Hausrat- und Haftpflichtversicherung: Versicherungsschutz auch schon bei Computerviren und Phishing!

Internetschutz

Viren lauern überall im Internet. Auch vor Phishing müssen Sie sich höllisch in Acht nehmen. Die Methoden böswilliger Gestalten, irgendwo hinter Computerbildschirmen versteckt in der Anonymität des world wide web, werden immer perfider und schmutziger, um an unser Geld oder unsere Daten zu kommen.

Auch Politiker und Prominente sind vor Cyberkriminalität nicht sicher

Der Datenskandal Ende 2018 wirkt noch nach. Hat er doch auf erschreckende Weise wieder einmal gezeigt, dass auch Politiker und Prominente davor nicht gefeit sind, Opfer von Internetkriminalität (hier das so genannte Doxing) zu werden.

Da stellt sich natürlich jedem die Frage, was man machen kann, um möglichst sicher im Netz unterwegs zu sein. Abschalten ist natürlich auch keine Lösung auf Dauer. Das Internet ist aus unserer modernen Gesellschaft inzwischen nicht mehr wegzudenken.

Weinglas verschüttet

Phishing und Computerviren kurz erklärt

Doch was genau verbirgt sich hinter diesen Begriffen, die immer mehr an Bedeutung gewinnen in unserer digitalen Welt? Das wollen wir hier einmal für Sie schnell, aber verständlich erklären.

Phishing

Im Grunde genommen versteht man unter Phishing das mit krimineller Absicht „Fischen“ oder Einsammeln von persönlichen Zugangsdaten im Internet . Das kann auf vielfältige Weise passieren: Beim Besuch einer manipulierten Internetseite, die dem eigentlich angesteuerten echten Shop zum Verwechseln ähnelt, oder beim Öffnen eines virenverseuchten E-Mail Anhangs.

Gibt man nun persönliche Zugangsdaten arglos ein, landen diese direkt beim Kriminellen. Da kann der nächste Kontoauszug den Schock des Lebens bedeuten! So kann beispielsweise viel Geld plötzlich nach Tonga, Botswana, Kirgisistan oder wer weiß wohin überwiesen worden sein. Oder jemand hat Dinge über Ihr Konto gekauft .

Computervirus

Hinter diesem Wort verbergen sich menschengemachte kleine Schadprogramme, die es in sich haben können. Sie verbreiten sich, wie ihre echten biologischen Kollegen, von ganz alleine. Sie können großen Schaden in einem Computer und Netzwerk anrichten.

Ganze Computersysteme stürzen ab und lassen sich nur mit professioneller Hilfe wieder in Gang setzen. Passwörter werden gestohlen und zweckentfremdet oder Festplatten gesperrt, um nur ein paar der Schäden zu nennen.

 

Was tun, um es den Cyberkriminellen zu erschweren?

Leider gibt es keinen hundertprozentigen Schutz, wenn Sie im Internet unterwegs sind. Am allerwichtigsten jedoch sind folgende Verhaltensregeln, die einen potentiellen Angriff auf Ihre Daten zumindest deutlich erschweren:

  • Nicht alles bedenkenlos anklicken. Bei E-Mails auf den Absender achten. Gegebenenfalls eine suspekt erscheinende angehängte Datei nicht öffnen. Wenn Sie beispielsweise wissen, dass Sie an keinem Gewinnspiel teilgenommen haben oder auf fragwürdigen Internetseiten unterwegs waren, können diese E-Mails gerne in den Papierkorb wandern.
  • Das Virenschutzprogramm aktuell halten. Somit wird das ein oder andere Missgeschick beim Klicken dann doch vielleicht noch ausgebügelt. Bedenken Sie aber, dass auch der beste Virenschutz nichts nützt, wenn man ihn ignoriert und seine Warnungen in den Wind schlägt.
  • Zugangsdaten wie Passwörter sicher wählen. „123456“ ist kein sicheres Passwort, ebenso wenig wie „Passwort“! Zwischen 12 – 16 Zeichen sollte ein Passwort mindestens haben. Dazu sollte es aus zufälligen Kombinationen bestehen, denn Wörter sind schnell geknackt. Verwenden Sie bitte unbedingt auch Sonderzeichen (§; %; usw.)! Auch kann ein gesicherter Passwortmanager nicht schaden. Aber dort dann bitte das Masterpasswort sicher wählen. Oder Sie machen es analog und schreiben die Passwörter auf einen Zettel (aber niemandem zeigen, auch nicht den besten Freunden!).

