Staupe in Deutschland – So schützen Sie Ihren Hund

Fuchs

Ist Ihr Hund gegen Staupe geimpft – und wenn ja: Ist diese Impfung noch wirksam? Das sollten Sie schnellstmöglich überprüfen. Denn das tödliche Staupe-Virus ist in Deutschland wieder auf dem Vormarsch. Mindestens sechs infizierte Füchse wurden dieses Jahr allein in NRW entdeckt, darunter in Mülheim, Essen und Viersen. Gerade für Hunde ist die Gefahr groß, sich anzustecken. Wir sagen Ihnen, wie Sie richtig vorbeugen und woran Sie Staupe beim Hund erkennen!

Hund beim Tierarzt

Was ist Staupe?

Die Staupe ist eine hochansteckende Infektionserkrankung für Hunde. Sie verbreitet sich über Ausscheidungen wie Harn, Kot und Schweiß sowie Körperflüssigkeiten aus Auge, Nase und Maul. Doch nicht nur infizierte Hunde sind für andere Hunde ansteckend. Auch Wald- und Wiesenbewohner wie Fuchs, Dachs und Marder können an Staupe erkranken und diese übertragen.
Marder

Lassen Sie Ihren Hund gegen Staupe impfen!

Das Wichtigste zuerst: Staupe endet häufig tödlich! So erschreckend diese Nachricht für Hundebesitzer auch ist, umso erleichternder ist die Tatsache, dass Sie Ihren Hund gegen Staupe impfen lassen können. Da vor allem Welpen und junge Hunde häufig betroffen sind, sollten Sie rechtzeitig vorbeugen.

Ist Ihr Hund bereits geimpft? Dann denken Sie daran, dass die Staupe-Impfung regelmäßig wiederholt werden muss. Schauen Sie im Impfpass Ihres Hundes nach, wann die letzte Auffrischung stattgefunden hat.

Hier noch einmal die wichtigsten Infos zur Staupe-Impfung:

  • Laut der „Leitlinien zur Impfung von Kleintieren“ (Herausgeber: Ständige Impfkommission Veterinärmedizin) zählt die Staupe-Impfung zu den sogenannten Pflichtimpfungen. Diese sind auch als Core-Impfungen bekannt. Neben Staupe zählen dazu die Immunisierungen gegen Hepatitis, Parvovirose, Leptospirose und Tollwut. In der Regel werden Mehrfachimpfungen verabreicht, die Ihren Hund vor all diesen Krankheiten gleichzeitig schützen.
  • Hunde können bereits ab einem Alter von 8 Wochen gegen das Virus geimpft werden.
  • Für einen bestmöglichen Schutz sollte die Impfung in folgenden Abständen erfolgen:
    • 1. Impfung
    • 2. Impfung: vier Wochen später
    • 3. Impfung: nach weiteren vier Wochen
    • 4. Impfung: 1 Jahr nach der 1. Impfung
    • Auffrischung: alle drei Jahre

Diese Angaben sind zwar ausführlich recherchiert, jedoch ohne Gewähr. Den genauen Impfplan besprechen Sie daher bitte mit Ihrem Tierarzt.
Welpe

Wie teuer ist die Impfung gegen Staupe?

Die Kosten für eine Mehrfach-Impfung belaufen sich auf rund 50 bis 75 Euro pro Gabe. So kommen im Laufe der Immunisierung schnell mehrere Hundert Euro zusammen. Tipp: Viele Hundekrankenversicherungen übernehmen die Kosten für Schutzimpfungen anteilmäßig. Denken Sie daher rechtzeitig über eine Krankenversicherung für Ihren Vierbeiner nach. Weiterführende Informationen finden Sie hier: Hundekrankenversicherung

Wie beuge ich Staupe vor?

Die beste, wirksamste und einfachste Methode, um Staupe vorzubeugen, ist die Impfung. Ist Ihr Hund jedoch noch zu jung dafür beziehungsweise sprechen andere Gründe gegen die Immunisierung, sollten Sie mindestens folgende Dinge beachten:

  • Vermeiden Sie Spaziergänge in Gebieten, in denen Staupe aufgetreten ist.
  • Leinen Sie Ihren Hund an, damit Sie schnell reagieren können, wenn Wildtiere auftauchen oder Ihnen sonst irgendetwas in der Umgebung seltsam vorkommt.
  • Halten Sie Ihren Hund vom Kot und Urin fremder Tiere fern.
  • Achten Sie noch mehr als sonst darauf, dass Ihr Hund kein Aas frisst.

Woran erkenne ich Staupe bei meinem Hund?

Die Krankheit äußert sich auf vielfältige Weise. So greift es sowohl die Atemwege an, als auch den Magen-Darm-Trakt, die Haut an Nase und Pfoten sowie das Gehirn und die Nerven.

Ebenso vielseitig sind daher auch die Symptome von Staupe:

  • Ausfluss aus der Nase, Krusten und blutende Verhärtungen an der Nase
  • Husten
  • Probleme beim Atmen
  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Appetitlosigkeit
  • Lähmungserscheinungen
  • uvm.

Hund liegt auf dem Behandlungstisch

Was mache ich, wenn mein Hund an Staupe erkrankt ist?

Ihr Hund weist eines oder mehrere der oben genannten Symptome auf? Dann nichts wie auf zum Tierarzt. Nur dieser kann mithilfe eines Abstrichs eine sichere Diagnose stellen. Die schlechte Nachricht: Selbst wenn nun die Staupe zweifelsfrei festgestellt wurde, kann gegen das Virus selbst nichts mehr unternommen werden. Sie können jedoch Ihrem Hund durch gezielte Behandlung der Symptome Linderung verschaffen. Besprechen Sie mit Ihrem Tierarzt, wie Sie am besten vorgehen. Die gute Nachricht: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Es gibt auch Fälle, in denen Hunde den gefährlichen Virus überlebt haben.

Können sich Menschen mit Staupe anstecken?

Nein. So gefährlich die Krankheit für Ihren Hund auch ist, Menschen sind bislang nicht anfällig für das Staupe-Virus. Zumindest ist bis dato kein Fall bekannt, bei dem sich ein Mensch mit dem Virus angesteckt hat. Auch wenn Sie Katzen besitzen, müssen Sie sich um diese keine Sorgen machen – selbst wenn diese gerne draußen herumstreunen. Unsere Samtpfoten haben zum Glück keine Probleme mit dem Canine Staupevirus.

Vorsorge ist und bleibt der beste Schutz vor Staupe!

Staupe ist heutzutage ein relativ gut eingedämmtes Virus. Da jedoch immer wieder vereinzelte Fälle auftreten, sollten Sie Ihren Hund ausreichend schützen. In der Regel sind die meisten Hunde seit Welpenalter gegen den tödlichen Virus geschützt. Dennoch sollten Sie bei Unsicherheiten noch einmal mit Ihrem Tierarzt Rücksprache halten und die Impfung gegebenenfalls auffrischen lassen.

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Hund liegt auf dem Boden

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