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Tornados sind die neue Herausforderung für die Gebäudeversicherung

Schaden durch den Tornado

Am vergangenen Mittwoch kam es im Kreis Viersen am Niederrhein zu einem Unwetter-Phänomen, das in Deutschland scheinbar immer häufiger auftritt.

Ein Tornado traf auf den Ortsteil Boisheim und hinterließ dort eine Schneise der Verwüstung. Dabei kam es an rund 150 Häusern zu Schäden, zwei Menschen erlitten Verletzungen. Tornados, die wir nur aus dem Fernsehen wahrnehmen, sind bei uns möglich. Hier sprechen wir eher von Windhosen.

Windhosen sind in Deutschland keine Seltenheit

Tornados oder Windhosen treten in Deutschland weitaus häufiger auf, als wir es vermuten. Tornados, so etwas kennen wir aus Amerika, wenn dort die riesigen vom Wind getriebenen Rüssel alles zerstören und aufsaugen. So dramatisch ist es bei uns nicht. Aber dennoch – rund 30 bis 60 Windhosen müssen wir jedes Jahr in Deutschland verzeichnen. Da die Windhosen in der Regel mit Gewitterfronten einhergehen, stehen uns also mit der kommenden Gewittersaison noch einige Tornados bevor. Das Problem ist: Tornados treten überall auf. Es gibt in Deutschland keine Region, die davon verschont bleibt. Dabei sind diese Wetterphänomene sehr lokal begrenzt. Trotzdem ist in dem betroffenen Bereich das Schadensausmaß erheblich. Gut, dass wir wesentlich stabilere Häuser bauen. In der Regel sind es abgedeckte Dächer oder umgestürzte Bäume, die zu den größten Schäden gehören.

Wie kommt es zu einer Windhose?

Meteorologen stellen seit zwei Jahrzehnten eine stetige Zunahme von Tornados in Deutschland fest. Einerseits nutzen mehr Menschen Smartphones mit Kameras, mit denen sie Windhosen aufnehmen. So gelangen die Videos ins Netz und erreichen uns über die verschiedensten Kanäle. Dass es am Wetter liegt, ist unbestreitbar. In den letzten Jahren kommt es aufgrund der klimatischen Veränderungen häufiger zu Gewittern in der Sommerzeit. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit für Tornados in Deutschland.

Die Windhose entsteht aus einem schlauchartigen Wirbel, der aus einer Gewitterwolke entspringt. Trifft dieser Wirbel auf den Boden auf, so haben wir eine Windhose. Dafür müssen wettertechnisch drei Bedingungen vorliegen: Hohe Luftfeuchtigkeit, Schauer oder Gewitter und eine starke Zunahme des Windes.

Kommt die Gebäudeversicherung für Schäden durch Windhosen auf?

So gut wie jeder Hauseigentümer verfügt über eine Gebäudeversicherung. Damit sind Schäden durch Tornados abgesichert. Diese Schäden fallen in den Bereich der Sturmschäden. Diese sind in der Gebäudeversicherung versichert, wenn die Windgeschwindigkeit mindestens bei der Stärke acht liegt. Das ist bei einer Windhose der Fall. Mittlerweile berichten betroffene Hauseigentümer aus der Region Boisheim, dass viele Hauseigentümer die Reparatur der beschädigten Häuser durch die Gebäudeversicherung erstattet bekommen. Das ist nach zwei Tagen schon ziemlich flott.

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