verzweifelter Mann

Wie kann ich mich bei Schäden durch Internetkriminalität schützen?

Ist man Opfer eines Machwerks solcher Taugenichtse und Krimineller geworden, ist guter Rat oft teuer. Einmal nicht aufgepasst und der vermeintlich sichere Anhang der E-Mail enthielt doch einen versteckten Schädling. Der ermöglicht jetzt einem Fremden den Zugriff zu persönlichen Daten und Passwörtern auf dem PC oder Smartphone .

Umso schlimmer ist es, wenn Sie den Befall erst später bemerken und die befallene E-Mail bereits an Freunde oder Verwandte weiterverschickt haben. Machen diese Sie dann plötzlich für einen entstandenen Schaden haftbar, belastet das nur unnötig Ihre gute Beziehung. Das möchte natürlich niemand riskieren und führt nur zu unnötigem Haareraufen.

Und genau da kommen die Hausratversicherung und die Privathaftpflicht ins Spiel. Doch was soll es damit auf sich haben? Ganz einfach:

Es gibt auf dem Versicherungsmarkt immer mehr Tarife, die mit der Zeit gehen und auch einen Schutz bei Internetaktivitäten anbieten. Leider ist immer noch nicht in allen Versicherungstarifen diese Leistung enthalten. Daher lohnt sich der genaue Blick in die Leistungsübersicht!

Schutz bei Phishing in der Hausratversicherung

Sollten Sie bei der Internetnutzung in irgendeiner Weise Ihre Zugangsdaten an Dritte weitergegeben haben (unentdeckter Trojaner usw.) und diese verschaffen sich Zugang zu Ihren Bankkonten oder ähnlichem, gleicht die Hausratversicherung einen entstandenen Schaden zur vereinbarten Höhe finanziell aus. Unter der Voraussetzung, dass das im Tarif enthalten ist. Achten Sie vor einem Versicherungsabschluss auf diese Leistung. Sie ist (noch) nicht in allen Tarifen vorhanden!

Schutz bei Computerviren in der Privathaftpflichtversicherung

Hat ein Virus Ihren Computer ohne Ihr Wissen befallen und Sie haben aus Versehen einen verseuchten E-Mail Anhang weitergeleitet und somit den PC eines Bekannten infiziert? Oder hat Ihr PC als Teil eines infizierten Computernetzwerkes (so genanntes Bot-Netz) andere Computer ohne Ihr Wissen angegriffen? Auch ein verseuchter USB-Stick kann andere Computer lahmlegen.

Verliert das Opfer Daten, können Datenrettungsexperten durch eine Datenrettung den ursprünglichen Zustand der Daten wieder herstellen. Dazu werden eventuelle weitere Folgekosten (Produktionsausfälle usw.) übernommen. Das kann im Ernstfall richtig teuer werden!

Hier leistet die Privathaftpflicht aber auch nur dann Schadenersatz, wenn diese Leistung im Tarif vorhanden ist. Bitte achten Sie auch hier vor Vertragsabschluss darauf, dass dies wirklich mitversichert ist. Haben Sie noch einen alten Versicherungsvertrag ohne diese Leistung, sollten Sie auch über einen neuen Versicherungstarif nachdenken und wechseln.
Familie im Wald

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