal nicht. Es gibt eben nicht nur Schwarz und Weiß. Das Problem bei dem Hund scheint wesentlich vielschichtiger zu sein. Sein Verhalten spricht für sich: das Versteifen, das Hinlegen, das Knurren. Dein Hund scheint in dem Moment richtig überfordert und ängstlich zu sein. Das ist natürlich auch schade für ihn. Er hat Stress, obwohl er ihn nicht haben müsste. Aber ich denke, solange er sich hinlegt und nicht versucht, den anderen Hund zu beißen, dann lass ihn erstmal liegen und beachte ihn nicht. Wenn du ihm zu viel Aufmerksamkeit schenkst, macht ihn das zusätzlich nervös. Hast du schon mal probiert, so zu tun, als wäre nichts? Vielleicht ist das eine Lösung. Das müsstest du aber natürlich eine zeitlang konsequent durchziehen. Zusätzlich könntest du natürlich versuchen, ihn rechtzeitig abzulenken und zum Beispiel die Straßenseite zu wechseln, wenn du einen Hund siehst, den dein Hund noch nicht entdeckt hat.

Ich wünsche dir und deinem Hund alles Gute und ich hoffe für euch beide, dass sich die Sitaution bald bessert.

Viele Grüße
Julia vom VS.-vergleichen-und-sparen.de-Team

Am 29.08.2020 schrieb Caro Jnsn

Hallo,
Wir haben einen knapp 4 Monat alten Frenchi. Er heisst hektor. Hektor ist ein sehr liebesbedürfiger Hund,kuschelt gerne und hört auch gut auf Kommandos. Leider haben wir ein kleines Problem mit ihm. Er knurrt und in machen Situation an und schnappt sogar zu,unser Glück, er hat gerade seinen zahnwechsel und somit kaum zähne, sodass er nicht an zu grossen schaden anrichtet. Das Problem ist, wir haben mittlerweile Angst schon etwas verkehrt bei ihm zu machen aus Angst dass wir ihn ansonsten für immer so haben.aber zurück zum Anfang: es fing alles damit an dass uns gesagt wurde wir müssen müssen hektor von klein an dran gewöhnen dass man ihm das essen "wegnehmen"kann um im Altern nachher keine Schwierigkeiten zu haben. Wir haben da leider einen grossen Fehler gemacht und nicht ihm das essen weggenommen,sondern wir haben IHN VOM essen weggenommen, sodass er nun jetzt leider Angst in manchen Situationen hat wenn man ihn von hinten greift. Diesen Fehler versuchen wir auch gerade auszubaden, indem wir in entweder in Ruhe alleine fressen lassen, um ihm zu zeigen dass wir ihn nichts wegnehmen oder ihm sogar zufüttern,damit er erkennt dass wir nicht klauen sondern geben. Das klappt beim zufüttern auch ganz ok aber trotzdem ist es immer noch sehr schwer nach ca 5 Wochen harter Geduld. Oder sind wir immer noch zu ungeduldig? :( jetzt fängt es auch noch an wenn er gerade auf seinem platz schlummert und wir ihn anfassen, auch da knurrt er und schnappt auch ab und an zu. Wir wissen langsam nicht mehr wie wir damit umgehen sollen. Ihn bestrafen? Aber wie ? Wir erwarten bald ein Kind. Müssen wir nun Angst haben dass er auch dort zuschnappt wenn das Baby mal unüberlegt ihn anfassen will?
Hilfe..
Ich bin über alle Tipps dankbar!
Mit freundlichen gross
Caro

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Am 31.08.2020 schrieb Julia Siegfried

Hallo Caro,

oh je, da ist natürlich ein bisschen was schiefgelaufen mit dem Essen. Aber ihr habt es ja nur gut gemeint und seid dabei, euren Fehler wieder gutzumachen. Gerade bei kleinen Hunden passiert es schnell, dass man sie einfach hochhebt, ohne dass sie ahnen, was man vorhat. Das solltet ihr natürlich weiterhin vermeiden. Macht euren Frenchi vorher auf euch aufmerksam, bevor ihr ihn von hinten greift. Dann braucht er auch keine Angst mehr zu haben, dass es unerwartet kommt.

Denkt auch immer daran, das Knurren ist seine Art zu zeigen: Ich fühle mich unwohl. Bis hierhin und nicht weiter. Bedrängt ihr ihn dann weiter, schnappt er zu. Auch wenn er jetzt noch kleine Zähnchen hat, sollte er sich nicht daran gewöhnen, dass es ok ist, in eine Hand zu beißen. Ihr müsst das unterbinden und ihn dafür auch tadeln. Vorher solltet ihr euch natürlich fragen: In welchen Situtionen passiert es? Sind wir Schuld und können wir die Situation zukünftig vermeiden? Aber auch: Knurrt er überhaupt vorher noch oder schnappt er schon direkt zu?

Er ist ja mit vier Monaten noch relativ jung, daher sehe ich gute Chancen, dass ihr das Problem in den Griff bekommt. Allerdings empfehle ich euch einen Besuch in der Hundeschule. Dort lernt nicht nur euer Hund viel, sondern auch ihr werdet sicherer im Umgang mit ihm. Zudem kann es eure Beziehung stärken. Da bald ein Baby ins Haus kommt, würde ich damit relativ schnell beginnen. Dann ist die Situation für euch alle entspannter.

Viele Grüße und alles Gute
Julia vom VS.-vergleichen-und-sparen.de-Team

Am 06.09.2020 schrieb Kurt Sell

Hallo ich bin Kurt
Wir haben einen Mischling
von 8Monaten.
In unserer Familie kommt sie gut klar nur mit mir
klappt es nicht.Sie akzeptiert mich nicht.Beim Spaziergang zieht sie sehr stark.Ichkann sie kaum halten. Auch auf Kommandos hört sie nicht gut.
Was kann ich tun?

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Am 07.09.2020 schrieb Julia Siegfried

Hallo Kurt,

danke für deinen Kommentar. Hast du nur beim Gassigehen das Gefühl, dass sie nicht hört? Das ist bei Hunden in dem Alter noch relativ normal. Eure Hündin ist jetzt in der Pubertät und damit im schönsten Flegelalter. Sie will alles erkunden und testet gerne ihre Grenzen aus. Gerade beim Spazierengehen ist es wichtig, dass du ihr beibringst, an der Leine zu gehen. Denn das Ziehen bereitet nicht nur dir Stress, sondern auch deiner Hündin.

Du kannst es einmal mit diesem Trick probieren: Immer wenn sie anfängt zu ziehen, bleibst du stehen und ignorierst sie. Erst wenn sie aufhört, lobst du sie und ihr lauft weiter. Wichtig ist jedoch, dass du konsequent bleibst. Viele Tipps, wie du ihr das Laufen an der Leine antrainierst, findest du in unserem Blogartikel: So geht der Hund gut an der Leine.

Ich drücke die Daumen, dass ihr beide bald ein tolles Team werdet - auch beim Spazierengehen. Sollte es nicht klappen, empfehle ich natürlich eine Hundeschule.

Liebe Grüße
Julia vom VS.-vergleichen-und-sparen.de-Team

Am 15.09.2020 schrieb Ralf Schulze

mein Hund mag nicht wenn fremde Leute unser Haus betreten.Er bellt,knurrt und stellt seine Haare.Ich sage immer zum Besuch sie sollen ihn nicht anfassen und nicht beachten.manchmal beruhigt er sich und geht von selbst und geht dann von alleine hin,lässt sich anfassen und bellt dann unerwartet die Person wieder an,so das man richtig zusammen zuckt vor Schreck.was soll ich machen.Habe Angst das er zubeisst.Er kommt aus dem Tierheim.Haben ihn jetzt ein Jahr.War eine stressige Zeit der Erziehung.Nur dieses eine Problem kann ich ihn nicht abgewöhnen.Er ist jetzt 18 Monate.Was kann ich machen.

antworten
Am 15.09.2020 schrieb Kim Gerdesmeier

Hallo Ralf,

schön, dass du einem Tierheimhund eine Chance gibst. Und das, obwohl seine Erziehung nicht einfach war bzw. ist. Dein Hund hat vermutlich Angst oder möchte sein Revier verteidigen. Er fühlt sich also bedroht. Daher ist es sehr gut, dass du deinen Besuch vorwarnst. Geht dein Vierbeiner auf Kommando in sein Körbchen? Falls ja, solltest du ihn dorthin schicken, bevor dein Besuch kommt. Am besten stellst du den Korb in ein Zimmer, in dem deine Gäste kein Zutritt haben. Knurrt dein Hund auf seinem Liegeplatz nicht mehr, kannst du ihn ruhig mit einem Leckerli belohnen.
Das Ganze solltest du jedoch mit deinem Hund üben, bevor dich erneut mehrere Leute besuchen. Platziere dafür einfach ein Leckerli in seiner Box bzw. in seinem Körbchen. Verbindet dein Hund diesen Ort mit der Belohnung, sollte jemand bei dir klingeln. Diese Person betritt jedoch nicht das Haus. Stattdessen führst du deinen Hund nun an seinen Platz und gibst ihm ein Leckerli. Klappt das, kommt im nächsten Schritt eine Person in die Wohnung, während dein Hund brav auf seinem Platz liegt. So soll er lernen, das Besuch für ihn bedeutet: Ich bekomme ein Leckerli und darf mich zurückziehen.
Hilft auch das nicht, weil er nach wie vor von alleine auf deine Gäste zugeht und knurrt, solltest du ihn in ein anderes Zimmer sperren, bis dein Besuch weg ist. So schützt du deinen Hund und deine Gäste vor möglichen Beißattacken.

Ich wünsche dir und deinem Hund alles Gute.

Kim vom VS.-vergleichen-und-sparen.de-Team

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